La Negra schweigt nun...
07.10.2009
Pro:
Poesie und Kraft in Musik, Texten und Stimme
Kontra:
Das Pro erschließt sich erst ganz, wenn man die Texte versteht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Pessoa
Über sich:
Literatur ist für mich nicht nur Unterhaltung oder zweckfreie Kunst – Literatur ist auch politische ...
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Widerstand. Nach sehr opfervollen und langwierigen Auseinandersetzungen wurde vor 60 Jahren eine Verfassung aufgeschrieben, die gern als die fortschrittlichste Verfassung auf Deutschem Boden bezeichnet wird – das offizielle Deutschland feiert derzeit 60 Jahre Grundgesetz. Es wird viel über die Errungenschaften des Grundgesetzes gesprochen und geschrieben; z.B. die freiheitlich demokratische Grundordnung, die Gewaltenteilung, das Rechtsstaatsprinzip oder den Sozialstaatsgedanken. Ohne Zweifel sind das buchstäblich Errungenschaften… sie mussten unter hohen Opfern errungen (im Sinne von erkämpft) werden. Bezeichnenderweise wird über ein in der Verfassung verbrieftes (Menschen-)Recht selten oder gar nicht gesprochen: Das Recht jedes Menschen, sich unter bestimmten Bedingungen gegen staatliche Gesetze auflehnen zu dürfen bzw. ihnen den Gehorsam zu verweigern; das Widerstandsrecht. Es umfasst sowohl passiven Widerstand durch Gehorsamsverweigerung als auch aktiven Widerstand durch Gewalt, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.
Mit diesem Recht soll nicht nur verhindert werden, dass eine Machtübernahme durch nichtdemokratische Handlungen der Exekutiven oder Legislativen (insbesondere die Feststellung des Spannungs- oder Verteidigungsfalls) das politische System in Deutschland gleichsam aushebelt und es damit zu einer Diktatur kommen kann, bei der eine wirkliche Kontrolle der ausführenden Organe durch das Volk nicht mehr gegeben ist… es entspringt auch aus der Erfahrung, dass staatliche Organe durchaus rechtswidrig handeln können, selbst wenn sie durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes handeln: Auch geschriebenes Recht kann Unrecht sein. Gerade wenn Regierungen versuchen den gesellschaftlichen Konsens der Sozialstaatlichkeit aufzukündigen, ist Widerstand geboten. Montesquieu formulierte das so: „Ein Fürst, weit davon entfernt, seine Untertanen glücklich leben zu lassen, sie unterdrücken und vernichten will, so endet die Grundlage des Gehorsams; nichts bindet sie mehr, nichts knüpft sie mehr an ihn; und sie kehren wieder in ihre natürliche Freiheit zurück.“
* * * Nun ist es nicht jedem Menschen gleich gegeben, im Sinne des Widerstandsrechts ungehorsam zu sein oder gar aktiv – unter Einsatz seiner Existenz oder gar seines Lebens – Widerstand zu leisten. Darüber hinaus werden zu allen Zeiten Regierungen und Regime alles daran setzen die Völker propagandistisch so zu beeinflussen, dass sie Ungerechtigkeit erdulden oder gar gut heißen, um Widerstand gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wenn dann Einzelne in solchen Systemen dennoch Widerstand leisten, kommt die Gefahr nicht nur aus Richtung der Machthaber, sondern auch noch von jenen, denen man den Widerstandsgedanken erfolgreich ausgeredet hat; es droht Verrat.
Ein Mensch der all das hat erdulden, aushalten und ertragen müssen und dennoch sich nicht hat unterkriegen lassen ist nun hochgeehrt, ja sogar weltweit geliebt, gestorben: Mercedes Sosa. Sie war zwar das was man ein Star nannte, aber sie hat nie vergessen woher sie kam, wie sie wurde was sie war und für wen sie ein Leben lang gearbeitet hat – und nie haben es ihr die Menschen vergessen. Die Argentinische Regierung bahrte sie im Präsidentenpalast auf, damit die Menschen gebührend Abschied von ihr nehmen konnten. Das kommt nicht von ungefähr… denn ohne Mercedes Sosa ist die Geschichte Argentiniens nicht denkbar und diese Regierung nicht im Amte. Ihre biographischen Daten führe ich etwas ausführlicher aus, weil ich diese Besprechung auch als Würdigung und Nachruf verstanden haben möchte: Haydée Mercedes Sosa, liebevoll La Negra (die Dunkle) genannt, wurde just am 9. Juli 1935 und just in Tucumán, einer Stadt im Norden Argentiniens, zu Füßen der Anden, geboren. Der 9. Juli ist der Nationalfeiertag Argentiniens und in Tucuman wurde die Unabhängigkeitserklärung dieses Landes ausgerufen. Mercedes gibt zu Protokoll: „Meine Mutter erzählte, dass ich früh um sechs Uhr zur Welt gekommen bin. Am Unabhängigkeitstag um diese
Bilder von Gracias a La Vida - Mercedes Sosa
Stunde werden in Tucuman traditionell 21 Kanonenschüsse abgefeuert.“ Die ersten Worte ihrer Mutter nach der Geburt der Kleinen waren: Aus diesem Mädchen wird etwas Großes, wenn seine Geburt so begrüßt wird.
Wenngleich sich diese Annahme durch nichts aus ihren Lebensumständen hat rechtfertigen lassen, sollte sie dennoch Recht behalten. Mercedes wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, mit dem Hunger als häufigem Wegbegleiter, denn die Mutter musste mit ihrem kümmerlichen Verdienst die Familie, ihren Mann und die Kinder, durchbringen. Wenn es das Wort schon gegeben hätte, hätte man von einer multikulturellen Familie sprechen müssen; die Mutter hatte französische Vorfahren, der Vater indianische Wurzeln… und nirgends ist Argentinien argentinischer als in Tucuman. Die junge Mercedes wuchs auch mit all der Musik dieser Kulturen auf und die Musik wurde dann auch die Möglichkeit des Ausbruchs aus diesem Milieu. Im Jahr 1960 begann sie öffentlich zu singen – ihrer Eltern wegen zunächst unter Pseudonym, trat sie bei einem örtlichen Radiosender auf, mit dem Zeugs, das man seinerzeit so hören wollte, argentinische Folklore eben; ihre Stimme fiel auf. Mercedes hatte inzwischen den Komponisten und Sänger Manuel Oscar Matus geheiratet (das war 1957) und ab 1958 lebten sie in Buenos Aires. Dort begründeten sie, zusammen mit Armando Tejeda Gómez und César Isella, eine neuen Musikrichtung: den Nuevo Cancionero Argentino. Dem Beispiel ihres Landsmanns Atahualpa Yupanqui folgend, wollten sie der „Volksmusik eine neue Würde“ verleihen und verbanden die traditionellen Rhythmen und Melodien ihres Landes mit sozialkritischen Texten; was auf ganz Lateinamerika ausstrahlte.
Ab 1962 folgten ihre ersten Plattenaufnahmen, die allerdings wenig erfolgreich waren; sie blieben weitgehend ohne Beachtung. Doch bereits Mitte der 1960er Jahre kam der Durchbruch für Mercedes Sosa und ihr „Neues Lied in Argentinien.“ Sie hatte zu ihrem unverwechselbaren Stil gefunden, einer Verschmelzung von lateinamerikanischer Folklore und den Traditionen der spanischen/lateinamerikanischen Lyrik. Sie hat nie eigene Lieder geschrieben und doch ist jedes einzelne das sie sang zu so etwas wie ihrem Lied geworden; auch wenn die Autoren noch so groß waren, wie z.B. der Literatur-Nobelpreisträger Pablo Neruda, Víctor Jara oder Atahualpa Yupanqui. Sie meinte ohne jede Spur von Überheblichkeit: „Es gibt so viele Leute, die gute Lieder schreiben – da besteht wirklich kein Bedarf.“ Diese Bescheidenheit hat sie immer ausgezeichnet und darüber hinaus hat sie Mercedes immer daran erinnert woher sie kam. Sie stammte auch aus einem politischen Elternhaus und als die Zeiten schwieriger wurden, wandte sie sich der politischen Linken in ihrem Land zu. Sie begriff ihre Aufgabe als Sängerin auch als „Pflicht, Ungerechtigkeiten anzuklagen, eine Botschaft des Kampfes und der Hoffnung zu übermitteln“. Sie tat ihre Pflicht indem sie sang und überschätzte sich dabei niemals. Sie sagte einmal, man könne nicht zu viel von einem Künstler erwarten. Der Kampfgeist eines Sängers drücke sich auch und vor allem im Grad seiner Aufrichtigkeit aus. Und diese Aufrichtigkeit verkörperte sie mit jeder Faser ihres Leibes, jedem Funken ihres Geistes und jedem Hauch ihrer Seele.
1976 putschte das Militär. 30 000 Argentinier wurden von Armee, Polizei und Todesschwadronen umgebracht, weil sie Linke waren oder dafür gehalten wurden. Dass auch Mercedes eine Linke war, war bekannt und sie wurde zwar auch deswegen schikaniert, aber regelrecht verfolgt wurde sie deswegen, weil die Menschen auf sie hörten. 1978 wurde sie verhaftet und entkam dem Gefängnis mit Hilfe eines Anwalts. Doch die Junta gab keine Ruhe und jagte sie aus dem Land. Am 2. Februar 1979 musste sie ins spanische Exil. Während der Zeit ihres Exils unternahm sie ausgedehnte Tourneen. Diese Auftritte machten sie zum Weltstar. Ihre Rückkehr aus dem Exil 1982 wurde zur Legende. Damals waren noch die Militärs an der Macht, niemand wusste, was passieren konnte... trotzdem gab sie 13 Konzerte in sieben Tagen, bei denen sie nicht auf ihre politischen Lieder verzichtete. Man sagt, dass Mercedes Sosa an der Demokratisierung nach der Militärdiktatur großen Anteil hatte. Nach Ihrer Rückkehr aus dem Exil hat Mercedes sich politisch sehr engagiert: für Präsident Raúl Alfonsín, der die Junta-Generäle vor Gericht brachte, für die Mütter der Plaza de Mayo, die Auskunft über das Schicksal ihrer verschwundenen Kinder forderten.
Zum Schluss ihres Lebens hatte sie keine selbst auferlegten politischen Verpflichtungen mehr, dennoch sprach sie davon Utopien zu haben: „Ich habe die Utopie, dass jeder Mensch zu essen hat, jeder Mensch sich kleiden kann, jeder Mensch eine Wohnung hat, in der es sich leben lässt. Dass die Elendssiedlungen verschwinden. Dass der Arbeiter stolz sein kann auf seine Arbeit, stolz darauf, ein Arbeiter zu sein.“ Mercedes Sosa nahm insgesamt 39 Platten und CDs auf, zuletzt erschien 2002 "Acústico". Seit Jahrzehnten engagiert sie sich für Demokratie und Menschenrechte. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef ernannte sie zur Ehrenbotschafterin für Lateinamerika und die Karibik. Mercedes Sosa war die Stimme des demokratischen Lateinamerika, Symbolfigur nicht nur in Argentinien, sondern auch im von der Pinochet-Diktatur ausgezehrten Chile, in Uruguay und allen anderen heimgesuchte Völker in Südamerika. Mercedes starb vor wenigen Tagen, am 4. Oktober 2009.
* * * Auch wenn Menschen nicht ewig leben, so gibt es doch welche, deren Werk ewig (also so lange, wie es Menschen gibt, die sich daran erinnern) leben wird. Mercedes Sosa gehört, meiner bescheidenen Meinung, nach dazu. Ich lernte sie Anfang der 1970er Jahre kennen und seither ist mir ihre Stimme immer gegenwärtig. Damals begann ich mich politisch für Lateinamerika zu engagieren und lernte so lateinamerikanische Musik zu hören. Mercedes war bereits sehr bekannt, zehn Jahre später sollte sie ein Star sein.
Ihre Stimme, ganz gleich ob die gesprochene oder die gesungene, blieb mir im Ohr, von Anfang an – dunkel, kämpferisch, zärtlich. Sie sang Lieder, die ich instinktiv verstand, zunächst auch ohne den Text zu verstehen. Damals waren ihre Darbietungen sehr introvertiert; später änderte sich das und sie ging mehr aus sich heraus. Konnte ich mich schon zu früherer Zeit ihrem Charisma nicht entziehen, reißt mich heute ihre unglaublich kraftvolle Altstimme einfach mit. Mercedes Sosas Lieder sind die Lieder einer Frau, die ihr Herz in harten Zeiten nicht verhärten ließ und ich schäme mich nicht meiner Tränen, wenn sie „Yo Vengo a Ofrecer Mi Corazon“ singt; vielleicht nicht ihr berühmtestes Lied, aber für mich ihr absolut schönstes. Das berühmteste wird wohl ohne Zweifel „Gracias a la Vida“ sein. Ich möchte es beispielhaft dafür hernehmen, um zu zeigen, mit welch großem Herzen Mercedes Sosa zu uns singt:
Gracias a la vida Text von Violeta Parra, Chile Gracias a la vida, que me ha dado tanto. Me dio dos luceros, que cuando los abro, Perfecto distingo lo negro del blanco, Y en el alto cielo su fondo estrellado, Y en las multitudes el hombre que yo amo.
Gracias a la vida, que me ha dado tanto. Me ha dado el oído que, en todo su ancho, Graba noche y día grillos y canarios Martillos, turbinas, ladridos, chubascos, Y la voz tan tierna de mi bien amado. Gracias a la vida, que me ha dado tanto, Me ha dado el sonido y el abecedario. Con él las palabras que pienso y declaro, "Madre,", "amigo," "hermano," y los alumbrando La ruta del alma del que estoy amando.
Gracias a la vida, que me ha dado tanto. Me ha dado la marcha de mis pies cansados. Con ellos anduve ciudades y charcos, Playas y desiertos, montañas y llanos, Y la casa tuya, tu calle y tu patio. Gracias a la vida que me ha dado tanto Me dio el corazón, que agita su marco. Cuando miro el fruto del cerebro humano, Cuando miro al bueno tan lejos del malo. Cuando miro el fondo de tus ojos claros.
Gracias a la vida que me ha dado tanto. Me ha dado la risa, y me ha dado el llanto. Así yo distingo dicha de quebranto, Los dos materiales que forman mi canto, Y el canto de ustedes que es el mismo canto. Y el canto de todos que es mi propio canto. Gracias a la vida que me ha dado tanto.
Übersetzung ins Deutsche Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir zwei Augen, um deutlich zu trennen das Weiße vom Schwarzen; die Welt zu erkennen, den sternklaren Grund überm endlosen Himmel und den, den ich liebe im Menschengewimmel.
Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir zwei Ohren, die Welt zu erlauschen, Gesang von Zikaden, des Regenguss' Rauschen, Geräusch von Turbinen, vom Hämmern an Bauten, die zärtliche Stimme des lange Vertrauten. Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir die Stimme, es gab mir die Laute, so konnte ich rufen, den, dem ich vertraute: die Mutter, den Freund und den Bruder zu finden, den Weg zu der Seele des Liebsten ergründen.
Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir zwei Füße, um sie zu benützen, so laufe ich müde durch Städte und Pfützen, auf Berge, durch Wüsten, so heiß ohnegleichen, dein Haus, deine Strasse, um dich zu erreichen. Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir mein Herz, und das klopft zum Zerspringen, will ich die Früchte des Geistes besingen, seh ich wie weit ist das Gute vom Bösen, seh ich deine Augen und kann mich nicht lösen.
Ich danke dem Leben, das mir so viel gegeben: Es gab mir mein Lachen, es gab mir mein Weinen, und lässt mich das Glück von dem Leid unterscheiden, mein Lied ist aus diesen zwei Quellen entsprungen, mein Lied für mich selber und für euch gesungen, mein Lied für mich selber und für alle gesungen. Gracias a la vida, gracias a la vida. Gracias a la vida.
Natürlich sind die beiden genannten Lieder auf dem hier zu besprechenden Album. Darüber hinaus befinden sich natürlich noch weitere sehr bekannte, sehr berühmte und sehr schöne Lieder darauf. Hier die Liste: 01. Todo Cambia 02. Unicornio 03. La Maza 04. Cancion Para Carito 05. Cancion y Huayno 06. Yo Vengo a Ofrecer Mi Corazon 07. Los Bailes de la Vida 08. Maria Maria 09. El Corazon Al Sur 10. Galopa Murrieta 11. Corazon de Estudiente 12. Como Pajaros en el Aire 13. Razon de Vivir 14. Venas Abiertas 15. Gracias a la Vida
Ob sie von den „reitenden Toten“ singt (Galopa Murrieta), die immerfort als Anklage gegen die Häscher und Mörder der Diktatur gegenwärtig sind oder ob sie beschreibt, für was sie lebt (Razon de Vivir)… immer hört man, dass ihr Herz für den Süden schlägt (El Corazon Al Sur). * * *
Für mich sind ihre Lieder, ist ihr Gesang eine zärtliche und dabei kraftvolle Umarmung; sie haben so gar nichts von dem Latino-Pop den man uns seit Jahre vorsetzt. Mercedes Sosa ist für mich eine einzigartige Gesangsinterpretin, deren emotionsgeladene Interpretationen Seelenverwandtschaften erzeugt. Ihre Botschaften transportierte sie immer schon eher subtil, poetisch und sanftmutig, als militant und plakativ; was mir das Zuhören zu einem Genuss macht. Ich bin sicher weit davon entfernt so etwas wie Objektivität walten lassen zu können, aber ihre liebevoll-vehementen, zwischen Folk und Lied schwingenden Poesien, die allesamt Mercedes´ Liebe für ihr Land und für ihre Leute zum Ausdruck bringen, verkörperte sie vollkommen authentisch; was man auch auf ihren Plattenaufnahmen hören kann. Natürlich war sie neben der „Ikone“ auch eine Künstlerin aus Fleisch und Blut und arbeitete nur mit wirklichen Könnern zusammen. Insofern sind ihre Aufnahmen immer auch ein Garant für Hörgenuss was die Bands der jeweiligen Einspielungen betrifft.
Nicht nur weil ich sie kannte kann ich sagen, dass man den Aufnahmen anhört, dass ein unbändiges Vergnügen am Singen hat. Sie sagte einmal: "Ich bin keine politische Sängerin in dem Sinn, dass ich auf die Bühne gehe und Weltanschauungen verkünde. Ich bin kein singendes Flugblatt. Ich gebe keine Schlagworte von mir. Mich interessiert die Wirklichkeit, und ich will sie in meinen Liedern wiedergeben, mit guten Texten und guter Musik. Aber ich mache keine Politpropaganda. Als denkendes Wesen sehe ich allerdings auch die Widersprüche auf der Welt. Deshalb setze ich mich für die Menschlichkeit ein. Wenn die Welt am seidenen Faden hängt, zum Beispiel durch Verseuchung, hängt es von den Völkern ab, ob sie ihre Musik schützen. Ob sie darauf achten, wie ihre Lieder gemacht werden. Es gibt eine Invasion vieler idiotischer Lieder, die man in Lateinamerika dem Volk anbietet. Aber die Künstler, die vom Volk reden, die mit den Leiden der Völker Solidarität zeigen, sind diejenigen, die bleiben werden. Die anderen werden ausschließlich in Kabaretts auftreten. Das ist das Schicksal, das ihnen zusteht, wenn sie sich der Solidarität mit denen, die leiden, verschließen.“ Ich danke dem Leben, dass es mir eine solche Sängerin, einen solchen Menschen gegeben hat: La Negra, die nun für immer schweigt… aber nie verstummen wird.
Gracias a la Vida Pessoa
Gracias a la Vida Mercedes Sosa Audio CD (15. Juni 2005) Label: Import (Megaphon) ASIN: B000001FMF 11,95 €uro
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01.07.2010 11:38
Auch hier kann ich nur ein BH geben! Viele Grüße!
22.01.2010 19:26
Mercedes muss wirklich eine ganz, ganz tolle Frau gewesen sein, die du hervorragend gewürdigt hast. Ein ganz verdientes b.h. von mir! lg Maria
28.10.2009 19:21
Granate! BH!