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George Harrison - George Harrison

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In Memoriam: George Harrison

5  11.10.2004

Pro:
Ein unvergessener Musiker

Kontra:
Kontra? Kann ich keines finden !

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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campino

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Erfahrungsberichte:477

Vertrauende:238

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Im November 2001 starb George Harrison. 1979 erschien das Album, über das ich heute berichten möchte:

George Harrison - George Harrison

Gekauft hatte ich es mir Mitte der Achtziger Jahre, irgendwann kam es mir abhanden und erst kurz nach dem frühen Tod des Künstlers, habe ich es mir wieder geholt. Diesmal als CD.

11 Titel, die ich immer wieder anhören kann. Keiner klingt wie der andere und keiner wird langweilig.

- Love Comes To Everyone
Der erste Titel, sehr eingängig, in bewährter Beatles-Manier (so klingt es zumindest für mich).

- Not Guilty
Ein Titel, der sich schon dem Jazz zuordnen lässt, es swingt, es ist einfach toll. Ruhig sitzen bleiben und zuhören klappt fast nie.

- Here Comes The Moon
In Anlehnung an den bekannte Beatles-Titel: "Here Comes The Sun", allerdings (der Nachtzeit angepasst) langsamer und auch einfühlsamer gesungen.

- Soft Hearted Hana
Einfühlsam, melodisch und fast schon eine Ballade zu nennen, so besingt George Soft Hearted Hana.

- Blow Away
Einer meiner Lieblingstitel auf diesem Album. Anklänge an the good old times..., eine eingängige und trotzdem nicht alltägliche Melodie. Wunderschönes Lied.

- Faster
Und gleich darauf mein zweiter Lieblingstitel, ich glaube, es ist der bekannteste des Albums. Wobei mir hier besonders die Melodie gefällt.

- Dark Sweet Lady
Leicht, romantisch: So mag ich das. Ein bisschen was zum Träumen, obwohl es kein langsames Lied ist.

- Your Love Is Forever
Braucht man bei diesem Titel noch was über den Inhalt zu sagen? Wunderschöner Text, Gitarrenbetonte Melodie.

- Soft Touch
Wie der Titel schon sagt: Soft. Stell Dir eine leichte Berührung vor, wenn sie erklänge. Genauso hört sie sich an. Berührung in Melodie umgesetzt. Schön.

- If You Believe
Auch ein Liebeslied. Wobei hier zumindest der Refrain wieder an alte Beatles-Tage erinnern lässt. Eingängig und melodiös.

- Here Comes The Moon
Nanu, das hatten wir doch schon, werden die aufmerksamen Leser denken. Stimmt. Aber der letzte Titel ist eine andere Version. George singt und seine Gitarre klingt. Ein sehr schöner Abschluss dieses Albums.

Ich hoffe, Euch die Musik George Harrisons und besonders dieses Album etwas nahe gebracht zu haben. Wenn dem so ist, freue ich mich natürlich darüber. George hat wunderschöne Songs geschrieben. Dieses Album, das sicher nicht zu seinen Bekanntesten zählt, hat es wirklich verdient, gehört zu werden. Auch heute noch, 30 Jahre nach seinem Erscheinen.

George Harrison
Label: Parlophone (EMI)
ASIN: B00014TJ6Q

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An den Bericht anschliessen möchte ich noch allgemeines über den Künstler, der vor acht Jahren, im November an Krebs starb.


Er war der Beatle mit den abstehenden Ohren. Geboren am 25 Februar 1943 unter dem Sternzeichen des Fisches als Sohn des Busfahrers Harald Harrison und dessen Frau Louise geboren. Nach dem Abschluss der High-School in Liverpool begann er eine Lehre als Elektriker, die er aber nicht beendete. 1958 lernte er John und Paul kennen.

Er sagte einmal: Glaubt ja nicht, dass die Beatles-Frisur zustande kam, um meine Ohren zu verbergen.

George war der Dritte und jüngste im Beatles-Bunde. Der Jüngste zu sein war nicht so einfach. Bei einem Auftritt 1960 in Hamburg im Kaiserkeller angelte ihn die Polizei abends von der Bühne. Nach deutschen Gesetzen war er damals zu jung, um abends in Kneipen zu spielen. George musste innerhalb 24 Stunden zurück nach England. In der verbleibenden Zeit versuchte George, der Melodiegitarre spielte, John den ganzen Stoff beizubringen, den er bisher gespielt hatte.
Es klappte so lálá. Brachte aber letztendlich nicht viel, das die restlichen Beatles kurz darauf auch Scherereien mit der deutschen Obrigkeit bekamen und kurzerhand abgeschoben wurden.
Nachdem George 18 geworden war, fuhren die Beatles wieder zurück nach Hamburg und wurden wie heimgekehrte Söhne gefeiert.
Die Beatles waren die Letzten, die sich selbst für konzertreife Musiker hielten. Keiner von ihnen hatte auch nur eine Stunde Musikunterricht. Was sie machten, hatten sie sich selbst beigebracht, ohne Noten. Aber sie legten sich mit dem Schwung einer ansteckenden Begeisterung ins Zeug, das riss die Fans einfach mit.
Die ersten Erfolge hatten sie in Deutschland. Der sogenannte Liverpool-Sound oder Mersey-Beat mit dem die Beatles populär wurden, entstand im Lärm der Reeperbahn-Kneipen. Mit ihrer dürftigen Verstärkeranlage haperte es oft. Also halfen sie sich mit „Stampfeffekten“, damit der Beat allen anderen Lärm durchdringen konnte. Hinzu kam, das Pete Best, anfangs Drummer der Band, nicht immer den schweren Viervierteltakt einhielt. Um das Tempo richtig zu halten, stampften die anderen mit den Füßen den Takt, mit dem sie sich zuerst Deutschland und dann die Welt eroberten. Wenig bekannt ist die Tatsache, dass die Beatles ihre erste Schallplatte beim zweiten Gastspiel in Hamburg machten. Und zwar als Begleitband von Tony Sheridan, der bei einer deutschen Plattenfirma unter Vertrag stand. Den Bossen gefiel jedoch der Name Beatles nicht und so machten sie einfach „Beat-Boys“ daraus. Die Titel jener Platte unter falscher Flagge: „My Bonnie“ und When the saints come marching in“.

Aber kommen wir zurück zu George.

Sein erstes Lied „Don’t Bother Me“ datiert 1963. Weitere folgten: „While Guitar Gently Weeps“, „Something“ und „Here Comes The Sun“.
Mitte der 60er Jahre begann sich George für die Kultur Indiens zu interessieren. Er war der erste der Beatles der Sitar spielen lernte. Aus dieser Zeit rührt seine Freundschaft zu Ravi Shankar.
1966 reisten dann alle Beatles nach Indien. Sie verbringen einige Wochen in der kommerziell-religiösen Gemeinschaft des Popgurus Maharishi Mahesh Yogi. Die Einflüsse dieser Kultur waren eine ganze Zeit in ihrer Musik spürbar. George bleibt bis zu seinem Tod ein Anhänger der Hare-Krishna-Bewegung,
Das Musical „Hair“ (1968) entstand als Protestschrei einer ganzen Generation gegen den Vietnam-Krieg.
George trennte sich von den Beatles.
1968 schreibt er den Soundtrack zum (nie fertig gestellten) Film "Wonderwall" und liefert somit den Titel zu einem der erfolgreichsten Titel von Oasis.
1972 verlässt ihn seine Frau Patti Boyd.
1978 heiratet er Olivia Arias. Aus dieser Ehe stammt sein Sohn Dhani.
Er gründet eine unter dem Namen „'Handmade Films“ eine Produktionsfirma, die so illustere Filme wie: Monty Pythons "Das Leben des Brian", "Live at the Holliwood Bowl", "Time Bandits" und deren Beatles-Satire "The Rutles: All You Need Is Cash" produziert.
Seine Autobiografie "I Me Mine" erschien 1980.
In den 90er Jahren kommt George Harrison in die Schlagzeilen:
In der Nacht zum 30. Dezember 1999 dringt ein Geistesgestörter in sein Haus bei London ein und sticht mehrmals auf ihn ein. Nach einem Kampf schafft es Harrisons Frau, den Angreifer zu überwältigen. George ist schwer verletzt, kommt aber mit dem Leben davon. (Der Täter wird im November 2000 von einem Gericht für nicht verhandlungsfähig erklärt und für unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen).
2000 wird bekannt, das George Harrison an einem Hirntumor leidet.
Er stirbt am 29. November 2001.

Von George Harrison stammt der Satz:
Alles kann warten - alles bis auf die Suche nach Gott und die Liebe zu den Mitmenschen.

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Die Platten:
Wonderwall (1968)
All Things Must Pass (1970) weltweit Nr. 1, mit dem wohl bekanntesten Harrison Titel: "My Sweet Lord".
The Concert For Bangladesh (1971)
Living In The Material World (1973)
Dark Horse (1974)
Extra Texture (1975)
33 1/3 (1976)
George Harrison (1979)
Somewhere in England (1981)
Gone Troppo (1982)
Cloud Nine (1987)
Travelling Wilburys (mit Jeff Lynne, Bob Dylan, Tom Petty und Roy Orbison) Vol. I" (1988) und "Vol. III" (1990)
George Harrison Live In Japan (1992)

Das posthume Album: Brainwashed (2002)

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Bilder von George Harrison - George Harrison
George Harrison - George Harrison Vorderseite
Das Cover


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hochsauerlaender

hochsauerlaender

20.11.2011 03:31

Da kommen Erinnerungen immer wieder auf.

mozarteum

mozarteum

05.07.2005 00:56

so long, george ... :-( ... lg detlef

hjschwarz63

hjschwarz63

17.11.2004 09:44

Ein sehr schöner Bericht über einen Weltklasse Künstler, der leider viel zu früh von uns gegangen ist. LG Jürgen

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