Durch dieses Album wurde R.E.M berühmt!
22.01.2002
Pro:
Gesang wichtig, geniale Texte, Musikuntermalung, unterschiedliche Stilrichtungen
Kontra:
Booklet hätte umfangreicher sein können
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Neolythicer2
Über sich:
Inzwischen studiere ich Informatik, komme nun also noch weniger zum Schreiben. Dafür werde ich auch ...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mit dem Album „Document“ gelang der Band R.E.M der endgültige Durchbruch. Dieses Album hat sich über 1 Million mal verkauft und daher die Auszeichnung Gold verdient. Im Gegensatz zu den vorherigen Alben steht nun vielmehr der Text im Vordergrund und damit natürlich auch der Gesang, welche auf vorherigen Alben nicht soviel Zuwendung gefunden haben. Zwar hat der Sänger Stipes im Album „Lifes Rich Peagant“ schon lauter gesungen, aber die Texte spielten doch noch eher eine untergeordnete Rolle. Nun hat sich einiges geändert, nach dem Erfolg mit dem „Lifes Rich Peagant“ hat sich die Band auf ihre wahren Qualitäten berufen und ein wahrhaft tolles Meisterwerk abgeliefert dessen Stil sich bis heute erhalten hat. Warum dieses Album wohl eins der BESTEN ist könnt ihr in dieser Meinung erfahren. Viel Spaß beim Lesen wünscht euch euer Neo. 1. Das Album
Das Album „Document“ habe ich mir vor kurzer Zeit für knapp 20 DM zugelegt was ich für relativ preiswert halte, bei der Qualität der Lieder sogar als preisgünstig. Leider ist dementsprechend auch die Aufmachung nicht mehr als toll zu bezeichnen. So ist das Cover zwar noch ganz sehenswert, mit Stipes auf einem Bild und auf der Rückseite komischen Fresken die Kreaturen aus der Literatur darstellen können, aber leider ist das Booklet ziemlich mager. So bekommt man eine Übersicht der Alben welche im I.R.S Label erschienen sind, die Macher des Werkes und noch mal alle Tracks aufgelistet, wer daran beteiligt war, aber das war es dann auch schon. Was ich mir hier wirklich gewünscht habe sind die Texte zu den Liedern da diese oftmals genial sind, aber nicht immer ganz zu erfassen sind.
2. Die Musik von R.E.M Wie schon in meiner letzten Meinung geschrieben hat sich der Stil der Band über die Jahre hinweg verändert. So spielte man anfangs vor kleinerem Publikum, später dann in ausverkauften Stadien. Anfangs hat man mehr wert auf rockige Musik gelegt, anstatt auf die Texte. Später hat man dann der der tollen Musik, welche teilweise aus dem Country-Sektor kommen könnte, geniale, anspruchsvolle Texte hinzubegeben. Viele Lieder der neueren Alben sind kritisch und behandeln wichtige Aspekte, dabei werden auch religiöse Aspekte abgeglichen und besungen.
Der Stil von R.E.M ist inzwischen unverwechselbar und die Band hat sich über viele Jahre wacker geschlagen und produziert immer noch tolle Alben, obwohl das neuste Album „Reveal“ nicht ganz so löbliche Kritiken einstecken musste. Dennoch bin ich immer noch ein Fan der unverwechselbaren Musik die über jeden Zweifel erhaben ist. 3. Die Lieder auf der CD und der Stil
Das erste Lied auf der CD hat den Namen „Finest Worksong“ und ist gleich in 3 verschiedenen Versionen enthalten, wobei ich nur die erste Version wirklich gut finde da das Lied ein guter Einstieg für das Album ist. So wird hier schon deutlich das sich bei der Band einiges verändert hat. Die Stimme von Stipes kommt viel deutlicher rüber als wie auf anderen Alben, die Musik ist immer noch gut, eingängig, aber hat deutlich an Lautstärke verloren. In diesem Lied geht es um die Amerikaner und ihrer Arbeit. So sitzen diese am Fernseher, schleppen sich dann zur Arbeit, aber ohne motiviert zu sein. Ich denke damit sollen die Arbeiter wachgerüttelt werden, etwas zu verändern. Im nächsten Lied „Welcome to the Occupation“ singt Stipes nicht alleine. Dadurch wirkt das Lied ein wenig anders. Das Schlagzeug spielt eine untergeordnete Rolle, wichtiger sind die Einlagen der Gitarre. In dem tollen Lied geht es um Diskriminierung und um Freiheit. Ein exzellentes Lied, gefällt mir wirklich sehr gut. Ist eingängig, eignet sich zwar nicht zum Tanzen, aber zum Rumlungern perfekt.
„Exhuming McCarthy“ ist ein enorm rhythmisches und aufrüttelndes Lied mit einer hervorragend eingängigen Melodie. Ein echt fröhliches Lied. Wunderbar wenn man aufsteht. Hier kommt der normale R.E.M Sound zu kurz, man hört stattdessen leicht poppige Sounds und eine Posaune lässt das Lied ein wenig Jazzig erscheinen. Dennoch ein hörenswerter Ausflug in andere Klangwelten. In diesem Lied geht es um einen verstorbenen Senator der scheinbar Kommunist war. Dieser kommt nicht gerade gut davon, seine Handlungen werden kritisiert. Ihm schienen seine Geschäfte wichtiger zu sein als alles andere. Dafür kommt im nächsten Lied der R.E.M Sound wieder zum Tragen. In dem Lied „Disturbance at the Heron House“ geht es ein wenig langsamer zu. In dem Lied geht es um Affen, Reiher und sonstige Tiere und das es in dieser Tierwelt zu Chaos kommt, etwas durcheinander ist. So ganz durchschaue ich den Text aber leider nicht. Dafür kommen einfach zu viele unbekannte Wörter vor die ich leider nicht verstehe.
„Strange“ geht schon wieder andere Wege. Es handelt sich eher um einen Pop-Song als um einen normalen R.E.M Sound. So vermisse ich den üblichen Stil hier besonders. Dieses Lied gefällt mir nicht sehr besonders. Ich denke es geht in diesem Lied darum das etwas falsches geschieht, man sich gestört fühlt aber sich dennoch nicht weiter drum kümmert sondern eher weitergeht ohne der Sache ein Ende zu bereiten. Jetzt kommt eins der wohl bekanntesten Videos der Band „It`s the End of the World as we know it“. Ein ziemlich schnelles Lied, schnell gesungen und ziemlich schnell gespielt. Der Refrain ist wirklich der Hammer. In diesem Lied geht es um Probleme mit der Umwelt. Ich glaube dieses Lied wurde zu einem offiziellen Song der Greenpeace Vereinigung erkoren. Es hört sich zwar ziemlich fröhlich an, ist aber nicht ganz so zu verstehen. Übrigens ist das Video recht gelungen. Ein Hammer-Lied.
„The one I love“ ist anders als der Titel vermuten mag keine Liebeserklärung. Es ist ein gesungener Brief an jemanden den man gern hat, der einem aber in Stich gelassen hat, nur weil es da ein kleines Problem gab. Dieser antwortet das man diesen jemanden auch geliebt hat, es dann aber jemanden gab mit dem man seine Zeit verbracht hat, dem man seine vollste Aufmerksamkeit gezollt hat. Ich denke damit will Stipes sagen das man seine Zeit immer so einteilen sollte das man für jeden Freund genug Zeit hat. Das Lied ist klar gesungen und die Musik ist auch wie fast immer empfehlenswert. Es hört sich leicht melancholisch und schwer an. Unbedingt mal das tolle Video ansehen. In „Fireplace“ geht es dann wieder rockiger zu und noch ist noch schwerer gesungen als das Lied davor. Ich denke in diesem Song geht es darum das wenn man die Welt nicht versteht, alles satt hat, keine Lust mehr hat das man dann seine Sorgen nehmen soll, sie ins Feuer werfen soll und dann Tanzen soll um dann das Leben unbeschwerter genießen zu können. Auch hier hört man wieder leichte Jazz-Töne, die aber diesmal besser zum Gesamtbild passen.
Das nächste Lied „Lightnin` Hopkins“ kann ich vom Text her nicht zuordnen. Hier verstehe ich nur die Hälfte und kann den Sinn nicht wiedergeben. Dafür ist die Musik und der Chor im Hintergrund wirklich toll. Stipes hört sich in diesem Song mal ganz anders an, verstellt die Stimme. Nach meiner Meinung nicht ganz so gut gelungen, mag daran liegen das ich kaum etwas verstehe. „King of Birds“ ist ein etwas ruhiger Song, wird dann immer schneller, bringt Klänge mit die man von Irischen oder Schottischen Liedern kennt. Dazu kommt dann noch ab und zu ein Trommelwirbel. Obwohl die Stimme von Stipes fast immer verständlich ist kann ich auch hier den Sinn nicht ganz erkennen.
Im Lied Nr. 11 „Oddfellows Local 151“ geht es dann noch rockiger zu. Könnte schon wirklich als ganz normaler Rock-Song durchgehen, wenn es da nicht den Gesang geben würde. Ein ganz passabler Song, aber hier finde ich lässt die Qualität ein wenig nach. Nicht gerade toll, aber auch nicht schlecht. Dann folgt noch ein Mix von „Finest Worksong“ sowie das Lied „Last Date“ welches ziemlich toll für einen langsamen Tanz geeignet ist. Ich finde es ein wenig schummerig, ist aber wirklich nett anzuhören und kommt komplett ohne Gesang aus. Solltet ihr euch unbedingt mal anhören. Weiter geht es mit einer Live-Version von „The one I love“ und dann folgen noch einige weitere Live-Aufnahmen welche durchaus hörenswert sind.
4. Fazit In diesem Album finden alle wesentlichen Aspekte der Gruppe R.E.M Platz. Der Sound hört sich genauso an wie er bei neueren Alben klingt. Hier merkt man das die Gruppe herausfindet was sie kann und das ist deutlich mehr als nur rockige Lieder zu spielen. Die Texte sind tiefgründig, kritisierend, aber dennoch nicht depressiv machend sondern teilweise sogar als Gute-Laune-Musik zu bezeichnen. Das Album hat eine Länge von 67 Minuten und diese lohnen sich auf jeden Fall. Ich hatte mit diesem Album wirklich viel Spaß, es lohnt sich noch heute sich dieses anzuhören, obwohl es aus 1987 kommt. Gegenüber den älteren Alben eine wahrhafte Meisterleistung. Nach meiner Meinung sogar eins der besten Alben von R.E.M und jeder Musik-Fan sollte sich dieses Album zulegen. Ich bin begeistert.
Viel Spaß beim Hören der Musik wünscht euch euer Neo! ©2002-01-22
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Document - The I.R.S. Years Vintage 1987 - R.E.M.
Der Sänger Michael Stipe gesteht letztlich ein, dass er nicht weiß, was er sagen ...
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21.03.2002 12:30
*lach* Selten einen so qualifizierten Kommentar gelesen wie den 2 Spalten unter mir *kicher* In Deinen Bericht hat sich übrigens ein kleiner großer Fehler eingeschlichen: McCarthy war kein Kommunist, sondern hat eine regelrechte Hetzjagd auf vermeintliche Kommunisten veranstaltet. Kleiner Unterschied, ne ? Ansonsten: schöner Bericht. Gruß, Thomas
22.01.2002 23:12
Hi! REM sind und bleiben einfach klasse! Sehr guter Bericht! Schau doch auch mal meinen Bericht zu Reveal an... Viele Grüße, Sun
22.01.2002 20:56
U2 sind spitze!!! Wirklich ein super Bericht von dir!!! (Respekt!) bis denne.