"Iced Earth has risen"
14.09.2003
Pro:
erstuanlich gute Qualität für ne Demo, die Instrumentalisten
Kontra:
kein Matthew Marlow : ( ; dafür so ein Gnom (?) ;)
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 weaponman
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:25
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Soso, dies ist also die erste Demo unter dem Namen Iced Earth gewesen. Den Namen hat El Chefe Jon Schaffer gewählt, nachdem eine andere Band mit dem gleichen ursprünglichen Namen Purgatory zuerst einen Label-Vertrag bekam. Außerdem ist es eine Hommage an einen tödlich verunglückten Freund, welcher die Idee zu diesem Namen hatte. Besetzung +++++++++ Jon Schaffer - Gitarre Randy Shawver - Gitarre Gene Adam - Gesang Dave Abell - Bass Greg Seymour - Drums
Cover +++++ Das Cover der geremasterten Demo-CD kann, im Gegensatz zur comic-haften Ursprungsversion, problemlos mit anderen Iced Earth-Covern mithalten. Dementsprechend hochwertig ist es auch. Wir sehen ein Skelett mit weit aufgerissenem Mund. Scheint ein König (gewesen) zu sein, denn es trägt eine Krone und einen mittlerweile zerschlissenen, purpurnen Umhang. Vielleicht ist es ja der König aus den Songs Nummer vier und sechs dieser EP (Curse the Sky & Iced Earth). Aus einem Strudel, der sich mehr oder weniger im Hintergrund befinden, taucht einen Sense auf und kommt dem Skelettkönig ziemlich nahe ;).
Liedliste +++++++++ 1. Enter the Realm 2. Colors 3. Nightmares 4. Curse the Sky 5. Solitude 6. Iced Earth
1. Enter the Realm ++++++++++++++++++ Das instrumentale Intro erinnert ein wenig an Dante's Inferno vom 1995er Burnt Offerings. Denn das Intro ist ziemlich ruhig, baut aber gerade deshalb Spannung auf. Mit den beiden Gitarren und dem sporadisch vorkommenden Schlagzeug werden wir also eingestimmt. Dem 50-sekündigen "Einleiter" gebe ich aber keine Bewertung. Jedenfalls geht es "farbig" und ohne Pause weiter...
2. Colors +++++++++ Von den lautstarken Drums werden wir ohne Vorwarnung wachgepoltert. Endlich Iced Earth und dazu noch ein guter Übergang. Auch die Saitengreifer erwachen aus ihre Lethargie. Dann hören wir den ersten von mittlerweile 4 Sängern. Während seine normale Tonlage sich durchaus gut anhört, gefällt mir die nach oben gezogen überhaupt nicht. Aber darüber werde ich mich sicherlich später noch ein paar Mal aufregen ;). Aber in Matthew Barlow hat er aber auch einen übergalaktischen "Nachfolger-Nachfolger" gefunden. Er war ja nach John Greely erst Numero 3. Jetzt aber zurück zu den Anfängen.
"Walking in the subway Alone late at night New York City gangs Everywhere in sight" Das ist doch schon eine schöne Ausgangssituation. Zumal sich ihre hasserfüllten Augen in den Rücken dieses armen Menschleins graben. Eine Flucht scheint aber unmöglich... Passend dazu klingen die Saiteninstrumente hektisch. Auch das Schlagzeugspiel mit seinem exzessiven Becken-Gebrauch gefällt mir gut. Nach dem Refrain, in dem Gene Adam stellenweise richtig kraftvoll und gut singt, kommen wir zu einer instrumentalen Passage, die mich durch sein Riffing (Tempowechsel von relativ langsam nach mörderisch schnell) sehr stark an Stellen aus Slayers Raining Blood erinnert. Dann nehmen die Jungs wieder Tempo raus und Gene singt ganz leise weiter. So liegt unser Freund also mit zerfetzten Kleidern da. Nicht nur, dass er sein Geld verloren hat; nein, auch sein Blut, in welchem er geraden liegt. Bevor es aber zum finalen Chorus übergeht, erleben wir ein anderthalbminütiges Instrumental, welches von einem Solo abgeschlossen wird und in Raining Blood mündet ;). "Don't expact sympathy We don't know the word You walked my turf, insanity But in this place you die"
Noch ein bisschen Saiten malträtieren, zitieren und der Spuk ist vorbei. Das war doch schon recht gut. Abgesehen vom kauzigen Gesang in der hohen Stimmlage. Aber ohne irgendeine Erwähnung von Slayer, "Raining Blood" stellenweise zu covern... tststs ;). Eine 2 insgesamt! 3. Nightmares +++++++++++++ Neben dem Intro kommen wir nun zum einzigen Lied, welches von dieser Demo nicht den Weg auf das selbst betitelte Debütalbum gefunden hat. Ja ja, es ist schon sehr vermessen, das ganze Demo-Material nicht exklusiv auf "Enter the Realm" zu lassen ;). Passend zum Titel hören wir den Beginn der Nacht mit mehreren Donnerschlägen. Nach einem trägen Stakkato-Anfang geht's sogleich richtig los. Wieder setzt Greg Seymour (dr.) die Becken gern und oft ein. Doch diesmal kann man die etwas versetzt gespielte gespielte Bass-Drum hören. Kurz "rutscht" ein hoher 6-Saiter durch das Lied, bevor auch der Sänger wieder mitmachen darf. Vorm ersten Refrain hören wir einen wahnsinnig tollen Schrei... in meiner Lieblingstonlage...
"Night Nightmares In the night" Aaargh; diese ächzende Stimme. Zum Glück ist wirklich von einem Alptraum die Rede, sonst könnt man fast denke, der Titel beziehe sich auf die tolle Gesangsstimme ;). Aber nicht ausmachen! Denn wir hören noch ein feines Solo. Danach wird es ganz kurz langsam, bevor wir einen, wie ich finde, typischen IE-Hammer-Riff zu spüren bekommen. Zum Abschluss wird typischerweise der Refrain ein paar Mal wiederholt. Bevor der "Metal-Kobold", wie ihn ein anderes ciao.com-Mitglied treffend genannt hat, den Schluss-Krächzer setzt. Nur wegen dem Sänger möchte ich den restlichen vereisten Mannen nicht ins Gesicht spucken und geb noch eine 2, denn mit einem anderen Sänger (am besten Matthew Barlow ;) ) stelle ich mir dieses Lied genial vor.
4. Curse the Sky ++++++++++++++++ Tatsächlich, ein ruhiger Anfang! Und es wird erst später schneller und lauter. Ha, gleichzeitig möchte ich erfreut zu Protokoll geben, dass nur 3 ganze Wörter im gesamten Lied, also inklusive aller Wiederholungen, gekrächzt werden. So klingt Gene Adam tatsächlich mehr als akzeptabel. Also los geht's... "How much hate Can one man feel When his kingdom is crumbling How much pain Can one man take When his future is melting"
Ganz vorsichtig (heimtückisch?) hören wir ein Saiteninstrument und ein ruhiges, entspanntes Schlagzeug. Doch nach dieser Textpassage brechen die Gitarren heraus und werden etwas aggressiver... abwechselnd für jeweils mindestens eine Zeile ;). Und unser (Skelett- ?) König verflucht Himmel, Hölle und Schöpfer. Da hören wir endlich auch, dass es sich um elektrisch verstärkte Gitarren handelt; aber erst nach der ersten Strophe und einem Mini-Solo läutet der Drummer durch vier einzählende Beckenschläge einen neuen Abschnitt ein, der erst mal von einem feinen, ganz flotten Riff eingeleitet wird. Na bitte, im nun folgenden Refrain singt Gene endlich auch mal kraftvoll. Praktisch unmerklich folgt dem Abschluss-Solo ein ruhiger, langsamer Ausklang. Tempowechsel waren also schon immer Iced Earth' Stärke :). Logischerweise prägt sich das zu letzt Gehörte am besten ein. Dummerweise war das letzte Wort... nun ihr könnte es euch sicher denken, wie es vorgetragen wurde ;). Nichtsdestotrotz gibt es aber eine 1-. 5. Solitude +++++++++++ Kommen wir nun zum zweiten Instrumental der EP. Diese hier hat es im Gegensatz zum Intro auf das erste Album geschafft. Nun, die ersten 25 Sekunden hören wir eine Akustik-Gitarre, welche nur durch ein Klicken (?) ab und zu gestört wird. Dann kommt eine zweite Gitarre dazu, die etwas höher und schneller spielt. Die Melodien sind aber jeweils gleichbleibend. So, nach fast 2 Minuten klingen die beiden 6-Saiter aus. Ich gebe mal keine Bewertung ab. Bin halt nicht so unbedingt der Insturment(al)-Experte ;).
6. Iced Earth +++++++++++++ Hier ist es also: Das Lied Iced Earth von Iced Earth, welches es auch auf das Album Iced Earth geschafft hat ;). Es ist übringens der einzige Song von Enter the Realm, der den Weg auf eine der Live-CDs von Alive in Athens geschafft hat. Das kommt natürlich nicht von ungefähr! "What do I see On the icy plains The desolate one It's my terrain"
Steigen wir nun mit Hammer und Sich äh E-Gitarre ein; und mit Gekrächze. Der König regt sich erstmal über sein Reich auf, welches er liebevoll "waste" nennt. Dann hören wir nur noch das Drumset und eine Monsterstimme, welche wahrscheinlich das "formlose" Ding (?) darstellt, welches auf dem Cover die Sense zur Versklavung "ausfährt". Dann kommt der Meister des Krächzens und die Saitenquäler wieder mit dazu. In der Übergangsphase und in der 2. Strophe sind die Gitarren nicht mehr "flächendekcend" zu hören. Demzufolge kommt wieder so ein IE-typischer Hammer-Riff und die Geschwindigeit lässt sich förmlich riechen ;). Dann kommen auch wieder die anderen Instrumente dazu, aber die Gitarre Nummer 1 denkt gar nicht daran, vom Gas zu gehen. Na ja, soll uns nur recht sein :). Denn wir hören noch ein Solo bevor es langsam aber sicher auf das Ende zugeht. Der Sänger *hüstel* [Danke an den Autor des ersten EtR-Berichts ;), Anm. von mir] läuft nochmal in Niedrigstform auf ;), bevor auch die letzten Instrumente kontinuierlich ausgeblendet werden. Jawoll! Ein Klassiker! Auch mit der Pfeife am Mikro gebe ich diesem Highlight gerne eine glatte 1. Fazit ***** Wow! Wenn ich nochmal kurz knapp zusammenfassen soll: Da ich die CD aus der Dark Genesis-Box habe, kann ich mich über akzeptable Soundqualität, ein super Cover und alle Lyrics freuen. Nicht so toll ist der Sänger, aber der wurde ja nach Iced Earth (dem Album) rausgehauen. Jedenfalls kann ich die gesamt Dark Genesis nur empfehlen :). Die Demo hier auch. Also viel Spaß beim Hören, Lesen, Bewerten und Kommentieren :D; ich verabschiede mich jetzt.
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21.09.2003 21:33
"Nightmares" wurde für die "Days of Purgatory" mit Matt neu aufgenommen und siehe da - es klingt dann echt genial. Und Colors ist net auf Alive in Athens? Hätte ich jetzt nicht gedacht, bin aber zu faul zum Nachkucken... ;)
14.09.2003 21:32
Oh, neuer Bericht! Ja, für ein Demo äußerst genial, genau wie dein Bericht! Allerdings heißt der neue (alte) Sänger Barlow und nicht Marlow *g*. Trotzdem gibts natürlich viel bessere Werke als das Demo, was verständlich ist.