Fiddler's Green rocken wie nie
25.10.2007
Pro:
E - Gitarre wird öfter gezückt, platzt vor Energie
Kontra:
schlecht plazierte Balladen rauben Tempo
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Pelle-Almqvist
Über sich:
Mitglied seit:24.10.2007
Erfahrungsberichte:22
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 37 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit 1990 machen die Jungs aus Erlangen jetzt zusammen Musik. Letztes jahr entschloss sich allerdings der Gitarrist Peter Pathos dazu die Band zu verlassen um im bereich Gothic weiter aktiv zu sein. Fiddler's Green jedoch bleiben auch auf der neuen Platte ihren immer gut gelaunten Folk-Rock mit einer Mischung aus irischen Traditionals und selbst geschriebenen Liedern treu. der neue Gitarrist Pat hat sich auch schon eingespielt und passt perfekt ins Gesamtkonzept der Band. Drive me Mad
Das Album ist mit keinem Album davor zu vergleichen. Mit 20 Songs ist es nicht nur das bisher größte sondern auch das rockigste. Die E-Gitarre wird deutlich öfter gezückt und auch Ska und Reggae Elemente sind wieder zu vernehmen. Würde man von jedem der 12 bisher erschienen Alben die besten herausfiltern und sie auf eine Platte pressen hätte man eine vergleichsmöglichkeit mit Drive me Mad. Ein paar kleine Anmerkungen zu den Songs:
1. Irish Air Gleich im ersten Song wird die E-Gitarre gezückt und ein überzeugend rockiges Intro geliefert. Stark sind die starke Geige und die Ziehharmonika herauszuhören, die dem Lied eine unglaubliche Dynamik verleihen. Der Einstieg ins Album zeigt also gleich zu Anfang die rockbaren Qualitäten der band. 5/5 2. Folk's not dead Hier ist der Name natürlich Programm. Ein Gefiedel und gequietsche ohne Ende, das den Hörer in einen Irischen Pub entschwinden lässt und selbstbewusst den Ausruf "Folk's not dead" durchaus beweist. 5/5
3. The Night Pat Murphy died Mein persönliches Lieblingslied des Albums. Es ist in sich super koordiniert und echt melodiös und zeigt die humorvollen Elemente der Band. Das Lied ist nicht nur live, wie ich bestätigen kann, der Knüller sondern rockt auch die Anlage locker weg, wenn auf folkige und spaßige Art die Totenfeier einer irischen Gemeinde beschrieben wird. 5/5 4. Salonica Das Lied ist, wie seine bisherigen Vorgänger, unglaublich energiegeladen und alles andere als langsam oder gar langweilig. Das Lied ist schneller zu Ende als man möchte und zwingt den Zuhörer praktisch per Skip-Knopf den Ohrwurm gleich nochmal anzuhören. Auch hier sind die Gitarren verstärkt und das schlagzeug durchaus kraftvoll gestaltet. 5/5
5. Rollin' Hier handelt es sich selbstverständlich nicht um ein Cover des Limp Bizkit Titels sondern vielmehr um eine Hymne für den Folkrock. Zum ersten mal hört man hier statt Ralf "Albi" Albers den neuen Sänger und Gitarristen Pat singen, der zeigt, dass er peter Pathos nicht übertreffen, aber durchaus ersetzen kann. Was bemerkt? Bis jetzt kein unverstärktes Lied und keine Ballade. Für eine Fiddler's Green Platte durchaus ungewöhnlich. Die Stiländerung wurde aber von vielen positiv aufgefasst. Nun aber zurück zum Album. 5/5 6. When will we be married Der erste wahre Liebessong der Platte ist ein echter Knüller. Wunderschöne Text, herzzerreissende Melodie und eine schaurig schöne Geige runden das wer ab. 4/5
7. Another Spring Song Hier ist er, der Titel, auf den einige eventuell seit 6 Songs warten. Another Spring Song geht zurück auf das Another Sky Album und zeigt eine wunderschöne Ballade, die einen eindringlichen Rythmus hat, der zum Träumen einläd. "Can you feel the shadow in my Mind?" 4/5 8. Bretonix Der Anfang erinnert mehr an Indie, denn an Folkrock. Aber keine 20 Sekunden nach beginn setzt die erste Geige ein und man weiß wo man ist. Das erste Instrumental hat begonnen. Intrumentals sind ja immer eine schwierige Sache, aber eine Band wie Fiddler's Green versteht es ein Instrumental zu komponieren. Und zwar so, dass es, auch auf Dauer, nicht langweilig wird. 5/5
9.Lukey Lukey ist ein Gute Laune Song. Die Melodie ist aufheiternt und von allerlei zu erforschenden geräuschen gefüllt. Ein wunderbarer Folkrocksong, der wieder stark auf elektrische Aspekte setzt was die Gitarre angeht. 4/5 10. Maries Wedding Kaum zu glauben, das ist gerade mal die Mitte des Albums... Dieses Lied erscheint wie eine Art Fortsetzung des älteren Songs Mary Mack. Die Namen sind ähnlich und die Melodie wie beim Erstwerk zum thema "Heiraten von frauen mit dem Anfangsbuchstaben M" super rockig und perfekt für Liveauftritte und zum wild herum pogen geeignet. 5/5
11. Long gone Es folgt wieder eine Ballade, die sich dem Liebesschmerz widmet und diesen wirklich trübsinnig widerspiegelt und mit dem Thema Liebeskummer textlich echt gut umgeht. Die Melodie ist gut gewählt und passt zur Stimmung. Stört leider etwas die Gute-Laune-Linie des Albums. 3/5 12. I'm here because I'm here Der Titel scheint etwas seltsam. das Lied ist es auch ;) Man denke sich ein Band mit allen möglichen Instrumenten. Jetzt drehe man alle Instrumente aus, bis nur noch der typ mit dem Bodhran übrig bleibt. Darauf etwas sinnlosen Gesang "Didn duray yah, didn dura yah, didn duradura yey" Wer's mag 2/5
13. All these Feelings Man könnte meinen die Platte verliere etwas an tempo. Zu Anfang schien es das rockigste der band zu werden, doch nun haben wir schon die nächste Ballade. All these Feelings entwickelt sich im Ablauf jedoch weiter und wird von der Akustik Ballade zum langsamen und melodiösen Rockwerk, das den temporeichen Stücken in nichts nachsteht. 4/5 14. Drive me mad Jawoll, Instrumental 2 treibt den zuhörer dazu den Lautstärkepegel endlich wieder bis zum Anschlag aufzudrehen, denn hier lohnt es sich wirklich. Drive me Mad ist voll Energie und Action. Hier ist vor Allem die Geige im vodergrund. Klasse Instrumental. 5/5
15. Captain Song Der Captain Song klingt wie er jeißt. Hört sich durchaus an wie eine alte irische Seemannskapelle, die statt einer alten vermoderten Seemansklampfe versehentlich eine E-Gitarre in die Hand genommen hat. 5/5 16. Into your Mind Hier ist das tempo der ersten Lieder wieder zu spüren. Schnelles Tempo und runtergeratterte Texte sorgen für Konzertstimmung im Wohnzimmer und der starke Basspart sorgt für genügend Vibration. 5/5
17. Shamrock Tunes Damit wollen die Erlanger keineswegs dem Musikriesen iITunes ein Ständchen bringen sondern ein weiteres Instrumental in den Raum werfen, das man auch locker Geige mit Hintergrundgeräuschen hätte nennen können. Leider nicht so überzeugend wie die anderen Instrumentals des Tonträgers. 3/5 18 Don't let go Der letzte offizielle Track des Albums drückt nochmal auf die Gute Lauen und stellt sich als traurige Ballade heraus. In meinen Augen ein schlechte Wahl für einen Abschlusssong 2/5
Bonustracks Whack me Haut alles wieder raus, was die letzte Ballade vermasselt hat. Das Schlagzeug und die Gitarre werden melodiös vergewaltigt und Fiddler's Green zeigen, dass sie es noch drauf haben. Auch nach so vielen jagren und so vielen Alben immernoch Smashhits und Dauerbrenner zu produzieren. Alle Daumen nach oben! 5/5
Creel 2007 Ein Cover aus alten zeiten beendet nach über einer Stunde das Album und sorgt für ein gutes Abschiedsgefühl. 5/5 Mit 15€ ist ein 20 Lieder Album in keinster Weise ein Risiko. Besonders nicht wenn es sich um eine Band wie Fiddler's Green handelt.
Fazit:
das Album ist ein Meisterwerk geworden. Energie und Fröhlichkeit platzen gerade so heraus und man glaubt in einem riesigen Erguss aus guter laune zu ertrinken Ein Album, das sich kein Rockfan entegehen lassen sollte. Denn Fiddler's Green überzeugen mit ihrer lockeren Art alle, vom düsteren Metaler bis zum verwöhnten Brit-pop-Rocker zu begeistern.
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31.10.2007 21:31
Finde die Grundidee gut, aber gefallen mir im Gegensatz zu anderen folkorientierten Bands doch weniger. Aber sehr guter Bericht. LG ZYan
26.10.2007 00:14
Ist mir unbekannt, LG pet
25.10.2007 23:50
Wird echt mal Zeit, dass ich die mir zulege! Liebe Grüße