Greatest Hurts / Best of - Jann Arden

Erfahrungsbericht über

Greatest Hurts / Best of - Jann Arden

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Greatest Hurts / Best of - Jann Arden

 

Alle Greatest Hurts / Best of - Jann Arden Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


It really hurts..

5  22.07.2002

Pro:
wunderschoene Balladen

Kontra:
relativ teuer, da Import - Album

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

mehr


firefly257

Über sich: Aufgrund sehr dubioser Datenschutzregelungen bei Ciao nur noch sporadisch aktiv. Viel Spass noch hie...

Mitglied seit:16.03.2002

Erfahrungsberichte:167

Vertrauende:16

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Also man kann ja ueber die Serie „Dawson’s Creek“ denken was man will, aber eins muss man ihr lassen: sie hat einen der besten Soundtracks im Vergleich zu anderen Serien im TV. Und vor allem kann man ueber die Serie als Deutsche/r den Weg zu Kuenstlern finden, von denen man sonst wohl nie etwas gehoert haette. So geschehen bei mir mit dem kanadischen Juwel Jann Arden (sie sang unter anderem den ersten Titelsong der Teenie-Serie).

Das Album „Greatest Hurts“ ist ein Best-Of-Album und wenn eine Kuenstlerin, die noch kein Dutzend Alben produziert hat, schon ein Best-Of auf den Markt wirft, dann will das schon was heissen.. Im Falle von Jann Arden heisst das auf jeden Fall etwas gutes, denn jeder Song auf dem Album ist den Erwerb wert.

A propos Erwerb: niemand sollte sich hier falsche Hoffnungen machen, da Jann Arden von ihren kanadischen Mitbuergern ganz schoen in Beschlag genommen wird und daher ihre Alben ausserhalb Kanadas recht schwer und zum Teil auch recht kostspielig zu erwerben sind. Man kann nun Glueck haben, und kennt jemanden der gerade im Ausland ist und die CD billig mitbringt, oder vielleicht findet man sie auch bei Ebay, aber - als Vergleich – bei Amazon.de kostet das gute Stueck 29,99 Euro, also einen ganz schoenen Batzen. Ich denke zwar dass man in einem Discounter wie MediaMarkt auch billiger rankommt, aber mal eben fuer 10 Euro im Wuehltisch wird man das Album sicher nicht finden. Nun ja, aber da bekanntermassen viele von euch auch auf bewerte Musiktauschboersen zurueckgreifen, kann ich euch zumindest sagen, dass ihr auch dort recht viel finden werdet.

Um nun zu dem Album selbst zu kommen, es befinden sich 16 Lieder darauf, inklusive zweier als Bonus-Tracks dazugegebenen remix-Versionen. Ich koennte jetzt hier jedes Lied in hoechsten Toenen loben, aber um der Eintoenigkeit zu entgehen, gebe ich euch nur eine Track-List und einen Einblick in meine derzeitigen Lieblingslieder des Albums:

1. Thing For You
2. Could I Be Your Girl
3. The Sound Of
4. I Would Die For You
5. Saved
6. If It Be Your Will
7. Insensitive
8. Sleepless
9. Will You Remember Me
10. Sorry For Myself
11. You Dont Know Me
12. Unloved
13. Good Mother
14. Never Mind
15. Sleepless (Remix) (bonus)
16. Insensitive (Live) (bonus)

Nach den ersten beiden Liedern zum Aufwaermen geht fuer mich das Album mit „The Sound Of“ so richtig los. Stimmlich glaubt man an mehreren Stellen Alanis Morisette zu vernehmen, aber keine Sorge, das ist alles Jann Arden wie sie leibt und lebt. Das Lied lebt von seinem recht mehrdeutigen Text, gegen den die nicht zu spaerliche musikalische Untermalung trotzdem in den Hintergrund tritt: „I am not lonely swear to God I'm just alone [..]Oh the sound of the wind throught my bones makes me laugh
at all the bodies I kissed and never knew [..]Oh the sound of a lover's sympathy falling down to the floor just barely out of reach from me [..]” Am Ende gibts dazu ein traurig schoenes “la la la laaa laa” und Jann’s eher tiefsinnige, melancholische Stimme verleiht dem Lied das gewisse Etwas.

Kaum hat man sich vom Text von „Sound Of“ losgerissen zieht einen schon das naechste Stueck in den Bann, das traurig-schoene „I would die for you“. Um es mit dem Titel selbst auszudruecken, fuer das Lied wuerde es sich lohnen zu sterben (nun ja, nicht ganz so woertlich aber fast). Geht es am Anfang noch los wie ein spannender Film, so flacht der musikalische Einstieg schnell ab und uebergibt die Buehne voellig an Jann’s Stimme: „I've never seen this kind of love, The kind that won't wash away, And then leave you in the dark“.. Weniger der spaerliche Text des Songs, als vielmehr die Art der stimmlichen Interpretation machen aus der zuerst harmlos anmutenden Liebesballade ein kleines Glanzstueck, das unter die Haut geht. An einigen wenigen Stellen klingen Jann’s Stimme und die Backgroundunterstuetzung ein wenig nach Enya oder einer Maire Brennan, doch ab der Mitte des Songs entwickelt sich wieder der typische jann-arden-melancholie-sound, der seinen Hoehepunkt in einem traurig-optimistischem „yeah, yeah, yeah,..I would die for you“ findet. Einfach nur schoen…

Nach dieser Melancholie pur liefert Jann mit „Saved“ wieder ein Stueck Hoffnung, einen Schimmer Licht am eben noch Wolken verhangenen Himmel: „I have bitten off the pieces that I did not want, I have torn them into tiny bits of rain, Oh the sun has dried those memories, like I knew it would, Oh I am Saved ..” Unterstuetzt von Gittaren, leichtem Schlagzeug und harmonischen Backggroundstimmen, bietet das melodische Stueck ein wenig Entspannung und musikalischen Frieden.

Nach einem netten Leonard-Cohen-Cover von „If it be your will“ folgt eins der absoluten Lieblingslieder meinerseits auf dem Album. „Insensitive“ stammt bereits von ihrem 94’er Album „Living under June“ und hat durchaus Charts-Qualitaet. Leicht poppige musikalische Untermalung, keine zu gewoehungsbeduerftigen Stimmlagen und ein Text der eigentlich simpel und doch so vielseitig ist. „Insensitive“ bietet wieder die gewohnte Arden-Melodramatik und erzaehlt von einer missglueckten Liebe (na ja, von was auch sonst..) und dem Versuch danach die Scherben aufzusammeln: “How do you numb your skin, after the warmest touch, how do you slow your blood, after the body rush, how do you free your soul, after you’ve found a friend, how do you teach your heart, it’s a crime to fall in love again..” Was den Song trotz seiner Massentauglichkeit so wunderschoen macht, sind wieder einmal perfekt harmonierende Backgroundstimmen, die mit Jann’s Stimme fuer ein wohlig warmes Gefuehl sorgen, und das obwohl der Text so negativ ist. Das Lied lief bei mir in den letzten Tagen mehrere Dutzend mal und ich hab es immer noch nicht satt.. das sagt eigentlich alles..

Lied Nummer 11 („You don’t know me“) ist einigen vielleicht noch bekannt aus „My best friend’s wedding“, stellt jedoch nur eine weitere schoene und diesmal sehr langsame Ballade dar, die ebenso wie die anderen Lieder davor langsam an mein zweites absolutes Lieblingsstueck heranfuehrt: „Saved“.
Bei diesem Song koennt ich mich ja am liebsten ins Bett kringeln, Decke uebern Kopf und dann einfach den Rest der Welt vergessen und dahinschmelzen. Das Duett, dessen maennlichen Part soweit ich weiss ein Herr namens Jackson Browne uebernommen hat, beginnt eigentlich recht unspektakulaer, mit einigem Gitarrengezupfe, was manch einer als das Produkt eines Anfaengers in der Musikschule definieren wuerde: einfach ein paar Akkorde, mehr nicht. Doch dann setzt schon Jann’s zarte Stimme ein, die bei diesem Lied schon fast zerbrechlich wirkt. „There will be no consolation prize, this time the bone is broken clean, no baptism, no reprise and no sweet taste of victory. All the stars have fallen from the sky and everything else in between, satelites have closed their eyes, the moon has gone to sleep.. unloved ..” Dabei haucht sie den Refrain mit dem mehrmaligen “unloved..unloved” so deprimiert heraus, dass man einfach nich weiss, ob man jetzt losheulen soll oder regungslos weiterlauschen will. Die zweite Strophe uebernimmt der maennliche Part, und anfangs dachte ich, dass ein so deprimiertes Lied nur von einem einzelnen Interpreten dargebracht werden sollte, aber genau wie Jann, hat auch Jackson Browne den Herzschmerz in der Stimme schwingen und wenn sie dann gemeinsam „unloved..unloved“ anstimmen, und ihre Stimmen den perfekten Kontrast bilden, nimmt man das Ganze nicht mehr als ein Paar wahr, sondern als zwei einsame Seelen die ueber den traurigen Text miteinander verbunden sind.
Schon allein das Lied macht das Album zu etwas besonderem..


Meist laufen bei mir zwar eh nur Lied Nummer 7 und 12 aber wenn ich mal das Umschalten vergesse, dann geniesse ich auch die anderen Lieder in vollen Zuegen. Manch einer mag darueber streiten ob das ewige Liebesleid immer und immer wieder besungen werden sollte, aber wenn ich dieses Album hoere, dann kann ich das getrost befuerworten. Wenn einem schon mal das Herz schwer wird, dann sollte man wenigstens die passende musikalische Untermalung haben und wer die bei Jann Arden nicht findet, tja, bei dem weiss ich auch nich..

In diesem Sinne, ich verkriech mich jetzt wieder mit Lied Nummer 12 unter der Decke :-)


P.S.: Leider nicht auf diesem Album ist „hangin’ by a thread“ aus dem Album „Happy?“. Das kann ich auch noch waermstens empfehlen..




Diese Seite zu den Lesezeichen hinzufügen delicious.com www.mister-wong.de www.google.com

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hunterdido

Hunterdido

08.08.2002 10:42

Jaja, die Jann. Ich liebe Unloved. Wirklich sehr schön. Aber einer meiner Favortien ist noch "Run like Mad" aber das gehört ja nicht zu den greatest hurts, anyway...

WaterSerpent

WaterSerpent

25.07.2002 12:22

Klingt interessant. Da ich selbst die Serie Dawson Creek nicht kenne, habe ich von der Sänderin noch gar nichts gehört. Gruß WS

TFaust99

TFaust99

25.07.2002 01:13

Kanada? Heißt das Label "Nettwerk"? Würde vieles erklären...

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Greatest Hurts: The Best of - Jann Arden Greatest Hurts: The Best of - Jann Arden
Greatest Hurts: The Best of -​ Jann Arden Greatest Hurts: The Best of -​ Jann Arden
Amazon.de Marketplace Musik Amazon Musik
€ 8,14 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 17,98 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: 3.​00
mehr
Versandkosten: 3.​00
mehr
 zum Shop  zum Shop
Amazon.​de Marketplace Musik Amazon Musik
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 457 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. Hunterdido
  2. WaterSerpent
  3. TFaust99
und weiteren 28 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.