Erfahrungsbericht über

Die Grossen Erfolge - Reinhard Mey

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Reinhard Meys größte Erfolge

5 18. Jun 2001

Pro:
einige der bekanntesten Lieder von Reinhard Mey; schöne Melodien; gute Texte

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Vanillewolke

Über sich: *****

Mitglied seit:04.11.2000

Erfahrungsberichte:103

Vertrauende:58

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 130 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Reinhard Mey ist zweifellos einer der bekanntesten deutschen Musiker. Vor allem in den 70er Jahren hatte er viele Erfolge, doch auch heute noch ist er musikalisch tätig und bringt von Zeit zu Zeit eine neue CD heraus. Er ist nicht nur bei Leuten beliebt, die ihn schon seit den 70ern hören, sondern auch bei vielen Jüngeren. Seine besondere Art, Gitarre zu spielen, sowie die gute Qualität seiner Texte machen seine Lieder einfach unverkennbar.

Da ich sehr gerne Reinhard Mey höre, mein Vater aber nur Schallplatten von ihm hat, habe ich vor einiger Zeit eine CD von ihm bekommen: "Die großen Erfolge". Nun kann ich seine Musik endlich auch in meinem Zimmer hören! *freu* Wie der Name schon sagt, beinhaltet die CD seine größten Erfolge, und zwar bis zum Jahr 1983.


Reinhard Mey – Die großen Erfolge
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1. Ich wollte wie Orpheus singen (2:19) / 1968
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In diesem Lied geht es um Orpheus, eine griechische Sagengestalt, die durch ihren Gesang unter anderem Felsen zum Weinen bringen konnte. Das lyrische Ich möchte ähnlich schön wie Orpheus singen, beurteilt sein Können aber eher als mittelmäßig. Doch letztendlich findet es die Liebe und wird auch glücklich, ohne so singen zu können wie Orpheus.

*Ein eher ruhiges Lied.*


2. Ankomme, Freitag, den 13. (4:48) / 1969
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Dieses Lied nimmt die Eigenschaft, sich verrückt zu machen, auf die Schippe. Der Sänger soll Besuch von seiner Freundin Christine bekommen, an einem Freitag den 13., der ja bekanntlich Pech bringen soll. Da er glaubt, Freitag der 13. sei schon heute, geht alles Erdenkliche schief. Zu seinem Erstaunen stellt er hinterher fest, daß erst Donnerstag ist!

*Dieses Lied wird ziemlich schnell und beschwingt gesungen.*


3. Diplomatenjagd (2:58) / 1969
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Hier findet die alljährliche Diplomatenjagd statt. Im Verlaufe des Liedes merkt man, daß der Begriff "Diplomatenjagd" doppeldeutig ist, denn es jagen nicht nur Diplomaten – sie werden unfreiwillig auch selbst zu Gejagten. Ein sehr ironisches Lied mit einigen lustigen Stellen.

*Ebenfalls ein etwas schnelleres Lied. Zwischendurch hört man ein Jagdhorn.*


4. Die Ballade vom Pfeifer (3:36) / 1971
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Dieses Lied spielt im wilden Westen. Der Pfeifer ist ein gesuchter Verbrecher, der seinen Namen daher hat, daß er pfeift, bevor er jemanden erschießt. Offenbar zählt er nicht zu den Gescheitesten, denn ein Mann mit dem Spitznamen "der Denker" schafft es, daß der Pfeifer zum Sheriff geht und sich ergibt.

*Dieses Lied ist mittelschnell. Zwischen den Strophen wird gepfiffen.*


5. Der Mörder ist immer der Gärtner (4:49) / 1971
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"Der Mörder ist immer der Gärtner" beschäftigt sich mit Vorurteilen. Es wird von mehreren Mordfällen berichtet, auf die die Behauptung folgt, der Mörder sei immer der Gärtner. Doch zum Schluß stellt sich heraus, daß der Butler der Mörder war! Aber die Menschen haben nicht dazugelernt, denn nun wird behauptet: "Der Mörder ist immer der Butler."

*Noch ein mittelschnelles Lied. Der Text wird ein bißchen "unheimlich" gesungen.*


6. Die heiße Schlacht am kalten Büffet (3:16) / 1972
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Schon der Titel mit dem Gegensatz heiß/kalt zeigt, wie unpassend das Verhalten mancher Leute am Büffet ist. Dieses wird hier als Kriegszustand dargestellt und mit bedrohlichen Wörtern beschrieben. Sogar die Kellner bekommen es mit der Angst zu tun und ergreifen die Flucht.

*Dieses Lied ist an manchen Stellen langsam, an anderen eher schnell.*


7. Annabelle, ach Annabelle (4:03) / 1972
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Annabelle ist eine Person, die das Leben des lyrischen Ichs entscheidend verändert hat. Sie ist intellektuell, pessimistisch, destruktiv, und scheint keine wirkliche Freude zu kennen. Doch er verehrt sie und löscht alles aus, was spießig erscheinen könnte. Das Lied zeigt auf ironische Weise, daß genau das Gegenteil der hier beschriebenen Eigenschaften als erstrebenswert gilt.

*Ein ziemlich schnelles Lied. Im Hintergrund hört man ein Geklimper, das mich ein bißchen an die Musik aus Stummfilmen erinnert.*


8. Ich bin Klempner von Beruf (3:25) / 1974
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Hier geht es um das Klischee, das oft mit dem Beruf des Klempners verbunden wird. Der Klempner in diesem Lied installiert unnötige Dinge, richtet ein riesiges Chaos an (bzw. mehrere Chaosse... Chai... wie auch immer das heißt... *g* Laut Word ist das jedenfalls beides falsch!), läßt ewig auf sich warten, aber hat an dieser Art der "Arbeit" großen Spaß.

*Ein etwas schnelleres Lied.*


9. Über den Wolken (3:45) / 1974
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Der Sänger sieht zu, wie ein Flugzeug abhebt, und stellt sich vor, wie schön es über den Wolken sein muß, da man die Erde unter sich läßt, und dadurch scheinbar auch die Probleme am Boden zurückbleiben. Dieses Lied wurde irgendwann mal von Dieter Thomas Kuhn gecovert, aber diese Version bringt den schönen Text überhaupt nicht richtig rüber, weil es einfach albern wirkt. Also wenn ihr nur die Version von D.T. Kuhn kennt, hört euch mal das Original an, das ist tausendmal besser!

*Dieses Lied ist mittelschnell. Zu Beginn und am Ende hört man Flugzeug-Geräusche.*


10. Ein Antrag auf Erteilung eines Antragformulars (5:40) / 1977
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Wenn ihr jemandem erklären wollt, was sich hinter der typisch deutschen Bürokratie verbirgt, dann spielt ihm dieses Lied vor, und er wird es wissen! Die Hauptperson in diesem Lied bringt eine wahre Odyssee hinter sich, nur um an ein völlig unnötiges Formular zu kommen. Niemand scheint zuständig zu sein, und er wird von Behörde zu Behörde verwiesen. Ein lustig-ironisches Lied, in dem ein Funken Wahrheit steckt.

*Ein schnelleres Lied.*


11. Es gibt Tage, da wünscht´ ich, ich wär´ mein Hund (3:38) / 1975
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Der Sänger beneidet seinen Hund manchmal um einige Dinge. Zum Beispiel hätte er morgens keinen Streß, und sein Leben würde sich nur um Schlafen und Fressen drehen, da er keinen weiteren, ungeliebten Pflichten nachkommen müßte. Hier wird das Leben eines Hundes auf sehr sympathische und witzige Weise beschrieben.

*Dieses Lied ist etwas ruhiger.*


12. Keine ruhige Minute (2:26) / 1979
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In diesem Lied wird die Veränderung des Lebens nach der Geburt eines Kindes beschrieben. Zwar habe man keine ruhige Minute mehr, aber man erlebe auch viele schöne Dinge.

*Ein mittelschnelles Lied.*


13. Sommermorgen (3:20) / 1980
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Das lyrische Ich beschreibt hier den Moment, den es am schönsten findet: an einem Sommermorgen im Bett zu liegen und seiner Partnerin beim Aufwachen zuzusehen. Bevor er wieder in die Hektik des Alltags gerät, genießt er noch mal die Nähe zu ihr, und ihm wird bewußt, wie sehr er sie liebt.

*Dieses Lied wird sehr ruhig und langsam gesungen. An manchen Stellen wird der Text offenbar von zwei Personen gesungen.*


14. Das Leben ist... (3:16) / 1981
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Hier geht es um den Sinn des Lebens, der oft vergeblich gesucht wird. Es wird die Theorie vertreten, daß alles von Zufällen bestimmt ist, und daß man seinen eigenen Weg gehen soll, solange man ihn vor sich selbst verantworten kann.

*Ein mittelschnelles Lied, das nach einiger Zeit etwas energischer wird.*


15. Was in der Zeitung steht (3:39) / 1983
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Dieses Lied regt etwas zum Nachdenken an, da es zeigt, welchen verheerenden Einfluß die Medien haben können. Ein Mann wird durch einen Bericht in der Zeitung stigmatisiert. Er soll in einen Finanzskandal verwickelt sein, ist jedoch unschuldig. Jeder scheint ihn anzustarren, und auch seine Versuche, den Irrtum rückgängig zu machen, haben nur einen kleinen Erfolg: es erscheint in der Zeitung zwar eine Gegenanzeige, allerdings so klein, daß sie wahrscheinlich kaum jemand bemerken wird, und er trotzdem noch als Betrüger angesehen werden wird.

*Ein mittelschnelles Lied.*


16. Hilf mir (3:03) / 1983
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Hier wird von einer geliebten Person in schweren Situationen Hilfe angefordert, die Wahrheit zu erkennen und nicht aufzugeben.

*Dieses Lied ist eher langsam. Beim Refrain wird es etwas schneller und energischer, und wird evtl. von zwei Personen gesungen.*


Fazit
*****

Diese CD eignet sich gut zum Entspannen, da die Lieder –auch die schnellen- eher ruhig sind. Das klingt jetzt vielleicht blöde, aber so ist es wirklich, denn mit den schnellen Liedern, die man z.B. aus den Charts kennt, sind sie nicht zu vergleichen. Aber auch auf die Texte sollte man mal genau achten, da die Texte oft witzig sind, oder Reinhard Mey die Dinge auf ganz besondere Art und Weise beschreibt. Eine wirklich gute CD, auf der man viele der bekanntesten Lieder dieses Sängers findet.


 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Winfried Koelsch

Winfried Koelsch

13.03.2002 12:47

Die Ballade vom Pfeiffer kommt bei mir noch vor "Über den Wolken" und vom "Freitag der 13.".

DagSonja

DagSonja

03.07.2001 22:24

Wir haben diese Scheibe auch, prima, wie du die einzelnen Lieder noch zusätzlich beschrieben hast. Gefällt mir.-Gruss DagSonja

usuell

usuell

27.06.2001 23:15

Ganz toll, wie Du die einzelnen Lieder beschrieben hast. Auch ich mag die meistens nachdenklich stimmenden Lieder Reinhard Mey's. Viele Grüße, usuell

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