Sui singt
01.08.2003 (17.12.2003)
Pro:
Musik ! ! !
Kontra:
NIX
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 rider-of-apocalypse
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 99 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Im März des Jahres 2002 besuchte ich das Konzert der deutschen Elektro-Wave Musiker DEINE LAKAIEN im Kölner E-Werk. Dabei wurde ich auf eine mir bis dahin völlig unbekannte Band namens KAMIKAZE 52 aufmerksam, die als Vorgruppe auftraten und mir, obwohl die Musik meines Erachtens überhaupt nicht zum Hauptact DEINE LAKAIEN passen wollte, sehr gut gefiel. Kurz nach dem Konzert versuchte ich herauszufinden, ob von KAMIKAZE 52 bereits eine CD erhältlich ist und über die Homepage der Band (www.kamikaze52.com) erfuhr ich, dass ein Album angekündigt war. Leider wurde das angekündigte Veröffentlichungsdatum immer wieder verschoben, doch nun war ich endlich erfolgreich und kaufte mir die CD DESTROY YOURSELF TO RISE von KAMIKAZE 52.
ALLGEMEINES °°°°°°°°°°°°°°°°°° Die aus Sui Yamamoto, Alexander Goldmann und Tyronne de Silva bestehenden KAMIKAZE 52 veröffentlichten ihr Album DESTROY YOURSELF TO RISE nach mehreren Verschiebungen des Veröffentlichungstermins im Mai des Jahres 2003 bei Maldoror Musikverlag GmbH/EFA, doch aufgrund des recht geringen Bekanntheitsgrades ist die CD im Handel kaum zu finden. Allerdings kann die CD weitestgehend problemlos bestellt werden. Ich bestellte mir das Album über Kalles Musikshop in Jülich und hatte 18,99 € zu zahlen. Das Cover der CD zeigt eine Fotografie der Musiker vor einem Hintergrund in Orange- und Rottönen und wird von mir als ansprechend empfunden (ein Foto, auf dem Sui Yamamoto zu sehen ist, werde ich wohl immer als sehr ansprechend empfinden). Im beiliegenden Booklet lassen sich die Texte zu allen auf dem Album vertretenen Titel nachlesen.
PLAYLIST °°°°°°°°°°°°
- DESIRE (3:14) - THE WHORE AND THE LIAR (3:05) - WAR (4:41) - SCREAM FOR ME (4:04) - SWEET DISEASE (3:44) - HELLCAT (4:44) - BITCH OF DESTRUCTION (3:46) - JESUS PRESLEY (3:56) - SKY (4:21) - THE WHOLE (6:17) - EMOTIONAL OVERKILL (5:08)
ANMERKUNGEN °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Von einer Band, die als Vorgruppe von DEINE LAKAIEN auftritt, könnte man annehmen, dass sie ebenfalls eine Form der elektronischen Musik oder des Wave macht, doch diese Annahme ist völlig falsch. Vielmehr verbinden KAMIKAZE 52 auf ihrem Album DESTROY YOURSELF TO RISE Elemente des Metal mit denen des Gothic Rock und des Nu Metal, woraus sich ein weitestgehend eigenständiger Stil ergibt, dessen herausragendes Element aber immer die markante kraftvolle Stimme von Sui Yamamoto ist.
DESIRE Der Titel startet sofort mit relativ langsamen, aber heftigen und rhythmischen Gitarrenklängen, die aber schnell an Härte verlieren, wenn der sehr melodische Gesang von Sui Yamamoto einsetzt. Zum Refrain und in einigen weiteren Passagen setzt dann die Instrumentierung wieder in der Härte des Auftakts ein. So entwickelt sich ein sehr melodischer Titel, den ich zu den Highlights des Albums zähle.
THE WHORE AND THE LIAR Auch dieser Titel startet wieder mit recht hartem Spiel der Gitarre (und der übrigen Instrumente), ist dabei aber zügiger als DESIRE. Zwar verliert auch hier die Instrumentierung während des Gesangs von Sui Yamamoto ein wenig an Intensität und Härte, bleibt aber immer erhalten. Auch dieser Titel überzeugt mit einer sehr eingängigen Melodie und einem ebensolchen Refrain – ein weiteres Highlight des Albums. WAR Zügige und harte Gitarrenriffs bilden den Auftakt des Titels und ziehen sich durch das gesamte Stück. So dauert es auch über eine Minute, bis auch der Gesang einsetzt. Auch hier bleibt immer eine klare Melodie erkennbar.
SCREAM FOR ME Nach einem recht ruhigen Auftakt mit dem Spiel der Keyboards setzen plötzlich auch Gitarrenklänge ein und werden immer dominanter bis sich eine zügige Melodie entwickelt und auch der harmonische Gesang von Sui Yamamoto einsetzt. Highlight dieses Titels ist meines Erachtens der sehr intensiv instrumentierte und dennoch sehr melodische Refrain. SWEET DISEASE Von Beginn an spielen die Instrumente, insbesondere die Gitarre, eine zügige Melodie, die Keyboardspiel und Gitarrenpassagen beinhaltet, dass ein wenig an TEMPLE OF LOVE von SISTERS OF MERCY inspiriert scheint. So entwickelt sich ein sehr zügiger Titel mit eingängiger Melodie.
HELLCAT Nach einem fast einminütigen recht harten Intro setzt auch der hier recht zügige, aber auch melodische Gesang von Sui Yamamoto ein und es entwickelt sich ein schneller Titel, der immer wieder von Passagen unterbrochen ist, in denen Sui Yamamoto nahezu ohne Instrumentenbegleitung singt. BITCH OF DESTRUCTION Nach einem Auftakt, der einige Industrial-Elemente zu beinhalten scheint, setzt plötzlich und unvermittelt ein Hartes und zügiges Spiel der Instrumente ein und auch Sui Yamamoto beginnt mit dem Vortrag ihres Textes, wobei sie hier mit sehr intensiver Stimme singt. So entwickelt sich auch hier wieder ein zügiger Titel mit eingängiger Melodie.
JESUS PRESLEY Die zunächst sehr schnelle und harte Instrumentierung reißt nach etwa 30 Sekunden plötzlich ab und Sui Yamamoto beginnt mit ihrem hier recht ruhigen und sehr harmonischem Gesang, zu dem die Instrumentierung deutlich im Hintergrund bleibt und lediglich zum Refrain wieder deutlich an Intensität zunimmt. SKY Zu einer recht ruhigen, aber auch harten Begleitung durch die Instrumente singt Sui Yamamoto in ruhiger und melodischer Form den Text des Titels, wobei auch hier immer wieder Passagen mit deutlich intensiverer Instrumentierung enthalten sind, die allerdings das recht ruhige Tempo des Titels beibehalten.
THE WHOLE Ein ruhiges Spiel der Instrumente, über dem ein Intensiver Bassrhythmus liegt bildet den Auftakt des Titels, in dem Sui Yamamotos Stimme sehr intensiv klingt. So entwickelt sich ein langsamerer Titel, der aufgrund der Instrumentierung und insbesondere des Gesangs auch leicht bedrohlich klingt. Dabei lässt sich aber immer eine klare, ruhige Grundmelodie erkennen. EMOTIONAL OVERKILL Den Ausklang des Albums bildet mit EMOTIONAL OVERKILL ein sehr ruhiger Titel mit sehr dezentem Instrumenteneinsatz, in dem der ruhige und melodische Gesang von Sui Yamamoto fast ausschließlich von pianoähnlichen Klängen begleitet wird, woraus sich eine wunderschöne Ballade entwickelt.
Mit Ihrem Album DESTROY YOURSELF TO RISE bieten KAMIKAZE 52 11 hervorragende Titel in variierenden Geschwindigkeiten, so dass viel Abwechslung geboten wird, die Intensität der Interpreten aber trotz der Variationen immer Erhalten bleibt. Absolutes Highlight des Albums sind dabei meines Erachtens die beiden ersten Titel DESIRE und THE WHORE AND THE LIAR.
FAZIT °°°°°°°° Auch wenn die Musik nicht so recht zu meinen sonst bevorzugten Stilrichtungen passen will, so hat mir DESTROY YOURSELF TO RISE von KAMIKAZE 52 dennoch hervorragend gefallen. Ich kann das Album daher hier uneingeschränkt empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
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04.09.2004 23:41
Waer glaub ich auch was fuer mich!
01.08.2003 20:39
Schöner Bericht!
01.08.2003 11:18
Oha...keine Musik für mich, die ab und an auch gerne mal Techno hört:-) lg Eva