Schritt für Schritt weg vom alten Stil, das kann gefährlich sein
11.05.2012
Pro:
Ein paar Songs halten an der Alten Schule fest
Kontra:
sehr oft monotoner Gesang bzw . monotones Songkonzept, für manchen Geschmack zu thrashig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:
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 xxlocoxx
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Am 23.3.2012 erschien das neue Album der Band Soulfly mit dem Namen Enslaved. Bekannt wurde Soulfly durch Sepultura-Legende Max Cavalera und ihrem spirituellem Thrashmetal gepaart mit weltmusikalischen Einflüssen. Alben wie Primitive, Soulfly, Prophecy, 3 oder auch noch zum Teil Dark Ages haben dieser Band zu Ruhm und Ehre gebracht. Seit Conquer ging es aber stetig bergab in Sachen Stil, und Enslaved sollte noch mehr Silhouetten der Band ins linieare hämmern. Das ist weder gut noch schlecht, aber nicht jeder wird JA sagen zu dieser Scheibe.Wie komme ich zu dieser Kritik? CD-Cover und CD sehen nicht unschick aus. Ein angeketteter Mensch mit Maske, Soulfly-Wings Tattoo und Nagelhelm in schwarz-weiß auf lilanem Hintergrund. Die CD selbst ist lila gehalten mit dem Logo darauf. Daran liegts also nicht.An der Spielzeit liegt es auch nicht denn 65:56 min (Digipak-Version) sind definitiv nicht wenig. Auch wenn man sich nicht die Digipak-Version zulegt ist man mit knapp mehr als 50:00 min immernoch über dem Standard. Es ist also der Inhalt der CD, der Grund warum man Sie kauft. Soulfly knüppeln von einem Song zum anderen teilweise ziemlich eintönig ohne Verluste drauf. Klar ist Frontmann Max Cavalera Ur-Thrasher, blos ist Soulfy kein reiner Thrashmetal. Doch genau diese Schiene wird in jedem Song gefahren. Kein Mix zwischen Weltmusik und Thrash, kaum Melodien die mitreißen, einfach nicht Soulfly wie es mal war. Das muss nicht schlecht sein, wahre Fans werden sich diese Scheibe trotz allem zulegen und mit dem neuen Leben, denn diese Seite von Max kennt man ja aus Sepultura-Zeiten, doch dieser Scheibe fehlt etwas und das wird jeder Fan gleich merken.Ich versuche mal die Songs kurz und bündig zu bewerten 01 Resistance 01:53 Das Intro zur CD in dem Max nur wie ein wilder rumgröhlt und sich der Drummer ausprügelt. Ebenfalls der Gitarrensound kommt ziemlich verstörend rüber. Jedoch ist das Intro ganz okay.02 World Scum 05:20 World Scum kommt ähnlich brutal daher, das eher unsaubere rumgekröhle vom Intro zieht sich hier wieder relativ eintönig durch. Was nicht schlimm ist, beim ersten hören war ich noch recht überrascht und habe natürlich auf die nächsten Lieder gewartet. 03 Intervention 03:56 Ebenfalls Thrashmetalmäßig okay, jedoch wartet man endlich darauf das Max die eintönigkeit abstellt und wieder zu hochtouren aufläuft wie beispielsweise auf früheren Scheiben. Auch die Gitarrenklänge beschränken sich auf stumpfes Akkordgekloppe nach Takt, man vermisst hier ebenfalls mal Melodie oder Feingefühl. 04 Gladiator 04:59 Gladiator zog mich aus der Eintönigkeit raus, hier habe ich eindeutig auch wieder eine Handvoll Groove im Thrash gefunden und hatte wieder Pipi in den Augen vor Freude.05 Legions 04:19 Legions knallt ebenfalls sehr schön, klar man muss sich allmählig wohl damit abfinden, dass es Soulfly in der früheren Konstellation so nicht mehr geben wird. Aber Albentechnisch geht es langsam bergauf. 06 American Steel 04:15 Recht politisch geht’s hier zu. Das Konzept dieses Songs ist jedoch langsam langweilig, am Anfang knüppelt der Drummer zig knochenbrechende Salven raus, dann kommt der Gitarrist und verflucht nochmal, Max gröhlt wieder eintönig daher. Das Hoch wurde hier kaputtgemacht und mittlerweile will man auch nicht mehr den Schritt zum Thrash entschuldigen. 07 Redemption Of Man By God 05:16 Hier legt man das angesprochene Konzept ab und prompt erlebt das Album wieder einen Höhepunkt.08 Treachery 05:49 Es geht weiter mit den Höhepunkten, hier habe ich endgültig gedacht Soulfly kommt aus dem Quark und das haben sie in diesem Lied. 09 Plata O Plomo 04:53 Das wohl einzige Lied, in dem mal wieder Weltmusik mit Thrash an einandergerät und das ganze gefällt. 10 Chains 07:18 Bricht langsam und mit zerstörerischem Rhythmus über einem ein und erinnert leicht an Max` Sepulturazeiten. 11 Revengeance 05:44 Das ganze beginnt mit tiefenm Bassrythmus gefolgt von gutem Rhythmus der den Zuhörer mitnimmt. Max`Stimme passt perfekt und klingt keinesfalls so monoton wie man es auf dem Aklbum kennengelernt hat. 12 Slave (Bonus Track) 03:52 Die Melodie reißt definitiv mit und bewegt sich langsam wieder in Richtung „Dark Ages“, legt somit also den absoluten Thrash ab. 13 Bastard (Bonus Track) 03:58 Bastard kommt melodisch super daher obwohl hier ziemlich viele Stellen sind in denen rumgebrüllt und gegröhlt wird, zeitweise verliert das Lied an Geschwindigkeit und spielfreude, was dem ersthörer ein wenig übel aufstoßen kann. Ab 2:00 geht’s aber wieder rasant los und es scheint ironie zu sein, dass dieses Lied wie das gesamte Album wirkt. 14 Soulfly VIII (Bonus Track) 04:24 Darauf habe ich mich gefreut, und wurde nicht enttäuscht. Das Lied beginnt sehr Melacholisch und wechselt auf einmal schlagartig wieder Richtung Lebendigkeit. Und das im gesamten Lied ohne Langweilig zu werden.Wie schon bei Song 13 angesprochen fängt die CD recht holprig an und überzeugt mehr und mehr Richtung Ende hin. Jedoch sprechen wir hier nicht von Soulfly aus Gründertagen, sondern einer Band die sich dieses Mal einen Schritt mehr von alter Tradition löst. Das ist okay, hat mich jedoch etwas enttäuscht, weil dadurch die Vielfältigkeit der Musik verloren geht. Fazit: Ich empfehle den Kauf nur, wenn man wirklich ein Fan der Band ist und gleichzeitig mit Thrashmetal leben kann. Absolut nicht geeignet ist diese Scheibe für Ersthörer, weil sie fast nichts mit der Gründertagen zu tun hat, und der Zuhörer sich auf Entwicklung der Musik keine Meinung bilden kann.
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08.07.2012 11:17
"weil sie fast nichts mit der Gründertagen zu tun hat" "einer Band die sich dieses Mal einen Schritt mehr von alter Tradition löst." Ich verstehe deine Kritik überhaupt nicht. Denn genau DAS macht die "Band" ja aus. Soulfly ist ein Projekt von Max mit ständig wechselnden Musikern. Genau das ist doch gewollt von Max. Jede Platte soll sich anders anhören und die Einflüsse der verschiedenen Musiker mit einbringen...
04.06.2012 23:38
Hab' noch nichts von ihnen gehört. :-))
16.05.2012 10:51
Das Phänomen kenne ich auch im ProgRock Sektor. Aber man muss den Bands natürlich auch Entwicklungsmöglichkeiten geben, denn sonst wird es denen auch zu langweilig.