Die Schöne und das Biest – eine Geschichte, die das Leben schrieb? Indirekt ja, dennoch sprechen wir von einem Märchen, welches sich bereits sehr lange vor unserer Zeit entwickelt hat und zu einem zeitlosen Klassiker entsprungen ist.
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Erfahrungsbericht von Pici16 über Die Schöne und das Biest - Various 01.05.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
schöne Musik, gute Stimmen
Kontra:
zu viele Reprisen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Die Schöne und das Biest – eine Geschichte, die das Leben schrieb? Indirekt ja, dennoch sprechen wir von einem Märchen, welches sich bereits sehr lange vor unserer Zeit entwickelt hat und zu einem zeitlosen Klassiker entsprungen ist.
Wenn ich von „Die Schöne und das Biest“ höre, bringe ich damit automatisch Walt Disney in Verbindung. Wie ich allerdings erfahren habe, hatte die Geschichte aus der Feder von Madame Leprince de Beaumont bereits 1756 mit dem Originaltitel „La Belle et la Bete“ ihre Geburt. Fast 200 Jahre später im Jahr 1946 produzierte Jean Cocteau einen Film, der Weltruhm erhielt. 1991 schließlich kam Walt Disney ins Spiel, der eine Neuverfilmung auf die Leinwände brachte, welche zu gutem Recht mit zwei Oscars preisgekrönt wurde.
Nach so einer Erfolgsgeschichte bietet sich förmlich nur eines an: ein Musical zu produzieren! Ich hatte leider nie die Ehre, die Produktion live auf der Bühne zu sehen, doch als kleines Trostpflaster habe ich die CD erworben – und wenn das Stück ebenso schön ist wie die Musik, dann schwelge ich in Begeisterung.
Bevor es zur Erläuterung des musikalischen Parts geht, möchte ich zum besseren Verständnis kurz in Worte fassen, worum es in der Geschichte geht:
Es war einmal ein schöner junger Prinz, der in einem wunderschönen Schloss lebte. An einem kalten Winterabend bekam er Besuch von einer alten Bettlerin, doch er wies sie ab. Die alte Frau verwandelte sich in eine Fee und bestrafte den Prinzen für seine Unbarmherzigkeit mit der Verwandlung in ein hässliches Biest. Des weiteren verwandelte sie alle Hausangestellte in lebende Gegenstände.
Die Fee schenkte dem Biest eine Rose: Um wieder die Identität des Prinzen anzunehmen, musste er es schaffen, zu lieben und geliebt zu werden, noch ehe die Rose verblüht war. Schaffte er es nicht, so würde er bis zum Lebensende ein Biest bleiben.
Nach jahrelanger Einsamkeit des Biestes verirrt sich Maurice in sein Schloss und bleibt dort gefangen. Dessen Tochter Belle opfert sich, mit dem Biest zu leben, wenn im Gegenzug Maurice die Freiheit erlangt. Belle entdeckt die tiefe liebenswürdige Seele des Biestes und beginnt, Gefühle für ihn zu entwickeln. Belles Verehrer Gaston erfährt große Eifersucht und greift mit seiner Meute das Biest an. Gaston unterliegt dem Biest, welches selber schwer verletzt ist. Belle erkennt in diesem Moment ihre wahren Gefühle und gesteht dem Biest ihre Liebe. Daraufhin wird das Biest wieder zum Prinzen, der Fluch ist gebrochen.
Soviel zur Handlung. Kommen wir zu einigen Fakten des Musicals. Premiere hatte „The Beauty and the Beast“ im April 1994 am Broadway im Palace Theatre. Die Europapremiere hatte „Die Schöne und das Biest“ 1996 in Wien aus der Produktion der Vereinigten Bühnen Wien und Walt Disney Productions. Die Musik schrieb Alan Menken, Liedtexte stammen von Howard Ashman und Tim Rice. Das Buch schrieb Linda Woolverton. Später im Jahr 1997 hatte es Premiere im Stuttgarter Musical-Theater.
Doch kommen wir zum wichtigsten Teil: die Musik! Die CD beinhaltet insgesamt 23 Stücke.
1) PROLOG (Die Verzauberung)
Dieses Stück ist eine Art Ouvertüre, in der anfangs tiefe und bedrohliche, später zartere Orchesterklänge im Hintergrund spielen und ein Erzähler die Vorgeschichte mit der Fee und der Verwandlung des schönen Prinzen in das Biest erklärt.
2) BELLE
Dieses Stück wird gesungen von Belle selber und einigen Dorfbewohnern. Es handelt lediglich von der Vorstellung Belles und des Dorfes. Das Stück ist recht enthusiastisch und freudig. Belle schwelgt darüber, dass in dem Dorf tagein, tagaus dasselbe geschieht und ihr stets die gleichen Menschen begegnen. Die Dorfbewohner hingegen finden, dass Belle wunderschön, doch irgendwie andersartig ist.
3) WAS AUCH GESCHIEHT
Hierbei handelt es sich um ein Duett mit Belle und Maurice. Verunsichert vom Gerede der Dorfbewohner fragt Belle ihren Vater, ob sie seltsam sei. Maurice bestätigt seiner Tochter, dass er immer für sie da ist und zu ihr steht, was auch geschehen sollte. Das Stück ist leicht melancholisch, aber auch freudig veträumt angehaucht.
4) WAS AUCH GESCHIEHT (reprise)
Dies ist eine etwas merkwürdige überdramatische Reprise des schönen Duetts. Mir gefällt es nicht besonders gut. Lediglich der Anfang lässt sich anhören, da es dieselbe schöne Melodie aus dem Originalstück ist, jedoch der Schluss ist für meinen Geschmack unangenehm.
5) ICH
Hier singt der arrogante Gaston von sich. Er ist überzeugt davon, dass Belle ihn heiraten wird, da er sich für den besten Mann der Welt hält. Doch Belle kontert, denn sie empfindet nichts für den Jäger. Das Stück klingt etwas patriotisch, schließlich ist Gaston mehr als stolz auf sich.
6) BELLE (reprise)
Dies ist eine Reprise, in der Belle nach der Begegnung mit Gaston darüber parodiert, dass sie eines Tages Madame Gaston sein werden sollte. Sie singt darüber, dass sie mehr als das vom Leben erwartet und Sehnsucht nach der Ferne hat.
7) ZUHAUS
Dies ist mein persönliches Lieblingsstück der gesamten CD. Es handelt sich um ein Lied über das Gefühl von Zuhause, gesungen von Belle. Sie sehnt sich nach ihrem vorherigen Zuhause, doch ihrem Vater zuliebe steht sie dafür ein, in dem Dorf zu bleiben, in dem sie sich alles andere als wohl fühlt. Die Musik entspricht den Emotionen: sehnsüchtig und ein wenig dramatisch.
8) ZUHAUS (reprise)
Madame Pottine bietet Belle hier ihre Freundschaft und versucht sie mit der Hoffnung zu trösten, dass auch Belle sich bald im Dorf zu Hause fühlen wird. Die Musik ist etwas sanfter und ruhiger als das Original.
9) GASTON
Dieses Stück wird eingeleitet mit einem Walzer. Dann erscheint Gaston und beklagt sich über das Verhalten Belles ihm gegenüber, schließlich hält Gaston sich für unwiderstehlich und kann es nicht einsehen, wenn jemand keine Begeisterung für ihn empfindet. Doch Lefou, Gastons persönlicher Assistent, baut ihn sehr schnell wieder auf, indem er ihn mit Komplimenten und bewundernden Worten umgarnt.
10) GASTON (reprise)
Musikalisch gibt es kaum Unterschiede zum vorangegangen Stück, jedoch der Text hat eine anderen Sinn: Gaston weist Lefou in seinen hinterlistigen Plan ein, Belle doch dazu zu bringen, seine Frau zu werden.
11) WIE LANG NOCH SOLL DAS GEHEN ?
Ein Stück gesungen vom Biest. Die Musik klingt sehr verzweifelt und dramatisch. Das Biest ist verzweifelt über seine Situation: Nur einmal in seinem Leben hat er sich falsch entschieden, als er die verzauberte Fee abwies und muss nun womöglich den Rest seines Lebens dafür bezahlen.
12) SEI HIER GAST
Das Stück klingt irgendwie witzig – sicherlich beeinflusst vom französischen Akzent des Lumière. Gesungen wird es von den verwandelten Hausdienern Lumière, Tassilo, Madame Pottine und anderen verwandelten Gegenständen. Es handelt davon, dass sie in den letzten Jahren überhaupt nicht gebraucht wurden, da das Biest sich schließlich in seine Einsamkeit zurückgezogen hat. Und nun, als Maurice im Schloss erscheint, sind die Diener mehr als erfreut, wieder ihren Aufgaben nachkommen zu können.
13) WIE KANN ICH SIE LIEBEN
Dies ist ebenfalls eines meiner liebsten Stücke. Gesungen wird es vom Biest. Die Musik ist anfangs sehr melancholisch und ruhig und entwickelt sich später über einen wunderschönen tränenrührenden Refrain bis hin zum verzweifelten dramatischen Orchesterklang. Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt dieses Stück über das Zerwürfnis des Biestes, ob er überhaupt fähig ist zu lieben, da er noch nie in seinem Leben Liebe erfahren hat. Des weiteren fühlt er sich hoffnungslos, da er durch sein äußeres Erscheinungsbild den Glauben daran verloren hat, jemals jemanden kennen zu lernen und sich zu verlieben.
14) ENTR´ACTE
Dieses Stück ist ohne jeglichen Gesang, es ist ein Orchesterstück, welches von schönen melancholischen über dramatische und hingebungsvolle Etappen verläuft.
15) WER HÄTT´S GEDACHT
Hier singt Belle darüber, wie erstaunt sie darüber ist, dass in dem Biest hinter der hässlichen Fassade doch eine warmherzige Seele steckt, denn er schenkt ihr seine riesige Bibliothek. Das Biest gesteht, dass es nicht lesen kann, woraufhin Belle ihm etwas aus der Artus-Sage vorliest. Das Biest ist gerührt und Belle entdeckt ihre Gemeinsamkeit: Die Dorfbewohner halten sie beide für irgendwie seltsam.
16) MENSCH WIEDER SEIN
Die verwandelten Hausdiener haben den Moment heimlich miterlebt, in dem Belle dem Biest vorgelesen hat. Sie erkannten eine gewisse Spannung zwischen den beiden und entwickeln Hoffnung, dass Belle es schafft, den Fluch zu brechen und sie alle zu befreien. Sie schwelgen nun in Träumen darüber, wie es sein wird, wieder zurück in einen Menschen verwandelt zu werden.
17) MAISON DES LUNES
Gaston ist immer noch empört über die Ignoranz von Belle seiner Person gegenüber. In seinem Stolz gekränkt, greift Gaston zu härteren Mitteln und schmiedet einen bösen Plan. Er möchte mit Hilfe vom bösen Verbrecher D`Arque Maurice in einen Turm, das Maison des Lunes einsperren lassen.
18) DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
Dieses Lied zählt wohl schon zu den Klassikern schlechthin. Hat man weder Film noch Musical nicht gesehen, so kennt man das Lied doch von irgendwoher. Nicht unbegründet erhielt dieser Song einen Oscar. Gesungen wird es von Madame Pottine. Tja, Märchen schreibt die Zeit..
19) WIE KANN ICH SIE LIEBEN? (reprise)
In dieser Reprise wird der schönste Teil, der Refrain, wiederholt. Doch diesmal ist das Biest in einer Situation, denn es beginnt, in seinem Inneren Gefühle für Belle zu entdecken. Doch die Lage scheint ausweglos, denn Belle ist verschwunden und das Biest sieht sich wieder in seiner Einsamkeit eingehen.
20) TOD DEM BIEST
Belle ist aus dem Schloss geflüchtet und bestätigt den skeptischen Dorfbewohnern, dass das Biest tatsächlich existiert. Gaston beschließt daraufhin, die Menge aufzuhetzen und das Biest zur Sicherheit der Dorfbewohner zu töten.
21) DER KAMPF
Der Titel sagt mehr als tausend Worte. Komischerweise ist das Lied eher freudig als dramatisch und entspricht somit weniger der Vorstellung einer Kampfszene als eine parodierte Verfolgungsjagd.
22) VERWANDLUNG
Belle ist zurückgekommen zum Biest, welches nach dem Zweikampf mit Gaston schwer verletzt am Boden liegt. Belle erkennt ihre wahren Gefühle und gesteht dem Biest ihre Liebe und dass sie bei ihm bleiben möchte. Sobald sie den Satz „Ich liebe dich“ ausgesprochen hat, liegt in ihren Armen der schöne junge Prinz.
23) DIE SCHÖNE UND DAS BIEST (reprise)
Gesungen vom gesamten Chor wird das Märchen hiermit abgeschlossen. Die Schöne und das Biest haben zueinander gefunden und somit den Bann und den Fluch gebrochen.
Und hier endet die CD. Insgesamt mag ich die Musik sehr gerne. Ich bekenne mich als großer Disney-Fan, denn die Geschichten sind meist so einfach und schön dargestellt und haben dabei doch so eine tiefgründige Aussage. „Die Schöne und das Biest“ zeigt, dass man sich nicht von Äußerlichkeiten und Oberflächlichkeiten blenden lassen sollte, sondern immer auf die inneren Wertigkeiten zählen sollte. In unserer heutigen Gesellschaftssituation zwischen Diätenwahn, Modelmaßen und Schönheitsoperationen ist das alles andere als leicht. Vielleicht ist gerade deswegen dieses Märchen so zeitlos und heute aktueller denn je.
Einziges Manko an der CD, welches mich etwas nervt, sind die unzähligen Reprisen von nahezu allen Stücken. Sicherlich kann man sich somit die Melodien besser einprägen, aber manchmal vermittelt es eher den Eindruck, der Komponist hatte keine kreativen Ideen mehr, ohne Alan Menken etwas unterstellen zu wollen.
Die Stimmen auf der CD haben mich dennoch überzeugt. Am meisten gefällt mir die Stimme der Belle, am wenigsten die von Tassilo. Die Hauptbesetzung ist wie folgt:
DAS BIEST – Ethan Freeman BELLE – Caroline Vasicek MAURICE – Rudolf Wasserlof GASTON – Kevin Tarte LEFOU – Eric Minsk MADAME POTTINE – Rosita Mewis LUMIERE – Viktor Gernot TASSILO – Mihael Kiseloski
Insgesamt finde ich die CD durchaus empfehlenswert. Lediglich die Reprisen finde ich nicht überzeugend, somit ziehe ich ein Sternchen ab. Die CD kann man bei Saturn schon ab 6,49 Euro erwerben. Im Booklet sind zudem sämtliche Liedtexte verfasst, so dass man mitsingen kann. Des weiteren sind Fotos aus der Produktion enthalten sowie Listen sämtlicher Mitwirkender. Eine durchaus schöne CD.
Pro: tolle Bühnenshow, atemberaubende Kostüme sowie Darsteller Kontra: da fällt mir nichts ein
...Da ich sehr gerne Musicals besuche, habe ich mir (vor einem Monat)natürlich auch eine Vorstellung des Musicals " Die Schöne und das Biest " angeschaut.
Ich war wirklich begeistert!
Zunächst einmal zur Lage.
Das Musical wird in Stuttgart, genauer gesa ...
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Pro: märchenhafte Aufführung Kontra: Leider gibt es die Aufführung nicht mehr
...Jetzt ist es fast 2 Jahre her, dass beim Musical "Die Schöne und das Biest" in der Disney Version in Stuttgard der letzte Vorhang fiel. Trotzdem höre ich mir immer noch gerne die CD der Aufführung an, und fange dabei an zu träumen. Aus diesem Grund möchte ...
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...Mit “Die Schöne und das Biest" wurde die erfolgreiche Musical-Serie im
Basler Musical Theater fortgesetzt.
Aufwendiges Kostüme, eine riesige, ständig wechselnde Kulisse und ein
traumhaftes Märchen von einer hübschen Kaufmannstochter un einem
v ...
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Pro: märchenhaftes Musical mit tollen Spezialeffekten Kontra: 1 zu 1 Kopie des Disney-Filmes
...1991 verzauberte der Disney-Konzern das junge Publikum mit seiner Zeichentrickfilm-Version des Klassikers von “Die Schöne und das Biest”. Bereits 1993 feierte die Bühnenadaption des Stoffes als ambitioniertes Projekt, Zeichentrick ins Musicalt ...
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Pro: Schöne Story, liebvoll gestaltet, gute Schauspieler und wunderschöne Musik Kontra: Kann ich nix zu sagen!
...Ich habe leider das Gefühl, es handelt sich bei dieser Kategorie mehr die Soundtracks, als um das Musical selbst. Aber die Stella Musicals, handeln ja offensichtlich von der Disney Version und da passt mein Bericht nun wirklich nicht rein.
Im Februar h ...
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