"Folkpunk" aus Franken ;-)
17.03.2004
Pro:
Einige Lieder, Musikrichtung
Kontra:
Zu wenige richtig gute Lieder, langweiliger Multimediateil
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 ERROR-404
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:20
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo, liebe Ciao-Community! Heute geht’s um die CD „Folk Raider“ der Gruppe Fiddler’s Green. Ich habe eine leichte Schwäche für alles Keltische und Mittelalterliche ;-). Die Musikrichtung beschreibt die Band selbst als „Independent Irish Speedfolk“... Im Klartext: Irische Volksmusik, etwas schneller gespielt und mit durchaus punkig oder rockigen Einflüssen. Sogar etwas Reggae. Die Band kommt aus Erlangen, die englischen Texte sind (deswegen) gut zu verstehen ... ;-) Die Songs sind teilweise selbst geschrieben, teilweise traditionell.
Fiddler’s Green sind: Peter Pathos (Gesang, E- und A-Gitarre, Mandoline, Flöte, ...) Ralf Albers (Gesang, Akustik-Gitarre) Rainer Schulz (Bass) Stefan Klug (Akkordeon, ...) Frank Jooss (Schlagzeug, Perkussion) Tobias Heindl (Geige, Gesang)
Als Gastmusiker: u.a. Eric Fish von „Subway to Sally“ Ihr seht schon, die Besetzung ist sehr außergewöhnlich...
-------------------------------- Cover / Booklet -------------------------------- Das Foto seht ihr oben, vorne ist der „Folk Raider“ abgebildet, eine menschliche Gestalt mit Hammelkopf und diversen Instrumenten in der Hand bzw. umhängen. Das Cover ist durch und durch mit Fotos der Band zugepflastert... Die Texte sind alle im Booklet abgedruckt.
Nicht berauschend aber im Großen und Ganzen O.K. -------------------------------- Songs --------------------------------
1. Bonnie Ship The Diamomd (3:35) Dieses Lied gefällt mir ziemlich gut. Hier sind noch kaum Einflüsse aus anderen Musikrichtungen spürbar: Sehr irisch. Fängt schnell, aber leise mit einer akustischen Gitarre an, die die erste Strophe komplett begleitet. Ab dem Refrain, der etwas schneller wird, setzen Schlagzeug und Akkordeon ein und begleiten von da an durch den Song. Zwei Violinen-Solos, in der Mitte und am Ende, machen den Song noch mal interessanter. Fünf Sterne. 2. Don’t Stand So (3:20) Dieses Lied fängt sofort schnell an und schließt an den letzten Song gut an. Am Anfang spielen hier Violine, Bass und Schlagzeug zusammen. Während der Strophe setzt die Violine aus und eine cleane E-Gitarre mischt sich ein. Bei der Bridge kommt das Akkordeon dazu und die E-Gitarre wird verzerrt. Der Refrain ist sehr Bassbetont. Gegen Ende kommt noch mal ein richtig schönes Geigen-Solo. Beim ersten Hören, kam mir der Song etwas „albern“ vor – sehr viele Ohoos und der Gesang trugen unter anderem dazu bei. Inzwischen gefällt er mir besser. Sehr melodiös, ab dem zweiten Mal hören macht er Spaß. Knappe fünf Sterne.
3. Weaver’s Reel (3:27) Sehr schönes Instrumentalstück. Hier kommen so gut wie alle Instrumente drin vor, der Song wird aber hauptsächlich von der Violine beherrscht. Es wird Spannung aufgebaut und dann ist alles wieder losgelöst und schnell. Fünf Sterne. 4. Folk Raider (3:39) Ein sehr seltsames Intro leitet dieses Stück ein: Eine Computerverzerrte Stimme die „Folk, Folk Raider, Folk, ...“ sagt. Vom musikalischen ist das Lied nicht schlecht aber der Gesang und der Text können kaum mitreissen. In diesem Leid besingt sich die Band selbst, was sehr komisch rüberkommt. Vier Sterne, wegen der teilweise doch guten Musik.
5. Out Of The Rain (3:51) Am besten ist das Lied beschrieben, wenn man sagt: Reggea auf irischen Instrumenten. Kann mich nicht begeistern... Drei Sterne. 6. The Crawl (3:48) Geniales Intro! Eine Geige mit einer schönen Melodie und Rauschen im Hintergrund, so dass sich alles etwa so anhört, wie durch ein Telefon gespielt. Leider ist das Intro viel zu kurz. Der Rhythmus des Stückes erinnert sehr an Country, klingt aber doch irischer als im vorhergehenden Lied. Vier Sterne.
7. Picard Jigs (6:29) Gezupfte A-Gitarre und Flöte leiten dieses Stück sehr ruhig, melodisch und schön ein. Danach kommt die Violine dazu. Endlich wieder echt irisch! Auf einmal wird alles schneller und auch das Schlagzeug gesellt sich dazu. Zwischendrin wird alles wieder langsamer, das Schlagzeug macht nur noch den Beat. Immer das gleiche Thema und der Song wird trotzdem 6:30 Minuten nicht langweilig. Gegen Ende wird sogar die E-Gitarre noch mal ausgepackt... Fünf Sterne für Pub-Feeling. 8. Whiskey In The Spa (4:32) Eine einfach Bassline und Schlagzeug begleiten den Gesang während der Strophe, nachdem das Lied von eben diesen Instrumenten plus Geige und „Whiskey“-Schreien eingeläutet wurde. Auch hier ist der Refrain wieder schneller. Nicht schlecht aber auch nicht überwältigend. Vier Sterne.
9. My Baby’s Gone (3:08) Ein Song über – die Liebe... Yesterday auf irisch und schneller. Hier geht es mir wie beim Track 2: Beim ersten Mal hören ist das Lied irgendwie seltsam und albern... jetzt gefällt es mir eigentlich ziemlich gut. Fünf Sterne. 10. Girls Along The Road (3:39) Ein Klatschrhythmus leitet das Stück zusammen mit Gesang ein. Der Refrain ist wieder irischer mit Schlagzeug, Akkordeon, ... Vier Sterne.
11. Out Of Your Life (5:38) Wunderschönes, geniales, gezupftes Akustik-Gitarren Intro, aber dann schaffen es die Jungs nicht, das Niveau zu halten. Trauriges, folglich langsames Lied, sehr vielseitig und nett, während dem Refrain wird es etwas lauter. Vier Sterne fürs Lied, fünf für das Intro - verdient hätte es zehn ;-)! 12. Take Me To (4:22) Schönes, flottes Lied... Anfangs Geige dann wird es langsamer und gute Drums und eine einfache aber nette Bassline während der Strophe es setzt ein ruhiger Gesang ein. Bei Refrain kommt wieder das Violinen-Thema vom Anfang vor, es wird schneller und der Gesang wird lauter. Schöner Refrain, die Strophe ist allerdings etwas eintönig. Vier Sterne.
13. Splendid Isolation (6:00) Arabisch klingendes, psychedelisches Intro... Ruhige mit Akustik-Gitarre begleitete Strophe und Violine während dem Refrain. Nicht schlecht, aber über sechs Minuten einfach zu eintönig. Vier Sterne. 14. Tangerine (7:23) Hier lässt sich die E-Gitarre wieder blicken. Rockiger und „mittelalterlicher“ als die meisten anderen Stücke dieser Platte. Mit Eric Fish von Subway to Sally. Hier wird zum Schluss sogar noch mal auf deutsch gesungen! Vier Sterne.
Bonus Track (nach Track 14) Späßchen zum Abschluss... -------------------------------- Multimedia-Teil --------------------------------
Quicktime ab Version 3 benötigt. Der Multimedia-Teil ist sehr schön und aufwendig gemacht. Witzig sind die Videos, die beim Aufnehmen des Albums (selbst-)gedreht worden sind. Aber fast alle, der anderen Sachen sind nicht wirklich interessant. Fotos, langweilige Spiele, ... Den Multimedia-Teil schaut man sich nur einmal an. -------------------------------- Fazit --------------------------------
Eine CD für Fans von Mittelalter- und keltischer oder irischer Musik. Leider sind nicht alle Lieder genial. Positiv ist, das 14 (mit Bonus sogar 15) Tracks, mit teilweise über sechs Minuten Länge, darauf sind. Mir gefallen die traditionellen und bearbeiteten Stücke auf dieser CD besser. Weniger Computer und mehr E-Gitarre wäre das, was ich mir wünschen würde. Ich hoffe ich konnte helfen und freue mich auf eure Bewertungen, Kommentare und GB-Einträge.
Als denn... Tschöö, ERROR-404
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20.03.2004 19:59
Fiddlers Green kenn ich bisher nur von ner platte von JBO, die kommen ja auch aus erlangen... LG
17.03.2004 21:48
Super Bericht. Ich glaub, wenn ich wieder Geld hab hör ich da mal rein. Gruss, Phil
17.03.2004 19:17
Jetzt ist er sh! LG Jutta ;:-)))