Hey Annie...
30.11.2009
Pro:
Gutes Dance - Pop Album, überzeugende Deluxe Edition . . .
Kontra:
Reicht nicht an Annies erstes Album, "Anniemal", ran . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 MauriceAC
Über sich:
t.b.a.
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
>Intro Annie ist zurück. Diesmal dann auch wirklich, nachdem das letztes Jahr mit der Veröffentlichung von "Don't Stop" so gar nicht geklappt hat. Probleme über Probleme, mal eben in short: Annie hatte ihr Album längst fertig, alles von den vermeintlich besten derzeit tätigen Produzenten abgemischt, die Veröffentlichung war für September 2008 geplant, doch es folgten Streitigkeiten mit dem Label, angeblich gefiel die Chartplatzierung der Vorabsingle I Know UR Girlfriend Hates Me nicht wirklich, so dass sich Annie kurzerhand von ihrer Plattenfirma trennte, die Songs des Albums leicht überarbeitete und ihre Platte schließlich diesem Herbst auf ihrem eigenen Label Totally Records veröffentlichte - fünf lange Jahre nach dem Debüt "Anniemal", folgt so Annies zweites, reguläres Album "Don't Stop"; zuvor hatte sie 2005 einen Mix für die DJ-Kicks Serie gefertigt…
>Kritik Mit dem ersten Stück "Hey Annie" gibt das neue Album gleich die Richtung vor: Popsongs. Die Dancebeats des ersten Albums "Anniemal" stellt man etwas hinten an, die großartigen Melodien dieser Platte jedoch nicht. Siehe "My Love Is Better". Wuchtiger Pop und zehnmal besser als Kylie in den letzten zehn Jahren, bestens verfeinert durch Alex Kapranos von Franz Ferdinand an der Gitarre. Und die nächste Steigerung folgt sogleich: minimal an beste Electronic Zeiten füllt man sich mit "Bad Times" erinnert, wenn Electronic denn mal eine weibliche Sängerin gehabt hätten.
Der folgende Titeltrack fährt die Beats sogleich hoch: "Don't Stop" gibt sich sphärisch und doch letztlich ein wenig zu unterkühlt. Paul Epworth, Hausproduzent u.a. bei Indiegrößen wie Bloc Party, nahm sich des Annie Tracks "I Don't Like Your Band" an und verwandelt diesen in einem Electro-Disco-Pop Kracher mit vage aufblitzenden Erinnerungen an Donna Summer und deren "I Feel Love". Mit Richard X, der die meisten Hits auf Anniemal produziert hat, arbeitete Annie auf dem neuen Album leider nur ein einziges Mal beim "Songs Remind Me Of You" zusammen, doch auch hier kam ein wahre Popperle heraus, ein Highlight des Albums. Was man vom weinerlichen "Marie Cherie" sicher nicht behaupten mag: zu viel Drama, zu viel Zuckerguss. Es folgt eine leichte Abkehr vom Pop der vorangegangenen Songs: "Take You Home" wirkt dunkler, wirkt gar schüchterner und ist eine willkommene Abwechselung im bunten Annie Universum.
"The Breakfast Song" ist dann vielleicht der nervigste Track der Platte und erinnert nicht von ungefähr an "I Want Candy" von Bow Wow Wow, ein Song, den Annie selber auch auf ihre DJ-Kicks gepackt hat. Bei "Loco" findet sich erneut Kapranos an der Gitarre wieder, diesmal sogar unterstützt von Nick McCarthy, ebenfalls F.F. Mitglied. Hört man nur nicht wirklich, dank den Dancebeats die Xenomania drüber schmiert. "When The Night" scheint die unvermeidliche Popballade zu sein, die nun auch Annies Alben beim zu suchen scheint; hätte es nun nicht gebraucht. Ans Ende der Platte hat man "Heaven And Hell" gestellt, typischer Pop nach Xenomania Manier, die mit ähnlichen Tracks die englischen Charts das ein oder andere Mal in Griff haben - nur zu Annie passt dieses Gekitsche mal überhaupt nicht, sorry… >Deluxe Edition
"Don't Stop" ist des weiteren als limitierte Doppel-CD erschienen. Wer sich nämlich schon fragte wo denn die beiden Vorabsingles "I Know UR Girlfriend Hates Me" und "Anthonio" geblieben sind, wird hier auf der sogenannten "All Night EP" fündig. Zusätzlich findet man noch drei weitere Songs auf dieser zweiten CD, da wären: eben jenes "All Night", dann "I Can't Let Go", ein Duett mit Fredrik Saroea von Datarock und das abschließende "Sweet", welches erneut von Xenomania produziert wurde, die zuletzt unter anderem maßgeblich am Erfolg des Pet Shop Boys Albums "Yes" beteiligt waren… >Fazit
"Don't Stop" ist ein astreines Dance-Pop Album, funktioniert als solches über Längen bestens und will vielleicht auch gar nicht mehr sein. Anders "Anniemal": bestens ausgearbeitete Songs, grandios produziert, zu recht 2004 ein Überraschungserfolg. Die Erwartungen an die zweite Platte waren so entsprechend groß, die Probleme vor Veröffentlichung bekanntlich ebenfalls und vielleicht hatte Annie dann auch einfach keine Lust mehr, gemäß dem Motto Hauptsache fertig. Man wird eben das Gefühl nicht los, das hier mehr hätte passieren können. So ist "Don't Stop" nicht perfekt, aber ebenfalls natürlich nicht völlig misslungen, im Gegenteil. Doch dem Vergleich zum Debüt "Anniemal" kann diese Platte nun mal nicht Stand halten, schade… >by MauriceAc '09 (zuerst erschienen auf splashmusik.de)
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30.11.2009 20:43
Eine schöne Adventszeit wünsche ich! LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967:-)
30.11.2009 17:47
Da kann ich mich Dante07 nur anschließen! Prima und LG
30.11.2009 16:21
Sehr gut beschrieben