Erfahrungsbericht über

Dying for the World - W. A. S. P.

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Dying for the World - W. A. S. P.

 

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Wer's nicht kennt hat definitiv was verpasst!

5  27.05.2005

Pro:
eigentlich nur Hitsongs auf dem Album

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

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Prince_Vegeta

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Erfahrungsberichte:61

Vertrauende:23

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Zur Band an sich muss man wohl eigentlich nicht mehr viel sagen. Immerhin sind W.A.S.P. seit mittlerweile über 20 Jahren eine der bekanntesten Metalbands überhaupt. Ich werde mich heute mit ihrem 2002er "Dying For The World" Album auseinander setzen.

Wer W.A.S.P. und Frontmann Blackie Lawless kennt, wird wissen, dass er gerne für Aufsehen regt, besonders durch schockierende Bühnenshows. Aber ich denke es würde wirklich viel zu lange dauern, die komplette Bandgeschichte hier aufzuschreiben. Das mache ich vielleicht, wenn ich noch das ein oder andere W.A.S.P. Album reviewe.

Wie dem auch sei - für mich existierte diese Band eine ganze Weile vor sich hin. Ich wusste, dass es sie gibt, und ich kannte auch einige Klassiker wie "I Wanna Be Somebody", welches wohl bis heute immer noch der bekannteste ihrer Songs ist. Allerdings hatte ich mich nie sonderlich mit ihnen befasst. Eigentlich wunderte ich mich mit der Weile selbst darüber, da ich eigentlich immer von mir behauptet hatte in Sachen Metal relativ offen für alles zu sein. Auch wenn ich da etwas spät dran war, aber das "Dying For The World" Album schaffte es schließlich mich zu einem absoluten W.A.S.P.-Fan zu machen und das will was heißen :)

Gut - es mag sein, dass nicht wirklich jeder etwas mit dieser Band anfangen kann. Das dachte ich vorher auch, aber wenn man einmal von dieser 'Sucht' infiziert ist, lässt sie einen nicht mehr los. Je mehr ich von ihnen gehört und gelesen hatte, desto besser gefielen sie mir. Nicht nur musikalisch sondern auch die Texte waren etwas besonderes.

Dementsprechend sollte man "Dying For The World" auch gar nicht als normales Album ansehen, sondern vor dem Hören erst einmal die recht lange Einleitung im Booklet lesen - geschrieben von Blackie Lawless selbst. In dieser Einleitung beschreibt Blackie, der selbst aus New York stammt und dort wohnt, seine Sicht auf die Ereignisse des 11. Septembers. Vielleicht wär es ganz angebracht, einige Stellen daraus zu zitieren.

"In many ways I've had a very special life. Not because I'm different than anyone else, but because of what I've been privileged to see, feel, be part of and the great gift of passion I possess. [...] As a child I saw Elvis and Rock 'n' Roll being born. I saw the first men go into space. I remember the news flash on television while I was in school that president John Kennedy had been assassinated. I saw the 60's and the Beatles change the world. I watched the first men walked on the moon. [...] My home was New York City. It's been said that New York is the Capitol of the World, but growing up there, for me, it was just home. I could look out of my bedroom window and see the Statue of Liberty and beyond there were the World Trade Centers. [...] W.A.S.P. were on tour in America in August and September of 2001. [...] As I was leaving Manhatten (New York City) in route to the show I looked over the skyline of the city. [...] The further you got away from the city, the only thing you could see were the World Trade Centers [...] and I said to myself "Take a good look, it's gonna be a while before you see them again". Little did I know. September 11th changed all of that. Even as I white this, the hurt is still overwhelming. [...] Think of this album largerly as a collection of songs to "go kill people with". Fuck political correctness; That went down with the Trade Centers. [...] Time will be marked by that event for the rest of our lives. The future events in the world will in many ways be defined by that event."

Das war jetzt eine 'kurzer' Auszug aus dem Text im Booklet, aber ich denke man versteht schon recht gut, worum es ihm bei diesem Album geht. Um allerdings die einzelnen Songs richtig zu verstehen, braucht man wohl die Songtexte, deswegen gehe ich nun eher auf die musikalische Seite ein. Über die Hintergründe des Albums sollte man nun meines Erachtes nach etwas Bescheid wissen.

Der Opener des Albums "Shadow Man" war sogleich 'der' Song, der mich erst richtig auf das Album aufmerksam machte. Für eine ganze Weile hörte ich immer nur diesen Song und ignorierte den Rest des Albums. Eins ist bei W.A.S.P. Songs nämlich typisch (wenn es sich nicht gerade um eine Ballade handelt) - sie sind auf ihre eigene Art und Weise aggressiv, was wohl an Blackie's Gesang liegt. Wer ihn noch nie singen gehört hat, wird nicht verstehen was ich meine. Eine solch (ausdrucks)-starke Stimme habe ich seitdem nicht mehr gefunden. Entweder man mag den Gesang oder nicht, aber er passt perfekt zur Band - er ist schließlich das Markenzeichen. W.A.S.P. ist Blackie, denn ohne Blackie wär W.A.S.P. kein W.A.S.P. Der Song selbst ist weder zu hart noch zu soft, eher ein Song den man sich wieder und wieder anhören kann und der einfach nie langweilig wird. Schöne Gitarrensoli und einfach 'heavy metal' :) Weiter geht es mit "My Wicked Heart" - ähnliche Struktur wie der Song zuvor, aber wieder auf seine eigene Art überzeugend. Den stärksten Teil des Song stellen wieder mal die Vocals dar. Noch dazu hat der Song einen recht eingängigen Rythmus. "Black Bone Torso" ist dann wieder sehr anders. Anfangs konnte ich mich weniger mit diesem Song anfreunden und habe ihn fast immer geskippt. Ganz ganz ruhig und ohne jegliche Musik beginnt der Song mit den Worten "Black Bone Torso", die von Blackie in den Raum geflüstert werden. Danach beginnt der Hauptriff, leise Gitarren (und ich glaube auch Bass) und der Gesang ist deutlich anders, als bei den zwei Vorgängern. Hier singt Blackie richtig und wendet nicht seinen berühmten 'Kreischegesang', wie ich ihn gerne nenne, an. Später setzt die E-Gitarre ein und danach langsame Drums. Da der Song relativ kurz ist (2:15) ist er dann auch gleich schon wieder vorbei. Mit "Hell For Eternity" kommen wir gleich zu einem der Highlights des Albums. Schnell und rythmisch beginnt der Song und er besitzt eigentlich alles was man von einem W.A.S.P. Song erwartet. Sobald Blackie mit den Zeilen "Heeeeelllll heeeelll - Kill'em to Hell for Eternity" beginnt, hat der Song sowieso schon gewonnen. Harte Gitarrenriffs im Hintergrund und was soll ich noch groß sagen? Deutlich eins der stärksten Stücke des Albums. "Hallowed Ground" ist mein persönlicher Lieblingssong des Albums. Es gibt zwei Versionen, aber auf die Akustikversion (letzter Track) komme ich später noch zu sprechen. Mit cleanen Gitarren und für Blackies Verhältnisse 'soften' Vocals beginnt der Song und sorgt gleich für Gänsehaut. Sobald die Keyboards einsetzen sorgt der Song für eine solche Atmosphäre - da ist man schlichtweg sprachlos. Sobald der Refrain beginnt, wechselt Blackie wieder zu seinem 'bekannten' Gesangsstil. Der Refrain ist wirklich der stärkste von allen Songs. Insgesamt gesehen eher ein Midtempo Song, aber mit einem sehr tollen Gitarrensolo mittendrin. Man wird sehr schnell süchtig nach dem Song. Als nächstes kommt "Revengeance (Be Thy Name)" (bei dem Namen dachte ich komischerweise an Maiden's Hallowed Be Thy Name, aber da gibt es überhaupt keine Gemeinsamkeiten). Wieder ein Song der schnelleren Gangart, der keine Wünsche offen lässt. Mit seinem 'Organ' stellt Blackie gleich wieder alle Instrumente in den Hintergrund. Er spielt zwar selbst auch noch Gitarre und Keyboards auf dem Album, aber man könnte seine Stimme fast gleichwertig als Instrument bezeichnen. "I'm coming hooooome - Vegeance be thy name - I'm coming hoooome - Revengeance scream my name". "Trail Of Tears" beginnt wieder etwas ruhiger. Der Titel erinnert jeden, der sich etwas mit amerikanischer Geschichte auskennt, vielleicht an das gleichnamige Ereignis um 1838/39 als einige tausend Cherokee-Indianer and Krankheit und Hungersnot starben. Der Song ist ebenfalls etwas ruhiger, immer mit einem treibenden Drumrythmus und Gitarren, die sich beinahe klagend (daher passend zu "Tears") anhören. Die Lyrics könnte man so beschreiben, dass sie aus Sicht der Cherokees geschrieben sind, die sich über die mühsame Wanderung beklagen.
"Stone Cold Killers" ist wieder ein richtig guter W.A.S.P.-Kracher in gewohnt guter Manier. Schnell, hart und mit sehr gutem Refrain. "I'm gonna murder superman, murder superman - Stone cold killer's what I am". Diese Zeilen bleiben dem Hörer definitiv wieder für eine ganze Weile im Kopf. Der vorletzte Song des Albums ist "Rubberman". Zwar ähnlich wie viele andere Songs, aber ich würde bei W.A.S.P.-Songs nie sagen, dass ein Song einem anderen ähnelt. Jeder Song ist auf seine Art und Weise einzigartig. Was die Zeile "The son of Charlie - Morgue of liars" in dem Text genau bedeutet, weiß ich allerdings nicht. Aber wer das W.A.S.P. Album "The Crimson Idol" kennt (eins meiner absoluten Lieblingsalbum und definitiv das beste was W.A.S.P. bisher rausgebracht haben) - dem wird es irgendwie bekannt vorkommen. In "Rubberman" finden sich jedenfalls wieder alle typischen Elemente wieder, die man von W.A.S.P.-Songs her kennt.
Und jetzt noch zum Bonustrack - der Akustikversion von "Hallowed Ground". Wie schon oben erwähnt ist jener Song mein persönlicher Lieblingssong auf dem Album. Und zwar eigentlich beide Versionen. Die Akustikversion ist recht ähnlich, aber sehr viel leichter und eben ohne die ganzen harten Elemente. Dadurch kommt die Wirkung des Songs noch stärker zum Ausdruck. Wenn man diesen Song hört, ohne andere Geräusche um einen herum, am besten noch in einem dunklen Raum - dann kann er definitiv für Gänsehaut sorgen. Ich finde die Akustikgitarrenbegleitung sehr passend - auch wenn zum Solo nachher noch die E-Gitarren ins Spiel kommen. Dafür keine Drums und keine sonstigen Effekte.

Alles in allem - ich weiß nicht, was ich noch groß dazu sagen soll. Wer W.A.S.P. ohnehin mag, kann hier ohne Bedenken zugreifen - wer die Band noch nicht kennt ... da würde ich dieses Album als Einsteigeralbum empfehlen, vielleicht gerade deswegen weil es bei mir auch so gewirkt hat. Es gibt eigentlich keinen einzigen schlechten Song - höchstens "Black Bone Torso" fällt etwas aus der Reihe. Sehr gelungenes Album. Kommt nur deswegen nicht an "The Crimson Idol" ran, weil dieses Album einfach einmalig ist und noch dazu ein Konzeptalbum ist.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Dark_Schneider

Dark_Schneider

14.07.2005 20:48

Klasse Bericht, dafür gebe ich ein bh! Gruß, Dashu

Prince_Vegeta

Prince_Vegeta

27.05.2005 15:58

hängt immer von der jeweiligen sichtweise ab. aber klar, the crimson idol ist natürlich viel besser, da geb ich dir recht.

BeethovensSymphonieNR5

BeethovensSymphonieNR5

27.05.2005 15:53

Ich fand the crimson idol war ungleich stärker.....und is deshalb eher als einsteigeralbum geeignet, find ich.........dying for the world wirkt dagegen so konventionell, klischeehaft und fast langweilig- das sag ich dir;)

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