... Aber wie heißt es schon in Loriots „Kunstpfeifer“-Sketch so richtig? „Das geht natürlich nicht so leicht ins Ohr wie Peter Alexander!“
„Gremlins“ spielt eindeutig im Mittelfeld – die wichtigsten Themen sind traditionell genug, um leicht zugänglich zu sein; gleichzeitig experimentiert Goldsmith, ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Spassprediger über Gremlins - Jerry Goldsmith 02.02.2012
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Doppel - CD mit komplettem Score und Programm der in den 80ern veröffentlichten Vinyl - EP
Kontra:
nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Im Grunde genommen besteht mein Leben aus Warten. An jedem Morgen, den der Herr werden lässt, durchforste ich erst einmal die einschlägigen Foren nach Neuigkeiten bezüglich der Veröffentlichungen bestimmter symphonischer Filmmusiken.
Nein, das stimmt natürlich nicht. Allerdings statte ich tatsächlich in sporadischen Abständen der Seite www.screenarchives.com einen Besuch ab erlebe dabei immer wieder freudige Überraschungen.
Hans Zimmer, Danny Elfman und John Williams zum Trotze dürfte die Gemeinde der bekennenden Sammler symphonischer Filmmusik nach wie vor relativ überschaubar sein; jedenfalls habe ich im Laufe von Jahrzehnten wirklich nur eine Handvoll von Leuten kennengelernt, die meine Begeisterung teilen. Und selbst wenn sich z. B. wer für Jerry Goldsmiths ungemein lyrischen Score für einen längst dem Vergessen anheimgefallenen Film namens „Lionheart“ begeistern kann, heißt das in aller Regel noch lange nicht, dass er auch sperrigeren Kompositionen wie „Alien“, „Coma“ oder „Planet of the Apes“ etwas abgewinnen kann (bei letztgenanntem Score stoße ich übrigens auch an meine Grenzen).
Tatsächlich konnte und kann ich gerade denjenigen Kompositionen von Goldsmith eine Menge abgewinnen, die auf Uneingeweihte erfahrungsgemäß oft nur chaotisch und atonal wirken – Goldsmiths Score für „Poltergeist“ zum Beispiel liebe ich wie kaum ein zweites seiner Werke. Aber wie heißt es schon in Loriots „Kunstpfeifer“-Sketch so richtig? „Das geht natürlich nicht so leicht ins Ohr wie Peter Alexander!“
„Gremlins“ spielt eindeutig im Mittelfeld – die wichtigsten Themen sind traditionell genug, um leicht zugänglich zu sein; gleichzeitig experimentiert Goldsmith, wie so oft, mit elektronischen Klängen, welche das Klangspektrum des symphonischen Orchesters ergänzen. Das Hauptmotiv, das er den kleinen Monstern auf die schuppigen Leiber geschrieben hat, ist eine Ragtime-Melodie, die beim ersten Hören ins Ohr geht und in der ich meine gewisse Parallelen zu Passagen aus der Musik zur “Nightmare at 20.000 Feet“-Episode aus der für die große Leinwand gedrehte “Twilight Zone“-Hommage aus dem 1982 entdecken zu können. Die Musik für den Film stammt ebenfalls aus Goldsmiths Feder, und immerhin geht‘s in der Episode auch um eine Kreatur, die ein Gremlin sein dürfte.
Vor einer Weile hat sich also das Magazin “Filmscore Monthly“ der Causa „Gremlins“ angenommen. Ergebnis der Bemühungen ist eine Doppel-CD, mit deren Veröffentlichung Goldsmiths Score erstmals in voller Länge und in einer legalen Fassung vorliegt – im Web kursierte zwar auch seit geraumer Zeit ein Bootleg des Scores, aber ich habe die Hoffnung auf eine reguläre Veröffentlichung nie ganz aufgegeben und mich in Geduld geübt. Der Lohn dafür ist eine Veröffentlichung, die nicht nur in punkto Laufzeit und Tonqualität überzeugt, sondern die zudem ein 28 Seiten starkes, informationspralles Booklet bietet. Empfehlen kann ich die Doppel-CD allen Sammlern, die mit der leider 1:1 auf CD portierten „EP“, die lange Zeit die einzig reguläre Veröffentlichung war, nie zufrieden waren. Score-Interessierte, die Goldsmiths Score zu Ridley Scotts Fantasyfilm „Legend“ mögen, dürfen ebenfalls mit dem Kauf liebäugeln – beide Soundtracks bieten m. E. ein ähnliches Verhältnis zwischen gefälligen, leicht zugänglichen und eher experimentellen Klängen.
Bemerkenswert scheint mir auch zu sein, dass man die Stücke wirklich in genau der Abfolge auf die CD gepackt zu haben scheint, in der sie auch im Film zu hören sind; die CD lässt sich deshalb besser als viele vergleichbare Veröffentlichungen im Sinne eines musikalischen "Hörfilms" nutzen.
Hörproben gibt es auf der Seite http://www.filmscoremonthly.com/cds/detail.cfm/CDID/482/Gremlins/, als zuverlässig sprudelnde Bezugsquelle kann ich Interessierten den Online-Shop www.screenarchives.com empfehlen.
Erfreulich finde ich übrigens auch die Tatsache, dass die CD nicht in limitierter Auflage erscheint – es steht also nicht zu befürchten, dass Sammler, die ihre Kaufentscheidung gründlich überdenken müssen, Exemplare der CD innerhalb kürzester Zeit nur noch aus der Ebay fischen können und für ihren Angelplatz einen Mondpreis zahlen müssen.
R e s ü m e e
Die wichtigsten Themen aus dem Film sind anlässlich der Leinwandpremiere von "Gremlins" bereits auf einer für meine Begriffe reichlich unglücklich zusammengestellten "EP" ("Extended Play" – eine in den 80er Jahren durchaus verbreitete Tonträger-Erscheinungsform, deren Laufzeit über der einer regulären Maxi-Single lag, dabei jedoch nicht die einer LP erreichte) veröffentlicht worden, deren Programm man seinerzeit leider 1:1 auf CD übertrug.
Die unter der Ägide des verdienstreichen Online-Magazins "Filmscore Monthly" produzierte Doppel-CD wetzt die Scharte nun endlich aus und schließt im Regal von Sammlern mit Faible für die Scores von Jerry Goldsmith eine Lücke. Die Tonqualität lässt ebenso wie die Ausstattung der CD keine Wünsche übrig, und allein das informative Booklet ist ein Grund, dem Kauf der regulären Veröffentlichung den Vorzug gegenüber den seit jahren im Web kursierenden Bootlegs zu geben.
Pro: eine sehr schöne Filmmusik Kontra: wüsste ich jetzt keins
..., sondern in Sekunden (die Neueinspielung von ?Psycho? mit einer Spieldauer von auf 40 [!] Stücke verteilten 61 Minuten und 9 Sekunden mag ja ein ?Muss? für jede gut sortierte Sammlung von Filmmusik sein ? trotzdem gibt es selbst für einen Hartgesottenen wie mich Grenzen des Erträglichen: ab dem zehnten Stück in Tonclip-Länge werde ich meist bockig). Wenn dann noch der Rest der CD mit ziemlich unwichtiger ?source music? gefüllt wurde, an der der Sammler bestenfalls in zweiter Linie interessiert ist, kann das schon schmerzen (Paradebeispiele für die Praxis, eine CD mit einem Minimum an Originalmusik mit Pop-Einerlei aufzufüllen, das in irgendeiner Filmszene im Radio spielt, sind für mich John Barrys ?Peggy Sue got Married? und Jerry Goldsmiths ?Gremlins?)
Von ?Girl with a Pearl Earring? scheinen mindestens zwei Ausgaben zu existieren, die sich...
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Pro: Für mich: 4 Stückchen Goldsmith (es existiert aber ein Bootleg mit 40 Stücken!) Kontra: siehe Text
...geht, aber ich glaube, wirklich glücklich geworden ist mit dieser Veröffentlichung allenfalls jenes Menschlein im Hause Bertelsmann, das seinerzeit die Entscheidung getroffen hat, den Plattenschnitt der verunglückten EP 1:1 auf CD zu übernehmen. In meiner Scoresammlung bekleidet die CD einen unrühmlichen letzten Platz: ?Gremlins? ist, knapp hinter dem Album zum Film ?Zurück in die Zukunft?, die missglückteste Score-Veröffentlichung, der ich je einen Platz im heimischen Regal eingeräumt habe. Gekauft habe ich die CD vor allem wegen Jerry Goldsmiths Hauptthema, das er den fiesen Monstern in Joe Dantes Films auf den schuppigen Leib geschrieben hat: Der ?Gremlin Rag? passt, finde ich, zu den Gremlins wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.
Wer sich wie ich ein bisschen auskennt in den schlecht beleuchteten Ecken des World Wide Web, in denen...
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Pro: eine sehr schöne Filmmusik Kontra: wüsste ich jetzt keins
...Oktober geben wird: denen, die „Girl with a Pearl Earring“ im Kino gesehen haben und den Film mochten. Meine Prognose: Wem das eine gefällt, dem wird auch das andere zusagen.
P r e i s
Mit 51 Minuten und 13 Sekunden finde ich die Spielzeit der CD übrigens auch nicht zu knapp bemessen – das sei ausdrücklich für leidgeplagte Filmmusik-Fans gesagt, denen es ggf. wie mir geht, der ich als langjähriger Fan symphonischer Filmmusik durchaus auf so manchen Kauf zurückblicke, den ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge getätigt habe.
Sammler werden wissen, was ich meine: Da geht beim Kinobesuch ein Thema auf Anhieb so richtig ins Ohr, und auf dem oft genug zum Liebhaberpreis erstandenen Tonträger bemisst sich dann die Spieldauer nicht in Minuten, sondern in Sekunden (die Neueinspielung von „Psycho“ mi...
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