Les Paul Studio Gothic
28.12.2000 (29.12.2000)
Pro:
Preis/Sound
Kontra:
Lack glänzt mit der Zeit
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienkomfort:
mehr
 assinger
Über sich:
Mitglied seit:05.12.2000
Erfahrungsberichte:24
Vertrauende:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Gibson Les Paul Gothic ist vom Aufbau her identisch mit einer Les Paul Studio, mit dem Unterschied, dass sie mattschwarz lackiert ist, alle Mechaniken schwarz sind und das Griffbrett aus Ebony und nicht aus Rosewood angefertigt wurde. Auf der Rückseite des Halses befindet sich ein Porträt von Orville Gibson und auf dem Griffbrett wurde bis auf das für die Gothic-Serie typische Moon&Star Inlay im 12. Bund auf Markierungen (Dots) verzichtet. Gitarristen, die sich auf der Suche nach dem richtigen Bund an den Markierungen auf dem Griffbrett orientieren, sollten vielleicht zunächst testen, ob sie damit klarkommen sich nach den seitlich angebrachten Dots zu richten - aber das ist wohl nur ein wenig Gewöhnungssache. Hals (59er Gibson, flacher Radius, kurze Mensur) und Korpus sind aus Mahagony, wobei beim Korpus zusätzlich eine Ahornplatte als Decke fungiert. Der mattschwarze Lack wird an den Stellen, an denen der Arm aufliegt oder an denen die Gitarre regelmäßig berührt wird irgenwann glänzen.
Die Les Paul Gothic ist wie die Les Paul Studio in Sachen Design und Technik als Rockgitarre konzipiert. Dies merkt man insbesondere an den verwendeten Pickups, dem Gibson 490R (Halsposition) und dem Gibson 498T (Stegposition). Beides sind Pickups mit hohem Output, die aber trotzdem nicht zu agressiv sind und so insbesondere in Verbindung mit einem Röhrenverstärker auch in der Lage sind warme, bluesige Töne zu erzeugen (ich spiele einen Marshall TSL100). Auch clean erzeugt der Halspickup einen schönen, ausgewogenen Ton mit (für Les Pauls typisch) endlosem Sustain. Der Stegpickup ist weniger für cleane Passagen geeignet, besticht aber bei Overdrive/Distortion-Sounds durch einen kräftigen, durchsetzungsfähigen Klang mit ebenfalls viel Sustain. Auch bei schnellen Soli ist jeder Ton zu hören und unerwünschtes Feedback ist bei dieser Gitarre in Verbindung mit meinem Verstärker kein Problem. Der Klang der Gitarre ist insgesamt etwas heller, als der der Les Paul Studio. Dies dürfte daran liegen, dass das Griffbrett aus Ebenholz und nicht aus Rosenholz gefertigt wurde. Der Body hat ungefähr die gleiche Stärke, ist also dünner wie bei einer Standard Les Paul, die einen dunkleren Klang erzeugt und mir eindeutig zu schwer ist. Die Bespielbarkeit des Griffbretts ist klasse und auch mit der Halsdicke hatte ich kein Problem, da der Hals meiner ES135, die ich normalerweise spiele, diesem sehr ähnlich ist.
Alles in allem ist die Les Paul Gothic eine tolle Rockgitarre, die auch vom Design einiges hergibt und in Bezug auf den Sound die komplette Bandbreite von Blues nach Rock bis Metal abdeckt. Wer den extrem dunklen Les Paul Standard/Custom Sound vermisst, dem wird natürlich auch weiterhin nichts anderes übrigbleiben, als mindestens einen Tausender draufzulegen und auf Grund des Gewichts nach kurzer Zeit wie der bucklige von Soho über die Bühne zu krabbeln. Keep on rockin..... Auf vielfachen Wunsch hier der Preis:
2300.- inkl. Koffer (vor ca. 6 Monaten)
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14.03.2002 23:23
ich persönlich mag den Sound zwar nicht...aber das is ja geschmackssache. Grüße
30.11.2001 15:36
Wie gesagt, mir gefallen Deine Berichte außerordentlich gut! Aööerdongs ist Rosewood nicht Rosenholz, sondern Palisander;-) Das soll jetzt kein Besserwisser-Kommentar sein, sondern nur kurz darauf hinweisen;-) Keep on Shredding! Christian
13.05.2001 18:37
Guter und Interessanter Bericht. Du kannst ja mal mein Bericht über meine Kramer Vanguard Gitarre mal lesen. Gruss Dragonhard