Über sich:ROSE KEMP 'Flawless', TORI AMOS 'Raining Blood', LED ZEPPELIN 'Dazed And Confused', MOTÖRHEAD 'Back ...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 59 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Dieses Album habe ich auf Empfehlung eines Kumpels angehört. Obwohl ich die auf kommerziellen Erfolg abzielende, musikalisch anspruchslose Party-Hymne "In Da Club" wegen ihrer Omnipräsens in Funk und Fernsehen inzwischen nicht mehr hören kann, und obwohl ich sonst nur den lustlos produzierten Track "Wanksta" kannte, der bei mir auch nicht gerade auf Begeisterung stieß, habe ich mir die Scheibe ausgeliehen. Zunächst war ich positiv überrascht, zeigt 50Cent doch mit einigen Raps, dass er sein Handwerk beherrscht, wenn er sich denn Mühe gibt. Dass dies nicht immer der Fall sein würde, war jedoch schon im Vorfeld zu erahnen, hat der alte Crackdealer seine erste Major-Scheibe doch mit "Get rich or die trying" betitelt. Reich ist er nun wohl, und dass es ihm in erster Linie darauf ankam, seinen Hiphop möglichst oft zu verkaufen, hört man dem Album auch an. Der Typ hat eine volltönende Stimme, ein paar Starproduzenten und eine dicke PR-Maschine auf seiner Seite. Darauf und auf seinem weit über den künstlerischen Anspruch gestellten harten Image ruht er sich leider aus.
"What Up Gangsta" hat einen fetten, harten Bassbeat, rollende Drums und schwirrende Sinthies, zu denen 50Cent mit sonorer Stimme treffsicher seine soliden Raps abfeuert, die sich gut in den Track einfügen. Das vibrierende Stück wirkt bedrohlich und klingt schön rund. "Patiently Waiting" hat keine schwirrenden Synthies mehr, sonst bleibt aber alles beim Alten. Die Raps sind hier allerdings nur durchschnittlich. Und damit beginnt dann auch schon der Abfall in Sachen Qualität. Produziert von Dr. Dre und Eminem, hebt sich der 50Cent Style zwar immerhin deutlich von den Solo-Alben der beiden ab, doch insgesamt kann das Ergebnis nicht überzeugen. Nichts gegen die Handwerkskunst der Beats - diese sind meist fett, warten mit durchweg harten, vollen Bassbeats und eingängigen Melodien auf. Doch es mangelt an Überraschungen oder auch nur gelungenen Abwandlungen. Mal mischt man ein paar klimpernde Keyboardsounds, mal ein paar Streicher darunter (bisweilen arg an der Grenze zum Kitsch), oft bedient man sich groovender RNB-Melodien um die Stücke eingängiger zu machen (und letzten Endes zu verwässern), doch eigentlich hat das Album schon nach den ersten beiden Stücken sein Pulver verschossen. Bereits der Raggafeel des dritten Stückes "Many Men (Wish Death)" wirkt aufgesetzt. Es ist und bleibt letztendlich chartstauglicher Einheitsbrei zum im Hintergrund hören - jedenfalls solange ein möchtegern cooler Schnösel wie 50Cent darüber rappt. Er zeigt einfach zu wenig Einsatz, als dass man über die recht einfallslosen Beats hinweggetröstet würde.
Was hat das Album neben diesen steckengebliebenen Ansätzen sonst noch zu bieten? "High All the Time" ist ein Stück dem man allzudeutlich anmerkt, dass da jemand Bone-Thugs-N-Harmonies Kifferhymnen ausgiebig gehört hat, in Sachen Harmonie und lässigem Zungenschlag jedoch einfach nicht mithalten kann. Immerhin hebt es sich ein wenig von der sonst gebotenen Einheitskost ab. "Heat"s durchgeladene-Knarren-Rhythmus ist alles andere als innovativ. "If I Can't" ist einfach nur schlechter, peinlicher Klischee-Gangsta-Rap. In "Blood Hound Young Buck" versucht sich 50Cent an hart gebellten Zeilen zu düsteren Streicherattacken - das kann ein DMX tausend mal besser. "P.I.M.P." hat einen leicht südlichen Einschlag, versinkt allerdings auch in unspektakulärer Belanglosigkeit. Selbst ein Justin Timberlake hätte das mindestens genausogut gekonnt. Mit "Like My Style" werden noch einmal all jene zufriedengestellt, die auf ein zweites "In Da Club" gewartet haben - in einem zweiten, weniger heißen Aufguss. An "What Up Gangsta" wird später ebenfalls noch einmal angeknüpft. Auch sonst gibt es nichts wesentlich Neues: "Poor Lil Rich" macht noch mal über kitschigen Synthies einen auf (G-)funky, versandet aber letztendlich ebenso wie der Rest. Die Features - Nate Dogg in "21 Questions" sowie Eminem in "Patiently Waiting" und "Don't Push Me" - retten dieses eingefahrene Album dann auch nicht mehr vor der Peinlichkeit. Wer so naiv ist, nach dem letztgenannten Track noch eine Wendung zu erhoffen, hat es verdient, sein Geld für derartigen Mist auszugeben. Immerhin kann 50Cent das bisher gezeigte Niveau halten, was dann auch den zweiten Stern rechtfertigt.
Fazit: Dieses Album ist nicht mal das Geld für einen Rohling wert!
Ehrlich gesagt wusste ich nicht wirklich wie ich den Bericht werten sollte denn geschrieben ist er an sich sehr gut daher auch das sh.Die Meinungen gehen dann aber doch etwas weiter auseinander.Auch ich find das ganze ansich zu glatt produziert.Es wirkt zu glatt geschliffen alles keine Ecken und Kanten.Das er rappen kann weiss man und da muss er sich nicht mehr beweisen ,aber etwas mehr Einsatz könnte er schon zeigen.Allerdings finde ich das grad nen Stück wie z.B. Wanksta schon einiges zu bieten hat.
Den Rohling ists schon wert und meiner Meinung nach auch etwas mehr aber kaufen würde ich mir das Album nicht.
Das G-Unit Album "beg for mercy!" finde ich übrigens noch schwächer...
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06.02.2004 12:27
Ehrlich gesagt wusste ich nicht wirklich wie ich den Bericht werten sollte denn geschrieben ist er an sich sehr gut daher auch das sh.Die Meinungen gehen dann aber doch etwas weiter auseinander.Auch ich find das ganze ansich zu glatt produziert.Es wirkt zu glatt geschliffen alles keine Ecken und Kanten.Das er rappen kann weiss man und da muss er sich nicht mehr beweisen ,aber etwas mehr Einsatz könnte er schon zeigen.Allerdings finde ich das grad nen Stück wie z.B. Wanksta schon einiges zu bieten hat. Den Rohling ists schon wert und meiner Meinung nach auch etwas mehr aber kaufen würde ich mir das Album nicht. Das G-Unit Album "beg for mercy!" finde ich übrigens noch schwächer...
19.12.2003 20:30
deinen kontrapunkten kann ich voll und ganz zustimmen
25.09.2003 13:18
Und zwei Sterne sind trotz allem viel zu viel! Pah!