... Ein besonders krassen Beispiel stellt dabei der offizielle Soundtrack zu „Godzilla“ dar, der mit dieser Kategorie wohl eigentlich angesprochen (jedoch von mir sowohl hinsichtlich des Hörens als auch dieses Beitrags weitgehend ignoriert) wird.
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Erfahrungsbericht von Filfar über Godzilla - The Album - Soundtrack 02.03.2002
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
annehmbar
Langzeithörspaß:
wird nie langweilig
Pro:
überragende Musik
Kontra:
nur leider schwer erhältlich
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Mit der Filmmusik ist das so eine Sache. Kein Filmemacher würde ernsthaft leugnen wollen, dass der Musik für das Funktionieren und Wirken eines Films eine herausragende Rolle zukommt. Erst durch die musikalische Untermalung erhalten Bilder oftmals den Charakter, den sie erzielen sollen. Die Musik kann dabei lauter oder etwas leise eingespielt werden, und dabei bewusst oder eher unbewusst die Wahrnehmung beeinflussen.
Soweit so gut. Aber was die Wirkung der Filmmusik außerhalb des Kinosaals angeht, da gehen die Meinungen offenkundig weit auseinander. Hier herrscht in weiten Teilen die Auffassung vor, dass nun umgekehrt die Musik (zumindest die orchestrale oder symphonische) ohne die Bilder wirkungslos verpufft. Anders kann ich mir jedenfalls die Veröffentlichung so mancher Soundtrack-CD nicht erklären. Ein besonders krassen Beispiel stellt dabei der offizielle Soundtrack zu „Godzilla“ dar, der mit dieser Kategorie wohl eigentlich angesprochen (jedoch von mir sowohl hinsichtlich des Hörens als auch dieses Beitrags weitgehend ignoriert) wird.
Jeder kennt wohl das Musik-Video von Puff Daddy, seit seiner Revolver-im-Restaurant-Affäre besser als Piff Diddy (wie originell) bekannt, wo selbiger in einem Hochhaus mit einem Orchester im Hintergrund den Song „Come with me“ einspielt, während immer wieder das Godzilla-Monster auftaucht. Ich erspare mir jetzt die ohnehin bekannten Bemerkungen dahin gehend, dass die Gitarrenriffs nur gecovert waren. Der Song war überaus erfolgreich und wurde ganz gezielt zur Filmwerbung eingesetzt – oder auch anders herum. Im Film selbst taucht der Song erst im Abspann auf.
Dies unterscheidet ihn damit stark von den übrigen Songs auf dem „Godzilla“-Album – die fanden nämlich im Film gar keine Berücksichtigung. Damit erweist sich diese CD, auch wenn sie den Untertitel „Music from and inspired by“ trägt, als totale Mogelpackung. Ich werde natürlich niemanden beweisen können, dass sein Song nicht „inspired by“ Godzilla war. Nur ist dies doch eine sehr lose Verbindung zu einem Film und verdient dann sicher nicht die Bezeichnung „Soundtrack“. Diese Inspirationswerke sind nicht von den Godzilla-Machern erfunden worden. Ähnliches war schon beispielsweise bei „Mission: Impossible“ zu beobachten. Dort waren vom gleichnamigen Song-Sampler immerhin noch drei Stücke im Film vertreten. Vor allem aber erschien gleichzeitig auch eine CD, welche die eigentliche instrumentelle Filmmusik enthielt (im Folgenden „Score“ genannt), im CD-Handel. Dieses Manko, das offizielle Veröffentlichen des eigentlichen Scores, haben die Godzilla-Macher bis heute nicht bereinigt. Dabei gibt es die Musik durchaus – wenn auch nur als Promo-CD. Grund genug, der tatsächlichen Filmmusik zu Godzilla einen Beitrag zu widmen.
Den Score zu Godzilla schrieb David Arnold, der zuvor für Regisseur Roland Emmerich bereits bei „ID: 4“ arbeitete und mit seiner Musik zu den letzten beiden James-Bond-Filmen den endgültigen Durchbruch erlebte. Schon bei seiner Musik zu „Tomorrow never dies“ musste Arnold erleben, wie sein Schaffen zugunsten stimmiger Pop-Musik zunächst zurückgedrängt wurde. Zwischenzeitlich wurde jedoch auch ein reines Score-Album nachgereicht.
Bei Godzilla schlug das Schicksal dann noch härter zu. Auf dem vorgenannten Album ist Arnold gerade mal mit zwei Tracks vertreten. Zum einen das Stück „Opening Titels“, welches eine brillante Untermalung der m. E. besten Szene des Films, was eben nicht zuletzt an der Musik liegt, bietet: den Atombombentest in einem Südsee-Atoll, der sich schließlich im Auge einer Echse wiederspiegelt. Das ca. 2 minütige Stück beginnt ganz langsam und ruhig, bis sich die eingesetzten Bläser dabei von einem Chor begleitet zu einem dramatischen Höhepunkt steigern. Weiterhin findet sich auf dieser CD noch das Stück „Looking for Clues“, das sehr ruhig gehalten und mit einem leicht ironischen Unterton versehen ist. Das war dann auch schon der Score-Anteil. Vielleicht kann man die Stücke, die auf der CD mit Bands wie „Rage against the Machines“ konkurrieren, als originelle Abwechslung ansehen. Fans, die sich die CD wegen der Songs gekauft haben, werden die Musik von David Arnold wohl eher als überflüssiges Beiwerk betrachten. Sie sind auch irgendwie deplatziert.
Wesentlich besser kommt der Score zur Geltung, wenn er in Reinkultur gehört werden kann. Dieses ist, wie gesagt, nur auf einer schwer erhältlichen Promo-CD möglich. Falls sich nun jemand fragt, ob es sich lohnt, danach Ausschau zu halten, dann sei diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet. Der auf der CD vorhandene Score umfasst ca. 50 Minuten. Angesichts eines Films mit einer Länge von knapp 140 Minuten mag also auch diese CD allenfalls eine lückenhafte Veröffentlichung sein, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
Die Musik von David Arnold ist, was angesichts der Filmvorlage kaum verwundern kann, überwiegend als lautstarker Action-Score angelegt. Da „Godzilla“ aber auch viel Leerlauf enthält, hat Arnold dementsprechend auch weniger pompöse Passagen entwickelt. Das alles ergibt zusammen einen Mix, der absolut hörenswert ist.
Die Komposition ist orchestral ausgerichtet, jedoch wurden zumindest die Tracks zu den Action-Szenen mit einem schnellen und poppigen Sound unterlegt, dass jedenfalls bei mir der Eindruck entstand, hier hat Arnold zusätzlich auch einen Synthesizer zum Einsatz gebracht. Dadurch wird der Kontrast zwischen den leisen Tönen und den lauten Krachern noch zusätzlich verstärkt. Auf der CD ist dies wunderbar herauszuführen anhand der Stücke „Rampage and Pursuit“ und „Top Secret Videotape“ – schon allein deshalb, da diese beiden Tracks direkt hintereinander auf der CD platziert wurden.
Sind die „Opening Titles“ als erster dramaturgischer Höhepunkt anzusehen, so muss als Action-Highlight der Track „Madison Square Garden“ betrachtet werden. Ist der Anfang hier noch recht ruhig gehalten, so setzen urplötzlich eruptiv Lautstärke und Tempo ein, bis sich die Ereignisse und damit auch die Musik geradezu überschlagen. Selbstverständlich besticht auch bei „Taxi Drive“, wo versucht wird, im Taxi vor Godzilla zu fliehen, die grandiose Geschwindigkeit. Aber meine Wertung halte ich dennoch aufrecht.
Bei allem Lob sollen allerdings nicht die Schwachpunkte verschwiegen werden. Womöglich ist es nicht Arnold allein anzulasten, sondern hat hier Regisseur Roland Emmerich dabei seinen unheilvollen Einfluss gelten gemacht, aber der Chor, der bei „Au Revoir“ zum Einsatz kommt, klingt abscheulich kitschig. Offenkundig sollte Arnold mit Brachialgewalt ein wenig Trauerstimmung für das erlegte Monster erzeugen. Dieses Vorhaben ist vollständig misslungen, aber auch der einzige Fehlgriff auf der CD, die passenderweise mit den „Closing Titles“ schließt.
Wer die bisherigen Musiken von Arnold mochte, der wird von diesem Soundtrack begeistert sein. Eigentlich bleibt abschließend nur noch festzuhalten, dass diese überragende Musik an einem derart überflüssigen Film verschwendet wurde, dessen Macher sie auch nicht angemessen zu würdigen wussten (s. o.).
Als Anhang nun noch eine Trackliste, damit einmal verdeutlicht wird, was dem offiziellen CD-Handel vorenthalten wird:
1. Opening Titles 2. Looking For Clues 3. Fishing With Gojira 4. No Need To Panic 5. The Plan 6. The Bait 7. Rampage and Pursuit 8. Top Secret Videotape 9. Nick Off The Project 10. Going After The Nest 11. Madison Square Garden 12. On The Air 13. Taxi Driver 14. Au Revoir 15. Closing Theme
Total Timing: 49 Min
PS
Für den Fall, dass sich jemand fragt, wo es den Soundtrack zu bekommen gibt, werfe ich das Stichwort „eBay“ in die Runde. Erforderlich sind darüber hinaus noch die Beachtung zwei weiterer Stichwort: Geduld und Glück.
PPS
„Godzilla“ wird am morgigen Sonntag, 03.03.2002, ab 20.15 Uhr, auf Pro 7 ausgestrahlt. Ich vermag nicht zu beurteilen, ob es sich lohnt, den Film allein der Musik wegen anzugucken. Wer das Wagnis eingehen will, dem wünsche ich viel Spaß.
Letzte Worte:
Die Bewertungen beziehen sich selbstverständlich auf den Score udn nicht auf das "Album".
Pro: super Musik -> alles Kontra: wird jetzt wahrscheinlich nur noch schwer zu bekommen sein, oder?
Godzilla – was für ein Soundtrack!!!!
Eigentlich bin ich nur wegen der Musik rein. Aber der Film war nicht so toll. Die CD dagegen umso mehr!!! Natürlich kommt es darauf an, was man für Musik hört.
Aber gleich zu Beginn die Wallflowers (Sänger ist der ...
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Pro: guter HipHop aber auch alles andere Kontra: //////
Schon über ein halbes Jahr vor dem Deutschland- Start des Filmes Godzilla, zu dem ich übrigesn auch einen vielgelesenen sehr nützlichen Bericht geschrieben habe, konnte man schon den Soundtarck zu diesem Film ganz weit vorne in den Chart beobachten. Dann ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Super Interpreten, charts Kontra: nicht bekannt
Der Godzilla Soundtrack hat sehr viele gute Lieder zu bieten. Einmal die Hit-Single "Come with me" von Puff Daddy und Jimmy Page, die bis in die Top 5 der deutschen Charts kam. Außerdem wurde noch "Deeper Underground" von Jamiroquai veröffentlicht. Auch A ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
sehr hilfreich
29.12.1999
Geil Bewertung für Godzilla - The Album - Soundtrackvon
flyman
Pro: Power Kontra: hä
Das war das erste was mir bei diesem Lied eigefallen ist. Es ist einfach toll.Es gibt power wenn man irgendetwas macht das einem zum Hals raushängt. Puff Daddy mit Come with me hat mit diesem Song einen echten Volltreffer gelandet. es ist kein Softie Lied ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
nicht bewertet
12.02.2000
Man hört IHN laufen Bewertung für Godzilla - The Album - Soundtrackvon
tombom
Pro: Irre Beats Kontra: Irre Beats
Dieser Soundtrack ist einfach genial. Der Titelsong von Puff-Daddy "Come with me" hat genau den Beat, der einem das Riesen Monster Baby so real erscheinen lässt. Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber ich kann mir vorstellen, dass der Soundtrack, ziem ...
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Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
nicht bewertet
12.02.2000
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