Snow Patrol Part 1
02.01.2009
Pro:
gelungene Auswahl an Liedern
Kontra:
lediglich "Ways & Means" enttäuscht etwas
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 T_Goose
Über sich:
...
Mitglied seit:23.11.2000
Erfahrungsberichte:706
Vertrauende:176
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 94 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leser. Snow Patrol gehört schon seit länger Zeit zu meinen Lieblingskünstlern und ich höre ihre Musik sehr gerne. Daher möchte ich euch die drei Alben der Band, welche in Deutschland erschienen sind, näher vorstellen. Den Beginn macht an dieser Stelle das Album "Final Straw", welches 2003 erschien. Snow Patrol
Snow Patrol ist eine Band aus Glasgow und Belfast, die aus insgesamt 5 Mitgliedern besteht. Gegründet wurde die Band im Jahr 1997, ihren Durchbruch schafften sie aber erst Anfang 2003, mit der Veröffentlichung ihres Album "Final Straw". Seitdem haben sie noch zwei weitere Alben veröffentlicht, "Eyes Open" (2006) und "A Hundred Million Suns" (2008), mit denen sie sehr erfolgreich waren und noch sind.
Gary Lightbody und Nathan Connolly sind für Gesang und Gitarre zuständig, das Schlagzeug wird von Johnny Quinn gespielt, der Bass von Paul Wilson und das Keyboard spielt Tom Simpson. Ihre bevorzugte Musikrichtung ist Alternative Rock.
Cover Die Vorderseite des Covers zeigt die Silhouette eines Waldes, der durch die untergehende Sonne ganz in orange gehalten ist. Davor sind die Umrisse von Mann und Frau zu erkennen, welche mit einer Strichzeichnung dargestellt sind. Unter ihnen steht in weißer Schrift "SNOW Patrol" und der Name des Albums "Final Straw".
Die Rückseite zeigt eine Graslandschaft, die ebenfalls in Richtung untergehende Sonne dargestellt ist. Hier sind die Titel einzeln nummeriert aufgelistet. Die Zeitangaben hinter den Titeln fehlt leider. Das CD-Booklett zeigt noch weitere Bilder von Landschaften, fast ausschließlich in untergehender Sonne. Die Liedtexte sind leider nicht abgedruckt.
Im großen und ganzen finde ich das Cover Design gelungen. Titelliste
1. How To Be Dead (3:22 Min.) 2. WOW (4:01 Min.) 3. Gleaming Auction (2:04 Min.) 4. Whatever's Left (2 :39 Min.) 5. Spitting Games (3:46 Min.) 6. Chocolate (3:02
Bilder von Final Straw - Snow Patrol
Min.) 7. Run (5:54 Min.) 8. Grazed Knees (2:55 Min.) 9. Ways & Means (4:48 Min.) 10. Tiny Little Fractures (2:28 Min.) 11. Somewhere A Clock Is Ticking (4:32 Min.) 12. Same (3:55 Min.)Gesamtlaufzeit : 43:27
Einzeltitel How To Be Dead Mit sehr ruhigen und sanften Klängen auf Gitarre, Keyboard und Schlagzeug beginnt der Einstieg. Am deutlichsten ist die Gitarre zu hören, die angenehm vor sich hin trällert. Der dazu einsetzende Gesang passt sich dieser Vorgabe ideal an. Erst im weiteren Verlauf kommt das Schlagzeug mal mehr durch, bevor es sich wieder fast komplett in den Hintergrund zurückzieht. Doch der schönste und auch lauteste Teil ist die Passage in der Mitte des Liedes. Hier ist fast ausschließlich das Schlagzeug zu vernehmen, begleitet von Keyboard-Klängen. Gefällt mir persönlich sehr gut! Ein sehr gelungener Einstieg. Note 1-
WOW Die ersten Sound-Schnipsel bei "Wow" klingen sehr experimentell, doch das ist nur von sehr kurzer Dauer. Nach wenigen Sekunden werden diese von einer fetzigen Gitarre und einem rhythmischen Schlagzeug abgelöst. Dazu setzt auch gleich der rockige Gesang ein. Alles spielt hier sehr schön zusammen. "Wow" ist etwas völlig anderes, als noch der erste Titel. Hier steht ganz klar die rockige Seite von Snow Patrol im Vordergrund. Ich finde es spitze und finde, dass dies einer der besten Beiträge des Albums ist! Nach der Nummer hat man definitiv gute Laune. Anspieltipp!!! Note 1 Gleaming Auction Nach so viel rockigen Klängenn, geht es beim nächsten Titel etwas ruhiger zur Sache. Auch hier stehen wieder Schlagzeug und Gitarre im Vordergrund. Doch die anfängliche Ruhe bleibt nicht lange erhalten, sondern wird schnell von lauten Schlagzeug unterbrochen. Nach diesem Highlight, verfällt die instrumentale Unterstützung aber wieder zurück in ihre ruhige Ausgangslage. Der Gesang passt sie den Instrumenten an, mal langsam und leise, dann aber auch mal rockiger. Das alles passt ausgezeichnet zusammen und vor allen die Wechsel zwischen langsamen und fetzigen Passagen gefallen mir sehr gut. Note 2+
Whatever's Left Ohne Pause geht es weiter und ich kann zunächst keinen Unterschied zum vorherigen Titel feststellen. Und auch im weiteren Verlauf ändert sich hier nichts. So ist "Whatever's Left" die perfekte Fortsetzung von "Gleaming Auction". Mir gefällt es weiterhin sehr gut. Note 2+ Spitting Games Auch hier hört sich anfangs alles so an, als hätte sich der Sound in keiner Weise geändert. Doch es dauert nicht lange, bis die Unterschiede zu vernehmen sind. Gitarre und Schlagzeug sind deutlich fordernder und vor allen Fälle schneller. Dazu gibt es einen flotten Gesang, der allerdings nicht wirklich aus sich heraus geht. Hier wäre mit etwas fordernden Gesang sicherlich noch etwas mehr drin gewesen. "Spitting Games" hört sich zwar gut an, aber bleibt doch etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Note 2-
Chocolate Nach so viel rockigen Liedern, ist bei "Chocolate" etwas Entspannung angesagt. Schlagzeug, Gitarre und Keyboard bieten einen gleichbleibenden und ruhigen Rhythmus, der im Hintergrund abläuft. Dazu passt sich ein harmonischer Gesang an, der sehr melodisch ist. Mit der Zeit finde ich allerdings, dass das Schlagzeug etwas eintönig klingt, was diesen Titel leider etwas abwertet. Ansonsten gefällt mir dieser Titel aber gut. Es ist letztendlich doch fast etwas Schade, dass er nach 3 Minuten schon vorbei ist. Note 2- Run Snow Patrol schaffen es beim nächsten Titel, noch langsamer zu werden. Schlagzeug und Gitarre sind extrem langsam und besinnlich, dass es fast schon unheimlich ist. Das hätte ich ihnen nach den zahlreichen rockigen Nummern ganz und gar nicht zugetraut. Auch der Gesang ist sehr feinfühlig und lädt zum Träumen ein. Bei diesem Titel kann man bestens die Augen schließen und vor sich hinträumen. Beim Refrain allerdings, gehen sowohl die instrumentale Unterstützung, als auch der Gesang deutlich aus sich heraus. Wow, das klingt absolut geil! Diese Passage steigert meine Laune in ungeahnte Höhen und es geht mir noch besser. Sehr gelungen finde ich dann auch wieder, dass nach dem Refrain, der ein echtes Highlight ist, wieder in die vorherige bedächtige Ausgangslage zurückgegangen wird. Das ist für mich das beste Stück auf dem Album. Ein echter Anspieltipp!!! Note 1+
Grazed Knees Hier zeigen sich Snow Patrol von ihrer sensibelsten Seite überhaupt. Die instrumentale Begleitung von Gitarre und Schlagzeug ist sehr leise, dazu ein unglaublich anschmiegender Gesang, der mich wieder zum Träumen bringt. Das klingt wirklich wunderbar und ist bestens als Hintergrundmusik geeignet. Note 2+ Ways & Means Keyboard, Gitarre und Schlagzeug sind bei diesem Titel für die instrumentale Begleitung verantwortlich. Leider plätschern sie ziemlich eintönig vor sich hin. Auch der einsetzende Gesang kann hier nicht ändern und klingt gelangweilt. Das hat mit den bisherigen Liedern nur sehr wenig gemeinsam und passt nicht wirklich. Für mich der schwächste Titel des gesamten Albums. Schnell zum nächsten Stück. Note 4
Tiny Little Fractures Das hört sich doch schon deutlich besser an. Eine fetzige Gitarre, die nach kurzer Zeit vom Schlagzeug unterstützt wird bieten einen gelungenen Einstieg. Auch der Gesang, der zu Beginn noch bedächtig ist, klingt wirklich gut. Zum Refrain hin wird der Gesang aber fordernder und passt nun besser zu dem vorgegebenen Rhythmus. Auch wenn er anschließend wieder in seine ursprüngliche Stimmlage zurückfällt, finde ich "Tiny little Fractures" eine gelungene Nummer. Note 2+ Somewhere A Clock Is Ticking Der vorletzte Titel gehört wieder in die ruhigere Kategorie. Das Zusammenspiel von Gitarre und Schlagzeug gefällt mir hier sehr gut und auch der Gesang ist stimmig. An für sich könnte man sich bei dem Titel zurücklehnen und träumen. Doch das sollte man besser nicht machen, da sich sie ruhige Lage in der Mitte des Liedes vollkommen ändert! Hier gehen Snow Patrol richtig aus sich heraus und rocken ausgezeichnet ab. Wer hier am Träumen ist, wird unsanft aus den selbigen gerissen! Note 2
Same Der letzte Titel steht leider schon an. Klavierklänge, die sehr langsam gespielt werden, sind der Einstieg. Noch bevor der ebenfalls feine Gesang einsetzt ist klar, dass es sich beim letzten Titel um eine wundervolle Ballade handelt. Diese lädt wirklich zum Träumen ein, und es gibt auch keine böse Überraschung. Mit diesem wunderschönen Stück haben Snow Patrol einen perfekten Abschluss hingelegt, den man nicht Toppen kann. Note 1 Fazit
Snow Patrol haben es mit diesem Album geschafft, mich von vorne bis hinten zu begeistern. Ihre Musik ist sowohl rockig und fetzig, als auch sanft. Sie haben ein breites Spektrum, welches sie in alle Richtungen beherrschen. Ich finde ihre Musik traumhaft und höre sie sehr gerne. Dabei ist es fast schon egal, in welcher Stimmung man sich befindet. Ich finde diese Art von Musik immer gut. Bei meiner Durschnittsbenotung komme ich auf eine 2+, was ein überdurchschnittlich guter Wert ist. Ich finde, dass spricht schon für die Qualität der Musik, auch wenn "Ways & Means" etwas schlechter ist. Aber ein schwächerer Titel ist immer dabei. Daher vergebe ich auch die vollen 5 Sterne und möchte euch das Album empfehlen. Danke für die Aufmerksamkeit.
Ciao T_Goose
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16.06.2010 19:25
Hallo, nun ja, vielen Dank für die Empfehlung, aber ich habe diese CD, wenn auch mit 2 Songs mehr darauf ... "Run" ist live noch beeindruckender, überhaupt sind Snow Patrol live richtig klasse, habe sie im letzten Jahr mehrfach bei U2 im Vorprogramm gesehen, u.a. in Göteborg 2x, in Berlin, in Gelsenkirchen und in Kattowitz ... Ich finde übrigens "Ways & Means" klasse, der von Dir geschilderten Eintönigkeit stehen der wummernde Bass und leichte Hocks von Gitarre u. Bass gegenüber, was den Song interessant macht ... Nun, ich kann bei fast jedem Song hier noch träumen, auch wenn Snow Patrol rocken, erging mir live aber ebenso ... Gruß, Sven
14.01.2009 12:07
P.S: Die Band ist auch live ein Erlebnis. Ich habe 2007 die Show zum "Eyes Open" Album in Stuttgart gesehen! Echt der Hammer :-) Thomas
14.01.2009 12:06
Ich finde Deinen Bericht besonders hilfreich, weil DU sehr gut einen Eindruck von dieser schönen CD (steht auch in meinem Regal!) vermittelst. Die einzelnen Songs sind gut charakterisiert, so dass sich auch jemand, der die Band nicht kennt, ein Bild Ihrer Musik machen kann! Ein weiterer Grund ist, dass es hier viel zu wenig Berichte über nicht Mainstream-Musik gibt. Falls Du oder andere CIAOler mir weitere empfehlen können, wäre ich echt dankbar! LG aus Mannheim :-) Thomas