Erfahrungsbericht über

Disorder of the Order - Holy Moses

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Disorder of the Order - Holy Moses

 

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Deutscher Thrashmetal mit Röhrgarantie

3  08.01.2005

Pro:
gute Tracks dabei

Kontra:
zum größten Teil monoton und langweilig

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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LadyLeela

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:53

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 140 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Leute heute möchte ich euch mal eine weitere CD aus meiner CD-Sammlung vorstellen und zwar die CD Disorder of the Order von Holy Moses. Der Kauf war spontan, ich hatte damals noch nicht viel von der Gruppe gehört, aber als ich die CD sah, habe ich sie mir mal mitgenommen zum Preis von 16,99 Euro. Die CD ist 2002 erschienen, also wird es sie mittlerweile billiger geben.


Holy Moses
°°°°°°°°°°°°°

Holy Moses ist eine deutsche Gruppe, die sich in den 80er Jahren gebildet hat und eine Frontfrau enthält. Ihr Name ist Sabina Classen und sie kam zusammen mit ihrem Mann Andy zur Gruppe, damals war sie 17 Jahre alt. Die Gruppe Holy Moses hat schon einige CDs produziert und ist in den 90ern etwas im Dunkeln versunken, doch dann erschien die Platte Master of Disaster und Holy Moses waren wieder voll in Fahrt. Nach der Master of Disaster kam dann schließlich Disorder of the Order, worüber ich nun berichten werden.

Bandmitglieder:
Sabina Classen – Vocals
Franky Brotz – Rhythm Guitars
Joern Schubert – Lead Guitars
Andreas libera – Bass
Julien Schmidt – Drums

Holy Moses wird in die Kategorie Thrash Metal eingestuft.


CD Disorder of the Order
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Wie man bereits sehr schön am oberen bild sehen kann, hat Holy Moses einen Comic zur Einführung benutzt. Der Zeichner ist Stephan Hagenow, der auch schon den Comic Rattenmeute gezeichnet hat. Die ersten 2 Seiten beinhalten einen kleinen Comic, der über einen Krieg zwischen Menschen und Ratten handelt. Die Texte in den Sprechblasen sind einzelne Sätze, die aus den kompletten Lyrics der CD zusammengeschnitten wurden. Sabina spielt in diesem Comic auch mit. Der Comic endet mit den berühmten Worten to be continued... und zwar in der nächsten CD.
Nach dem Comic sind die Lyrics der einzelnen Songs zu finden. Aufgefallen ist mir, dass bei ein zwei Songs einer von den Ärzten mitwirkt: Rod Gonzalez.

Intro – 1:35
Das Intro wurde von Rod komponiert (kann man dazu überhaupt komponiert sagen?) und Sabina gibt ihre Stimme zum Besten und bereitet den Hörer so langsam auf das vor, was ihn danach erwartet. Der Übergang zum nächten Songs ist meiner Meinung nach total misslungen und gibt nicht das wieder, was in dem Intro mehr oder weniger versprochen wurde. Das Intro ist mit kirchenähnlichen Klängen untermalt und erinnert an Dimmu Borgir

We are at war – 4:09
We are at war ist zum größten Teil ein einziges Riffgewitter, welches auch ohne Sabinas Mithilfe zum Besten kommen würde. Viel Drumms und ein Gitarrensolo zeichnen diesen Song aus und Sabina röhrt gekonnt ins Mikro.Wie bereits der Titel verrät geht es um die menschlichen Kriege, die wir uns selbst zuzuschreiben haben.

Disorder of the order – 4:40
Diesem Song verdankt das komplette Album seinen Namen und hält einen einzigartigen Mitgröhlrefrain bereit. Die Gitarensolos nach dem Refrain verweilen in den Gehörgängen und ziehen sich später durch das Ende des Tracks. Auch hier kommen Drumms und Bass wieder voll zur Geltung. Am Ende wird die Musik nochmal lauter und hat mich am Anfang irgendwie irritiert :-)

Break the evil – 3:11
Hier geht es richtig zur Sache und Sabina gibt Vollgas. Mal wieder unterstützt duch die Drumms und die harten Riffs der Gitarren legt Sabina ein mordsmäßiges Tempo vor, was ebenfalls die Gehörgänge unsicher macht. Ein absoluter Headbanger-Track, der sehr abwechlungsreich ist. Jedes einzelne Instrument gibt sich die Ehre und zusammen ergeben sie einen absolluten Hammer-Track.

Deeper – 3:35
Deeper ist einer meiner Favouriten auf der CD und fängt am Anfang etwas schleppend und monoton an, verwandelt sich aber etwa in der Mitte zu einem richtigen Ohrwurm. Sabinas Geröhre ist recht monoton und verändert sich dann in ein wehleidiges Geschreie. Dabei kommen die Gitarrenriffs richtig zur Geltung, die während der ganzen Zeit in Hintergrund geblieben sind.

Hell on earth – 3:58
Gleich am Anfang legt die Band richtig los und gibt ihr Bestes, was auch funktioniert. Nach etwa einer Minute bleiben Sabina und die Gitarre allein zurück und wettern ordentlich rum. Die Drumms erlösen dann Sabina und die Gitarenriffs zeigen zusammen mit den Drumms ein schönes Stück Arbeit. Sabina kommt dann krachend wieder hinzu und gibt dem Track einen unvergesslichen Charakter. Hier wird wirklich nur getrasht und der Refrain, bestehend aus einem Satz kommt erst am Ende, dafür aber doppelt und dreifach.

I bleed – 3:17
I bleed ist eher eines der ruhigeren Songs auf der CD, trotz Sabinas Geröhre geben Gitarre und Drumms ihr nicht den nötigen Rückhalt um richtig los zu trashen. Auch bei diesem Track besteht der Refrain aus einem Satz, besser gesagt aus 2 Wörtern: I bleed. Der Refrain wird mehrmals auch hintereinander wiederholt und ist wenig abwechslungsreich.

Blood Bond – 3:00
Auch hier geht es am Anfang wieder ruhiger und monoton zu. Dann legen Gitarren und Drumms los, die monotone Art verliert sich aber nicht, weshalb der komplette Track recht langweilig ist.

1.000 Lies – 3:58
Auch dieser Track ist ruhiger und hat durch sein Refrain durchaus Ohrwurmpotential. Hier steht abinas Geröhre im Vordergrund und wird durch die Intrumente unerstützt. Bei Refrain röhrt Sabina nicht alleine sondern wird durch männliche Kollegen tatkräftig unterstützt. Dabei kann ich nicht sagen ob es Rod ist oder jemand anderes. Der Track haut aber auf jeden Fall rein.

Princess of hell – 3:06
Dieser Track steht für Getrashe vom Feinsten. Der Refrain wird gleich am Anfang wiedergegeben und wird von folgenden Worten besungen: There´s nothing more for me to say. Seltsam das die Lyrics sich für diesen Track nochmal eine weitere halbe Seite lang erstrecken :-)

Verfolgungswahn – 4:14
Wenn man diesen Track hört, könnte man echt denken, Sabina hat Verfolgungswahn. Der Track ist recht monoton und hat in der Mitte einen kleinen Reggae-Einbruch, von dem ich absolut nicht weiß was ich halten soll. Das weiß ich ehrlich gesgat vom ganzen Track nicht. Ich denke mal er wurde nicht umsonst von der Presse in der Luft zerrissen.

Heaven vs. Hell – 1:51
Außer der Refrain wird der Track von Rod geröhrt, der ihn auch “komponiert“ und die Lyrics geschrieben hat. Ebenfalls recht monoton und nur 2 hörbare Gitarrenriffs machen den Track langweilig, wobei ich noch der Meinung bin, das er als Outro dienen soll, da er ja auch recht kurz ist.


Meine Meinung
°°°°°°°°°°°°°°°°°

Also erstmal hat es mich überrascht, dass jemand von den Ärzten bei einem Metal-Album mitwirkt und sogar mitröhrt. Es wäre mir noch nicht mal aufgefallen, wenn ich es nicht in einer Zeitschrift gelesen hätte. Hätte Rod aber vielleicht auch besser gelassen...

Die Idee mit dem sich fortsetztenden Comic im Booklet finde ich echt gut, wobei ich mir aber keine CD kaufen würde, nur um einen Comic weiterzulesen.

Ich denke, wenn ich die Songs der CD vorher gekannt hätte, hätte ich mir die CD nicht gekauft, denn viele Tracks sind einfach nur langweilig und monoton. Die CD wurde auch heftig kritisiert, was ich zu Recht verstehen kann. Natürlich gibt es auch gute Tracks wie Deeper oder Break the evil, wofür ich mir aber nicht die CD kaufen würde. Allgemein stell ich mir unter Tash Metal auch etwas anderes vor.
Der Track Verfolgungswahn hat die CD um einiges nochmal nach Unten gezogen und passt überhaupt nicht auf die Platte zumal der Reinfall auch noch in Deutsch verfasst wurde.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass Sabinas Stimme im Riffgewitter untergeht, das war aber nicht der Fall, naja man versteht sowieso so gut wie nichts :-)

Wie ich das mitbekommen habe, ist die CD eine der schlechteren der Gruppe, die anderen kenne ich leider nicht. Aber eins ist klar: Hier wird gegröhlt bis der Arzt kommt.
Die Internetadresse des Labels ist: www.centurymedia.de
Für eingefleischte Holy Moses-Fans ist die CD empfehlenswert, für alle anderen eher nicht. Deshalb vergebe ich mal 3 Sterne une keine Empfehlung.


Ich hoffe ich konnte euch helfen


Die eventuell durch diesen Bericht rot gewordene LadyLeela




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Zeru2002

Zeru2002

26.01.2005 10:43

wow hätte nicht gedacht das du sowas hörst, gelungener Bericht, bye zeru2002

Six-Feet-Under

Six-Feet-Under

23.01.2005 14:35

Wow, hast ja einen excellenten Musikgeschmack. :-) Obwohl ich statt Holy Moses eher Arch Enemy bevorzuge. Anthems of Rebellion von denen ist Klasse. Musst mal reinhören!

BeethovensSymphonieNR5

BeethovensSymphonieNR5

15.01.2005 21:51

........schöner bericht, zumaal:holy moses is irgendwo kult........

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