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Delicate Sound of Thunder - Pink Floyd

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Delicate Sound of Thunder - Pink Floyd

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Pink Floyd Live, ein Spekatkel der Extraklasse

5  26.05.2007

Pro:
Ein Hit nach dem anderen, 20 Jahre Pink Floyd, stark !

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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tomrot

Über sich: Freiheit für Copy und Paste im Internet (lt. Guttenberg)

Mitglied seit:19.01.2006

Erfahrungsberichte:76

Vertrauende:139

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 337 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Pink Floyd - Delicate Sound of Thunder
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Trackliste:
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Disk: 1
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1. Shine On You Crazy Diamond
2. Learning To Fly
3. Yet Another Movie
4. Round And Around
5. Sorrow
6. The Dogs Of War
7. On The Turning Away

Disk: 2
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1. One Of These Days
2. Time
3. Wish You Were Here
4. Us & Them
5. Money
6. Another Brick In The Wall (Part II)
7. Comfortably Numb
8. Run Like Hell

Einleitung:
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Ja, Pink Floyd, da läuft einem das Wasser schon quasi im Munde zusammen, und da verblassen Gruppen wie Tokio Hotel oder Juli, versinken ehrfürchtig und vor Scham, in den Erdboden.
Ich denke mal, da sind sie gut aufgehoben.

Pink Floyd ist eine Legende, das kann man ohne Übertreibung sagen.

Jetzt könnte sicherlich der eine oder andere der mich kennt, fragen, warum ich gerade jetzt einen Pink Floyd Bericht schreibe.
Die Antwort ist relativ klar. Viele haben mich gefragt, ob ich nicht das PDW beschreiben möchte (Pink Floyd - Wish you where here)

Leider, besitze ich diese CD nicht, und zum zweiten liegt mir was an der Musik, nicht an irgend welchen Ruhm oder ähnlichem.

Das möchte ich jetzt nicht so verstanden wissen, das alle die jetzt diesen Bericht geschrieben haben, so denken, der Hauptgrund war und ist, ich habe die CD nicht.

Dennoch, möchte ich Euch heute ein absolut geiles Album dieser Gruppe vorstellen: Delicate Sound of Thunder - Live, weil es in meinen Augen eines der besten Live Alben ist, die ich kenne, und ich kenne viele.
Von daher, wünsche ich Euch viel vergnügen beim Lesen!

Biographie:
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The Sreaming Abdabs, The Meggadeath, das waren nur einige der Bandnamen, die Pink Floyd angedacht hatten, erst dann kam man auf den eigentlichen Bandnamen: "The Pink Floyd", so jedenfalls war der Name, als die erste Scheibe der Gruppe rauskam, danach ließ man auch noch das "The" weg, und Pink Floyd war geboren.

Ja, es war ein langer Weg, der 1965 gegründeten Gruppe.
Gründungsmitglieder waren:
  • Syd Barrett
  • Bob Close
  • Rick Wright
  • Nick Mason
  • Roger Waters

Ja, wie geschrieben, kam die erste CD noch unter dem Namen "The Pink Floyd" auf den Markt, und es war gleich ein ganz starkes Album (A Saucerful Of Secrets), denn schon mit diesem Album schafften die Jungs den ersten kleinen Durchbruch.
Konzerte, Auftritte folgten, und 1967 auch der erste nennenswerte Auftritt, als Vorgruppe von keinem geringeren als Jimi Hendrix.

Und auch die ersten Änderungen gab es, und sicherlich die, die später den Erfolg von Pink Floyd ausgemacht hat, denn Syd Barrett wurde von David Gilmour 1969 ersetzt.

Von da an, gab es nur noch einen Weg, nach oben.

Und in der Zeit zwischen 1971 - 1975 war es dann soweit, Pink Floyd schaffte den Durchbruch nach ganz oben, an die Weltspitze, getrieben von den Songs von Roger Waters, und dem neuen Bandmitglied David Gilmour.
Wohl der absolute Welterfolg kam mit dem Album: "Dark Side of the Moon", das 1973 erschien.
Wenn man nur mal ansieht, wie lange sich das Album in den Billboard Charts (Fach- und Branchenblatt in den USA) hielt, von 1973 - 1988, insgesamt 740 Wochen, das ist Weltrekord!!

Aber auch nach dem Album ging es von Erfolg zu Erfolg, denn auch das nächste Album: "Wish you where here" (1975) war ein Megakracher.
Nicht umsonst sind sich viele Experten einig, das dieses Album wohl das beste Pink Floyd Album der Geschichte war bzw. ist.
"So sieht es auch Rick Wright, der einmal das Album als das beste Pink Floyd Album bezeichnete und den Song "Shine On You Crazy Diamond" als einen der besten Floyd Songs bezeichnete! (Quelle: www.wikipeda.de)

Dennoch muss man sagen, das es schon in der Gruppe kriselte, obwohl sie auf dem Zenit ihres Schaffens wahren.

1981 kam dann wohl das endgültige aus, denn der Songschreiber der Gruppe, Rick Wright verließ die Gruppe, und 1986 wurde dann das aus der Gruppe Pink Floyd bekannt gegeben.

Doch komischerweise, rauften sich die Zankhähne zusammen, gingen ein Jahre später noch mal auf Tournee.
So ganz war das aus von Pink Floyd doch wohl noch nicht.

Und tatsächlich, 1994 gab es weitere Auftritte, und was positiv war, sogar eine neue CD "Pulse"

Aber es waren nur sporadische Auftritte, denn gerade David Gilmour verfolgte, mit großem Erfolg, seine Solo Karriere.

Doch immer mal wieder rief Pink Floyd, könnte man sagen, denn auch im neuen Jahrtausend gingen Pink Floyd noch mal ins Studio, um alte Werke, neu aufzunehmen, und Ende 2001 erschien eine neue Doppel CD, quasi eine Jubiläumsaufnahme.

Und auch 2005 gab es weitere gemeinsame Auftritte, diesmal für einen guten Zweck "Live Aid" von Bob Geldorf.
Und der Auftritt wurde zum Megakracher, aber auch zu einer einmaligen Wiedervereinigung.

Zwar gab und gibt es immer wieder Gerüchte, das alte Scheiben, wieder neu aufgelegt und neu eingespielt werden, aber ich glaube, Pink Floyd ist Tod, jedenfalls als Band.
Sicherlich wird es hier und da noch mal den einen oder anderen gemeinsamen Auftritt geben, aber mehr wohl auch nicht.
Um es also klar zu sagen: Pink Floyd ist Tot, lang lebe Pink Floyd.

Und so ganz lebt Pink Floyd ja immer noch, denn alleine dadurch, das David Gilmour seine Solo Karriere weiter forciert, wird es immer einen Hauch von Pink Floyd geben.

2006 erschien David Gilmour neustes Werk "On an Island" (siehe auch meinen Bericht bei diversen Portalen: http://musik.ciao.de/David_Gilmour_On_An_Island__Test_3093442)

Ein wirkliches sehr schönes Album, das in einzelnen Sequenzen, an Pink Floyd erinnert.

Und so wird die Hoffnung wohl zuletzt sterben, das es Pink Floyd mal wieder geben wird, auf Tournee und auf CD.

Ein Satz noch zum Schluss: 2006 starb Syd Barrett im Alter von 60 Jahren an einer schweren Diabetes, die ganze Pink Floyd Fans trauern, um das Gründungsmitglied.

Diskografie: Pink Floyd:
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  • The Piper at the Gates of Dawn (1967)
  • A Saucerful of Secrets (1968)
  • More (1969)
  • Ummagumma (1969)
  • Zabriskie Point (1970)
  • Atom Heart Mother (1970)
  • Relics (1971)
  • Meddle (1971)
  • Obscured by Clouds (1972)
  • Dark Side of the Moon (1973)
  • A Nice Pair (1973)
  • Masters of Rock Volume 1 (1974)
  • Wish You Were Here (1975)
  • Animals (1977)
  • The Wall (1979)
  • A Collection of Great Dance Songs (1981)
  • Works (1983)
  • The Final Cut (1983)
  • A Momentary Lapse of Reason (1987)
  • Delicate Sound of Thunder (Live) (1988)
  • Shine On (1992)
  • The Division Bell (1994)
  • Pulse (Live) (1995)
  • In London: 1966-67 (Live) (1995)
  • Is There Anybody Out There? / The Wall Live 1980-81 (2000)
  • Echoes: The Best of Pink Floyd (2001)
Discography: David Gilmour
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  • David Gilmour (1978)
  • About Face (1984)
  • In Concert (2002, DVD)
  • On An Island (März 2006)

Discography: Richard Wright
  • Wet Dream (1978)
  • ZEE/Identity (1984)
  • Broken China (1996)

Discography: Roger Waters
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  • Music from 'The Body' (mit Ron Geesin) (1970)
  • The Pros and Cons of Hitch Hiking (1984)
  • Radio K.A.O.S. (1987)
  • The Wall - Live 1990 in Berlin (1990)
  • Amused to Death (1992)
  • In the Flesh (Live) (2000)
  • Flickering Flame - The Solo Years Volume 1 (2002)
  • To kill the child / Leaving Beirut CD-Single (2004)
  • Ça Ira (2005)
  • The Last Mimzy (2007)

Cover:
=============================================Das Frontcover hat einen größeren schwarzen Rahmen, oben steht in Orange der Bandname, am unteren Rand in Gelb der CD Titel.
In der Mitte ein Bild, mit einem Mann, der lauter Glühbirnen am Anzug hat, im Hintergrund steht ein Mann, auf einem kleinen Hügel. Um ihn herum lauter Vögel, die wohl vom Donner aufgeschreckt worden sind.
Meine Interpretation des Bildes, im Zusammenhang mit dem CD Titel: "Empfindlicher Ton des Donners"

Das Backcover ist noch dunkler gehalten, der Rahmen ist breiter, in der Mitte steht ein Bild, mit 3 Bäumen, da drunter die einzelnen CD Titel.

Im Inlett fehlen mir die Song Texte, dafür gibt es sehr viele Bilder, die einen sehr schönen Eindruck der Live Konzerte hinterlassen, mit viel Stimmung und der gigantischen Bühnenkonstruktion.Musiker auf dieser CD:
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  • David Gilmour - Guitars, Vocals
  • Nick Mason - Drums, Percussion
  • Richard Wright - Keyboards, Vocals
  • Tim Renwick - Guitars, Vocals
  • Jon Carin - Keyboards, Vocals
  • Guy Pratt - Bass Guitar, Vocals
  • Gary Wallis - Percussion
  • Scott Page - Saxophones, Guitar
  • Margret Taylor - Backing Vocals
  • Rachel Fury - Backing Vocals
  • Durga McBroom - Backing Vocals

CD:
=============================================Disk: 1
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1. Shine On You Crazy Diamond Part 1-5 [11:54] Von der CD: Wish You Were Here

Applaus brandet auf, dann beginnt Richard Wright mit seinem Keyboard. Ein langanhaltenden Ton begleitet uns die ersten Sekunden. Etwas mystisch angehaucht und die Szene wirkt auch ein wenig düster und gefährlich.
Erst so nach und nach, wird der Song heller, und auch intensiver.
Nach etwa 2 Minuten heult die Gitarre auf, David Gilmour ist in seinem Element, das Lied nimmt fahrt auf, und die Gitarre löst das Keyboard an erster Stelle ab.
Bestimmend, aber ruhig zupft David seine Seiten. Oh Mann, was kommen da für herrliche Töne aus den Lautsprechern.
Nach 3.45 Minuten wird es kurz ruhig, man hört die Fans, sie sind voller Erwartung.
Das Lied ist richtig Spannend und dann peitschen die Drums mit dazu, der Song hat jetzt gewaltig Drive drauf.
Herrlich, absolute perfektes Opening, und jetzt nach knapp 5 Minuten wechseln sich die einzelnen Instrumente hin und wieder ab, mal die Drums, mal das Keyboard, mal die Gitarre, ein atemberaubendes Wechselspiel, bei der David Gilmour aber eindeutig die Frequenz vorgibt.
Dann, nach etwas mehr als 6 Minuten wird es wieder ruhiger, das Saxophon übernimmt den ruhigen Part.
Jetzt hat der Song eine enorme Intensität, und nach etwas mehr als 7 Minuten beginnt dann der Gesang.
Ein Lied über die Jugend, die einmal viel zu schnell vergeht, und vor allem, drehen wir ja selber noch an der Schraube, dabei sollten wir eigentlich die Zeit der Jugend anhalten, es ist die schönste Zeit des Lebens:

" Remember when you were young
You shone like the sun
Shine on you crazy diamond
Now there's a look in your eyes
Like black holes in the sky
Shine on you crazy diamond
You were caught in the crossfire
Of childhood and stardom
Blown on the steel breeze
Come on you target for faraway laughter
Come on you stranger
You legend,
You martyr
And shine"

"Erinnerst du dich noch an deine Jugend?
Du hast geleuchtet wie die Sonne!
Leuchte weiter, du verrückter Diamant!
Jetzt ist ein Blick in deinen Augen
wie schwarze Löcher im Firmament
Leuchte weiter, du verrückter Diamant!
Gefangen im Kreuzfeuer
von Kindheit und Starruhm
im stählernen Wind gefordert
Komm, du Ziel für entferntes Gelächter
Komm, du Fremder, du Legende, du Märtyrer, und leuchte!"

So nach und nach, wird die Gitarre bestimmender, wilder, aber da will das Saxophon nicht hinten anstehen, und presst einen geilen Ton nach dem anderen raus.
Eine perfekte Mischung, ein starkes Opening dieser Live CD, und nicht zuletzt bezeichnen die Pink Floyd Musiker diesen Song als einen ihrer besten Songs. Wie wahr, wie wahr!!
Und so begeistert sind auch die Fans, die frenetisch applaudieren und grölen!!

2. Learning to Fly [5:27] Von der CD:A Momentary Lapse of Reason

Von der ersten Sekunde an wummert es in den Bässen der Lautsprecher, fast so wie ein Urknall wird der Song eröffnet.
Das Schlagzeug gibt den Takt vor, und so nach und nach spielen alle Instrumente mit, und zwar lebendig und richtig schön kräftig.

Ein Lied über das Glück, verglichen mit einem Flug, der einmal wunderschön ist, aber man verliert vor "Blindheit" auch hin und wieder das Ziel vor den Augen:

"Es gibt keine Sensation, die mit dem zu vergleichen ist
Schwebende Lebhaftigkeit, ein Zustand des Glücks
Kann meine Augen nicht von den kreisenden Himmeln abwenden
Wortlos und mit verdrehten Augen, nur unpassend an die Erde gebunden, ich"

Aber auch in diesem Song übernimmt so nach und nach David Gilmour mit seinem Instrument den bestimmenden Part.
Aber, der Song ist nicht mehr ganz so heftig wie am, besonders während des Gesanges, dafür wirkt er jetzt bedrohlicher, man meint man hebt gleich ab, schwebt in der Luft, ein Glücksgefühl breitet sich aus, aber auch eine gewisse Angst, diese Stimmung setzen die Instrumente und die Band perfekt um. Klasse!!

3. Yet Another Movie [6:21] Von der CD: A Momentary Lapse of Reason

Ein Lied über die Gewalt, und wie man mit der Gewalt gegen Menschen, gegen einen lieben Menschen, dessen Willen brechen kann.
Ein Schicksal das so viele betrifft, die leider dann auch vor die "Hunde" gehen, weil sie keinen Willen mehr haben.

"The use of force, he was so tough
She'll soon submit, she's had enough
The march of fate, the broken will
Someone is lying very still

He has laughed and he has cried
He has fought and he has died
He's just the same as all the rest,
He's not the worst, he's not the best"

Dumpf geht es los, mit tiefen, kräftigen Schlägen der Drums, eine Szene, wie gemacht für den Text, denn Gewalt ist Bedrohung, Angst und Verzweiflung.
Erst nach ca. 1 Minute hellt sich das Lied etwas auf, aber ohne weiter sehr bedrohlich daherzukommen.
Die Drums schmettern vehement drauf, Stimmen im Hintergrund reden, lamentieren, und auch die Gitarre klingt verzerrt, ängstlich, aufgewühlt.
Dann startet der extrem klagende Gesang, nein, ich muss sagen der vorwurfsvolle Gesang. Pink Floyd schreien ihre Botschaft aus den Boxen direkt in unsere Seelen, und mit jedem Schrei sollte der Wille, das dagegen ankämpfen beginnen.
Gänsehaut überzieht meinen Körper, nicht weil der Song so romantisch ist, nein, weil ich an alle denke die dieses Leid selber erfahren haben, und weil ich viele Freunde kenne, nicht nur bei Ciao, oder anderen Portalen, die diese Problematik kennen.
Wehrt Euch!!!
Und dieses wehrt Euch, sagt auch die Gitarre, mit jedem exzentrischen Ton, der aus ihren Seiten kommt.
Intensiv, kräftig, stark!!

4. Round and Around - [0:33] Von der CD: A Momentary Lapse of Reason

Die bedrohliche Szenerie lässt so langsam nach, denn Lied 3, 4 und 5 werden ohne Pause gespielt.
Das Lied 4, ist im Prinzip, nur der Übergang von dem bedrohlichen Lied 3, in das etwas entspanntere Lied 5
Dann setzt das Keyboard zu einem langen Ton an, der Übergang von Lied 4 zu Lied 5 wird eingeläutet, die Fans sind begeistert, und zugleich gespannt was da gleich kommt.

5. Sorrow [9:28] Von der CD: A Momentary Lapse of Reason

Dann beginnt die Gitarre zu brillieren, quasi mit einem Solo. Ein starker Auftritt von David Gilmour, der voll und ganz in seinem Element ist.
Jetzt ist der Song ruhiger, zwar spielt die Gitarre kräftig, aber sehr sehr einschmeichelnd, ein schöner Blues, der da auf uns zurollt.
Ein Lied über das Leben, das es vergänglich ist, und das man nie etwas versprechen sollte, was man nicht halten kann:

"Die Zeit vergeht, Die Flüsse fliessen
Und er spricht zum Fluss der verlorenen Liebe und Widmung
Und leise antwortet die wirbelnde Anziehung
Fliesst dunkel und schwer zu einem öligen Meer
Eine verschwommene Andeutung, was sein sollte
Es weht ein fortwährender Wind durch diese Nacht
Und es ist Staub in meinen Augen, der meinen Blick verdeckt
Und eine Stille die so viel lauter ist
als die Worte eines gebrochenen Versprechens"

Nach etwas mehr als 2 Minuten prescht auch das Schlagzeug mit dazu, und sofort entwickelt sich eine enorme Dynamik; dazu heißt uns jetzt auch das Keyboard mit schrillen und schnellen Tönen ein.
Nach 2.45 Minuten beginnt der Gesang, sofort werden die Instrumente leiser, aber in dem Moment wo der Gesang erlischt geben alle Instrumente wieder richtig Gas.
Ein herrliches Wechselspiel zwischen Gesang und Instrumenten beginnt, und damit auch ein Wechselspiel zwischen Leben und Tod, und Versprechen halten und Versprechen brechen.
Nach genau 5 Minuten ist Ruhe angesagt, alles ist ganz Leise, nur hin und wieder heult die Gitarre zusammen mit dem Keyboard auf, man könnte fast meinen eine Gedenkminute wird eingeläutet.
Aber mit dem Beginn des Gesangs sind alle wieder mit dabei, und zwar kräftig, und das Wechselspiel geht weiter.
Ich Liebe diesen Song, weil er viele Facetten von Pink Floyd aufzeigt, für mich das Highlight der ersten Seite, einfach nur stark!! Und so sehen es auch die Fans, die frenetisch Applaudieren!

6. The Dogs of War [7:19] Von der CD: A Momentary Lapse of Reason

Wie man glaube ich unschwer erkennen kann am Titel, geht es in diesem Lied um den Krieg. Nicht um einen bestimmten, nein um alle, und der Refrain sagt dann das, was sie mit diesen Kriegen anrichten: "Es ist eine Welt, und ihr zerstört sie

"The dogs of war don't negotiate
The dogs of war won't capitulate
They will take and you will give
And you must die so that they may live
You can knock at any door
but wherever you go, you know they've been there before
Well winners can lose and things can get strained
but whatever you change, you know the dogs remain

One world, it's a battleground
One world, and we will smash it down
One world... one world"

Hundegebell ist zu hören, Hunde fletschen mit den Zähnen, Hunde kämpfen, und zwischendurch immer wieder eine lauter Knall, ja, ein Urknall.
Dann beginnt das Lied, stampfend, als wenn eine Armee aufmarschiert. Dann beginnt der Gesang, nein, das kann man so gar nicht sagen, es ist eher ein Schlachtruf, ein einpeitschen, ein aufheizen der Soldaten, die jetzt ins Feld ziehen sollen.
Dazu spielt bedrohlich, zwar etwas im Hintergrund, das Keyboard, einen aufstachelnden Ton nach dem nächsten.
Ein Blues der absoluten Extraklasse der uns da aus den Lautsprechern entgegenprallt.
Nachdem der Gesang aufgehört hat, legt die Gitarre mit David Gilmour an den Seiten aber so richtig los, dazu kommt nach kurzer Zeit auch das Saxophone.
Der Kampf, die Zerstörung ist im vollen Gang, und das Saxophone spielt in meinen Augen auf die Gefallenen an, es kreischt, es weint, es lamentiert und es klagt auch an.
Es wird abgelöst von dem einpeitschenden Gesang, aber auch von dem jetzt mehr und mehr flehenden Gesang, und alle stimmen mit ein: Es ist eine Welt, es ist unsere Welt!!
No WAR, kann ich da nur immer wieder betonen, und auch ich schreie aus es raus, nach Osten, Westen, Norden und nach Süden

7. On the Turning Away [7:57] Von der CD: A Momentary Lapse of Reason

Gefühlvoll, ja leicht verspielt startet das letzte Lied auf der ersten Seite, leichte Orchester Töne sind zu hören. Eine friedliche Stimmung macht sich automatisch breit, und dennoch ist es ein Lied, das anklagt.
Es sagt aus, das man sich nicht wegdrehen soll, nicht schweigen soll, sondern aktiv die Probleme bekämpfen soll:

"No more turning away
From the weak and the weary
No more turning away
From the coldness inside
Just a world that we all must share
It's not enough just to stand and stare
Is it only a dream that there'll be,
No more turning away?"

Aber die entspannte, ja leicht verliebte balladenhafte Stimmung bleibt erhalten, bestimmt durch die Akustik Gitarre und dem einschmeichelnden Gesang.
Und auch als die Drums, und das Keyboard mit einsteigen ändert sich an der Stimmung nichts. Es ist eine himmlische Stimmung die auch mir eine Gänsehaut über den Körper zieht.
Dann, nach etwas mehr als 3 Minuten wird es heftiger, die Seiten der Gitarre werden vehement gezogen, das Schlagzeug trommelt den Bass kräftig mit und auch das Keyboard erhöht die Schlagzahl.
Aber es ist nur ein kurzes Zwischenhoch, denn nach genau 30 Sekunden ist wieder die gesamte Harmonie da, den ersten Teil schon ausgezeichnet hat, diesmal noch verstärkt durch den Chor im Hintergrund.
Aber, dann, nach etwas mehr als 3.30 Minuten wird der Sound gewaltig angezogen, nein, nicht rockig, immer noch schön harmonisch, aber ne ganze Ecke kräftiger.
Jetzt gleitet das Lied quasi auf Wolke sieben dahin, jeder Ton ist ein Genuss, für die Ohren, aber auch für die Seele, und diesen Genuss kann uns wirklich nur einer geben: David Gilmour, der einfach jetzt zur Höchstform aufläuft, aber, die andern ziehen mit! Bärenstark!!
Man darf sich jetzt schon auf die 2 Seite freuen!!

Disk: 2
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1. One of These Days [6:16] Von der CD: Meddle

Stille, gespannte Erwartung, dann ein lang gezogener Keyboard Ton, so als wenn ein Sturm aufzieht. Dann setzt das Keyboard kräftiger ein, dazu die Gitarre, beide zusammen nehmen nach und nach den Rhythmus auf, der am Anfang von Sekunde zu Sekunde immer schneller wird.
Die Fans wissen was kommt, wohl einer der besten Pink Floyd Songs.
Nach 1 Minute, fangen hin und wieder, die Percussions und die Drums an zu schlagen, aber jetzt bestimmt noch die Gitarre die Szene.
Rhythmisch, gewaltig, bedrohlich, aber einfach nur geil.
Nach etwas mehr als 90 Sekunden geht es ab, das Lied wird rockiger, die Gitarre heult auf, die Drums heißen uns vehement ein, eine ohrenbetäubender Lärm, einfach gigantisch was Pink Floyd da spielen.
Dann nach knapp 3.30 Minuten ist wieder verhaltende Ruhe angesagt, bevor es nach dem kurzen Text:

"One of these days, I'm going to cut you into little pieces!"

der sehr mechanisch und recht verzerrt im Hintergrund gesungen wird, aber so richtig zur Sache geht.
Alle Instrumente geben jetzt richtig Gas, jetzt bestimmt das Schlagzeug mit heftigen Beats zusammen mit der Gitarre, die einen schnellen Ton nach dem nächsten spielt, das Feld.
Jetzt dürfen die Haare fliegen, es darf gewaltig abgerockt werden, und der Song verleiht praktisch Flügel.
Perfekt, genial, geil, ich Liebe diesen Song!!!

2. Time [5:16] Von der CD: The Dark Side of the Moon

So ganz langsam klingt das erste Lied aus, ein Ticken von Uhren macht sich breit, viele Uhren, verschiedene Uhren, aus allen Lautsprechern tickt und tickt es.
Dieser Rhythmus wird von Pink Floyd so nach und nach aufgenommen, mit dem Keyboard, im Hintergrund hört man die Fans mitklatschen, doch der Song wird lauter, und dumpfer, dennoch bleibt dieses Ticken immer präsent.
Es wird umgesetzt von dem Schlagzeug, von den Percussions und der Gitarre, die aber so nach und nach ihren eigenen Sound durchsetzen.

Ein Lied, über die Zeit, nein, über ein Leben, das man einfach mal so wegschmeißt, weil man in den Tag hereinlebt, aber nichts tut, um den Tag sinnvoll zu gestalten.

"Jedes Jahr erscheint dir kürzer,
niemals findest du die Zeit.
Ideen werden nicht real,
nur ein halbes Blatt mit wirrem Text
Ausharren, stumm in Verzweiflung, die Englische Art
Vorbei die Zeit, das Lied ist aus
Dachte, es gäb´ mehr zu sagen"

Als der Gesang einsetzt hört das Ticken auf, der Gesang bestimmt jetzt das ganze Lied, er ist bestimmend, er ist überall und die Instrumente treten in die zweite Reihe.
Erst nach dem Refrain dürfen sie wieder heftig mitspielen, und wieder zeichnet sich David Gilmour an seinem Instrument aus, denn jetzt setzt die Gitarre die Akzente, und wie!!
David Gilmour zupft die Seiten das es ein wahren Ohrenschmaus ist.
Mit Beginn der nächsten Strophe beginnt das Spiel von vorne, die Instrumente treten in den Hintergrund, der Gesang ist oben auf, und verbreitet seine innige Botschaft.
Zeit, zuzuhören!!
Und so ruhig klingt das Lied dann auch aus. Super!!

3. Wish You Were Here [4:49] Von der CD: Wish You Were Here

Und weiter geht es mit einem Hero Lied von Pink Floyd.
Ein Lied über eine Beziehung, in der man mehr oder weniger gemeinsam, aber doch getrennt geht, und der Wunsch ist da, das man doch lieber zusammen den Weg gehen sollte:

"Wie ich mir wünsche, wie ich mir wünsche du wärst hier.
Wir sind einfach zwei verlorene Seelen
die in einem Aquarium schwimmen,
Jahr für Jahr,
laufen wir über den gleichen alten Boden.
Was haben wir gefunden?
Die selben alten Ängste.
Ich wünsche du wärst hier"

Ganz entspannt geht es weiter, ein Hauch von Melancholie beschleicht einen, so ruhig und gefühlvoll wird die Gitarre gezupft. Und so begeistert wie ich, sind auch die Fans die von der Akustik Eröffnung ebenso angetan sind.
Gänsehaut überzieht meinen Körper, das Lied geht direkt von den Boxen in mein Herz, und als dann der einschmeichelnde Gesang einsetzt fließe ich dahin, und begebe mich ins Reich der Träume.
Wie ich es mir wünschte: Wie ich mir wünsche, wie ich mir wünsche du wärst hier!!
Nach knapp 2 Minuten wird der Song lebhafter, die Drums übernehmen den Rhythmus Part, trotz der Intensivierung des Songs darf weiter geträumt werden.
Man möchte das der Song nie endet, aber man möchte auch, das die Tür aufgeht und du wärst endlich hier!!
Träume können so schön sein, vor allem dann, wenn sie so schön von Pink Floyd mit ihrer Musik unterlegt werden. Traumhaft!!

4. Us and Them [7:22] Von der CD: The Dark Side of the Moon

Jetzt heißt es aufwachen, denn dieser Text ist nicht dazu da um weiter zu Träumen, sondern um hellwach zu sein.
Ein Lied über das unsinnige Sterben, also um den Krieg:

"Vorwärts, schrie er aus der Rückendeckung
Und die an der Front starben
Und der General setzte sich
Und die Linien auf der Karte wanderten von Seite zu Seite

.........

Aus dem Weg! Ich habe heute viel zu tun
Und bin gerade beschäftigt
Für den Wert einer Scheibe Brot und Tee
Starb der alte Mann"

Ganz ruhig, mit leichten orchestralen Tönen geht es los, dann setzt so nach und nach die Gitarre ein, aber es bleibt sehr ruhig und entspannt. Kurz danach dürfen die Drums auch mitspielen, aber übertönt werden sie kurz danach vom Saxophone.
Der Song strahlt dadurch eine enorme Intensität aus.
Ganz sonor gleitet das Lied daher, wie ein schöner seichter Fluss der fließt.
Aber nach 2:30 Minuten wird aus dem Fluss ein riesiger Strom, mit heftigen Schwingungen, alle Instrumente peitschen uns ein, doch so nach und nach fließt der Fluss wieder ruhig daher.
Man kann dem Text lauschen, der seine Botschaft vermittelt.
Und nach fast 4 Minuten, passend zum Refrain kommen wieder die Stromschnellen, diesmal schlagen die Drums kräftig ein, der Song nimmt vehement an Fahrt auf, aber auch das ist nur von kurzer Dauer, ca. 30 Sekunden.
Danach übernimmt das Piano wieder den einschmeichelnden Part, dazu setzt auch das Saxophon ein, und spielt einen traurigen, aber mitreißenden Ton, nach dem nächsten.
Und mit dem Saxophon wird es dann auch wieder lauter, kräftiger, jetzt schreit das Saxophon, es weint und zetert.
Nach knapp 6 Minuten geht der Song wieder rüber in ein ruhiges Fahrwasser um zum Schluss noch mal richtig abzudrehen, alle Instrumente sind jetzt lautstark mit dabei, sowie auch der Gesang.
Ich Liebe dieses Wechselspiel zwischen ruhigen, zum zuhören geeignete Passagen, und den lauten Stellen, wo einem die Botschaft quasi eingehämmert wird.

5. Money [9:52] Von der CD: The Dark Side of the Moon

Weiter geht es mit einem weiteren Kracher von Pink Floyd, wohl eines der gekanntesten Stücke die, die Gruppe rausgebracht hat: Money (Geld).
Ein Song über das Geld, und darüber wie es einen Menschen den Charakter verdirbt, und wie es das Geld regiert (leider)

"Geld ist ein Verbrechen
Verteilt es gerecht, aber nehmt nur keins von meinem
Geld, so sagen sie
sei die Wurzel alles Bösen heutzutage
Aber wenn du sie nach ihrem Aufstieg fragst, verwundert es nicht, dass sie
keines weg geben"

Geld klimpert in einem Automaten, danach mehrere, alle zusammen bauen so nach und nach den Takt auf. Da spielt die Gitarre mit, trotzdem hört man immer noch das Geld klimpern. Nach 40 Sekunden setzen die Drums mit vehementen Beats dem klimpern ein Ende.
Kurz danach beginnt auch der Gesang, eindringlich, fast aufdringlich bringen Pink Floyd den Text an den Mann.
Und immer wieder "Money", da wird die Stimme noch intensiver und kräftiger.
Ein Song der eine Botschaft ausgibt, und diese über die Boxen vertreibt, einfach genial!
Nach etwas mehr als 2 Minuten setzt das Saxophon ein, der Song wird dadurch noch einen Tick dumpfer und eindringlicher.
Blues der aller ersten Sahne der uns da von Pink Floyd präsentiert wird,
Nach knapp 3 Minuten heißen die Drums uns unheimlich robust mit ein, die Gitarre die vorher noch recht ruhig war, jault jetzt megageil auf, jetzt ist es kein Blues mehr, jetzt ist ein Rocksong, der absoluten Extraklasse.
Aber nach 4:44 wechselt das Genre wieder, Chorgesang ist zu hören, der Song ist jetzt wieder ganz ruhig, bluesiger und nicht mehr so rockig.
Die Bass Gitarre bekommt jetzt ihr Solo, oh man, ist die Dumpf, und die Fans sind begeistert, denn man hört sie im Hintergrund.
Nach knapp 7 Minuten fast komplette Stille, nur einzelne Stimmen, die nicht singen, sondern Laute von sich geben sind zu hören.
Der Song holt Luft, könnte man meinen und so ist es auch, denn nach 7:30 Minuten drehen Pink Floyd den Lärmpegel noch mal richtig nach oben.
Alle Instrumente sind jetzt rockig und kräftig mit dabei, ob es das Schlagzeug ist, das den schnellen und lauten Takt vorgibt, ob es das Keyboard ist, das einen lauten nach dem anderen spielt, oder die Gitarre die immer lauter aufheult.
Erst mit Beginn der letzten Textzeilen beruhigt sich die Szene ein ganz klein wenig.
Dennoch verabschiedet sich dieses Lied standesgemäß mit dumpfen Schlagzeug Schlägen.
Megahammergeil!!

6. Another Brick in the Wall (Part 2) [5:29] Von der CD: The Wall

Another Brick in the Wall, ich glaube, das bekanntetste Lied von Pink Floyd. Hämmernd geht es mit den Drums los, dann eine kurze Ruhepause, Stille, und dann legen die Drums zusammen mit dem Gesang wieder los, und auch die Gitarre mischt bei den stampfenden Rhythmen mit.

Ein Lied über das Lehrer Schüler Verhältnis, und das wohl nicht nur auf die Schule bezogen, sondern eher auf das normale Leben. In meinen Augen, die Forderung sein Leben selbstständig zu führen, und mit ihm klar zu kommen:

"Wir brauchen keine Erziehung
wir brauchen keine Gedankenkontrolle
keinen dunklen Sarkasmus im Klassenraum
Lehrer lasst die Kinder allein

Hey Lehrer, lass uns Kinder alleine

alles in allem ist es nur ein anderen Ziegel in der Wand
alles in allem bist du nur ein anderer Ziegel in der Wand"

Dabei sticht immer wieder die Hey Lehrer Zeile hervor, die kräftig, geradezu Rotzfrech gesungen wird.

Es stampft und stampft aus allen Lautsprechern, die Kids verleihen ihrer Forderung mit dem "Fußgetrampel" Nachdruck.
Dann ein Kinderchor, nach ca. 1.30 Minute, die Instrumente werden leiser, nur das scheppernde Schlagzeug ist noch gleichzeitig zu hören. Und alle singen lauthals: Wir brauchen keine Erziehung (We don't need no education).
Als der Gesang verlischt, übernimmt die Gitarre und damit David Gilmoure den Part des Einheizers, geile Töne prallen an unsere Ohren, der Song rockt und fetzt jetzt so richtig ab.
Man kann fast sagen, das David ein Solo spielt, auch wenn die Drums und das Keyboard im Hintergrund kräftig mitmischen, aber die Gitarre bleibt absolut On the Top!! Geil!!!

Nach knapp 5 Minute hört man nur noch die Drums, und einen Chor, mit Wortfetzen im Hintergrund, es entwickelt sich eine Gespenstische Atmosphäre, die erst durch das frenetische Klatschen der Fans, quasi, unterbrochen wird.
Oh Mann, ist das ein Song!!

7. Comfortably Numb [8:56] Von der CD: The Wall

Ich interpretiere das Lied so, das es um eheliche, oder einfach um Gewalt handelt, die die Gesellschaft meistens nicht sehen will, weil es leider sehr unbequem ist, sich dagegen zu wehren:

"Da ist kein Schmerz, Du weichst zurück,
ferner Schiffsrauch am Horizont.
Du kommst nur in Wellen durch.
Deine Lippen bewegen sich, aber ich kann nicht hören, was Du sagst.
Als ich ein Kind war, fing ich einen flüchtigen Blick auf
aus dem Augenwinkel.
Ich drehte mich danach um, aber es war weg.
Ich kann jetzt nicht meinen Finger darauf legen,
das Kind ist herangewachsen,
der Traum ist vorbei,
und ich bin wohlig gefühllos geworden"

Dumpf startet die Gitarre mit einem langen Ton, kurz danach schlägt auch das Schlagzeug zu, und auch das Keyboard spielt einen tiefen Ton nach dem nächsten.
Eine bedrohliche Stimmung macht sich breit, Angst breitet sich aus, die erst mit Beginn des Refrains etwas fröhlicher und aufgeweckter daherkommt.
Dazu wird der Gesang heller, die Instrumente spielen leicht entspannte Weisen.
Eine Ruhe, die Gefährlich ist!
Nach 2.45 Minuten fängt die Gitarre an zu weinen, und wieder einmal ist es David, der alle aussticht.
Und danach verschwindet die recht fröhliche Grundlage wieder, es wird wie zu Beginn, tiefer, bedrohlicher und damit setzen jetzt auch andere Instrumente wie die stampfenden Drums die Akzente.
Aber mit Beginn des nächsten Refrains lockert alles wieder etwas auf.
Nach knapp 5 Minuten ändert sich die Stimmung schon wieder, und wieder zeichnet die Gitarre dafür verantwortlich, aber jetzt sind alle Instrumente extrem heftig mit dabei, ob es nun das Keyboard ist, das über die Tasten fliegt, ob es die Drums sind, die eine Steigerung nach der nächsten einläuten, oder ob es die Gitarre ist.
Ein praller, wuchtiger Sound der jetzt den Raum erfüllt, der praktisch von jeder wand abprallt und auf dem Weg zurück noch kräftiger wird, ja, Pink Floyd lassen den Raum fliegen, fast Auseinanderfliegen.
Da gibt es nur ein, Lautsprecher aufdrehen, so weit es die Boxen verkraften, abrocken was das Zeug hält und sich freuen, das es so eine Gruppe gab.
Man oh man, was legen die Jungs einen deftigen Klangteppich aufs Parkett, und das finden auch die Fans, die stürmisch, nein frenetisch Applaudieren.

8. Run Like Hell [7:12] Von der CD: The Wall

Ja, das letzte Lied (schnief), und noch mal ein absoluter Leckerbissen, wenn man das überhaupt bei einer Live CD sagen kann, die ja eher ein Best Of ist.
Ein Lied über Gewalt, und das man nicht fliehen kann, sondern das sie einen (fast) immer erwischen:

"Am besten schläfst du den ganzen Tag
und rennst in der Nacht.
Verbirgst deine schmutzigen Gefühle
tief in dir.
Und wenn du deine Freundin heute Nacht
ausführst,
parkst du den Wagen besser
gut außer Sichtweite.
Denn wenn sie dich auf dem Rücksitz erwischen
beim Versuch sie anzumachen,
Dann schicken sie dich zurück zu deiner Mutter
in einem Pappkarton.
Renn, wenn du kannst"

Wilde Töne, verzerrte Töne vom Keyboard, dazwischen kurz Ruhe, dann der nächste wilde Ton. Schreie in der Nacht, könnte man meinen, die Angst steigt auf, und dann geht das Lied nach knapp 30 Sekunden in etwas geordnete Bahnen über.
Ein stampfender Rhythmus, der die Fans zum mitklatschen animiert, dann steigen die Drums mit ein, hauen kräftig aber im gleichbleibenden Takt zu.
Und auch die Gitarre mischt jetzt mit, und nimmt ohne Probleme den Takt des Schlagzeugs mit auf.
Ein schneller Song, der in dieser Sequenz wohl das wegrennen zeigen soll.
Nach etwas mehr als 2 Minuten beginnt dann der Gesang, mit genau dieser Zeile: Run, Run (Renne, renne).
Der Gesang wirkt ernst, und auch bedrohlich, Gänsehaut überzieht meinem Körper, sicherlich einmal wegen des geilen Songs, aber mehr aus Angst heraus, so extrem gefährlich klingt das Lied.
Und immer wieder die Aufforderung renn, renn, dazu erhebt der Gesang die Stimme, und auch die Instrumente drehen noch ein Stück auf, und auch während des normalen Textes ist die Stimmung immer noch so, der Gesang kommt so daher, als wäre eine Polizeieskorte hinter jemanden her und ruft die ganze Zeit: Bleib stehen, oder....
So nach und nach wird es wieder ein Tick freundlicher, dennoch bleibt die Grundstimmung erhalten, aber jetzt zittert man nicht mehr vor Angst, sondern eher wegen des schnellen Rhythmussees!!
Und nach knapp 6.45 Minuten läuten die Drums das Ende des Liedes mit hammerharten Beats ein, und so nach und nach wird das Lied ruhiger.
Dafür drehen jetzt die Fans auf, die so begeistert sind wie!!!! Perfekt und einfach nur Spitze!!

Anmerkung:
=============================================

Wi e immer ein Hinweis, die Textpassagen, ob Englisch oder Deutsch kommen von der Seite: www.sound-planet.de
Eine Seite, die man sich ruhig mal anschauen sollte, denn was sehr positiv ist, neben fast allen Künstlern gibt es auch bei den texten sehr viele Übersetzungen ins Deutsche.

Fazit:
=============================================

Ich glaube, man kann ohne Übertreibung sagen, das David Gilmoure dieser CD, wie auch dieser Pink Floyd Ära den Stempel aufdrückt.
Sicherlich darf man die anderen Musiker nicht vergessen, aber wenn man sich die CD ganz in Ruhe anhört, wird man immer wieder (und so steht es ja auch in meinem Bericht) auf das Gitarrenspiel von David Gilmoure aufmerksam.

Bewusst oder unbewusst, man hört einfach die Gitarre und weiß, das da ein Meister seines Faches am Werk ist.

Diese erste Live CD, ja warum erste, ganz einfach, weil es die erste komplett Zusammenhängende Live CD ist, von Pink Floyd. Es gab zwar schon Ummagumma, aber da war es halt so, das nur einzelne Tracks Live drauf waren.
Also, diese erste Live CD von Pink Floyd ist ein sehr guter Einstieg für alle, die Pink Floyd kennen lernen möchten, die, die diese Gruppe schon kennen, ist es ein Pflichtalbum.

Für mich ist es eines der besten Live Alben aller Zeiten und auch da füge ich, das wird sich in Hundert Jahren immer noch nicht geändert haben.

Auf der CD sind alle Klassiker von Pink Floyd die sich in 20 Jahren so angesammelt haben, ein genialer Querschnitt, mit allen Facetten die Pink Floyd berühmt und beliebt gemacht haben

Es gibt sicherlich, vom reinen Akustik Bereich, CDs die, die Stimmung der Fans besser einfangen, dennoch sagt die Fachpresse:

"Die "Momentary Lapse Of Reason"-Tour im Sommer war ein Superspektakel. Auf diesem Live-Mitschnitt ist es nachzuvollziehen. Die 14 Songs vereinen Aktuelles wie "The Dogs Of War" und Klassiker wie "Another Brick In The Wall" in ausgefeilten, spannenden Versionen und mit berauschendem Klang. (Quelle Audio, und Quelle: www.amazon.de)

Und diesem Urteil schließe ich mich gerne an!!

Viel Spaß also beim Anhören!

Euer tomrot
(Bei yopi.de, dooyoo.de und preisvergleich.de unter einem anderen Nick)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Flubber59

Flubber59

11.01.2012 00:31

Ich habe drei Konzerte gesehen und alle waren ein absolutes Erlebnis für Augen und Ohren. Und dieses Album muss ich noch haben, steht auf meiner Liste. Dir ein soundstarkes BH und LG Andreas

Syriah

Syriah

02.01.2012 23:18

bh

Dropsie

Dropsie

06.11.2011 23:56

Klares bh von mir! LG Susanne

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