Fender Highway One Jazz RW FB B-STOCK

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Fender Highway One Jazz RW FB B-STOCK

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Fender Highway One Jazz Bass made in USA Ich bin seit einiger Zeit auf dem Back-to-basic Trip. Ich möchte wenigst Regler am Amp und am liebsten keine am Bass, ein einfaches, gut klingendes Plug and Play Setup. Auf meinem Weg des Testens bin ich schließlich beim guten alten Jazz Bass von ... Bericht lesen





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da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.


   
Vintage Sound und USA Qual. zum erschwingl. Preis
Erfahrungsbericht von D.Klein über Fender Highway One Jazz RW FB B-STOCK
06.11.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Vintage Sound, Preis, Gewicht, Bespielbarkeit
Kontra: Klinkenbuchse ungünstig positioniert

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Fender Highway One Jazz Bass made in USA

Ich bin seit einiger Zeit auf dem Back-to-basic Trip. Ich möchte wenigst Regler am Amp und am liebsten keine am Bass, ein einfaches, gut klingendes Plug and Play Setup.
Auf meinem Weg des Testens bin ich schließlich beim guten alten Jazz Bass von Onkel Leo hängengeblieben.

Fender hat seit einiger Zeit die Highway One Serie im Angebot. Sie ist zwischen den Mexiko- und den bisherigen USA-Modellen einzuordnen und soll USA Qualität zum günstigeren Preis bieten.

Ich besitze den Jazz Bass in der Farbe 3-tone sunburst mit Palisander-Griffbrett, Erle-Korpus und Ahorn-Hals.
Das weiße Original-Pickguard habe ich direkt gegen eins in tortoise brown tauschen lassen - sie sieht der Bass in etwa so aus wie die Relic Serie oder das 60er Mexiko Modell *schnurrr*
Normalerweise kommt der Bass mit einem Gigbag - das habe ich aber als Inzahlungnahme für einen Koffer direkt im Laden gelassen, dazu kann ich also leider nichts sagen.

### Konstruktion ###

[] Standard Jazzbassform
[] Korpus aus Erle
[] Hals aus Ahorn
[] Griffbrett aus Palisander
[] Verschraubter Hals (4 Schrauben)
[] 20 Medium Jumbo Bünde (die Bezeichnung finde ich ebenfalls etwas irreführend, so steht's aber auf der Fender Homepage)
[] 34" Mensur
[] Standard Fender Mechaniken
[] Standard Vintage Style Brücke
[] Seitenführung durch die Brücke, nicht durch den Korpus (leider)
[] Fender 7250 Saiten (meiner hatte 40 auf 95er aufgezogen)

### Elektronik ###

[] 2 passive Standard Vintage Alnico Magnet Jazz Bass Single Coil Pickups
[] je ein Lautstärke Regler pro Pickup
[] 1 Tone-Regler

### Verarbeitung ###

Bei Fender ist die Verarbeitung ja bekanntermaßen von Instrument zu Instrument sehr unterschiedlich. Bei Fender kauft man kein Instrument über den Versandhandel, sondern man kauft das Instrument, welches man selbst in den Händen gehalten, laut gespielt, ausgiebig geprüft und für gut befunden hat.
Genau diese Prozedur habe ich hinter mir, deswegen beziehen sich die folgenden Angaben wirklich nur auf *mein* Instrument - tut euch einen Gefallen und schaut euch verschiedene Fender Bässe an bevor ihr kauft.

An der Verarbeitung habe ich überhaupt nichts auszusetzen. Die Bünde sitzen blitzsauber im Hals, keine überstehenden Kanten, keine bereits vernudelten Schrauben. Alles bestens.

Ich habe im Laden 2 Highway One Modelle und 4 "echte" USA Modelle gegeneinander getestet und auch von der Verarbeitung her verglichen. Dieser war mit Abstand der Beste, was für mich auch der Kaufgrund war. Das kann aber nicht als Pauschalaussage verwendet werden - schaut euch die Dinger selbst an, bevor ihr sie kauft!

Die Lackierung des Basses ist nicht so dick wie die der "echten" USA Bässe, dadurch scheint die Holzmaserung mehr durch. Gefällt mir persönlich viel besser. Sieht wirklich sehr schön aus. Muss man aber - wie den ganzen Jazz Bass natürlich - mögen.

### Werkssetup ###

Ein Wort:
Miserabel.
Warum? Lesen:
Als ich den Bass im Laden unter die Lupe genommen habe, war die Verarbeitung wie gesagt super, die Bespielbarkeit aber ziemlich daneben. Der Hals sah aus wie ein Flitzebogen, die Saitenlage war supertief, schnarrte also bei jedem Anschlag. Die Klinkenbuchse war nicht richtig festgeschraubt.

Der Schrauber im Laden hat dann ein vernünftiges, schnelles Grundsetup gemacht, so dass ich den Sound objektiv beurteilen kann. Das geht halt schlecht, wenn die Bespielbarkeit der zu vergleichenden Instrumente so unterschiedlich ist.

### Einstellungsmöglichkeiten ###

Da die Saiten, wie bei allen Fender Bässen in dem Laden, schon ziemlich runtergespielt waren, habe ich nach dem Kauf direkt einen Satz neue Fender Saiten (7250, 45-105) aufgezogen. Da diese doch erheblich dicker waren als die werksseitig aufgezogenen, musste der Hals zu Hause noch einmal deftig nachjustiert werden.
Das ist völlig normal, aber das hat wahrscheinlich noch nicht jeder gemacht und vielleicht möchte das auch nicht jeder selbst machen müssen - dabei sollte man nämlich doch besser wissen, was man tut. Die Bespielbarkeit mit den neuen Saiten war am Anfang natürlich (also vor der Nachjustierung des Halsspannstabs) ebenfalls bescheiden.

Die Einstellungsmöglichkeiten (Halsspannstab, Reiter in Höhe und Länge) laufen butterweich und machen genau das, was sie sollen. So war in etwa einer halben Stunde mein Wunschsetup gefunden und seitdem hat sich der Hals keinen Millimeter mehr gesetzt. Die Bespielbarkeit ist jetzt wirklich top.

### Bespielbarkeit und Handling ###

Wie gesagt, wenn man den Bass richtig eingestellt hat (oder hat einstellen lassen), ist die Bespielbarkeit wirklich super. Das neue, sog. C-Shape, Halsdesign von Fender ist unglaublich schnell.
Der Hals ist sehr dünn und schmal (was ihn denke ich mal für kleinere Hände auch gut eignet), die Saitenlage lässt sich sehr niedrig einstellen.
Durch den dunklen Streifen auf der Rückseite des Halses hat man immer einen guten Anhaltspunkt, wo der Daumen der Greifhand eigenltich zu sein hätte. Das könnte für Anfänger interessant sein, die das korrekte Greifen erst noch lernen müssen.

Der Bass ist sehr leicht im Vergleich zu meinen bisherigen Bässen. Gewogen habe ich ihn nicht, aber er ist sehr viel leichter als zum Beispiel der Warwick Thumb, den ich unter anderem vorher hatte.

Die Balance am Gurt ist super, da müssen die Hände nicht mehr nachhelfen, im Sitzen gespielt sollte man den Gurt umlassen, sonst ist der Bass ganz leicht kopflastig.

### Sound ###

Genug geschwafelt - kommen wir zum Wichtigsten - dem Sound:

Der Grundcharacter des Jazz Sounds wird oft als mittig und "nasal" beschrieben. Ich kann letzterem Begriff wenig anfangen, lassen wir das einfach mal so im Raum stehen.

Wenn der Tone-Regler voll aufgedreht ist, hat man jedenfalls den perfekten Punk-Sound. Viele Mitten, etwas klirrige Höhen, solides Bassfundament. Für Sounds a la Sum41, NoFX oder Green Day also wie geschaffen - am besten mit Plek gespielt.

Dreht man den Tone-Regler in Viertelschritten gegen den Uhrzeigersinn kommt man zunächst an einem schönen Solosound vorbei. Hier gibts immernoch genug Höhen, aber nicht mehr so klirrend wie zuvor, dafür mehr Bass und etwas weniger Mitten. Fast ein bisschen Jaco Feeling kommt in dieser Einstellung auf.

Eine weitere Vierteldrehung zurück und wir sind beim klassischen Rocksound angelangt. Erdige Bässe und Mitten, etwas weniger Höhen. Nicht mehr so vorwitziges Höhenspiel wie vorher. Drückender, durchsetzungsfähiger Sound, der in so vielen Songs zu hören ist. Mit diesem Sound ist man im Bereich von moderner Rockmusik direkt zu Hause, Schub und Druck ohne Ende. Wenn diese Einstellung mit Plek bearbeitet wird, können auch härtere Gangarten bedient werden (z.B. Jason Newsteds Metallica Sound auf dem Black Album oder auf der Garage Inc. CD). Je nach persönlichem Geschmack kann auch New-Metal (ich mag dieses Wort eigentlich nicht, aber so weiß wenigstens jeder, was gemeint ist) gespielt werden, dafür ist der Bass aber eigentlich nicht ausgelegt und mMn auch nicht 100%ig geeignet. Dazu fehlt dann doch ein bißchen die Klarheit und Definition. Ein Fender Bass klingt eben fett und nicht super Hifi-klar.

Wenn der Tone-Regler ganz zurückgedreht ist, ist man schließlich beim fast Kontrabass ähnlichen Sound. Bass pur, wenig Mitten, kaum Höhen. Die Anschlaghand wandert unweigerlich weiter in Richtung Hals - so sind wunderschöne Blueswalks möglich.

### Fazit ###

Meine Back-to-basic Wünsche setzt der Bass 1 zu 1 in die Tat um. Der Tone-Regler macht seine Aufgabe so simpel und klar - mehr gibts dann auch nicht mehr einzustellen.
Der Sound bietet mir als Rocker genau das, was ich brauche. Je nach Situation ist mit einem Regler ein einfaches Fine-Tuning möglich. Super.

Etwas unschön war das Setup im Laden - das ließ sich aber von mir selbst sehr leicht beseitigen, da alle Einstellungsmöglichkeiten gut funktionieren.
Diese Mängel ab Werk sagt man den Fender Instrumenten aber eh nach und ich kann sie wirklich nur bestätigen.

Das Einzige, was mich an dem Bass ein bisschen stört, ist die vorderseitig angebrachte Klinkenbuchse. Das Kabel steht nach vorne aus dem Bass heraus und ich warte eigentlich nur auf den Moment, wo ich beim Proben aufs Kabel trete und der Stecker verbiegt. Das ist aber wohl der Tribut an einen Vintage-Bass und damit muss man leben. Sonst kann ich am jetzigen Zustand des Basses wirklich nichts negatives mehr finden.

Ich bin rundum zufrieden.

Von mir eine klare Kaufempfehlung für jeden, der es nicht scheut, vorher testen zu gehen und sein Instrument dann selbst auszusuchen. Die Grundzüge der Einstellungsmöglichkeiten eines Basses sollten euch ebenfalls nicht fremd sein, bei neuen Saiten müsst ihr sicherlich nachjustieren.   


Fender Highway One Jazz RW FB B-STOCK

Haupteigenschaften

Hersteller: Fender

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