BLUES JUNIOR, der "Große" kleine Fender HOT ROD
11.04.2001 (14.04.2001)
Pro:
Preiswert und ein "super Sound", handlich für Clubgigs und Studio
Kontra:
- - -
Empfehlenswert:
Ja
 bluesJOE
Über sich:
Maler und Musiker.
Seit 1962 Blues, Rock.
Seit 1965 Kunst. Druckgrafik, Bücher. Internationale Aus...
Mitglied seit:10.04.2001
Erfahrungsberichte:7
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 11 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der BLUES JUNIOR Combo von Fender ist ein kleiner Brüller, vergleichbar mit einem Wolf im Schafspelz. Einkanalig, pure vintage Röhrenpower "Class A" Schaltung (wird mollig warm), und singt wie ein Großer. Klartext: EL84 Endstufen-Röhren, die klingen einfach von clean bis "dirty" super. Ein 12" Speaker in einem kleinen Gehäuse (14Kg), super Hallspirale. 15 Watt, aber lasst euch nicht täuschen, das Gerät geht ab wie die Feuerwehr. Da flattern die Röcke und die Hosen. Anschluß einer weiteren Box ist möglich. Der Amp ist ein puristischer Einkanäler mit einem zusätzlichen "fat" Schalter, der noch einen draufsetzt und der Endstufe "Power" gibt.
Ein Eingang für Gitarre. Die Regler (Chickenhead): Volume, Treble, Bass, Middle, Reverb und ein Mastervolume. Damit ist man in der Lage, "fast" jeden Sound zu spielen. Warmer Jazz, clean Blues, crunch Blues vom Feinsten (nix nachgemachtes, wie es die Transistor-Amps versprechen). Rocksounds kommen auch sehr gut und das alles bei angenehmer "LAUT-Stärke" in Club, Studio, Proberaum, sogar zu Hause (die Nachbarn danken!) Wenn man bedenkt, was ein Transistor-Amp kostet, bekommt man mit dem BLUES JUNIOR den "richtigen" Röhren-Sound. Preis ca. 800,- DM. Den Amp gibt es bei Fender noch in einem "Super Holzgehäuse" vom Custom Shop als "Junior Exotic" für schlappe 3.500,- DM.
Ich spiele den BLUES JUNIOR täglich und bin sehr zufrieden damit. Besonders wenn es um angezerrte Blues- und Rocksounds geht (Keith Richard, J.J. Cale). Noch etwas: der Amp hätte eigentlich die Note "exellent" verdient, aber ich will manch einem Combo nicht zu nahe treten. "Gut" bedeutet hier wirklich gut. So habe ich ja auch meinen Fender '65 Black Face beurteilt. Man muss bedenken, es gibt immer etwas besseres. Wer sein "Ding" schon mal in einen z.B. "Mesa-Boggie Heartbreaker" oder "Fender Tone-Master" gesteckt hat, weiss was ich meine. Das ist auch eine Frage des Preises (da muß man schnell über 5000,- Märker hinblättern). Der "Große" Hot RoD "Blues Deluxe" ist mit seinen 40 Watt und den 6L6 Röhren ebenfalls ein "alleskönner". Zusätzlich ist der noch mit einem "Effect-Loop" ausgerüstet. Beim kleinen: Effekt einfach vorne rein aber "AM BESTEN PUR".
Zur "Art der Nutzung": eigentlich sind der BLUES JUNIOR und der BLACK FACE, Profi Geräte aber ich bin der Meinung, auch ambitionierte Hobby-Musiker sollen gutes Equipment benutzen. Also, Gitarre raus, Kabel in den Amp und der Rest kommt von dir. Ein Combo für Profis und ernsthafte Amateure.
Tip: Echo/Delay Pedal verträgt der JUNIOR gut. Ein Tremolo Pedal bringt den "Bo Diddley" Sound. Es grüßt bluesJOE 11.04.2001
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14.04.2001 18:37
Hallo Jo find ich gut endlich mal jemand, der Ahnung hat. Trutchen
11.04.2001 14:38
Sehr nützlicher Bericht über etwas von dem ich immer vorhatte es zu erlernen aber nie die Zeit fand!Also weiter so und ich hoffe man liest sich...ya FujinRA ;-)