Das Allround-Multitalent, die Paula für´s Studio
01.04.2003
Pro:
Eine gute und günstige Alternative zur Standart - Paula
Kontra:
Sehr schwere Gitarre
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bedienkomfort:
mehr
 MW-Freiburg
Über sich:
Mitglied seit:26.03.2003
Erfahrungsberichte:11
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, nachdem ich nun 10 Jahre an der Klampfe mein Talent ausübe und wirklich auch schon einige Sachen in Erfahrung bringen konnte, werde ich nun mal mein Feedback zur Les Paul Studio abgeben. Ich rede hier allerdings von einer origianl Gibson, nicht von der Tochterfirma (?) Epiphone, die übrigens auch ganz gute Gitarren machen aber durch die andere HArdware und Elektronik in Sachen Sound keineswegs mit den original-Produkten von Gibson zu vergleichen sind. Angefangen habe ich das Gitarre spielen auf einer Billig-Gitarre von Marathon. Für einen Anfänger sehr gut geeignet, aber will man höher heraus, dann lässt man besser die Finger von solchen Intrumenten, denn weiter bringen kann ein solches Instrument nicht wirklich. Wie auch immer, ich will ja hier über die Les Paul berichten und nicht mit anderem Geplänkel nerven. Also, angefangen wie gesagt vor ca. 10 Jahren. Habe dann auch bald danach mit 4 Freunden eine Band gegründet und als wir dann immer besser wurden, wollten wir erstmals in ein Tonstudio gehen, um unsere erste CD aufzunehmen. Da war die alte Klampfe dann wohl am Ende. So kam es dazu, dass ich endlich die Auswahl hatte. Und der Name Les Paul Studio passte ja schließlich auch gut zu unserem anstehenden Studio-Aufenthalt. Aber das war sicher nicht das Auswahlkriterium, dass mich dazu veranlasste, solch ein Instrument zu wählen. Um ganz ehrlich zu sein hat primär der Preis und sekundär das Design eine Rolle gespielt und mich letzendlich vom Kauf überzeugt. Denn im Vergleich zur Standart-Les Paul ist diese (damals) ca. 1000,- DM billiger und auch in der Farbe schwarz erhältlich. Also bin ich in ein Musikgeschäft, um auch mal anzuspielen. Hatte dann die Studio in der Hand und gleich darauf die Standart, um einen perfekten Vergleich zu ziehen. Großartige Unterschiede konnte ich allerdings nicht erkennen, was jedoch nicht an mir lag, sondern an dem Musikgeschäft, denn will man eine Gitarre ausführlich testen, dann muss man einen passenden Verstärker dazu haben. Denn was bringt es, wenn man eine Schallplatte anhören mag, aber der Plattenspieler Schrott ist (ja, ich weiss, schlechter Vergleich). Naja, wie auch immer. Ich war jedenfalls gleich in dieses Instrument verliebt. Um allerdings keinen voreiligen Entschluss zu fassen habe ich mich dann auch noch mit anderen Gitarristen unterhalten, die mir dann letzendlich dieses Intrument empfohlen haben. Habe dann allerdings die Fachzeitschrift GUITAR gekauft, alle Anzeigen angerufen und beim billigsten (sage und schreibe 1400,- DM --> ein echtes Schnäppchen) eingekauft. Im Klangbild ist sie nicht ganz so vielseitig wie die Standart, kommt aber nahezu an sie heran. Lediglich die ruhigeren Sounds sind bei der Standart etwas weicher, dass liegt am Korpus, da die Studio aus Mahagony ist und die Standart (glaube ich) noch eine andere Holzart eingemsischt hat. 24 Bünde lassen Dich auch bei einem Solo gut dastehen. Den Steg kann man individuell verstellen, um den Saitenabstand zum Griffbrett einzustellen. Dies allerdings ist eigentlich nicht nötig, da die Herren Gibson ab Werk eine Standart-Einstellung haben, die einfach Allround-tauglich ist. Der Hals ist geleimt, was bei (fast) allen Gibson-Modellen üblich ist. Meiner Meinung nach von Nachteil, weil das Auswechseln dadurch sehr problematisch und eigentlich nur von Fachmännern zu handhaben ist. Aber wozu denn auch auswechseln. Das Griffbrett ist sehr gut verarbeitet und nicht umsonst steht Gibson für Qualität und guten Sound. Das Design ist zeitlos. Da ich schwarz bevorzuge natürlich auch farblich ein Leckerbissen. Und dann noch die goldene Hardware dazu. Die Gitarre ist auf 3 Sound-Modi einzustellen. Der Schlater, mit dem man das einstellen kann, ist perfekt stationiert, so dass man auch während des Spielens mit einem Griff zwischendurch den Schalter umhauen kann. Damit kann man auch sehr wirre Soundeffekte machen. Dreht man den Volumeregler der oberen beiden Modi zu, hat man nur noch auf dem unteren "Gang" Saft. So kann man durch schnelles hoch- und runterschalten des Reglers kurze Unterbrechungen in einen ausklingenden Ton einbauen. Dies hat auch schon Tom Morello (Rage against the Machine) in Bulls on Parade gemacht (zugegebenerweise habe ich es mir auch genau bei dem abgeschaut). Will man clean spielen, so sollte man den Regler in Mittelstellung bringen. Man hat dann beide Tonabnehmer in Betrieb und kann auch ganz individuell das Klangbild der einzelnen Tonabnehmer an 4 verschiedenen Poti-Reglern einstellen. So kann man einen sehr warem Sound rausholen. Stellt man den Regler ganz nach oben, hat man einen sehr dumpfen SOund. Für mich ist der nicht wikrlich oft von Bedeutung, aber man kann sehr verschickte SAchen damit machen. Volle Power ist natürlich, wenn man den Regler nach unten stellt, so dass nur der untere Tonabnehmer den "Ton abnimmt". Also individuelle Einstellungen für jedermann und jeden Sound. Nicht umsonst hat die Les Paul als eine der besten Gitarren so lange überlebt, hinweg über Jazz, Blues, Rock´n´Roll, Metall, Hardcore, Punk. Früher war dieses Stück ´durch sein Design das bevorzugte Stück bei Blues- & Jazzgitarristen. Aber da sich der Trend etwas geändert hat, sieht man auch bestimmt seit 12 Jahren selbst Pantera mit sowas auf der Bühne stehen. Die beiden einzigen Nachteile an dieser Gitarre: --> Das Gewicht...die ist so verdammt schwer, dass mir nach einer langen und ausführlichen Probe im Stehen (oder auch nach einem Konzert) der Rücken wehtut. Die Kante ist sehr hart und eckig und hat mir schon sehr oft das Knie wundgehauen. --> Die Saiten reisen auf dieser Gitarre sehr schnell, da der Steg sehr scharfkantig ist. Um dem Problem eine Abhilfe zu bieten, sollte man den Steg ausbauen und mit leichtem Schmirrgelpapier (mein Gott, wie schreibt man das) etwas ausschleifen. Dies bringt allerdings nur was, wenn man es alle 3 Monate macht.
So, nun hoffe ich, ich konnte euch mit meinen Erfahrungen über dieses Instrument etwas weiterhelfen. Noch ein kleines Wort zu bevorstehenden Kommentaren: Ich bin neu hier bei Ciao.com. Lese mir sehr viele Berichte durch und wenn sie ich nichts mit ihnen anfangen kann, dann bin ich halt beim falschen Beitrag. Ich musste leider die Erfahrung machen, dass die Berichte (auch meine) sehr schnell vervorurtilt werden und da dann in den Kommentaren so richtig negatives (sowie auch sinnloses) Zeug erscheint. Ihr düft bei mir gerne negativ bvewerten oder kommentieren, aber tut das auch nur wirklich, wenn ihr Ahnung von der Sache habt. Ansonsten muss ich euch leider (in meinem Kopf) zu den "Ich-würgs-euch-rein-weil-ihr-Konkurrenten-seid"-Leuten setzen. Der Sinn von Ciao sollte doch sein, das man sich gegenseitig hilft und nicht gegenseitig disst, oder? Und ein "zu kurz" kann ich auch nicht akzeptieren, denn über eine Gitarre kann man ca. 1 Mill. Worte schreiben und weiss durch 1 sekunde spielen mehr über dieses Instrument als durch die Worte...
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
30.05.2005 20:10
Informativ (des mit dem scharfen STeg) aber unübersichtlich
26.06.2003 19:19
Hi MW-Freiburg, also zu Deinem Bericht, da ich selber ne Studio und zwei Standart, aber auch ne Epi Paula habe. Stimme Dir zu, der Sound ist sehr vielseitig. Das Gewicht ist etwas hoch, kommt doch aber dem Sustaine zugute..:-)Also rundrum, wer eine Axt für's Leben sucht ist da sicher richtig. Nur würde ich keine Gitarre(wenn ich mich auf ein Modell festgelegt habe) nach dem Preis kaufen. Da zahle ich lieber ein paar Teuro's mehr und gehe in ein Geschäft. Probiere solange aus, bis ich eine gefunden habe die mir am besten in der Hand liegt. Zu dem Punkt "uns helfen" ich finde wir schreiben die Berichte ja nicht nur um etwas zu Verdienen sondern um auch Anderen unsere Persönlichen Erfahrungen mitzuteilen. Und auch bei den Kommentaren spielen die Persönlichen Erfahrungen eine Rolle. Zumal, ja jeder seine eigenen macht....;-)) Deswegen, finde ich Deinen "Ich-würgs-euch-rein-weil-ihr- Konkurrenten-seid" Spruch nicht OK......sorry ist meine Meinung. Wie gesagt, der Bericht ist OK. Grüße aus Frankfurt/Main Holli
11.05.2003 19:31
Hmm...an und für sich guter Bericht, nur es heisst "Standard" und nicht "Standart" sowohl auf Englisch wie auch im Deutschen, und die Gitarre ist ebenfalls als "Gibson Les Paul Standard" zu haben. Der Unterschied zwischen Epiphone und Gibson liegt meistens nichtmal so gravierend an der Hardware (Humbucker, Potis, Elektronik), sondern viel mehr an der Qualität des Holzes (Gibson Hölzer haben zb länger Zeit zum Trocknen) und vor allem auch an der Verarbeitung. Dies gilt für die meisten Gitarren, meines Wissens, wie zb Jackson USA und Jackson Japan, Fender USA und Fender Mexico, und eben auch Gibson und Epiphone. Dass Epiphone aber auch erstklassige eigene Gitarren bauen stellen nicht zuletzt Noel und Liam Gallagher in Beweis.