Erfahrungsbericht über

Good Feeling - Travis

Gesamtbewertung (13): Gesamtbewertung Good Feeling - Travis

 

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TRAVIS - Die Erste

4  20.07.2003

Pro:
frisch, natürlich, rockig, nett

Kontra:
nicht gerade was Neues

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

Häufigkeit der Nutzung

Dieser Tonträger ist:

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Boda

Über sich: "Gerade wenn wir alle in einem Boot sitzen sollten wir froh sein, dass nicht alle auf einer Sei...

Mitglied seit:07.05.2001

Erfahrungsberichte:123

Vertrauende:13

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 53 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Es war bereits 1997 das die Band Travis, bekannt erst 1999 durch wirkliche Hits wie „Why does it always rain on me“ oder „Sing“, ihr erstes Album „Good Feeling“ herausbrachten.
Damals wollten Travis sich noch als richtige Rock `n Roll Band fühlen.
So klingen die Stücke, 12 an der Zahl, sehr nach klassischem Rock. Und den Beatles. Nun konnte ich den Beatles nie sonderlich viel abgewinnen (nein, bitte steinigt mich nicht!), Travis aber wohl schon.

Hmm...schauen wir und zunächst einmal die AUFMACHUNG an. Sehr schlicht. Sympathisch, aber eben mit seltsamen Figuren blicken einen vor schwarzen Hintergrund auf dem Cover die vier Schotten, das sind Fran, Dougie, Andy und Neil, an, auf der Rückseite ein klassisch britisches, vielleicht Londoner Haus, in dem sich die Jungs verteilt haben und noch einmal sympathisch in die Kamera blicken. Alles recht brav. Alles sehr nett.
Das Booklet voll mir Fotos, Eindrücke von der Arbeit an dem Album. Die Songtexte, falls jemand mitsingen will bei den SONGS:

1. All I Want To Do Is Rock

tack, tack, tack
“Hey! I would really like to talk to you!” schmettert Fran Healy uns fröhlich entgegen.
“I’m a foot without a sock without you!”
Ein fröhlicher Song voller Energie. Die richtige Einleitung zu diesem entspannt rockigen Album, das niemals verkrampft klingt. Richtig nett. Auch das Video, dass es übrigens auf travisonline.com auch zum Ansehen gibt, ist nett.


2. U16 Girls

Fröhlich wird wieder daher gerockt.
„nanananananananana“ ist eine Ohrfeige für die, die sich um Rock bemühen und es nicht hinkriegen. So einfach und gut kann es klingen.
Travis leben ihre Musik wird hier wieder deutlich. Und wir leben sie mit ihnen.

3. The Line Is Fine

Hier geht’s ehrlich zur Sache: “Look at me, I’m so disgusting, I will never find another quite like you, you make me blue with the things you do.”
Auch dieser Song wieder rockig, die Lyrics aber etwas komplexer, etwas tiefer gehend.
„What’s the point in silly talking, we could get there quicker walking“ zeigt das Lebensgefühl, das Travis uns mit diesem Album vermitteln wollen.

4. Good Day To Die

Es wird textlich etwas melancholisch, seltsam, insgesamt etwas düsterer, nicht mehr so fröhlich.
„Girl with the flower, boy with the hammer, lost in a forest on another planet find me the exit, find them the way home” ist schon eine richtige Allegorie. Es geht weiter: “Your head is a brick wall and your heart is a football and your eyes broken windows when you cry it’s a good day (to die)”
Schmiegt sich vom Sound geradezu an die ersten drei Songs, bringt aber noch etwas naive Verzweiflung rein.

5. Good Feeling

Quasi der Titelsong. Beginnt fröhlich, klingt wie ein positiver Love Song, Fran lacht fast beim Singen. Dann leiser, dann der Dämpfer: “I got a good feeling that I know I’m not missing anything you’re giving isn’t worth this good feeling.”
Sehr lustiges Lied dennoch, dank einer netten “Klimperei zwischendurch”.

6. Midsummer Night’s Dream

„I had too much to drink, don’t ask me now, head in the sink“. Etwas betrunken klingt Fran tatsächlich, etwas verwirrt. Lustig-fröhlicher Song, aber das „too much“, in das er sich am Schluss reinsteigert, das irgendwann nur noch Geschrei ist, das nervt irgendwie doch irgendwann.

7. Tied to the 90’s

Echt klassischer Rock aus den frühen 90ern soweit ich das beurteilen kann…
Sie können sich nicht recht entscheiden „We’re tired of the 90’s, but we are tied to the 90’s. Remember the 80’s were worse than the 90’s. Keiner meiner Lieblingssongs. Klingt irgendwie echt nach den Beatles.

8. I Love you Anyways

Es wird ruhiger. Eine Ballade. Eigentlich eine nette kleine Geschichte. Man muss hinhören, sonst ist dieser Song ganz furchtbar langweilig. Richtig niedlich. Hier zeigt sich dann aber, das Fran auch richtig melancholisch, nachdenklich, traurig singen kann. Sehr hübsches kleines Liedchen.

9.Happy

Jetzt wird’s richtig fröhlich. Wird heute noch gern als Abschlusslied auf Konzerten gespielt. Ich hätte vorher nie gedacht, dass ein fröhliches Lied gut sein kann...
„Blow me a kiss I’ll be happy the rest of my life.”, schmettert Healy.
“Now I’m gonna tell you what I’ve been thinking and I got a hunch that you are thinking the same thing and with some luck we’ll be lying together tonight.”
Ein Song, der nicht nur happy klingt, sondern das Gefühl auch vermitteln kann. Also super zur Aufheiterung.

10. More Than Us

Nun wird es wieder sehr still. Auch etwas philosophisch: „And everybody calls it love but I’m not really sure if it’s love“. Der Song geht beim ersten Hören sehr leicht unter, aber als ich ihn mir mal in Ruhe angehört habe, hatte ich hinterher einen angenehmen Ohrwurm davon.

11. Falling Down

Auch dieser Song eher ruhig. Ein trauriges Liebeslied.
„And I got a kick out of you now I’m falling down.…
…and I’m getting used to the floor forever falling”
Ein Lied, das sehr traurig macht und Gefühle weckt. Wunderschön.
Fran’s Stimme klingt sehr wie immer sehr natürlich, so, als wäre technisch nicht viel rumgeprokelt worden. Das verbitte ich mir auch. Denn so kann man die Gefühle wirklich hören und fühlen.

12. Funny Thing

Was so rockig begann geht melancholisch, nur teilweise lauter, rockig werdend, zu Ende. Eine Art Fazit des Albums.
„people seldom change, they all just stay the same“
Sehr stimmungsvoll.


“Good Feeling” ist INSGESAMT ein sehr schönes, zeitweise rockig-fröhliches, dann wieder melancholisch-tiefsinniges Album. Ein sehr gutes Debüt, dass damals auf vie hoffen ließ, auch wenn es in Deutschland nie so richtig den Sprung in die Charts schaffte.
Es klingt ganz anders als die Alben, die Travis später gemacht haben. Es klingt etwas ungereifter, aber dafür natürlich, spritzig und vermittelt viel junge Energie, die man immer wieder gerne hören müsste.

Für Travis Fans natürlich ein Muss, aber auch für die, denen Travis spätere Alben vielleicht etwas ruhig sind. „Good Feeling“ ist rundum eine saubere Sache, da macht es auch nichts, das einiges sehr von diversen Vorbildern inspiriert klingt... Die Frische zählt.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Lorin76

Lorin76

16.09.2003 19:33

Ich habe dieses Album auch. "The man who" gefällt mir zwar um einiges besser, aber "Good feeling" kann sich auch hören lassen.

PositivesElektron

PositivesElektron

20.07.2003 23:21

von travis kenne ich nur drops of jupiter!

Hasan-Halit

Hasan-Halit

20.07.2003 23:07

Guter Bericht, doch die Musikrichtung ist nicht so mein Stil. Sh. cu Hasan-Halit

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