Suede klingen auf Dog Man Star ganz einzigartig:
Eine wohltönende Stimme singt herrliche Melodien, diffuse Bässe verströmen schummrige Melancholie, das Schlagzeug sorgt für Eingängigkeit, und die leicht verzerrten Gitarren klingen sehnsüchtig und ein bisschen verrucht. Der exaltierte ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von logan über Dog Man Star - Suede 22. November 2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
wunderschön melancholische Rockballaden
Kontra:
nur für Romantiker
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Suede klingen auf Dog Man Star ganz einzigartig:
Eine wohltönende Stimme singt herrliche Melodien, diffuse Bässe verströmen schummrige Melancholie, das Schlagzeug sorgt für Eingängigkeit, und die leicht verzerrten Gitarren klingen sehnsüchtig und ein bisschen verrucht. Der exaltierte Gesang scheint im Nebel der Instrumente zu verschwimmen, und fordert doch Aufmerksamkeit.
Um es vorneweg zu sagen, das Album ist perfekt.
"Introducing the Band" ist angespannt, latent bedrohlich, und doch faszinierend. Es ist eine Faszination, die sich im Laufe des Albums weiter entfalten wird.
"We are the Pigs" lullt den Hörer mit einer ruhigen Ohrwurmmelodie ein. Saxophonflammen züngeln immer wieder dazwischen "...we'll watch them burn." Das Schlagzueg unterfüttert das Stück mit einem schweren Beat. Die Gitarren schlingen sich um den ätherischen Gesang, dessen Sehnsucht wie einem Dornröschentraum entsprungen scheint.
"Heroine" klingt glamourös, aber ausgebleicht. Verzehrender Gesang sucht an die langsam taumelnden, altgüldenen Gitarrenfäden anzuknüpfen und greift doch immer wieder ins Leere "...I'm aching..."
"The Wild ones" beginnt ganz sanft: Ruhiger Gesang und zarte Gitarrenakkorde; ein maßvoller Schlagzeugrhythmus und dezente Basstöne treten hinzu. Die gemessen voranschreitende, romantische Melodie des oh so weichen Gesangs ist in einen kaum wahrnehmbaren instrumentalen Hintergrund gebettet, aus dem alleine ein sehr ruhiges, verspieltes Gitarrenflimmern und gegen Ende etwas Streichereinsatz hervorlugen. Diese Ballade lässt einen die Zeit vergessen.
"Daddy's Speeding" klingt wie eine verblichene Erinnerung an ein Lied. Von feinem Staub überwehte Bässe und verhauchte Gitarren untermalen geisterhaften Gesang, der wie eine Reprise aus dem wohl traurigsten Musical anmutet.
"The Power" ist die wohl melancholischste Britpopballade, die jemals geschrieben wurde: Zurückhaltend, akustisch, mit kammermusikalischer Streicheruntermalung und in ein endlos langsam vorüberziehendes honiggoldenes Pathos getränkt.
"New Generation" kommt über einen simplen Sixties Rock N' Roll Beat mit einer erhebenden, dicht gefügten Melodie und leicht schmalzigem Gesang daher; inklusive eines herrlich schnurrenden Gitarrensolos und diverser verträumter Bridges. Kurzum: Eine klassische Hymne - allerdings mit einem typisch dekadenten Suede Text... "And like all the boys in all the cities / I take the poison, take the pity / But she and I we soon discovered / we'd take the pills to find each other"
"This Hollywood Life" wühlt sich mit seinen sehnsüchtig verzerrten Gitarren langsam durch einen schwermütigen Bassgroove, während die überkandidelte Gesangsstimme sich ganz ihrer Seelenpein überlässt "...come rescue, rescue me from this Hollywood life / Come take this Hollywood life."
"The 2 of us" versinkt träumerisch in einer abwährtsführenden Spirale aus Klavier und tränenklarem Gesang... "I heard you call from across the city through the stereo sound And so I crawled there sickeningly pretty as the money went round. Lying in my head watching my mistakes I listen to the band And the drums beat in my head Pianos chime the sound in this prison of the house And as the illness comes again can you hear me through the rain As I listen to the band? As I sing the silent song Mime each lonely word Please listen to the man he said that it could be the 2 of us... Alone but not lonely, you and me Alone but loaded........"
"Black or Blue" stellt den zerbrechlichen Gesang auf eine nahezu dunkle Bühne, von wo er einen wahrlich ergreifenden Schwanengesang ins atemlose Publikum rinnen lässt.
"The Asphalt World" lässt kühle, verlorene Gitarrenlinien ziellos durch eine frostige Synthesizerwelt streifen. Der wunderschöne Gesang kann die Trauer des Songs nicht verbergen. Endlos lang zieht sich das Stück durch zahlreiche Transformationen, ohne sein Hauptthema jemals aus den Augen zu lassen. "I know a girl she walks the asphalt world She's got a friend, they share mascara I pretend Sometimes they fly from the covers to the winter of the river For these silent stars of the cinema It's in the blood stream, it's in the liver I know a girl, she walks the arse felt world."
"Still Life" schwelgt in sanfter Melancholie, gleitet pastoral dahin, und mündet schließlich in ein ergreifend orchestriertes Finale.
An Stelle eines Fazits:
Wer mehr als einen der unten aufgeführten Künstler wirklich mag, sollte sich "Dog Star Man" unbedingt zulegen. [Man lese auch die Berichte von rosa20 & LadyLavalo.]
The Verve, Pulp, David Bowie, Placebo (das 2. Album), Queen (die ruhigen), Judas Priest (die frühen), Muse (die ruhigen), Tea Party (die epischen), Pink Floyd, Boy George (den melancholischen), Keith Caputo (den langsamen).
[Für Stuebi]
weitere Erfahrungsberichte
Das Meisteralbum Bewertung fürDog Man Star - Suedevon
LadyLavalo
Pro: Interessante Stücke Kontra: Nicht für das "normale" Gehör geeignet
...Ones", welches auf dem Coming Up Album zu finden ist, weltweit die Türen geöffnet haben, werden die meisten der "frühen" Fans immer sagen, daß Dog Man Star die Suede typischste Platte ist. Zurecht! Eine Reihe ergreifender Melodien zwischen Himmel und Hölle...
Anspieltipps:
Wild Ones, We are the pigs, Still Life ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: super Sound - typisch Suede eben Kontra: nichts für comercial-Liebhaber
Dog man star ist das zweite von insgesammt fünf genialen Alben von Suede. Zwar hat sich die Band in den vergangenen sieben Jahren deutlich weiter entwickelt; der Weggang von Bernard Butler und die neuen Mitglieder Neil Codling und Richard Oakes hat den Stil der Band verändert. Auf den neueren Alben sind viele wunderschöne Stücke, trotzdem ist Dog man star nicht zu toppen: die beats sind eingängig, die Melodien zu Tränen rührend und die Texte regen ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: In Musik gegossene Tränen der Sehnsucht ... Kontra: Wer sucht nacht Kritikpunkten wenn er so schön weinen darf ...
...mit der unendlichen Tiefe und Leidenschaft wahrhaft großer Gefühle ausgestattet sind ... zwei unglaubliche Persönlichkeiten, die sich - so wie Stübi - in Schwermut und Sehnsucht verlieren können ... und - anders als Stübi - daraus kreative Kraft schöpfen können ...
It was in 1993 when BERNARD BUTLER left SUEDE ...
Kurz waren die Momente der Freude und Hoffnung ? schon ein Jahr nachdem SUEDE mit ihren wundervollen Single's "The Drowners", "Metal Mickey" oder "Animal Nitrate" die verlorenen Herzen ihrer empfindsamen Zuhörer im Sturm erober-ten ... schon ein Jahr nach dem wundervollen Debüt-Album "Suede" und inmitten der Aufnahmen zum zweiten Longplayer "DogManStar" verlässt BERNARD BUTLER die Band ... der Hype war zu groß ... der Ruhm zu früh ... der Druck des Erfolges nur noch Schmerz und Angst ...
It was in 2003 when SUEDE finally broke up...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich