Der aktuell in den Kinos abgelaufene Nachfolger der Disney Piratengeschichte "Fluch der Karibik" hat auch das Interesse am ersten Teil wieder aufflammen lassen. Zumindest bei mir. Als Freund gediegener Filmmusik wird man beim Score hellhörig, spätestens im Abspann dann auch noch hellsichtig. ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun über Fluch der Karibik - Soundtrack 29.10.2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Schmissig, lässt den Film musikalisch wieder aufleben, handwerklich sauber produziert
Kontra:
Nicht sonderlich originell, wirkt streckenweise zusammengeklaut
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der aktuell in den Kinos abgelaufene Nachfolger der Disney Piratengeschichte "Fluch der Karibik" hat auch das Interesse am ersten Teil wieder aufflammen lassen. Zumindest bei mir. Als Freund gediegener Filmmusik wird man beim Score hellhörig, spätestens im Abspann dann auch noch hellsichtig. Irgendwie hat die Mucke was Vertrautes. Aha, hier hat ein ganz Großer unter den Klangschustern sein omnipräsentes Auge bzw. Ohr für seinen guten Kollegen Klaus Badelt übrig gehabt.
Letzterer zeichnet sich zwar nominell für den Soundtrack verantwortlich, neben einem Dutzend anderer Mit-Composer, ganz hinten steht jedoch was man bereits ahnte: "Score overproduced by Hans Zimmer". Bleibt die Frage, was dieses nebulöse, leicht schamhaft wirkende "overproduced" nun wirklich bedeuten soll. Ob der Meister des genial-pathetischen Tschingerassabumm sich vielleicht genierte genannt zu werden, wollte er den (nicht vorherzusehenden) Ruhm seinem Beinahe-Ziehsohn zukommen lassen?
Oder anders gefragt: Wäre der Blockbuster-Erfolg des Streifens nicht so unerwartet gekommen, sondern absehbar, hätte sich der Maestro dann auch in die zweite Reihe gestellt? All die Konjunktive nutzen derweil wenig, denn zugeben würde es eh keiner, falls dem so wäre. Fakt ist, der Score klingt - ohne Badelt & Co. Talentmangel vorzuwerfen oder ihre Arbeit in Misskredit zu bringen - wie ein typischer Zimmer und bei Teil 2 greift Hansi dann auch ganz offiziell (wieder?) zu Notenblatt und Taktstock. Ein Schurke, wer Arges dabei denkt.
Grundsatzdiskussion Der Eleve jedenfalls hat viel vom guten Onkel Zimmer gelernt. Und einen besseren Lehrmeister in Sachen Filmmusik ist dieser Tage nur schwer aufzutreiben. Alle großen Scorer zeichnet aus, dass sie "Wagnerianer" sind. Das bedeutet, dass jeder Figur und/oder Schlüsselsituation eine Melodie gewidmet ist (Wir alle erinnern und mehr oder weniger gern an "Peter und der Wolf" in der Schulzeit). Das nennt man "Leitmotiv" oder wenn man sie miteinander verwebt und variiert (denglisch) "Theme". Zurück geht diese Art der Orchestrierung auf Richard Wagner. Für die moderne Filmmusik machte es John Williams mit 1977 "Star Wars" salonfähig.
Die Welt ist eine Scheibe MP3-Junkies wird es nicht sonderlich schmecken, dass die insgesamt 15 Tracks der CD weder faden noch enden, sondern nahtlos wie ein einziges Stück ineinander übergehen. Manchmal ereilt einen der Cut sogar an recht unpassend scheinender Stelle. Datei-Schluckauf, man kennt das. Bei CD-Wiedergabe stören diese kleinen Kunstpausen nicht so sehr, dennoch sind die Aussetzer auch dort zwischendrin sehr wohl bemerkbar. Einen Kopierschutz gibt es auf dem derweil knapp 15 Euro teuren Tonträger dankenswerterweise nicht. Konvertieren und ein Backup erstellen ist somit im Rahmen der Legalität möglich und dementsprechend simpel.
Auf den Inhalt kommt es an Die Tracks sind weitgehend chronologisch sortiert, sodass sie quasi den Film musikalisch noch einmal Revue passieren lassen. Standesgemäß startet der Soundtrack mit "Fog Bound", der mysteriös-nebligen Eröffnungsszene des Films. In diese mystisch klingende, leicht unheilsschwangere Panflöten-Melodie flechten sich bereits die ersten rhythmischeren und treibenden Sequenzen von "The Medallion Calls", welches auch den Hauptbestandteil zum späteren "Blood Ritual" liefert. Das mit zarten Streichern unterlegte "Will And Elisabeth" ist dagegen ruhiges Kontrastprogramm zur Entspannung des Hörnervs.
Begleitet vom gesanglosen, tief summenden Männerchor, läutet ein dominantes Cello den Auftritt der "The Black Pearl" ein, auch dieses Thema wird immer wieder variiert und mit anderen kombiniert, meist jedoch in Verbindung mit dem Auftauchen von Jack Sparrow. Jedoch auch seinem Kontrahenten Barbossa steht ein Teil dieser Melodie zu. Das schmissige "Barbossa Is Hungry" bietet die breiteste musikalische Auswahl und Themenmischung. Es stellt den wohl abwechslungsreichsten (und mit 6 Minuten auch längsten) Track dar, den man repräsentativ für den gesamten Soundtrack herauspicken könnte, der unter anderem für die rasante Verfolgungsjagd auf See verwendet wurde. Der definitive Anspieltipp für potentiell Interessierte.
Herauszuheben wären noch zwei der etwas düstereren Titel, die allein schon aufgrund der damit verbundenen Film-Szenen im Gedächtnis des Zuschauers haften geblieben sind. Das im Industrial-Stil gehaltene "Moonlight Serenade" besticht allein durch die ungewöhnliche Instrumentierung und seine Disharmonien, der "Underwater March" ist was der Name bereits andeutet: Ein Marsch. Der einzige obendrein. Den Abschluss bildet die eingängige Titel-Melodie des Films: "He's A Pirate". Diese ist für sich genommen mit knapp 2 Minuten Laufzeit recht kurz, taucht aber dafür im gesamten Score immer wieder in diversen Variationen auf und hat von allen Stücken zweifellos das höchste Ohrwurm-Potential.
Kleiner Tipp für alle die insbesondere bei dieser Titel-Hymne ein merkwürdiges Deja vu beschleicht: "The Rock" (mit Sean Connery und Nicolas Cage - bezeichnenderweise ebenfalls ein Bruckheimer-Film), dessen Soundtrack im Übrigen von niemand anderem als Hans Zimmer (Überraschung!) stammt, klingt streckenweise frappant ähnlich. Ob dies das große Geheimnis des ominösen Wörtchens "overproduced" ist? Wir wissen es nicht und werden es vermutlich auch nicht erfahren, ob Badelt bei seinem Meister nur gut geklaut hat - öhhm, pardon! - inspiriert wurde, oder ob El Cheffe selbst einige seiner Partituren dezent zweitverwertet hat.
Fazit Handwerklich solides Werk, dem ein wenig die Originalität abgeht. Es kommt bei Filmmusik heute kaum jemand an einer wagnerianischen Strukturierung vorbei, doch streckenweise klingt FDK nach überall zusammen gesammeltem Material, wobei die generelle Linie und Zusammenstellung jedoch gut getroffen dafür aber dank häufiger Wiederholungen von Passagen innerhalb der Themes nicht immer abwechslungsreich gelungen ist. Keine Frage: Wer auf klassisch orchestrierte Scores mit Pathos steht, ist hier richtig. Spaß macht der Soundtrack, am meisten natürlich denjenigen, die den Film gesehen haben und ihn noch einmal musikalisch durchleben wollen.
So Long
Der Tschingerassabumm-Pharao
Die CD im Kurzüberblick: OT: Pirates of the Carribean - The Curse Of The Black Pearl Original Soundtrack EAN: 0946 353237 26 Disney Enterprises Inc. 2003 Komponisten: Klaus Badelt, Hans Zimmer u.a.
Tracklist - Anspieltipps: (►) 1) Fog Bound 2) The Medallion Calls 3) The Black Pearl (►) 4) Will And Elisabeth 5) Swords Crossed 6) Walk The Plank 7) Barbossa ist Hungry (►) 8) Blood Ritual 9) Moonlight Serenade 10) To The Pirates Cave! 11) Skull And Crossbones 12) Bootstrap's Bootstraps 13) Underwater March 14) One Last Shot 15) He's A Pirate (►)
Pro: sehr guter Soundtrack, Klang ist spitze Kontra: viele Wiederholungen
Also ich kann die Meinung meines Vorgängers nicht teilen. Ich finde dieser Soundtrack ist einer der besten, die ich je gehört habe. Ich weiß nicht ob einige jetzt verlangen, dass ich wie mein Vorgänger jeden einzelnen Titel dokumentiere und aufschreibe ? ...
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Pro: guter Klang, schönes Cover Kontra: Ähnlichkeit zu Hans Zimmer
Einleitung:
Ach ja... als ich die CD kaufte, konnte ich es kaum erwarten sie zu hören. Ich hatte den Film noch nicht gesehen und war ganz gespannt auf die Musik. Sie musste einfach toll sein, dachte ich mir. Doch es kommt erstens anders und zweitens als ...
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Pro: Wunderschöne Stellen, das Orchester voll ausgenutzt, auch recht ruhig Kontra: manchmal etwas zu ruhig
...The LAST SAMURAI
Auch diesen Soundtrack habe ich mir gekauft, nachdem ich den Film mehrmals gesehen hatte. Hans Zimmer ist ja nun mittlerweile ein Qualitätsgarant in der Soundtrackindustrie, jeder einzelne ist einzigartig, und doch erkennt man immer den "Hans Zimmer"-Sound in jedem seiner ausgezeichneten Werke. Der Film hat mich emotional recht mitgenommen, schuld daran war unter anderem der berührende Soundtrack, der einem wirklich unter die Haut geht. Wirklich selten, dass ein Soundtrack einen so mit hinein zieht, mit der Handlung verbindet und nicht so schnell wieder los lässt. Für mich ist dies einer der besten jemals aufgenommen Soundtracks, nicht nur von Hans Zimmer, sondern überhaupt, nur noch getopt von Fluch der Karibik Soundtrack.
"A Way of Life" ist ziemlich ruhig und stimmt schon wunderschön auf den japanischen Stil...
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Pro: Sehr guter und interessanter Soundtrack, viele Bilder im Booklet Kontra: Bei häufigem Anhören wird das häufig auftauchende Hauptthema langweilig
...Während des Kinobesuchs von "Fluch der Karibik - Am Ende der Welt", dem dritten Teil des Piratenabenteuers um Jack Sparrow, fiel mir bereits die sehr gute und zum Film passende Musik auf. Ich beschloss daraufhin mir die CD, welche am 24. Mai 2007 erschien zu kaufen, obwohl mich der Soundtrack zum zweiten Teil des Films nicht vollständig überzeugen konnte, da richtig packende Lieder auf diesem die Ausnahme waren.
Der Soundtrack zu "Am Ende der Welt" ist in diesen Belangen allerdings anders. Er hat mir schon beim ersten Durchhören Lust auf mehr gemacht.
Der Soundtrack mit einer Gesamtlänge von 55:59 enthält 13 Lieder, welche fast ausschließlich von einem Orchester eingespielt wurden. Gesang kommt lediglich in einem Lied vor und sonst höchstens im Hintergrund in Form von Chorgesang.
Der Soundtrack beginnt mit dem Stück "Hoist The...
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Pro: 3 absolut klasse Lieder, schön klischeehaftes Piratenfeeling Kontra: 1 weniger gutes Lied, manche Lieder nutzen sich nach häufigem Anhören ab
...die DVD wohl kaum nochmal anschauen, außer wenn mir einmal sehr langweilig ist und ich nichts besseres zu tun weiß.
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Fazit
Nach wirklich äußerst tollen 4 Liedern verflacht das Niveau des Albums ein wenig. Die restlichen 6 Lieder kommen bei weitem nicht an die Qualität der Vorherigen ran, doch bis auf 2 Ausnahmen sind auch diese Lieder durchaus gelungen und schön anzuhören. Ich empfehle diese CD allen Fans des Fluch der Karibik Soundtracks, die auch dem Metal nicht abgeneigt sind und jenen Metal Fans, die einfach mal wieder ein bisschen Piratenfeeling erleben wollen. Dem Metal Hörer, dem Gedudel ohne Ausnahme mächtig auf den Geist geht, sollte natürlich einen Bogen um das Album machen. Die DVD ist ok, aber mehr als einmal anschauen brauche ich sie nicht. Von mir gibt?s 4 Sterne.
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Anspieltipps:
Leviathan
Keelhauled
That Famous...
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sehr hilfreich 01.01.1970
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