OOMPH! siebtes Album "Ego" ist ein vielseitiger Tonträger mit immerhin 16 Tracks. Das Trio hat mit "Ego" einen guten Vorgänger des erfolgreichsten Albums "Wahrheit oder Pflicht" produziert.
Kommen wir aber nun zu den einzelnen Tracks:
01 Ego 4:17
Das Lied beginnt mit einem rhythmischen Schlagzeug, bis schließlich Deros unverkennbarer, melancholischer Gesang einsetzt. In dem Lied wird eine Person angesprochen, die vom Sänger sehr verehrt wird ("Du bist das Licht, dass mich erfüllt"). Der Refrain wird mit bombastischen Gitarrenriffs unterstützt. (8/10)
02 Supernova 3:59
Dieser Track fängt mit einem ruhigen Zupfen an einer Gitarre. Ein paar Sekunden später wird jedoch richtig gemoscht. Als der diesmal englischsprachige Gesang, einsetzt wird das Stück zunächst ruhiger. Der Refrain ist sehr melodisch und wird relativ hoher stimme gesungen. (9/10)
03 Willst du frei sein 3:55
Dieses Lied beginnt zunächst etwas ruhiger, bis schließlich die schnellen Riffs der Gitarren einsetzen. Dero singt mit düsterer Stimme: "Niemand kann dich hören! Niemand kann dich sehen!" Der Refrain ist zum Teil hoch und zum anderen Teil sehr tief gesungen. Ein hammergeiler Track! (10/10)
04 Drop the lie 3:46
Mit elektronischen Effekten beginnt dieser Track. Dero singt hier sehr tief und langsam. Das Stück ist insgesamt sehr traurig. Im Refrain wird dann wieder schnell, tief und düster geschrieen "Drop the lie". Durch den Kontrast von langsam und schnell ist auch dieses Lied ziemlich gut. (9/10)
05 Bitter 4:16
In diesem Stück singt Dero zunächst ruhig und tief. Gitarren und Schlagzeug sind anfangs nur im Hintergrund. Erst in der Mitte singt Dero lauter und auch die Gitarren werden metallischer. Insgesamt gesehen ist das Stück jedoch etwas langsam und auch ein bissel eintönig. (6/10)
06 Transformation 4:03
Erst spielen harte Gitarren. Dann hört man Deros leicht verzerrte Stimme. Alles wird mit harten Gitarren begleitet. Im Refrain wird wieder geschrieen. Es fließen auch einige elektronische Elemente in das Stück mit ein. (8/10)
07 Atem 3:58
"Atem" beginnt zunächst mit schrägen, elektronischen Tönen. Dero singt bei ruhiger Hintergrundmusik mit tiefer Stimme. Beim Ohrwurm-auslösenden Refrain "Ich werde nie verblühen! Ich werde nie vergehen!" wird das Stück rockiger. Die Strophen sind dann wieder langsamer. Das Lied endet mit den melancholischen Lauten eines Klaviers. (9/10)
08 Serotonin 2:15
Bei "Serotonin" handelt es sich um ein ziemlich elektronisches und ruhiges Instrumentalstück, welches in meinen Augen relativ langweilig ist. (keine Wertung)
09 Swallow 3:49
Das Stück fängt mit schweren Gitarren an. Der Gesang ist zunächst sehr ruhig, steigert sich langsam in der Höhe und wird beim Höhepunkt dann lauter. Hier setzen dann auch wieder die schleppenden Gitarren ein. Auch dieses Lied endet mit den Klängen eines Klaviers. (8/10)
10 Viel zu tief 3:47
Dieses Stück beginnt mit einigen elektronischen Lauten und wird dann verdammt rockig. Der Gesang hat zudem eine schön tiefe Stimmlage. Der extrem rockige Rhythmus des Refrains regt einen sofort zum Tanzen an. Mein absolutes Lieblingsstück auf der Platte! (10/10)
11 My darkest cave 3:38
Bei schleppenden Gitarren singt Dero in tiefsten Tonlagen. Im Refrain wird dann schließlich gebrüllt. Ab hier wird auch dieses Stück ziemlich metallisch. Auch dieses Stück gehört meiner Meinung nach zu den Besten von "Ego". (10/10)
12 Rette mich 4:25
Das stück beginnt mit einem Klavier bis schließlich rockige Gitarrenriffs einsetzen. Der Text ist ziemlich melancholisch und wird durch Deros guter Stimme hervorragend rübergebracht. Der Refrain ist wieder ziemlich rockig. Am ende des Stückes wird Deros Stimme verzerrt, was ziemlich cool klingt. (9/10)
13 Who are you 3:57
"Who are you" beginnt ruhig, wird dann aber ziemlich schnell verdammt rockig, als Dero mit tiefer Stimme anfängt zu grölen. Die Gitarren sind sehr metallisch. Das Lied wird mit den Lauten eines Schlagzeuges abgerundet (9/10)
14 Kontrollverlust 4:46
Das längste stück auf dem Album "Ego" fängt elektronisch an. Der Gesang ist wieder sehr melancholisch ("Ich verlier mich, kontrollier mich nicht mehr). Die Gitarren werden zunächst in den Hintergrund gesetzt. Allein die Stimme des Sängers steht im Vordergrund, der im Refrain wieder anfängt mit tiefer Stimme zu brüllen. Hier setzen dann auch die Metal-Gitarren ein. (9/10)
15 Dopamin 2:42
"Dopamin" ist auch wieder ein elektronisches Instrumentalstück. Dieser Track wird meistens auf Konzerten von OOMPH! als Intro verwendet. Insgesamt ist das stück melancholisch gehalten. Auf Konzerten kommt es allerdings wesentlich besser zur Geltung als wie im Zimmer mit CD-Player. (keine Wertung)
16 Träum weiter 1:38
"Träum weiter" ist eine Art Fortsetzung des Liedes "Atem". Auf die Zeilen "Ich werde nie verblühen! Ich werde nie vergehen!" wird jedoch trocken mit "Träum weiter" geantwortet. (keine Wertung)
Gesamtspielzeit: 59:18
Cover + Booklet:
Auf dem blauen Cover ist das Trio von vorne abgebildet, wie sie mit ihrem Gesicht zur Hälfte im Wasser sind. Dadurch wirken ihre Münder sehr groß. Im Booklet sind Bilder der Bands sowie die Texte der Lieder
Fazit:
OOMPH! haben mit "Ego" sine ziemlich gute Scheibe produziert. Mir gefallen andere Alben wie z.B. "Unrein" jedoch etwas besser, da diese rockiger und düsterer sind. Nichtsdestotrotz ist "Ego" für jeden OOMPH!-Fan ein Muss. Kritisieren könnte man noch, dass sich die Tracks nicht so deutlich voneinander unterscheiden, wie das bei anderen Alben der Fall war. Fans von Rammstein, Megaherz oder Subway to Sally sollten auf jeden Fall mal reinhören.
20.08.2006 18:54
Das, was du darüber beschreibst, klingt echt interessant *g* Lieben Gruß, Mike
31.03.2006 12:07
kannte ich noch gar nich,ego...naja,hau rein!
06.07.2005 20:37
super beschrieben!