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Fast jeder von euch hat schon einmal von Mozarts Zauberflöte gehört oder gelesen.
Die Hauptfiguren sind Papageno, Sarastro, Tamino, Pamina und die Königin der Nacht. Tamino, ein Königssohn, ist in Pamina, die Tochter der Königin der Nacht, verliebt und soll sie aus Sarastros Händen befreien. Tamino entdeckt das die Königin böse und Sarastro ein weiser Mann ist. Sarastro ist Herrscher im Tempel der Weisheit. Tamino und Pamina müssen eine Prüfung ablegen und werden dann im Tempel aufgenommen. Die Königin der Nacht geht unter.
Doch worauf basiert diese Oper? Das will ich euch nun erzählen. Vielleicht fällt es dann einigen von euch etwas leichter diese wunderschöne Oper zu verstehen und nachzuvollziehen.
Mozarts “Zauberflöte” geht auf das Märchen "Lulu oder die Zauberflöte", von Wieland, zurück.
Inhalt des Märchens: Vor langer Zeit lebte im Morgenland ein weiser König, dessen Güte weithin gepriesen wurde. In seinem Besitz war der siebenfache Sonnenkreis, der die Geheimnisse der Natur offenbaren und große Gewalt über die Menschen geben konnte. Der König wußte, daß der Sonnenkreis auch zum Unheil werden konnte, aber er verwaltete ihn mit Umsicht und Weisheit und nur zum Wohle der Menschheit. Doch die Königin war damit nicht zufrieden. Sie wollte den Sonnenkreis dazu verwenden, immer größere Macht und Pracht für sich zu schaffen, denn obwohl sie schön war wie eine Fee, hatte sie ein stolzes, kaltes Herz. Als einzigen Erben hatte sie dem König eine Tochter geschenkt, die Pamina hieß. Mit großer Liebe hing das Mädchen an seinem Vater, und oft begleitete sie ihn auf seinen einsamen Reisen durch das Land, auf denen er das Leben seines Volkes kennenlernte, die Ungerechten bestrafte und die Rechtschaffenen reich belohnte. Auf einer dieser einsamen Reisen geschah es einmal, daß der König sich hoch im Gebirge verirrte und ihn ein gewaltiges Unwetter überfiel, das drei Tage währte. Da fand er Schutz unter einer mächtigen, tausendjährigen Eiche. Aus ihrem Holz schnitzte er kunstvoll eine Flöte, und als er auf ihr blies, geleitete sie ihn zurück in seine Burg, zu Weib und Kind. Der König erkannte, daß die Flöte mit Zauberkraft ausgestattet war: wer ihrem Klang lauschte, wurde vor allem Bösen beschützt und stets auf den Weg des Guten geführt. In tiefer Dankbarkeit bewahrte der König die kostbare Flöte sorgfältig auf. An der Grenze seines Königreiches, nahe an den unwegsamen Feuerbergen, lag ein geheiligter Tempelbezirk. Dies war seit Zeit der Sitz eines Bundes von Männern, die sich die Pflicht auferlegt hatten, Weisheit zu erringen, die Menschen aus der Finsternis des Aberglaubens, aus Not und Haß zu befreien und sie durch Liebe zu leiten. Nur die Gütigsten und Weisesten ihrer Zeit wurden in den Bund aufgenommen, nachdem sie harten Prüfungen unterzogen worden waren, in denen sie Standhaftigkeit Mut und Verschwiegenheit offenbaren mußten. Selbst den Tod fürchteten diese Männer nicht. In die Weisheitslehre des Bundes eingeweiht, wirkten sie in Worten und Taten für seine großen Ziele. So wurde der Tempelbezirk zum Vorbild für alle Menschen, die ebenfalls Gutes tun wollten und sich im Kampf gegen die bösen Mächte zusammenschlossen. Der erste dieses Bundes zu jener Zeit, dem alle anderen unterstanden, war der weise und gütige Sarastro, den mit dem König von jeher eine tiefe Freundschaft verband. Die Freundschaft der beiden Männer wirkte sich zum Segen für das ganze Land aus, und alle Menschen blickten mit Liebe und Achtung auf sie. Zur gleichen Zeit wie Prinzessin Pamina, wuchs in einem großen und mächtigen Nachbarreich Prinz Tamino heran. Schon als Knabe übertraf er alle Altersgefährten an Gewandtheit, Klugheit und Mut. Viele Menschen in dem großen Reich, die in Not und Elend leben mußten, erhofften sich von ihm einst Besserung ihres Loses. Auch zu Sarastro und dem weisen König drang die Kunde von den hohen Gaben dieses Jünglings. Und so wurde es der innigste Wunsch des Königs, daß Tamino einst Paminas Gatte und Herrscher seines Landes wurde. Ohne einander zu kennen wuchsen also Tamino und Pamina auf. Das Mädchen wußte auch nichts von dem Herzenswunsch ihres Vaters, denn er hatte ihn nur Sarastro mitgeteilt. Nun geschah es, daß der weise König den Tod nahen fühlte. Er überließ alle seine Schätze, seine Krone und die Zauberflöte seiner Gemahlin; den siebenfachen Sonnenkreis jedoch übergab er Sarastro zur sicheren Verwahrung. Denn er fürchtete, daß die Königin ihn nicht zum Guten verwenden würde, sondern für ihre Herrschsucht mißbrauchen könnte. Da er überdies fürchtete, daß Pamina unter dem Einfluß der Königin Schaden nehmen und nach seinem Tod ohne rechte Obhut aufwachsen könnte, bat er sterbend Sarastro, das Kind zu sich zu nehmen. Auch mußte Sarastro versprechen, Pamina und Tamino einander einst zu vermählen. Als der König die Augen schloß, fluchte ihm die Königin, denn sie hatte den Sonnenkreis um jeden Preis für sich haben wollen. Sarastro aber erfüllte sein Versprechen und nahm Pamina zu sich, wo sie zur schönsten Jungfrau weit und breit heranwuchs. Vor aller Unbill war sie im Tempelbezirk geschätzt, nur der Mohr Monostatus, der in Sarastros Diensten stand, verursachte ihr viel Kummer mit seinen Streichen. Indessen verbreitete die Königin überall die Kunde, daß sie von ihrem Manne um ihr Eigentum betrogen und von Sarastro beraubt worden sei. Die meisten Menschen schenkten ihren Lügen Glauben, und auch der König des Nachbarreiches -Tamino's Vater- ließ sich von dem vorgetäuschten Schmerz um Pamina irreführen und glaubte das Märchen von dem bösen Zauberer Sarastro. Wohin immer die Königin kam, überall schuf sie Zwietracht und Verwirrung, denn sie hetzte die Menschen gegen Sarastro auf, der doch der eigentliche Beschützer des Landes war. Ihr Ziel war es, an ihm Rache zu nehmen und den Sonnenkreis in ihre Hand zu bekommen. Zu diesem Zweck verbündete sie sich mit fremden Mächten, deren Schandtaten alle bisher durch die Stärke des Bundes der Eingeweihten zunichte wurden. Die Königin jedoch, die von nun an Königin der Nacht geheißen wurde, sann auf neue Anschläge. Da begab es sich eines Tages, daß sich Tamino auf einem Jagdzug in das Reich der nächtlichen Königin verirrte. Alle Pfeile hatte er verschossen, und den wehrlosen verfolgte eine riesige Schlange ... An dieser Stelle beginnt Mozart's Oper von der Zauberflöte!
Am 30.September1791 wurde die Oper in Wien uraufgeführt.
Nur dem äußeren Aufbau nach hat die Oper noch etwas mit einem volkstümlichen Singspiel zu tun. Die Musik wächst weit über alles hinaus, was bisher in der deutschen Oper entstanden ist. Unter dem dominierenden Gedanken der Humanität vereint sich das heitere Element der Papageno- Szenen mit der Feierlichkeit von Sarastros Priesterwelt, der geradezu barocken Koloraturdramatik der Königin der Nacht und Taminos Leidenschaft zu einem geschlossenen Ganzen von zeitloser Qualität. Mozarts stilistische Vielgestaltigkeit erreicht in der "Zauberflöte" den Höhepunkt.
Ich selbst halte die "Zauberflöte" für eine der schönsten Opern Mozarts. Leider konnte ich sie mir bisher auch noch nciht life ansehen, sondern kenne sie nur von Videos und CD`s. Aber in nächster Zeit werde ich sicher den weg in ein Operhaus finden und mir dieses wunderbare Werk ansehen!
Ein sehr interessanter Bericht. Wielands Märchen und Mozarts Zauberflöte haben aber auch einen historischen Aspekt. Mit Sarastro war Mozarts Freund Ignaz von Born gemeint. Er war einer der bedeutendsten Freimaurer der damaligen Zeit. Die Königin der Nacht soll Maria Theresia gewesen sein. Wenn man weiß, daß sowohl Mozart, als auch Wieland und Schikaneder, der für das Libretto verantwortlich war, Freimaurer waren, kann man sich leicht ausdenken was gemeint war.
14.02.2002 09:08
Sehr ausführlicher und informativer Bericht. Liebe Grüße Lady Jaelle
23.06.2001 22:55
Ein sehr interessanter Bericht. Wielands Märchen und Mozarts Zauberflöte haben aber auch einen historischen Aspekt. Mit Sarastro war Mozarts Freund Ignaz von Born gemeint. Er war einer der bedeutendsten Freimaurer der damaligen Zeit. Die Königin der Nacht soll Maria Theresia gewesen sein. Wenn man weiß, daß sowohl Mozart, als auch Wieland und Schikaneder, der für das Libretto verantwortlich war, Freimaurer waren, kann man sich leicht ausdenken was gemeint war.
21.06.2001 21:44
Ein super Einstieg bei Ciao! Viel Spaß noch! Man liest sich....xmen93