Erfahrungsbericht über

Fatal Portrait - King Diamond

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Fatal Portrait - King Diamond

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Ganz schön fatal dieses Portrait

4  22.02.2002

Pro:
Super Basssound

Kontra:
Leichter abfall gegenüber Mercyful Fate Zeiten

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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DerMensch

Über sich: Komm gerade nicht so sonderlich viel zum lesen werde meine Lesungen aber nachholen

Mitglied seit:21.06.2001

Erfahrungsberichte:444

Vertrauende:177

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 119 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorwort
*************************************

Heute möchte mit einer Band beginnen die sicher die Meinungen sehr stark teilt.
„King Diamond“ heißt die Band und gleichzeitig nennt sich auch der Kopf der Band so.
Bekannt wurde „King Diamond“ als Sänger einer der kultigsten und wichtigsten Bands im Metalbereich nämlich „Mercyful Fate“.
Als die Band sich Ende 1985 auflöste startete er sein Soloprojekt.
Was man beim „King“ sofort sieht ist dass er nicht dem christlichen Glauben angehört sondern sich dem Satanismus verschrieben hat.

Ab Stopp!!!!!

Ihn mit asozialen wie den beiden hirnlosen aus dem Satanistenprozess zu vergleichen wäre völlig falsch.
Er ist eines der bekanntesten Mitglieder von „Anton Szandor LaVey´s“ „First Church of Satan“ die aber auch gar nichts mit dem üblichen Bild eines Satanisten zu tun hat.

Hier kann ich gleich einen Buchtipp geben nämlich „Die Satanische Bibel“ von „Anton Szandor LaVey“ denn hier steht genau geschrieben welche ansichten der Gründer vertritt.
Man muss kein Anhänger dieser Glaubensrichtung sein um sich dieses Buch zu holen denn über andere Sekten informiert man sich ja schließlich auch ohne ihnen anzugehören.
So jetzt aber genug der Vorrede.

Viel Spaß beim Lesen.

Bandgeschichte und Diskografie
*************************************

- 1957 wird Kim Bendix Petersen in Dänemark geboren.

- 1973, im alter von 16 Jahren beginnt er sich selber das Gitarre spielen beizubringen. Er spielt Songs nach von seinen Idolen „Led Zeppelin“ und später „Judas Priest“.

- 1978 legt er die Gitarre zur Seite und versucht sich am Mikrofon von verschiedenen Bands.

- 1980 stieg er bei „Black Rose“ ein.

- Das Demo der Band sorgte für einigermaßen aufsehen mit den Titeln „Death kiss", „Combat zone" und „Love criminal". In dieser Band spielten auch schon Strang Shermann & Michael Denner mit die später bei „Mercyful Fate“ mit von der Partie waren.

- 1981 entstand die Band „Mercyful Fate“

- Timi Greedy Hansen stieß 1981 zur Band hinzu.

- Bis 1985 nahm die Band drei Alben auf mit denen sie viel im Metalbereich bewegten.

- 1985 löste sich die Band dann auf und „King Diamond“, wie sich Kim Bendix Petersen mittlerweile nannte, startete ein Solobandprojekt das den Namen „King Diamond“ trug.

- Mittlerweile trat „King Diamond“ „Anton Szandor LaVey´s“ „First Church of Satan“ bei.

- Aus seiner „Mercyful Fate“ Zeit behielt er einiges bei. Zum einen sah man den „King“ nie ohne das stark geschminkte Gesicht das einer Totenmaske glich und auf der Stirn immer ein herumgedrehtes Kreuz aufwies, zum anderen blieb er seinen Texten treu die viel mit Satanismus, Geistern, Vampiren usw. zu tun hatten.

- Sein Markenzeichen blieb auch diese extreme Stimme die nur zwei Meinungen zulässt. Man liebt sie oder man hasst sie. Meist erzählt er Geschichten wie kleine Theaterstücke in seinen Songs und diese Figuren werden alle mit einer eigenen Stimme dargestellt. Zum grossteil singt oder besser kreischt er in extrem hohen Kopfstimmlagen.

- Zur Band zählen Timi Hansen (Bass), Michael Denner (Leadgitarre), Floyd Constantine (Leadgitarre), Mikkey Dee (Schlagzeug) und natürlich King Diamond (Gesang)

- Nach kurzer Zeit wird Floyd Constantine durch Andy La Rocque ersetzt.

Ein paar Worte zu diesem Album
*************************************

1986 erschien das erste Werk von Kings Soloprojekt „King Diamond“ mit dem Namen „Fatal Portrait“.
Logisch war dass dieses Album sich sehr gut verkaufte weil man nach der Auflösung von „Mercyful Fate“ verzweifelt auf ein Album wartete das ähnliche Musik beinhaltet und das durfte man mit King am Mikrofon auch erwarten, vor allem weil er ja auch früher für das Songwriting zuständig war.

Doch schnell stellte man fest dass sich doch einiges verändert hatte.
Die Geschwindigkeit der Songs lies gegenüber „Mercyful Fate“ Zeiten deutlich nach und auch das druckvolle der alten Songs hatte nachgelassen.
Die Variationsmöglichkeiten der Stimme wurde auf diesem Silberling nicht mehr ausgeschöpft.
Der King kreischt auf diesem Longplayer ziemlich viel und der ständig hohe Gesang zerrt ganz schön an den Nerven.
Außerdem fällt auf dass man mit Andy La Rocque einen Gitarristen mit sehr viel potential verpflichten konnte allerdings stand er noch ziemlich am Anfang seiner musikalischen Karriere und weißt noch einige schwächen auf.

Das Songmaterial an sich war aber wieder genial.
Man merkt deutlich dass die Titel von vorne bis hinten sehr genau durchdacht sind und zu 95 % wurden die Ideen auch perfekt umgesetzt.

Meine Lieblingstitel des Albums sind „Halloween“, „Charon“ und „ The candle“.

So und nun etwas zu den Songs
*************************************

1 >>The candle<< 6:38 Minuten Spielzeit
Düster mit einem Sound der aus einem Horrorfilm entsprungen zu sein scheint beginnt mein erster Lieblingstitel des Albums.
Dann erzählen mehrere Stimmen eine düstere Geschichte.
Die Stimmen klingen als ob sie einen Exorzisten nötig hätten dann setzt eine Art Kirchenorgel ein und zieht den mittlerweile leicht nach Wahnsinn klingenden Titel noch etwas hinaus bevor mit einem Schlag die Band einsteigt.
Hart steigen Gitarren, Bass und Schlagzeug ein.
Der Song wird treibend aber bleibt immer noch etwas düster was sich auch nicht ändert als King mit seiner schrillen Stimme einsteigt.
Die Gitarren sind recht schnell doch im Vordergrund steht neben dem Gesang der sehr gut gespielte Bass und das Schlagzeug das von einem der besten Schlagzeuger im Musikgeschäft besetzt ist.
Viele würden es nicht gerade Gesang nennen was King abliefert doch er ist einfach genial auch wenn er auf diesem Album einen kleinen Ausrutscher abliefert.
Ein paar wirklich gute Breaks und Tempowechsel werden geboten in diesem sehr melodischen Titel.
Zum mitsingen ist dieser Titel nicht sonderlich geeignet da wohl nicht viele in dieser Stimmlage sicher wirken würden.

2 >>The Jonah<< 5:15 Minuten Spielzeit
Wieder beginnt der Titel sehr düster wofür ein Keyboard verantwortlich ist und wieder spricht eine Unheilsverkündende Stimme einige Worte bevor die Instrumente einsetzen.
Sehr schleppend beginnt der Song im Hintergrund hört man leisen Singsang von King.
Dann ein kurzer Break und los geht der eigentliche Titel der immer noch recht schleppend ist obwohl die Gitarren versuchen den Song anzutreiben.
Wieder ist der Gesang recht schrill wobei man merkt dass King versucht hier einige Stimmvariationen einzubringen.
Teilweise klingt die Stimme fast sanft.
Das düstere verschwindet zum grossteil während des Titels wobei sich das Gitarrensolo wieder anhört als sind die Musiker aus einer geschlossenen Anstalt entsprungen.
Der Song endet auch sehr überraschend uns abrupt.

3 >>The portrait<< 5:06 Minuten Spielzeit
Wie schon gewohnt beginnt der Titel mit ein paar düsteren Klängen die sich dieses mal jedoch sehr kurz fassen.
Der Titel ist sehr hart und treibend.
Der Bass ist wieder ein sehr wichtiges Instrument das gewohnt klasse gespielt wird.
Der Basslauf ist hier so klasse dass man sich ständig dabei erwischt wie man versucht diese super Melodie herauszuhören.
Die Gitarren liefern wieder ein recht gutes Solo ab jedoch keines das an die alten „Mercyful Fate“ Zeiten heranreicht.
Hier ist der erste Titel zu hören der, trotz eines sehr melodischen Verlaufs, beginnt mit der stimmlichen Leistung zu nerven weil die Stimme hier zu schrill ist.

4 >>Dressed in white<< 3:09 Minuten Spielzeit
Ohne Einleitung beginnt der nächste recht schnelle und treibende Titel der eine wirklich sehr gute Melodie aufweist.
Der Bass wummert wieder sehr gut und das Schlagzeug treibt ordentlich an.
Die Gitarren klingen leicht verschwommen.
Der Gesang wird dieses mal abwechslungsreicher und nervt auch nicht mehr.
Die Melodie ist nahe an einem Ohrwurm und der Schluss ist wieder sehr abrupt.
Der Schlusspunkt wird durch das irre lachen von King gesetzt das man in seiner langen Sängerkarriere oft in Titeln ausmachen kann.

5 >>Charon<< 4:14 Minuten Spielzeit
Einer der ganz bekannten „King Diamond“ Songs und auch wieder einer meiner Lieblingstitel des Albums ist nun zu vernehmen.
Gesanglich die mit abstand beste Leistung des Albums.
Zwar ist die Stimme hier wieder zum grossteil recht schrill doch langsam aber sicher nähert sich der Gesang wieder der erfolgreichen „Mercyful Fate“ Zeit in der die Stimme absoluter Kult wurde.
Ein Midtemposong der einen klasse Instrumenteneinsatz aufweist.
Diese sehr melodische Nummer ist hart, nur leicht düster und stellt sich als echter Ohrwurm heraus.
Der beste Song des Albums und auch der beste Anspieltipp den man zu diesem Werk abgeben kann.
Übrigens ist dies der erste Titel des Albums der nicht vom King allein geschrieben wurde denn musikalisch war hier Michael Denner mit von der Partie.

6 >>Lurking in the dark<< 3:33 Minuten Spielzeit
Sehr rockig ist dieser Titel der wieder einen dominanten Bass aufweist.
Der Gesang ist wieder etwas zu schrill doch die Instrumente machen das hier schnell wett.
Ein leicht treibend schon fast etwas stampfender Titel wird hier präsentiert.
Zwar melodisch jedoch nicht wirklich eingängig zeigt sich dieser Titel.
Leider kann sich Mikkey Dee auf diesem Album am Schlagzeug noch nicht so stark entfalten wie er es auf den späteren Alben kann.

7 >>Halloween<< 4:12 Minuten Spielzeit
Hart und recht aggressiv beginnt dieser Titel der auch zu den ganz bekannten und beliebten Titeln der Band gehört.
Wieder einer meiner Lieblingstitel der wie „Charon“ im zusammenwirken mit Michael Denner entstand.
Ein Midtemposong der zwar recht schrillen aber sehr melodischen Gesang aufweist der perfekt zum Melodischen Titel passt der seine gesamte Power vom, wie immer, superstarken Bass bekommt.
Wieder ein Titel den man beim reinhören auf jeden Fall mal genauer anhören sollte.

8 >>Voices from the past<< 1:29 Minuten Spielzeit
Ein schneller und brutal klingender Titel wird nun präsentiert.
Sehr deutlich ist im Hintergrund das Keyboard zu vernehmen das für eine düstere Atmosphäre sorgt.
Die tiefen Gitarren passen hervorragend, der Bass ist zusammen mit dem klasse Schlagzeug dominant.
Dieser Instrumentaltitel ist leider viel zu kurz.

9 >>Haunted<< 3:54 Minuten Spielzeit
Beendet wird das Album von einem Titel an dem wieder Michael Denner am Writing beteiligt war.
Jedoch handelt es sich um den schlechtesten Song des Albums.
Die Stimme nervt hier etwas und nur der wirklich sehr gute Instrumenteinsatz sorgt dafür dass man sich den Song bis zum Ende anhört.
Die Melodie ist nicht besonders bei diesem stark treibenden Titel jedoch sind hier ein paar wirklich gute Riffs zu hören und ebenfalls ein paar nette Tempowechsel.
Ansonsten sind die restlichen Titel um einiges besser.

Fazit
*************************************

Ein Album das man als gut gelungen bezeichnen kann.
Wer „Mercyful Fate“, mit ihren Alben zwischen 82 und 85, nicht kennt und sich mit der Stimme von „King Diamond“ anfreunden kann wird sicher schon bei seinem ersten Soloprojekt Album begeistert sein.
Wer ihn von den alten „Mercyful Fate“ Zeiten kennt wird hier einen Rückschritt feststellen allerdings werden auch diese das Album nicht als schlecht einstufen.

Für „King Diamond“ Fans ist dieser Longplayer ein klares Muss.
Popfans finden hier keinerlei gefallen und Metal Fans sollten vor einem kauf unbedingt reinhören da ihnen die Spielweise zwar sicher gefallen dürfte aber die Stimme eben ganz große Geschmackssache ist.

Früher hab ich „King Diamond“ sehr oft angehört aber heute kann ich mir nicht mehr mehrere Alben der Jungs hintereinander reinziehen weil die stimme eben mit der Zeit nervt.
Dennoch würde ich dieses Album jederzeit wieder kaufen.
Langeweile kommt hier sicher mit der Zeit auf aber bis dahin hat die Scheibe den kauf schon lange gerechtfertigt.

Bezahlt habe ich vor vielen Jahren für den Silberling um die 30 DM.
Als ich vor einiger Zeit bei „Amazon“ gestöbert habe hat die Scheibe 35 DM gekostet da sie anscheinend nur noch als US Import zu erstehen ist.
Auf dem Album waren allerdings dann noch zwei Zusätzliche Titel nämlich „The Lake“ und der absolute Überflieger von „King Diamond“ „No presents for christmas“.
Allein wegen diesem Titel lohnt sich der Kauf auch wenn 35 DM nicht gerade wenig ist.
Also hört mal rein denn unter umständen habt Ihr echt was verpasst.


Über Kommentare würde ich mich freuen

Danke für´s Lesen.



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
voodoo-666

voodoo-666

23.02.2002 01:07

Das passt ja..., bin gerade wieder vor kurzem auf einem MERCYFUL FATE-Trip gewesen..., und habe dabei festgestellt, dass ich unbedingt mehr Material von KING DIAMOND gut gebrauchen könnte... *g* - read y'

Hamburger-Meisterschaften

Hamburger-Meisterschaften

23.02.2002 00:22

Hey Du, Glückwunsch für diesen coolen Bericht. Hat mir sehr gefallen. :) Wünsch Dir noch ein schönes WE und bis bald Dein Aquakiddy...

Maeuschen21

Maeuschen21

22.02.2002 18:36

wollte dir auch nur schnell ein schönes WE wünschen ;o) VLG Mandy ;o)

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