Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
klarer Attack, vakuumverschweißt, Gibson eben |
| Kontra: |
ziemlich teuer |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Seid gegrüßt, liebe Ciaoianer.
Heute ist es mal wieder passiert: Eisloewe will gerade ordentlich in die Saiten seiner E-Gitarre hauen und sich ein wenig vom Frust des Alltags erholen. Just in diesem Moment springt ihm auch die hohe e entgegen – gerissen. Nun ja, blieb natürlich nichts anderes übrig, als einen neuen Satz meines heutigen Produktes aufzuziehen: Die Gibson Brite Wires, wobei hier die 9/42 Ultra Light gemeint sind.
<<< Sortiment >>>
Die Gibson Brite Wires gibt es in sechs verschiedenen Ausführungen. Ich verwende vorzugsweise die Brite Wires 9/42 Ultra Light, was bedeutet, dass die hohe e-Saite (die dünnste) 0,9 mm breit und die tiefe E (die dickste) 0,42 mm breit ist. Die genauen Daten zu den einzelnen Ausführungen kann man auf www.gibsonsaiten.de Saitenkatalog Brite Wires einsehen.
<<< Verpackung >>>
Die Brite Wires sind, wie eigentlich alle anderen mir bekannten Saiten, in einer kleinen Plastikhülle, welche ca. 10x10cm breit ist, verpackt. Jeder der sechs Saiten ist noch einmal von einem Papierkuvert umgeben, auf dem die jeweiligen Saitenstärken aufgedruckt sind. Das Etikett ist überwiegend orange mit einem weißen Schriftzug „Brite Wires“ und daneben dem Abbild der Kopfplatte (=dort, wo die Mechanik zum Stimmen der Saiten befestigt ist) einer Gibson SG. Positiv zu erwähnen wäre noch, dass die Saiten vakuum-verschweißt werden und somit gegen Korrosion in der Verpackung resistent sind.
<<< Verarbeitung >>>
Gibson ist ja für seine hervorragende Qualität auf dem Gitarrensektor bekannt. Genannt sei hier u.a. Angus Young von AC/DC, der den Leuten mit seiner Gibson SG einheizt. So kann man sich auch im Bereich Gitarrensaiten sicher sein, hochwertige Produkte zu erwerben, die nicht beim kleinsten bisschen reißen. Zumindest mir ist es erst zweimal (inkl. heute) vorgekommen, dass ich aufgrund einer gerissenen Saite einen neuen Satz aufziehen musste. Die Brite Wires haben einen sogenannten „Hex“-Stahlkern, nickelbeschichtete Umwicklungen und werden mit dem bewährten Tone Tempered ™ Verfahren hergestellt, was dazu führt, dass die Saiten besser und vor allem schneller zu stimmen sind.
<<< Klang >>>
Spielt man das erste Mal mit den Brite Wires, so wird man sofort positiv überrascht sein. So erging es jedenfalls mir, da ich sonst nur No-Name-Saiten verwendet habe und erst jetzt mitkriegte, was ich meiner Gitarre da angetan habe Die Gibson Saiten zeichnen sich durch einen extrem klaren, scharfen Attack aus (=Klang beim Anspielen), was sich vor allem beim Melodie-Spielen positiv bemerkbar macht. Aber auch zum Begleiten mit Akkorden eignen sie sich wunderbar, da sie trotz allem einen relativ warmen, harmonischen Klang besitzen. Des weiteren muss ich sagen, dass sich die Brite Wires im Gegensatz zu meinen sonstigen Saiten relativ langsam verstimmen und auch nach mehrmaligen Spielen noch ihren echten Klang besitzen.
Auf der Verpackung ist angegeben, wie oft man nach Meinung des Herstellers einen neuen Satz Saiten aufziehen sollte.
3-4 Std. pro Tag – wöchentlich
1 Std. pro Tag – aller 2 Wochen
1 Std. pro Woche – monatlich
seltener – aller 3 Monate
Also ich spiele etwa eine halbe Stunde pro Tag und ein Satz Brite Wires klingt bei mir ca. 3 bis 4 Wochen richtig gut. Profi-Spieler mit regelmäßigen Auftritten mögen da vielleicht anderer Meinung sein, für mich als Gelegenheits-Hendrix reicht das aber voll und ganz zu.
<<< Preis >>>
Die Gibson Brite Wires haben eine hervorragende Qualität – was sich auch im Preis widerspiegelt. Bekommt Otto-Normal-Verbraucher schon bei den Gibson Gitarren die Krise (ne Gothic SG zum Beispiel 1200 Euro), so sind auch die Saiten nicht gerade billig. Bei meinem Stammhändler kostet ein Satz 6 Euro, bei anderen Anbietern hab ich sie aber auch schon für 8 Euro oder mehr gesehen.
<<< Fazit >>>
Trotz des horrenden Preises kann ich die Brite Wires voll und ganz empfehlen. Der Klang ist einmalig und hat zumindest den (ideellen) Wert meiner Gitarre (Yamaha – jaja, lacht nur) verdoppelt, wobei natürlich der Gibson-Effekt eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Alles in allem perfekte Qualität zu einem „gehobeneren“ Preis, deshalb die untere Grenze von 5 Sternen (schade, dass man keine halben Sterne vergeben kann).
© 2003 by Eisloewe
P.S.: Wer sich näher über das gesamte Sortiment an Gibson-Saiten informieren möchte, dem sei www.gibsonsaiten.de empfohlen.
P.P.S: Es sei mir verziehen, dass ich nicht auf alle kleinsten Klangdetails eingehen kann, da ich relativer Gitarren-Neuling bin und mich auf diesem Gebiet noch nicht ganz 100-prozentig auskenne.