Eine Band, die trotz eines relativ bekannten Namens in ihren Reihen und trotz höchst eigenständiger und wegweisender Musik nicht zu hoch verdienten Ehren kam, firmierte unter dem klangvollen Banner FATAL OPERA. Auf beiden Alben prangte ein großer Sticker, der deutlich darauf hinwies, dass ... Bericht lesen
verschwunden, das Opernhaus ein einziges Labyrinth voller Spuren, Rätsel und unlösbar erscheinender Aufgaben. Nehmen Sie die Verfolgung auf und nutzen Sie da Wissen, das Sie in OPERA FATAL sammeln. Lauschen Sie der Königin der Nacht, spielen Sie Intervalle auf dem Klavier und werfen Sie einen Blick auf Beethovens Leben. Sie sind der Maestro, nur Sie können die Premiere retten. Opera Fatal, der aufregende und lehrreiche Nervenkitzel! Ein Riesenspaß voller Überraschungen, myteriöser Effekte, klangvoller Musikbeispiele und exzellent ausgearbeiteter Lernebenen zu Musiklehre, Epochen und Instrumenten...
verschwunden und das Opernhaus ein einziges Labyrinth voller Spuren, Rätsel und unlösbar erscheinender Aufgaben... Ein lehrreicher Nervenkitzel voller Überraschungen, mysteriösen Effekten, klangvollen Musikbeispielen und exzellent ausgearbeiteten Lernebenen zu Musiklehre, Epochen und Instrumenten. OPERA FATAL vereint auf besondere Weise ein Abenteuerspiel mit musikalischen Lerninhalten. Eine packende Story bezieht jeden Spieler - ob 10 oder 99 Jahre alt - in das Geschehen ein. Ihr Kind oder auch Sie selbst werden keine Ruhe finden, bis das Rätsel gelöst ist und die verschwundenen Noten gefunden sind. Überall finden sich Hinweise und rätselhafte Fragen. Doch keine Sorge, auch ohne Vorkenntnisse können Sie über Ihren Widersacher triumphieren, denn im Opernhaus befindet sich eine hervorragende Lernbibliothek. Und während Sie der Spur der verlorenen Noten folgen, erfahren Sie nebenbei allerhand Interessantes übe
man klaut die Partitur. Der Bösewicht im Musik-Abenteuer Opera Fatal hat diesen Weg gewählt, um auf sich aufmerksam zu machen. Der Scherzkeks hat im ganzen labyrinthartigen Opernhaus Fragen versteckt, ohne deren Beantwortung der Maestro (also wir) die Noten nicht wiederbekommt. Und diese Fragen haben es in sich, da geht es um Notenlehre, Fachausdrücke und ähnliches mehr. Wenn man sich nun aber doch nicht sooo gut auskennt? Dann schreibt man sich die Fragen auf (dieser Tipp gilt auch für Profis) und sucht die Antworten in den Lernbereichen. Dort finden sich ausführliche Kompendien zu Musiktheorie, Musikgeschichte und Instrumentenkunde. Allein diese Bereiche machen die CD-ROM schon zu einem wirklichen Highlight, vom Spielspaß einmal ganz abgesehen. Im Instrumentenraum zum Beispiel bekommt man alle Orchester-Instrumente nicht nur erklärt, sondern auch in 3D-Rotation gezeigt und via Video vorgespielt. Die Musiktheorie, die ja doch manchmal zu einer trockenen Angelegenheit wird, ist in diesem Programm wirklich genial dargestellt, denn man kann nicht nur ehrfürchtig den Erklärungen lauschen, sondern immer wieder mal "learning by doing" praktizieren. Und die Musikgeschichte steckt natürlich voller Musikbeispiele aus den Epochen Barock, Klassik, Romantik und Impressionismus. Dazu gibt es aufschlussreiche Texte und wie im gesamten Programm eine äußerst ansprechende grafische Darstellung. Um dem Partituren-Klau auf die Schliche zu kommen muss man allerdings nicht nur gebildet, sondern auch sehr findig sein, was eventuell die Geduld eines Maestros überfordert. Um so schöner, dass Heureka Klett das Spiel mit einer höchst willkommenen Zugabe herausgibt. Im Handbuch findet sich nämlich (verschlossen) der "optimale Lösungsweg" für Musikfreunde, die vielleicht doch nicht so gern rätseln. Damit ist diese mehrfach preisgekrönte CD-ROM um so mehr ein Muss für jeden Musikfreund. --Karen Schiöberg-Fey
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Erfahrungsbericht von Anacrusis über Fatal Opera - Fatal Opera 21.06.2007
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Häufigkeit der Nutzung
so oft wie möglich
Dieser Tonträger ist:
der beste des Künstlers
Pro:
eigenwillig, innovativ,abwechslungsreich
Kontra:
leider nicht mehr aktiv
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Eine Band, die trotz eines relativ bekannten Namens in ihren Reihen und trotz höchst eigenständiger und wegweisender Musik nicht zu hoch verdienten Ehren kam, firmierte unter dem klangvollen Banner FATAL OPERA. Auf beiden Alben prangte ein großer Sticker, der deutlich darauf hinwies, dass dies das neue Betätigungsfeld von Gar Samuelson (R.I.P.) sei. Wer sich jetzt fragt, wo er diesen Namen eventuell schon einmal gehört haben könnte, dem rate ich dringend einen Blick in die Booklets der frühen MEGADETH-Scheiben zu werfen. Der gute Gar saß dort nämlich hinter der Schießbude und wenn man sich die FATAL OPERA-Kompositionen anhört, die zu einem großen Anteil allein aus seiner Feder stammen, ahnt man schnell, wor denn der jazzige Einfluss auf eben diesen grandiosen Alben her kommen könnte. Unabhängig davon, wie ich die Entwicklung im Hause Mustaine und Co. bewerte, schwand mit dem Ausstieg von Gar - und auch Chris Poland - die musikalische Originalität der Band. Es wurde etwas gradliniger und die kantige Ruppigkeit der Frühphase wich einer - anfangs - angenehmen Eingängigkeit. Anyway, MEGADETH sollen hier nicht zu lange das Bild bestimmen, geht es doch um FATAL OPERA.
Die nach Florida gezogenen Samuelson-Brüder gründeten die Band Anfang der 90er und erschraken den Underground anno 1994 mit einem brachialen Demotape in Albumlänge. Genau jenes wurde im Jahr danach von Massacre Records als CD veröffentlicht und es kam, wie es kommen musste. Selbst die Fanzine-Skribbler, die einige Monate zuvor noch in den höchsten Tönen über besagtes Demo abgejubelt hatten, begannen nun an haargenau dem gleichen Material herum zu mäkeln. Ich muss sagen, dass ich damals mächtig angepisst war, als ich allerorten mäßig gute Reviews zu lesen bekam. Erbsenzähler, die plötzlich am Sound Schwachstellen entdecken konnten oder denen der Gesang urplötzlich zu extrem klang, pupsten lange ausgedachte Negativ-Verbalien aufs Papier. Ich verstehe es bis heute nicht, denn das gebotene Material ist göttlich. Und zwar als Demo, wie auch als CD. Aber Silberlinge waren damals schon nicht true. Und FATAL OPERA waren mit Deal in der Tasche ausgewimpt.
Bereits der Opener 'Dead By 1998' hat mich damals wie auch heute völlig aus den Socken gehauen. Unterlegt von einem hackenden Rhythmus, psychoduellieren sich hier die Klampfen bis zum kongenialen Highspeed-Overkill und sorgen so für zerfetzte Wohnzimmer-Einrichtungen und durchgebrannte Nervenstränge. Lasse ich mir die Tatsache durch den Kopf gehen, dass Gar leider im Jahre 1999 von uns ging, bekomme ich bei dieser Nummer unwillkürlich einen Kloß im Hals. Trübsal blasen gilt aber nicht, deshalb widmen wir uns weiter seinem Nachlass. Und da bekommt der Freund aggressiver und gleichsam hektisch verschachtelter Musikgefüge etliche Sahnehäppchen serviert, die man einfach einmal gehört haben sollte. Ich verweise auf das herrlich verspielte 'Sphere Of Glass', bei welchem das Wechselspiel zwischen tödlichen Killerriffs und grandiosen Melodien am effektivsten zu hören ist. Oder auf das bedächtig eingeleitete 'Moving Underground (Bong)'. Allein für diese Melodieführung - unterlegt von einer grandiosen Percussion-Sektion - bekommen andere einen Grammy. Von der atemberaubenden Steigerung will ich hier gar nicht erst anfangen. Wenn man bedenkt, dass Stew Samuelson auf dieser Scheibe noch alle Gitarrenparts im Alleingang eingespielt hat, fragt man sich, wo der gute Mann heuer ein Unwesen treibt.
Aber FATAL OPERA haben noch weitaus mehr zu bieten, denn 'Beaten Path' klingt fast wie ein übrig gebliebener MEGADETH-Song, den Mustaine aus egozentrischen Gründen nicht verwenden wollte. Was hier trotz der Kürze der Nummer alles passiert, verschlägt mir auch heute noch die Sprache - und ich rede viel. Ähnlich verhält es sich mit dem thrashigen 'Kill 'Em'. Dave Inman pumpt sich hier die Lunge aus dem Hals und sorgt - wie auch an anderen Stellen des Albums - mit seinem prägnanten Gesang für den roten Faden in dem leicht chaotisch anmutenden Instrumentalwirrwarr. Wer lieber etwas leichter zugängliche Kost mag, sollte sich dringend mit 'The Unwilling' beschäftigen. Denn diese Komposition kommt der einer reinen Metalkomposition am nahesten. Könnte man beinahe unter der Überschrift Power-Ballade durchgehen lassen. Dass die Jungs ihre Wurzeln eher in den 70ern sehen, beweist dann abschließend nicht nur das superbe HENDRIX-Cover 'Moon Turns The Tides'. Auch das gesamte Klangbild ist sehr altmodisch. Es dominiert ein herrlich warmer Stereo-Sound mit wechselseitigen Gitarrenbildern auf beiden Ohren und einem angenehm brummenden Bass, der auch mal die Melodieführung übernimmt.
Sollte euch dieser Tonträger also über den Weg laufen, bitte sofort verhaften. Ein absolutes Kleinod: aggressiv, progressiv, innovativ.