Destroyer - Gorgoroth

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... Nachdem ich in meinen Black Metal-Wochen vor einigen Monaten, die 96 erschienene "Antichrist" vorgestellt hab, gehts heute weiter mit "Destroyer". Die Skandinavier Gorgoroth tümmeln seit 1993 durch die Musiklandschaft. Wirklich bekannt sind sie allgemein wohl eher nicht, dennoch jeder der ... Bericht lesen





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...und der Sommer hat Pause!
Erfahrungsbericht von Moonspell über Destroyer - Gorgoroth
03.06.2003


Produktbewertung des Autors:   

Cover-Design: annehmbar 
Klangqualität: nicht so toll 
Langzeithörspaß: mittelmäßig 

Pro: einige gute Songs
Kontra: schlechter als gewohnt, schlechte Qualtiät

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Mal wieder was aus der schwarzen Küche für Euch. Nachdem ich in meinen Black Metal-Wochen vor einigen Monaten, die 96 erschienene "Antichrist" vorgestellt hab, gehts heute weiter mit "Destroyer".

Die Skandinavier Gorgoroth tümmeln seit 1993 durch die Musiklandschaft. Wirklich bekannt sind sie allgemein wohl eher nicht, dennoch jeder der sich für Black Metal interessiert, sollte sie schon mal gehört oder zumindest ihren Namen gelesen haben.

Diskografie:
------------

1993: A sorcery written in blood (Demo)
1994: Pentagram
1996: Antichrist
1996: The last Tormentor (2-Track Live-Cd)
1997: Under the sign of hell
1998: Destroyer
2000: Incipit Satan
2003: Erscheint im Sommer/Herbst, noch ohne Titel

Line-Up:
--------

Infernus: Gitarre, Bass
Frost: Schlagzeug
Pest: Gesang


Die Cd: "Destroyer"
--------------------

1. Destroyer 3:49
-----------------
Freunde des rohen, unpolierten Sound, werden ihre Freude haben, soviel mal gleich vorweg. Die Produktion ist alles andere als sauber und glatt. Ein langes lärmiges Intro wird gespielt, Rückkopplungen, schnelle Gitarrenfricklereien, und heftiges Drumgewitter. Nach einer knappen Minute beginnt der Song mit treibenden, schnellen Riffs, knüppelndem Schlagzeug und einen cool singendem Pest. Der Gesang, liegt irgendwo zwischen "singen" und "grunzen" mit einer Spur "kreischen" :o) Lässt nicht wirklich einen Vergleich zu. Der Vers ist also schnell, treibt gerade nach vorne, und ist dabei dennoch halbwegs melodiös. Näher am Death Metal als am Black. Der Refrain ist auf Grund der "Destroyer"-Rufe bzw. Gesänge zu erkennen, geht irgendwie gut ins Ohr. Der Song hat sehr viel Power, eben ein richtiger Destroyer...vernichtet alles was sich in den Weg stellt. Der Song fegt über uns weg und hinterlässt beinahe Kopfschmerzen ;O) Superber Song zum Bangen, Abreagieren oder laut mit schreien.
8/10


2. Open the Gates 5:29
----------------------
Der Song klingt zu Beginn wie ein typischer Dimmu Borgir Song, Keyboardteppiche, disharmonische Riffs und Kreischgesang. Doch die Produktion ist tausendmal schlechter, roher und klingt teilweise richtig mies...aber das soll wohl auch so sein, denn dass es auch anders geht, zeigen sie auf "Antichrist" sehr wohl. Der Vers ist geprägt von den Keyboardmelodien und den Riffs, der Gesang klingt jetzt wieder mehr nach gewohntem Black-Metal-Gesang. Langsame, atmosphärische Passagen, verleihen dem Song eine schöne Abwechslung, klingt ein bisschen nach Siebenbürgen in ihren Anfangstagen. Melodischer, Black Metal, mit trotzdem viel Lärm, Frauengesang und viel Härte. Besonders die Instrumentalpassagen und der Frauengesang (der leider nur ganz kurz zu hören ist) haben es mir angetan. Durchaus hörenswert.
7/10


3. The Devil, the Sinner and his journey 2:36
----------------------------------------------
Megaschnelle Riffs, Maschinengewehrdrums und tiefe, bitterböse Growls. In 2:36 schaffen es Gorgoroth alles niederzumähen was noch steht. Der perfekte Song zum Bangen bis der Nacken bricht! Hart, brutal, schnell, kompromisslos! Black Metal in seiner Urform, roh, dunkel und eben brutal. Sehr geiler Song, dessen Würze auch in der Kürze liegt. Ein kurzer aber sehr heftiger Gewittersturm! Geht auch noch gut ins Ohr und stellt bisher mit dem Eröffnungssong, klar das Highlight dar.
8/10


4. Om Kristen og Jodisk Tru 4:47
---------------------------------
Genauso brutal beginnt dieses Lied. Die ersten 30 Sekunden wird wieder geknüppelt, gerifft und gekreischt was das Zeug hergibt. Danach gibts wieder einer dieser schönen langsamen, melodischen, melancholischen Parts, der mich abermals an alte Siebenbürgen-Sachen erinnert, und das ist für meinen Geschmack sehr, sehr positiv. Sehr atmosphärisch, bis zu dem Zeitpunkt, bis der Refrain, mit roher Kraft erneut losbricht. Geniale Abwechslung zwischen hart und melodisch und nicht selten miteinander verschmolzen! Top!
9/10


5. Pa Slagmark Langt mot Nord 5:08
-----------------------------------
Langsam wird ein Riff immer lauter, ein sehr gutes, eingängiges Riff. Die Klangqualität ist auch hier wieder schlecht, und man kann den Gesang für meinen Geschmack zu wenig hören. Nach dem Vers, der durch das Riff bestimmt wird, legt der Song an Schnelligkeit zu, doch nur für kurze Zeit, langsame und melodische Breaks nehmen immer wieder das Tempo raus. Ein fast progressiver Black Metal-Song. Ist mir ehrlich gesagt etwas zu anstrengend, das zuhören. Es bleibt nichts wirklich hängen, der Song scheint ewig zu dauern, und die Höhepunkte fehlen einfach. Nicht gerade ein Meisterwerk - Höchstens Mittelmaß.
5/10


6. Blodoffer 3:19
-----------------
Ein cooles, melodisches Riff wird gespielt, dazu gibts seltsame Klänge, als ob auf Metall gehämmert wird, oder ähnliches, in der Folterkammer oder beim Schmied klingts wohl ähnlich :o). Dazwischen growlt Pest, laaaaaaaaange und tiefe Töne. An und für sich, klingt das alles ja ganz gut, nur die Metall-Klänge sind so laut, dass sie Gitarre und Gesang meistens übertönen...das kann ja wohl wirklich nicht Sinn der Sache sein. Im Refrain sind diese allerdings nicht mehr zu hören, dieser ist aber nur sehr kurz. Irgendwie bekommt man von diesem Song Kopfschmerzen, was vor allem an diesem unsaglich dämlichem Gehämmer liegt. Schade um den Song...würde gerne mal wissen, wer so etwas gut findet! Vier Punkte weil mir der Song ansonsten sehr gut gefällt, nur das Hämmern macht das hören wie gesagt unerträglich.
4/10


7. The Virginborn 8:15
-----------------------
Langsames und tiefes Riffing zu Beginn des Songs. Erst nach über einer Minute gesellen sich langsame, schleppende Drumschläge dazu, und erzeugen einen coolen, doomigen Sound. Pest growlt wieder laaaaaaaaange und tief. Klingt sehr, sehr geil. Der Vers besteht aus diesen tiefen, doomigen Klängen, und Pests Gesang. Klingt sehr eingängig und ist auch bestens melodisch. Das Highlight auf dieser Cd, und hat auf jeden Fall die Höchstnote verdient. Zwischendurch wirds ab und an etwas schneller und der Gesang wird "flüssiger" aber ansonsten bleibt der Song ein absolut geniales Groovemonster. Nach 6 Minuten gibts noch ein klasse, gefühlvolles, melancholisches Gitarrensolo, dass den Song auch beendet. Einfach klasse!
10/10


8. Slottet I det Fjerne 3:41
-----------------------------
Eigentlich wär der vorherige Song schon der perfekte Rausschmeisser für dieses Album gewesen, aber mal schaun, was noch auf uns zu kommt, mit diesem 8ten und letztem Song auf "Destroyer". Ein schnelles Riff, mit ebenso schnellem Schlagzeug eröffnet das Ende dieser Cd. Pest singt durch eine Voice-Box oder ähnlichen Gesangseffekt. Immer wieder pfeiffen laute Rückkopplungen der Gitarren, lärmig, lärmig, genauso wie der Song generell. Nicht unbedingt zu empfehlen, ausser man liebt Kopfschmerzen. Diesen Song hätten uns Gorgoroth ruhig vorenthalten können.
4/10


Gesamtwertung 55/80 = 68,75%


Fazit: Korrekterweise, müsste "Destroyer" jetzt die Bewertung "mittel" bekommen, und nach langem Überlegen werde ich auch "mittel" vergeben, denn ein gutes gesamtes Album klingt anders, von einem sehr gutem ganz zu schweigen. Dennoch sind auch viele gute Songs auf dem Album, die das Prädikat gut und sehr gut verdienen, aber die Tatsache des schlechten Sounds, und die Ausfälle stärken das "mittel" auf jeden Fall. Diese Cd kann ich bedingt weiterempfehlen, nämlich nur jenen die Gorgoroth sowieso toll finden, oder jenen die alten, rohen, lärmigen Black Metal mögen, und sich nicht an einer schlechten Produktion stören.

Danke.   

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Pro: Äußerst kurzweiliger Black Metal
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..., sollte getrost zugreifen. Zwar bekommt man hier nicht gerade hochanspruchsvolle Musik zum Genießen, aber zur Unterhaltung ist Wisdom & Hate mehr als nur geeignet. Und warum sollte nicht auch Black Metal einfach mal der musikalischen Unterhaltung dienen dürfen? Anspieltipp: "Deströyer of the Human Race" => Vertonte Misanthropie ganz im Stile der allmächtigen Gorgoroth... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970

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