Final Fantasy VI – Grand Finale
Das große Finale – oder eher großartig?
Grand Finale? Was bitte? Und was hat das mit Final Fantasy zu tun?
Kennern von FF VI wird sicher der damals schon phänomenale Soundtrack aufgefallen sein –
die Overworld-Theme, Kefkas fiese Charaktermusik, ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von nocturnecf über Final Fantasy VI (Grand Finale) - Soundtrack 15.01.2001
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
Klasse klassische Variante, gute Track - auswahl
Kontra:
teuer, schwer zu bekommen, Orchestermusik ist geschmackssache
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Final Fantasy VI – Grand Finale Das große Finale – oder eher großartig?
Grand Finale? Was bitte? Und was hat das mit Final Fantasy zu tun?
Kennern von FF VI wird sicher der damals schon phänomenale Soundtrack aufgefallen sein – die Overworld-Theme, Kefkas fiese Charaktermusik, und die eingebaute Minioper mit Pseudogesang, auf der dann Celes’ Theme gründete.
Nun gibt es den allumfassenden Soundtrack zum Spiel, seines Zeichens 3 CDs umfassend, mit jedem noch so kleinen Jingle drauf. Alle Stücke, die wir lieben, und noch viel mehr.
Aber das ist immer noch nicht Grand Final. Dazu kommen wir jetzt. Hier handelt es sich um eine einzige CD, mit den besten Titeln aus dem gesamten Spiel, orchestralisch eingespielt.
Der für die Musik Hauptverantwortliche trägt den Namen Nobuo Uematsu, der nicht zum letzten mal den Soundtrack zu einem Final Fantasy-Spiel komponiert hat. Gibt es für so was eigentlich keinen Nobelpreis? Nicht? Schade eigentlich.
Übertragen auf klassische Ebenen wurde der ehemals digitale Sound vom Ensemble Archi Della Scala und vom Orchestra Synfonica Di Milano. Na, klingelt’s? Dann Respekt, bei mir nämlich nicht. Als eigentlicher Klassikbanause konnte ich mit den Namen nichts anfangen, auch die gängigen Suchmaschinen haben mir leider nicht weitergeholfen. Falls jemand faktische Ergänzungen hat, möge er sich melden, und ich werde Scham gebeugt den Abschnitt erweitern.
Kommen wir zum Inhalt der CD. Enthalten sind folgende Stücke:
1. Opening Theme – Tina ( Tina, zu Englisch Terra, jene Musik, die auf der Karte ertönt)
2. Cefca ( Bitte? Ihr kennt Cefca/Kefka nicht? Shame on you!)
3. The Mystic Forest ( Jene Bäumeansammlung vor the Phantom Train)
4. Gau ( Theme des jungen Wilden von the Feldt)
5. Milan de Chocobo ( wer kennt sie nicht, die gelben Riesen- Hühnchen) 6. Troops March on ( Wird z.B. in dem Fort vor Doma gespielt.)
7. Kids Run Through the ( Kennt man aus z.B. aus South Figaro) City Corner
8. BlackJack ( Soll wohl die Musik sein, wenn man mit dem Airship unterwegs ist.)
9. Relm ( Der kleine Dickkopf und Enkelin Strago’s)
10. Mistery Train ( oder auch Phantom Train)
11. Aria Di Mezzo Carratere ( Celes’ Solo in der Oper)
Wie ich bereits erwähnte, handelt es sich hier um klassisch eingespielte Versionen. Möglich, das dies nicht jedem Fan gefällt. Wer mit Erweiterungen der Tracks nichts anfangen kann, sollte lieber bei dem Originalsoundtrack bleiben.
Wer soweit noch interessiert ist, möge weiterlesen. Ich werde mir Mühe geben, die richtigen Instrumente anzugeben bei der
Erläuterung der Besonderheiten:
Fangen wir bei 1 an. Bei dem ersten Track, Opening Theme – Tina, handelt es sich sozusagen um ein „Medley“ von den zwei Einzelstücken. Das eigentliche Opening ist im Spiel sehr kurz, deswegen wird in der Mitte des gesamten Tracks zu „Tina“ übergegangen. Die Overtüre klingt zu Beginn fast wie das Original, bis es in mit einem Paukenschlag langsam ins klassische übergeht, um dann via Geige und/oder Violine langsam auszuklingen. Gleich danach fängt Tina an. Hier wird von Anfang an kein Zweifel an dem „Grand“ gelassen. Die Instrumente sind wohl Streicher und einleitend Piccoloflöte. Nach einigen Takten wird das Stück ein wenig verfremdet, wohl, um nicht zu eintönig zu klingen. Was mich ein wenig enttäuscht: ich war immer fest davon überzeugt, man müsse Tina mit Panflöte spielen. Naja, die Fachmänner sehen das wohl anders...
Kefka beginnt mit einem Trommelwirbel. Danach wird der Ton leiser, die Melodie „schleicht“ sich fast an. Passend zum Fiesling: Hinterhältig und teuflisch. Er tritt nicht mit großem „Taraa“ auf, sondern hält sich eher bedeckt, um zwischendurch plötzlich laut zu werden. Wie es Kefka entspricht – nicht lächerlich und kreischend, sondern verschlagen und wahnsinnig.
Der Mystic Forrest wird, wenn ich mich nicht verhört haben sollte, mit einigen abgewandelten Takten des Intros begonnen, wodurch das Stück ein wenig bedrohlich wirkt. Danach gleitet die Musik sanft durch Streicher und Flöte zu dem eigentlichen Track über. Sehr ruhig, eindringlich und geheimnisvoll.
Gau’s Theme wird von Streichern dominiert. Im Vergleich zum Spiel klingt sie sehr melancholisch und traurig. Wenn man ihn aus dem Spiel kennt, denkt man wohl eher an den Wirbelwind, Cyan und Sabin den letzten Nerv raubt. Hier fällt einem dann wieder ein, das er eigentlich sehr alleine und damit einsam sein muss. In der zweiten Hälft wird das Stück plötzlich ganz entfremdet und... lebendig. Hier wurde improvisiert.
Milan de Chocobo klingt irgendwie... hm. Die Melodie an sich stimmt, wirkt aber für meinen Geschmack ein wenig zäh. Eher wie eine gemütliche Wanderung denn einem rasenden Vogel. Dennoch schön anzuhören.
Troops march on. Sehr militärisch, schwer und scheppernd. Trommelwirbel und Bläser. Stillgestanden - Gleichschritt – Marsch!!!!!! Wenn die Streicher hinzukommen, wirkt es gleich ein wenig entspannter *g*. Aber nicht für lange.
Ohhhhh, fängt das traurig an. Ein Violinensolo spielt eine unbekannte, deprimierende Melodie. Dann aber: ein sanftes Streicherorchester spielt die richtige Musik. Selbst im Spiel klingt Kids run through the city corner nicht so ruhig und voll. Idylle pur. Kaum zu glauben, das eigentlich die Welt kurz vor dem Untergang steht...
Nanu? Blackjack soll das sein? Ein fliegendes Luftschiff? Da hat der Steuermann wohl ein wenig zu tief ins Glas gekuckt. Erst mal ist die Melodie kaum wiederzuerkennen, zudem fliegt das Schiffchen wohl sehr schwerfällig und Schlangenlinien. Schade.
Relm’s Theme wurde in den ersten paar Sekunden vom Klang her fast 1:1 übernommen. Aber dann setzt plötzlich ein Dudelsack ein. Na so was. Eigentlich gar nicht so übel, allerdings ein wenig ungewohnt. Schwer zu sagen, warum, aber irgendwie passt das zu ihr.
Mit schrägen, disharmonischen Streichen und Zupfen fährt der Mysterie Train an. Was dann so quälend über die Schienen jagt? Gute Frage. Als Nicht-Klassik-Meister fällt es mir schwer, die Instrumente genau zu bestimmen. Aber hey, das Stück ist hervorragend. Die Melodie ist eindeutig zu erkennen und wird flink gespielt, wirkt dabei ein wenig beklemmend. Aber ein Geisterzug ist ja auch nicht mit einem Orientexpress zu vergleichen.
Aria de Mezzo etc... Celes’ Aria, eingesungen von einer Dame namens Svelta Krasteva, auf italienisch. Wundervoll! Nicht nur, das Text und Melodie hier übereinstimmen, es klingt wirklich schön. Traurig und ergreifend. Der gesamte Stil ist, wie ich es mir angelesen habe, wohl Barock. Die Instrumente begleiten den Gesang ruhig und unaufdringlich. Man vergisst fast das Tippen, wenn man es sich nebenbei anhört. Wer des Italienischen mächtig ist, kann auch gerne mitsingen. Im Booklet steht neben den japanischen auch die italienischen Lyrics. Aber bitte nicht zu schief, das hätte das Lied nicht verdient *g*
Damit ist die CD zuende, ebenso mein Bericht. Wer jetzt noch Interesse und gutes Taschengeld haben sollte, kann sich die CD bei bestimmten Videospielversanden oder im Internet bestellen (www.gamemusic.com). Billig ist das gute Stück allerdings nicht. Dank des Importes aus Japan kostet die CD zwischen 60- 80 DM! Manche haben aber auch bei E-bay schon Glück gehabt.
Letzte Ergänzung: Ich hab mein Exemplar seinerzeit von ACOG, glaube ich... Booklet und CD-cover tragen hier ein wunderschönes Artwork von Yoshitaka Amano (seines Zeichens der Verantwortliche für die Charakterdesigns der FF-Spiele, bis auf 7 und 8.). Allerdings habe ich auch schon Bilder von weniger schicken Cover gesehen. Schade eigentlich.
So, das war es nun. Ich danke für die Aufmerksamkeit und hoffe, das alteingesessene Freunde von Klassik und Oper nicht zu streng mit mir ins Gericht gehen.
Pro: Sehr schöne Stücke, die Atmosphäre kommt genial rüber Kontra: nun ja die Qualität ist nicht mit den Stücken des Piano Specials von FF9 zu vergleichen, sie tut dem klanglichen genuss aber keinen abruch
...Ich kann nur das im Titel schon beschriebene weiter beschreiben.
Das Spiel Final Fantasy 6 war schon immer bombastisch genug doch dieser Soundtrack ist ein Genuss für die Ohren.
Zahlreiche Stücke der Final Fantasy kommen immernoch nciht an die Produktio ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
weniger hilfreich
21.05.2002
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