... Dead winter dead (4.18) *** 8 / 10 ***
11. One child (5.14) *** 8,5 / 10 ***
12. Christmas Eve (3.24) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!!
13. Not what you see (5.02) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!!
~~~ THE SONGS ~~~
Hervorzuheben ist, meiner bescheidenen Meinung nach, auf jeden Fall die ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von sirjethro über Dead Winter Dead - Savatage 05.08.2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
ab und zu
Dieser Tonträger ist:
einer der besseren des Künstlers
Pro:
Savatage, wie ich sie liebe : Fesselnde Lyrics, Bombast, klasse Songwriting, perfekte Performance
Kontra:
Ich bitte euch, wir reden von Savatage ;)
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
~~~ PROLOGUE ~~~
Gibt es eine Band, die mehr Konzept-Alben auf den Markt geworfen hat (was nicht negativ gemeint ist, ganz im Gegenteil!), als die US Power-Bombast-Metal-Rocker von Savatage? Mir fällt da spontan keine ein, man denke nur an das spätere geniale Output „The Wake of Magellan“ oder an’s göttliche „Streets – A Rock Opera“. Nun, um in der Chronologie zu bleiben schnappe ich mir heute also Konzept-Album Nummer 2 der Band um Stimme Zak Stevens (mittlerweile leider Ex-Member). Thematisch geht es dieses Mal weitaus weniger fiktiv zu, als in den beiden oben genannten Stories – und das ist mehr als bedrückend, denn inhaltlich verarbeitet man hier eine erdachte Geschichte vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges, welcher den meisten von uns noch allzu gut (oder schlecht) im Gedächtnis geblieben sein sollte.
~~~ THE BAND ~~~
Zak Stevens – Vocals Johnny Lee Middleton – Bass Chriss Caffery – Guitars Al Pitrelli – Guitars Jeff Plate – Drums Jon Oliva – Keyboards, additional vocals
~~~ THE SOUND / THE STYLE ~~~
Alle Trademarks, die Savatage seit jeher (zumindest seit dem glücklichen Zusammentreffen mit Producer Paul O’Neill) auszeichneten und sie zu einer meiner absoluten Lieblingsbands gemacht haben, sind auch auf diesem Album wie selbstredend wieder vertreten. Bombastische, orchestrale Arrangements, ohne überladen zu wirken, gepaart mit packenden Vocals (mitunter übereinander gelegte Gesangslinien) und mitreißenden Refrains, wunderbar vorgetragen von Zaks markanter, oft rau wirkender Stimme, hin und wieder gar von Band-Mitbegründer und Sänger der ersten Stunden Jon Oliva. Desweiteren natürlich die gewohnt einwandfreie und tadellose Arbeit an den Instrumenten, welche schon arg an Genialität grenzt. Das ein oder andere phantastische E-Gitten-Solo wird von den Herren Pitrelli und Caffery (dem verlorenen Sohn, der seinen Weg zurück in die Band fand) in die weite Umlaufbahn geschleudert und auch die Rhythmusfraktion mit Jeff Plate an den Hau-Bauten und Johnny Lee Middleton am Bass setze mit ihrem Können ebenfalls Akzente, sei es bei balladesken Songs oder rockenden Midtempo-Stampfern – wobei der Bass, wie so häufig vor allem bei gitarrenlastigen Sounds und orchestralen Arrangements, leider oftmals ein wenig untergeht.
~~~ THE STORY ~~~
Wir schreiben das Jahr 1990 unserer Zeitrechnung; Jugoslawien ist eine freie Nation. Doch die Stille trügt, ein Krieg bahnt sich an. Anhand der Einzelschicksale dreier Personen (einem Serben und einer Muslimin, die auf befeindeten Seiten kämpfen und einem alten Mann mit seinem Cello, welcher in stillem, trotzigem Protest immer wieder um die gleiche Zeit inmitten Sarajevos altem Marktplatz spielt, ungeachtet der Kämpfe um ihn herum) tischt man uns eine mitreißende Geschichte zur Zeit des Jugoslawien-Konflikts auf. Was genau passiert, mag ich an dieser Stelle nicht verraten.
~~~ THE INSPIRATION ~~~
Es sei erwähnt, dass der Cello-Spieler auf einer wahren Begebenheit beruht – er blieb bei seinem täglichen Spiel inmitten des Kreuzfeuers unverletzt! Und auch die beiden anderen Protagonisten haben ihren Ursprung in der Realität: Bei dem Fluchtversuch einer Muslimin und ihres serbischen Freundes über die letzte offene Brücke der Stadt wird sie tödlich getroffen. Ihr Freund lässt sie nicht allein zurück und bleibt bei ihr, bis auch er kurze Zeit später erschossen wird – so liegen sie auf der Brücke. Tot. Hand in Hand…
~~~ EINZEL-WERTUNG ~~~
1. Overture (1.50) *** Keine Bewertung *** 2. Sarajevo (2.31) *** 8 / 10 *** 3. This is the time (5.40) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!! 4. I am (4.32) *** 7 / 10 *** 5. Starlight (5.38) *** 7,5 / 10 *** 6. Doesn't matter anyway (3.47) *** 8 / 10 *** 7. This isn't what we meant (4.12) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!! 8. Mozart and madness (5.01) *** 8,5 / 10 *** 9. Memory (1.19) *** 8 / 10 *** 10. Dead winter dead (4.18) *** 8 / 10 *** 11. One child (5.14) *** 8,5 / 10 *** 12. Christmas Eve (3.24) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!! 13. Not what you see (5.02) *** 10 / 10 *** Anspieltipp!!!
~~~ THE SONGS ~~~
Hervorzuheben ist, meiner bescheidenen Meinung nach, auf jeden Fall die nach dem obligatorisch pompösen Instrumental- Intro und dem kurzen, mystisch und gespenstisch wirkenden
~~~ SARAJEVO ~~~,
welches mit ruhigem, beschwörendem Gesang, zunächst lediglich begleitet vom Piano, daherkommt, folgende Power-Ballade
~~~ THIS IS THE TIME ~~~,
welche auch gleichzeitig für mich einen der absoluten Höhepunkte der Scheibe darstellt. Ein fabulöser Einstand wird der Elektrischen zuteil und Zak lässt seine Stimme in seiner unnachahmlichen Art erklingen – dann wird es ganz still und ein Schauer läuft mir den Rücken hinunter, wenn der Refrain erklingt, feierlich und erhaben, passend zur erzählten Situation voller Hoffnung. Später rockt der Song ordentlich, nur um wieder in den absolut genialen Chorus zu verfallen, der mich von der ersten Sekunde an gepackt hat! Savatage, ihr seid Götter! Nach dem von Jon intonierten
~~~ I AM ~~~,
welches militärisch stampfend und recht aggressiv im Mid-Tempo daherkommt und mit fetten Riffs aber einem belanglosen Refrain aufwartet (feiner Instrumental-Mittelteil allerdings) folgt dann das sperrig und getragen daherwalzende
~~~ STARLIGHT ~~~
mit mehreren verschiedenen Vibes, ungeheurem Druck und einem wirklich feinem Gitten-Solo zum fulminanten Ausklang.
~~~ DOESN’T MATTER ANYWAY ~~~
schlägt genau in die gleiche, sperrige Kerbe (Jon darf hier aber erneut ran) und setzt das fort, was der Vorgänger begonnen hatte. Eine Spur schneller, dreckiger und härter wird hier allerdings zu Werke gegangen, so dass der Song um einiges straighter wirkt. Ein weiteres Highlight folgt mit
~~~ THIS ISN’T WHAT WE MEANT ~~~
auf dem Fuße: Wunderbare Piano-Melodien legen sich wie ein Schleier über den Song und vermischen sich mit den Riffs der beiden Sechs-Saiter und Zaks markanter Stimme. Was dabei herauskommt ist erneut eine geniale, dramatische Power-Ballade wie sie im Buche steht und wie sie keine andere Band besser hätte komponieren und darbieten können. Äußerst bewegend und mitreißend! Bei
~~~ MOZART AND MADNESS ~~~
bekommen wir es mit einem reinen, rockenden Instrumental zu tun, welches geschickt mit Zitaten jenes Klassik-Genies spielt und sehr streicherlastig (Cello im Metal gab’s schon vor Apocalyptica *g*) ausgelegt ist (logisch, siehe Story).
~~~ MEMORY ~~~
fungiert mit seiner Europa-Hymne („Freude schöner Götterfunken“, die Vertonung des Gedichts von Schiller „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven im letzten Satz seiner neunten Symphonie) als Intro für das heavy daherriffende
~~~ DEAD WINTER DEAD ~~~.
Der Album-Titel-gebende Song fährt wieder schwereres Riff-Geschütz auf, bleibt aber geschwindigkeitstechnisch in gemäßigten Gefilden und bietet grundsolide Sava-Kost mit all ihren typischen Aspekten. Das eher balladeske
~~~ ONE CHILD ~~~
zeichnet sich vor allem durch seine übereinandergelegten, unterschiedlichen Gesangs-Linien und Melodien (Savatage sind Götter in dieser Technik!) in der zweiten Hälfte aus, ist aber trotzdem für mich nicht das ultimative Hör-Erlebnis, da hier für meinen Geschmack zu wenig passiert, was mich allzu sehr begeistern könnte. Es schleppt sich ein wenig mühsam daher. Was bleibt, ist ein lediglich gutes Stück, welches der eigentlichen Klasse der Band nicht im vollen Umfang gerecht wird. Ein weiteres Instrumental namens
~~~ CHRISTMAS EVE ~~~
hält Einzug – und dieses ist wirklich eine meisterhafte Komposition („God Rest Ye Merry Gentlemen“ und „Carol Of The Bells“ mussten teilweise herhalten)! Man kann den Schnee fallen hören während Streicher und Piano wunderbar harmonieren bevor E-Gitte und Drums einsetzen, die Dramatik immer mehr zunimmt und sich langsam aber stetig ihrem unausweichlichen Höhepunkt nähert. Gnadenlos gut! Den mehr als würdigen Abschluss des Konzeptalbums bildet eine weitere Ballade
~~~ NOT WHAT YOU SEE ~~~,
wobei hier von der Technik der übereinandergelegten Gesangslinien mehr als jemals zuvor Gebrauch gemacht wird – und das auch noch ausgesprochen gelungen! Herrlich melodisch geben sich hier Piano, verstromte Gitarren und Zaks Stimme die Klinke in die Hand und machen den Song zu einem meiner Lieblinge der Scheibe. Grandios!
~~~ EPILOGUE ~~~
Ein astreines und ernstes Konzeptalbum vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Konflikts präsentieren uns Savatage hier, welches die unantastbare Klasse von „Streets – A Rock Opera“ natürlich nicht ganz erreicht – wie könnte es auch? Eine utopische Vorstellung fernab jeglicher Realität – sollte es mehr als eine geben. Dennoch sind vor allem genannte Höhepunkte absolute Kaufgründe für diese Scheibe! Und auch Hörer gepflegter und anspruchsvoller Musik aus dem Nicht-Metallischen Lager sollten unbedingt einen Hör riskieren, denn das Tempo hält sich immer im gemäßigten Rahmen, niemals wird die Brechstange ausgepackt oder mit Brachialgewalt zu Werke gegangen, Melodie und Wirkung stehen immer im Vordergrund. Ein komplettes, atmosphärisch dichtes Werk von hoher Qualität und Intensität, tiefgründige Lyrics, eine überzeugende Darbietung an den Instrumenten, gespickt mit einer Reihe von Zitaten klassischer Kompositionen und bekannter Traditionals, Zaks unverkennbare Stimme und einwandfreie Sangeskünste, zudem ein klasse Songwriting der Herren Oliva und O’Neill und eine tadellose Produktion – das alles und mehr zeichnen dieses Werk aus! Für Savatage-Fans ohnehin ein Muss, für alle anderen ein Grund mehr, sich mit dieser Band näher zu befassen!
Pro: ...komplexe Arrangements, packende und als Konzept umgesetzte Story, klassische Anleihen, bombastische Chöre, Counterpoint-Vocals, stimmungsvolles Artwork, glasklarer und warmer Sound... Kontra: ...das Coverfoto wurde hier etwas dunkel abgebildet, sonst nichts...
Hallo liebe Leserinnen und Leser! Nachdem ich vor wenigen Tagen bereits über ein Album aus den Anfangstagen von Savatage berichtet habe, soll es diesmal ein kleiner Sprung von zehn Jahren sein: Vom 1985er Werk "Power of the Night" mit Jon Oliva am ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
"A Single Death Is A Tradgedy, A Million Deaths Is A Statistic." Dieses Zitat von Josef Stalin steht auf dem Back-Cover dieser CD und macht nachdenklich.
Perverse Logik, aber irgendwo wahr. Savatage nutzten dieses Zitat für ihr 1995er Album nicht o ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: eine gute tiefgründige Story bombastisch und überzeugend umgesetzt, sauberer Sound Kontra: wenige mittelmäßige Song
Mit dem Konzeptalbum "Dead Winter Dead" gelingt Savatage nach 5 durchweg überzeugenden Vorgängeralben (Hall of the Mountain King, Gutter Ballet, Streets, Edge of Thorns, Handful of Rain) ein weiterer Treffer. Doch damit nicht genug. Durch die besondere un ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
..., wenn das Publikum einen Refrain singen soll und es kommt einfach nix durch die Boxen. Aber das liegt wohl daran, daß Metallica eine so kleine Audienz nicht gewöhnt sind. Mein persönlicher Tip für alle, denen die Symbiose aus Metal und Klassik interessant erscheint die sollten sich mal folgende Alben anhören:
Rage XIII
Savatage Dead Winter Dead...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: ...einzigartige Vocals von Jon Oliva, hervorragende Gitarrenarbeit, treibender Sound, einige Metal-Klassiker, ein genialer Bonustrack... Kontra: ...insgesamt recht kurze Spielzeit...
...Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Es wird Zeit mich mal wieder dem musikalischen Bereich zu widmen. Und da es immer noch genug Klassiker gibt, die mit einem Bericht bedacht werden wollen, reise ich heute mal zurück in das Jahr 1984, als die Ami-Rocker "Savatage" mit "The Dungeons are calling" ihr Zweitwerk auf die Menschheit losließen...
| ° Savatage
|
Die Geschichte von Savatge begann im Jahr 1981, ist lang und von vielen Schicksalsschlägen gezeichnet. Da sich mancher daran stören mag, wenn man trotz Erlaubnis von Ciao die Bandgeschichte in den Berichten kopiert (da sich daran ja nun mal von CD zu CD nichts ändert), habe ich sie hier herausgenommen. Wer sie ausführlicher lesen mag, darf gerne hier nachsehen:
http://musik.ciao.de/DeadWinterDeadSavatageTest2655159
| ° The Dungeons are...
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Pro: Typischer Savatage-Sound Kontra: Der eine oder andere Song ist textlich noch eher Durchschnitt
...Mit "Gutter Ballet" legten die Bombast-Metaller Savatage 1989 ihr insgesamt bereits fünftes Album vor. Es war die zweite Zusammenarbeit mit Paul O'Neil; eine Kooperation, aus der später die großartigen Konzeptalben "Streets - A Rock Opera", "Dead Winter Dead" und "The Wake of Magellan" entstehen sollten. Doch vorerst übten sich Savatage noch nicht als musizierende Geschichtenerzähler. "Gutter Ballet" ist noch kein Konzeptalbum, aber ein Schritt in Richtung des späteren Savatage-Bombastsounds.
Das damalige Savatage-Lineup bestand aus:
Jon Oliva - Gesang, Keyboard, Piano
Chris Oliva - Gittare
Johnny Lee Middleton - Bass
Steve Wacholz - Schlagzeug
Die Platte beginnt etwas eigenwillig. "Of Rage and War" startet mit Hubschraubern, groovigem Rhythmus und einer eigenartig leiernden Gesangseinlage, wie sie nur Jon Oliva hinbekommen...
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