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Steely Dan sind aber auch eine Band die nach 20 Jahren Bandpause sich noch einmal zurück ins Musikbusiness trauen und mit "Everything must go" ihr zehntes Album vorlegen - die Soloalben nicht mitgerechnet !
Steely Dan sind aber immer noch in modernes Gewand gehüllter Jazzflair garniert ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Senilm über Everything Must Go - Steely Dan 01.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
mittelmäßig
Pro:
Zurückgehlehnter Jazzpop von ehemaligen Genregrößen
Kontra:
manchmal ein wenig antriebslos dahindümpelnd
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
**THIS ONE IS FOR** I...Loaded_Raft - der mir mit seinem neuen Bericht das Quentchen Motivation gegeben hat endlich meinen lange angestrebten Stilwechsel zu vollführen. Ihr werdet somit in nächster Zeit vermehrt kurze CD-Abhandlungen von mir zu lesen bekommen, frei nach dem Motto "Back to simple"! Denn "Simplify your life" heißt die Devise für mein Leben... xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Steely Dan ist ein Dildo - ja, ein Dildo aus "The Naked Lunch" - wer´s nicht glaubt, bitte nachlesen. Steely Dan sind aber auch Walter Becker und Donald Fagen - und für alle über 40 evtl. noch eine Erinnerung an den Hit "Rikki don´t lose that number" wert, welcher in den 70ern die Charts erstürmte. Steely Dan sind aber auch eine Band die nach 20 Jahren Bandpause sich noch einmal zurück ins Musikbusiness trauen und mit "Everything must go" ihr zehntes Album vorlegen - die Soloalben nicht mitgerechnet !
Steely Dan sind aber immer noch in modernes Gewand gehüllter Jazzflair garniert mit poppig, lockeren Arrangements die bei solchen Werken wie "Last Mall", "Things i miss the most" und "Blues Beach" zu rhythmischen Lautsprecherschlägen ihre Sänger zu meist soften, aber auch mitreissenden Einsätzen hinreissen. Soweit nichts neues von Steely Dan - die mit lockerem Groove dem Titel "Godwhacker" Drive verleihen und "Slang of Ages" zum Soundtrack für Wohnzimmerabende werden lässt - lockeres Arrangement perfektioniert mit Walter Becker´s sprechendem Gesang. Bei "Green Book" hingegen lassen die Herren ihre instrumentale Leidenschaft lange das bestimmende Element bleiben - feinstes Jazzpiano das, durch die richtigen Lautsprecher gehört, zum warmfliessenden Genuss wird. Beschwingter mit trötenden Bläsern zu Beginn macht "Pixeleen" mehr her, als man es von den alten Hasen noch vermuten würde, doch schon "Lunch with Gina" kehrt zum lockerrelaxten, wunderbar instrumentierten Jazzpop zurück - der mit Stories von dir und mir begeistert. Das ist es auch, was Steely Dan selbst nach 30 Jahren Bandgeschichte noch mehr als sympathisch wirken lässt - auch so grandiose Jazzcrooner wie der Titeltrack welcher das Album beendet tragen hierzu bei.
Ja, Steely Dan sind vor allem auch noch eines - ein reinhören wert! Für Freunde von loungig, zurückgelehntem Jazzpop welcher mit geradezu perfektioniertem Arrangement die Seele verwöhnt, ein echter Genuss !