Es ist bereits ein paar Monate her, als ich zusammen mit meinen Eltern und meinen beiden älteren Schwestern einen Familienausflug ins Musical Hair nach Mannheim machte. Ich hatte schon viel davon gehört, den Film bereits gesehen und auch die Musik war mir nicht fremd. Also trat ich voller Erwartung ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
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Erfahrungsbericht von der_Don840 über Hair - Various 10. Dezember 2006
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
ausgezeichnet
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Gefühl der Hippiekultur wird übermittelt, mitreissende Musik
Kontra:
Umgang mit bestimmten Inhalten zu derb für manche
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Es ist bereits ein paar Monate her, als ich zusammen mit meinen Eltern und meinen beiden älteren Schwestern einen Familienausflug ins Musical Hair nach Mannheim machte. Ich hatte schon viel davon gehört, den Film bereits gesehen und auch die Musik war mir nicht fremd. Also trat ich voller Erwartung ins Mannheimer Theater… Statt den üblichen Menschen in Anzug und Abendkleid die ich bei einer Oper antreffen würde, kam mir als erstes eine Gruppe so ca. 50 jähriger Frauen und Männer entgegen die allesamt Hippie-Klamotten trugen und Blumen in den Haaren hatten. Daneben gab es aber auch Männer im schicken Anzug die genauso perplex schauten wie ich. Die Spannung wurde immer größer und so freute ich mich als das Musical losging. Es sollte ein für mich unvergesslicher Abend werden…
-- Inhalt:
1. Hintergrundinformationen 2. Handlung 3. Die Aufführung in Mannheim 4. Musik 5. Film 6. Kritik --
Wir schreiben das Jahr 1967: Über 430.000 US-Soldaten sind in Vietnam stationiert. Längst haben sich zahlreiche pazifistische Gegenbewegungen gegründet. Unter ihnen auch die so genannten "Hippies" (dt. "Blumenkinder"). Sie rebellieren gegen die bürgerlichen normen, tragen zerrissene und bunte Kleidung und fallen auch durch ihre langen und zerzausten Haare auf (englisch "Hair"). Zu der damaligen Zeit gab es in den U.S.A. noch die allgemeine Wehrpflicht, das heißt viele junge Amerikaner mussten, auch gegen ihren Willen, in den Krieg ziehen. Bei dem Musical "Hair", das 17. Oktober 1967 in New York uraufgeführt wurde, ist es immer wichtig diese Informationen im Hinterkopf zu behalten. Hair passte perfekt in diese Zeit der Rebellion und spiegelt viele Dinge der Hippiekultur wieder (Spiritualität, exzessiver Drogenkonsum etc.). Die Handlung und Liedtexte wurden von James Rado und Gerome Ragni verfasst, die Musik stammt von Galt MacDermot.
Hair war international erfolgreich. So fand die erste Aufführung in Deutschland im Oktober 1968 statt und war sehr erfolgreich. Es gab damals auch eine direkte Übersetzung von Hair (der dt. Titel lautete "Haare"). Alle Lieder wurden ziemlich direkt aus dem Englischen übersetzt, so hieß das Lied "Aquarius" im Deutschen "Wassermann". Große Aufregung erregte das Musical bei den Aufführungen in Amerika, da es einige Nacktszenen auf der Bühne gab (z.B. die Musterung beim Militär). Im prüden Amerika wurde dies von vielen Menschen nicht akzeptiert und so gab es einige Auseinandersetzungen mit den Produzenten des Musicals. Letztendlich gibt es diese Nacktszenen jedoch noch heute (je nach Aufführungsort bzw. Veranstalter). ------------------------------------ 2. Handlung:
Ich habe, gerade hier bei Ciao, mehrmals gelesen, dass viele Schwierigkeiten hatten der Handlung zu folgen. Der Hauptgrund hierfür dürfte sein, dass Hair keinen typischen Handlungsaufbau besitzt (Exposition, Klimax usw.). Vielmehr beginnt das Musical damit, das Leben der Hippies in New York City zu beschreiben. Man lernt Claude kennen, ein junger Mann der offensichtlich noch keinen Kontakt mit der Hippieszene hatte und seine Wehrpflicht in Vietnam erfüllen muss. So beginnt das Musical mit dem Lied "Aquarius":
"When the moon is in the Seventh House and Jupiter aligns with Mars, then peace will guide the planets, and love will steer the stars…"
Man erkennt sofort die typischen Merkmale der Hippie-Kultur. Pazifismus, Aberglaube und Freiheit bestimmen den Lebensinhalt der "Blumenkinder". Es folgen die Lieder "Donna", "Hashish" und "Sodomy", die sich nun gegen alle bürgerlichen Normen stellen. Es geht um freie Liebe in all ihren Formen und um Drogen aller Art. Schließlich stellt sich Claude in dem Lied "Manchester England" vor. Es folgt eine Reihe von Erlebnissen bestehend aus Drogentrips, Liebesbeziehungen und Akten der Rebellion. Es werden auch Punkte wie Rassismus, Philosophie und Poesie angesprochen. Im zweiten Akt kommt es vor allem zur Darstellung der Auswirkungen des Krieges. Es wird die bekannte Nacktszene der Musterung in ihrer ganzen Härte gezeigt und gegen Ende des Musicals verschwindet Claude wieder. Es kommt zu einer krassen Gegendarstellung zur Traumwelt der Hippies: es wird ein Schlachtfeld mit gefallenen Soldaten dargestellt und das Musical endet mit dem fantastischen Lied "Let the sunshine in". Die Hippies konnten Claude nicht dazu bewegen bei ihnen zu bleiben und so findet er seinen Tod in Vietnam.
------------------------------------ 3. Die Aufführung in Mannheim:
Wie ich ja gleich zu Beginn meines Berichts geschrieben hab, war die Aufführung für mich etwas Unvergessliches. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich leider so gut wie keine Erfahrung mit Musicals habe. Hair war das erste Musical das ich (auf der Bühne) gesehen habe gefolgt von der Rocky Horror Picture Show. Ich war von beiden Musicals sehr beeindruckt, allerdings fand ich Hair zumindest Inhaltlich um einiges faszinierender. Davor habe ich vor allem Opern gesehen die mir jedoch fast immer zu langwierig und (teilweise) auch langweilig waren (nennt mich nicht Banause, vllt. kommt das ja noch mit dem Alter ;-)). Bei Hair hat mich gerade die Musik in den Bann gezogen, so wie es sich für ein Musical wohl gehören sollte.
Der Eintrittspreis betrug um die 35 Euro was ich zwar teuer finde, aber dennoch wieder in ein solches Musical investieren würde. Es wurde auf den Plakaten und dem Ticket vorher angekündigt, dass das ganze in Deutsch sein sollte. Darüber war ich ziemlich enttäuscht, ich habe in der Regel immer lieber die original Fassung vor mir liegen, egal ob das jetzt ein Musical, Film oder Buch ist. Allerdings war dann das ganze doch in Englisch! Manche haben sich gefreut, manche haben wiederum geflucht… Für mich unverständlich dass man vorher eine falsche Sprachangabe macht.
Die Sänger waren allesamt exzellent und auch die schauspielerische Leistung war nicht zu verachten. Kostümierung und Bühnenbild waren meinen Erwartungen entsprechend: bunt, blumig und hippiemäßig. Es wurden jedoch einige Änderungen vorgenommen die dem Rest meiner Familie überhaupt nicht gefallen hat: Vieles wurde aus dem Kontext der 60er Jahre herausgerissen und in die heutige Zeit übertragen (dargestellt z.B. durch Proteste die aktuelle Geschehnisse betreffen). Auch wurden manche Lieder in einem anderen Zusammenhang gespielt, als sie in der originalen Fassung vorgesehen waren. So waren letztendlich doch viele Menschen enttäuscht über die Aufführung (genauso wie meine Eltern), für mich war das ganze jedoch unverständlich. Die Musik hat mich mitgerissen und die Handlung zeigt ein Lebensgefühl dass für viele Menschen völlig fremd ist!
Klasse fand ich auch die Begeisterung vieler Zuschauer gerade während der Aufführung. Was bei anderen Musicals unvorstellbar wäre, war bei Hair Normalität. So klatschten viele Zuschauer während mancher Lieder im Takt, es gab tanzende Menschen etc. etc. Der Höhepunkt war wohl das Schlusslied "Let the sunshine in", bei dem alle Menschen aufstanden und im Takt klatschten: unbeschreiblich.
------------------------------------ 4. Musik:
Ich habe in Wikipedia etwas Interessantes über den Komponisten der Hair-Lieder, Galt McDermot, gelesen. So heißt es:
"Er war ehem. Organist und Kirchenmusiker, der, wie er schildert, in Südafrika Anfang sechziger Jahre rhythmisch dazulernte, er bezeichnet diese Phase als eine seiner wichtigsten. Daher rührt, dass fast alle Melodien in Hair eigentlich kirchentonal (dorisch, äolisch, lydisch) sind und auch die Einfachkeit und die Eingängigkeit der Lieder." [Zitat von der Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Hair]
Die meisten Lieder sind also kirchentonal geschrieben (im Gegensatz zu den bekannten Tonarten Dur und Moll, d.h. die Halbtonschritte liegen bei den Kirchentonarten auf anderen Stufen als bei den Dur und Molltonarten ich will hier niemanden mit Musiktheorie nerven, aber das ist doch vllt. eine ganz interessante Nebeninformation).
Im Folgenden möchte ich kurz meine Lieblingsstücke aus dem Musical vorstellen, die sich auch exzellent als Hörprobe eignen:
- Aquarius:
Ich habe das Lied oben bereits erwähnt: Es geht um die "Zeit des Wassermanns", also um Elemente der Astrologie, sowie um Friede und Liebe. Ich finde das Lied gerade musikalisch beeindruckend mitreißend, es ist der perfekte Einstieg für das Musical. Die Melodie ist einprägsam und schön zu hören
- Ain't Got No:
Zeigt einfach perfekt diesen Gegensatz zu der typische bürgerlichen Welt. Das Lied besteht eigentlich nur aus einer Aufzählung von Dingen die die Figur des Sängers nicht besitzt (Ain't Got No auf dt. = Ich hab kein…):
"Ain't Got No home, Ain't Got No shoes, Ain't Got No money, Ain't Got No class…"
Sehr simple Melodie die sich aber hervorragend dafür eignet die Werte der Hippies zu übermitteln. - Hair:
Mein absoluter Favorit, der bereits den Titel des Musicals trägt. Ich habe Gänsehaut bekommen als ich das Lied live im Theater gehört habe! Es fängt leise und langsam an: "She asks me why...I'm just a hairy guy". Dann geht's auch schon im hohen Tempo los. Wie der Titel ja bereits verrät geht es um Haare, so wie die Hippies sie mögen nämlich lang und zerzaust. Aber natürlich ist der Haupthintergedanke des Liedes die Kritik an der Gesellschaft und am Spießbürgertum. Der Höhepunkt dieser Kritik findet sich schließlich in einer Parodie der amerikanischen Nationalhymne wieder ("The Star-Spangled Banner"): Es wird die bekannte Melodie der Hymne gespielt doch statt des üblichen Textes ("Oh, Say can you see; By the dawn's early light") kommt: "Oh, Say can you see; my eyes if you can, then my hair's too short!". Man macht sich über den zwanghaften Patriotismus der Amerikaner lustig und das in einer Art und Weise die sofort zu erkennen ist. Noch ein letztes Zitat aus dem Lied:
"My hair like Jesus wore it, Hallelujah I adore it, Hallelujah Mary loved her son! Why don't my Mother love me?"
- Let the sunshine in:
Als letztes Lied möchte ich noch kurz diesen Titel vorstellen, der auch den Schluß des Musicals bildete. Nach den grauenvollen Bildern des Krieges wird dem Zuschauer zum Schluss noch die Nachricht übermittelt, den "Sonnenschein ins Herz zu lassen". Das Lied ist nicht einfach nur fröhlich, sondern hat auch (meiner Meinung nach) ein gewisses Gefühl der Verzweiflung das es mit sich trägt. Es wird wieder die Melodie (leicht abgeändert) und der Text des Liedes "Manchester England" aufgegriffen. Statt einem locker fröhlichen Gesang hört man Claude jetzt allerdings einen regelrechten Verzweiflungsschrei ausrufen. Er steckt in der Klemme zwischen Freiheit und Liebe der Hippies und den Grauen des Krieges. Es bleibt eine letzte verzweifelte Kritik an der Gesellschaft sowie der Appell an das Publikum für mehr Liebe und ein besseres Miteinander:
"Facing a dying nation, of moving paper fantasy, listening for the new told lies, with supreme visions of lonely tunes…"
Allgemein gesagt bin ich also mehr als begeistert von der Musik! Sie reißt einen mit und vermittelt perfekt die Gefühle der Hippie-Bewegung. Sie steckt voller Kritik und Rebellion und regt die Menschen auch dazu an selbst über ihr Leben und die Gesellschaft nachzudenken.
Natürlich gab und gibt es viele Menschen die schockiert sind über bestimmte Inhalte des Musicals (und vor allem der Musik). So hört man in dem Lied "Sodomy" gleich eine ganze Reihe von sexuellen Praktiken (Sodomy, Fellatio, Cunnilingus…). Das gleiche gilt für "Hashish" in dem praktisch einfach nur Namen von verschiedene Drogen aufgezählt werden (LSD, Haschisch, Kokain…). Auch werden manche spirituellen Dinge einigen Menschen nicht gefallen, so z.B. das Lied "Hare Krishna". Sekten und übermäßiger Drogenkonsum sind eben die Schattenseiten die viele Menschen mit den Hippies verbinden. Allerdings will das Musical hier nicht irgendwelche schlimme Dinge glorifizieren und das dürfte jedem denkenden Menschen auch klar sein. Es geht viel mehr um die Vermittlung bestimmter Grundwerte wie Freiheit und Liebe verbunden mit den für den Rebell wichtigen Dingen wie freier Liebe und Gleichberechtigung. Wer also auf keinen Fall solche Dinge in einem Musical hören möchte, sollte auch gar nicht erst das Geld investieren, auch wenn derjenige dann meiner Meinung nach etwas sehr spannendes und interessantes verpasst.
------------------------------------ 5. Film:
1979 wurde der Film zum Musical "Hair" unter Regie von Milos Forman veröffentlicht. Die Hauptrollen wurden von John Savage als Claude, Treat Williams als Berger sowie Beverly D'Angelo als Sheila gespielt. Der Film war recht umstritten und auch kein Kassenschlager, allerdings bekam er auch zahlreiche positive Kritiken insbesondere hinsichtlich der Musik, die immer noch als ganze Stücke und choreographiert im Film vorkommt.
Der Film unterscheidet sich in einigen Dingen von dem Musical, auch wenn er im Wesentlichen die gleiche Handlung darstellt: Claude wird in die Armee einberufen und trifft in New York auf eine Gruppe Hippies um den Rebell Berger. Er verliebt sich in das Mädchen Sheila, muss im späteren Verlauf jedoch in die Kaserne um gemustert zu werden. Der Film hat eine sehr tragische Endung die hier jedoch nicht verraten werden soll. Sie unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von der Endung des Musicals.
Ich persönlich empfinde den Film als sehr gelungen! Ich denke auch, dass wenn man den Film gesehen hat und dieser einem auch gefällt, man ruhigen Gewissens ins Musical gehen kann da dieses die Vorlage für den Film bildete. Der Film ist im Übrigen auch auf DVD erschienen.
------------------------------------ 6. Kritik und Fazit:
Für diejenigen die meinen Bericht bis hierher gelesen haben, erübrigt sich die Kritik zum Musical eigentlich. Für alle anderen hier noch mal eine kurze Zusammenfassung zu meiner Meinung:
Ich finde das Musical fantastisch! Es wird ein Gefühl von Freiheit und Liebe vermittelt die vielen Menschen wohl fremd ist, gleichzeitig werden jedoch auch die Schattenseiten der Hippikultur gezeigt (Drogenmissbrauch, Sektendenken). Die Gesellschaftskritik ist nicht zu übersehen und verbunden mit der Musik ein beeindruckendes Erlebnis. Wer Dinge wie Schimpfwörter oder freie Liebe in einem Musical überhaupt nicht vertragen kann, dem kann ich dieses Musical auch nicht nahe legen. Man soll ja nicht für diese Dinge begeistert werden, sondern es sollen eher allgemeine Aspekte der Kritik übermittelt werden. Ich empfehle jedem Interessierten dieses Musical zu besuchen, es lohnt sich auf jeden fall!
Gestern kam ich endlich dazu, meinen Gutschein für das Musical "Hair" einzutauschen, welches seit dem 14.09.2001 in der Neuinszenierung der Städtischen Bühnen Wien in Bremen aufgeführt wird.
Bereits zum 31.10.2001 hieß es, daß die Vorhänge nicht wieder hochgehen, denn die Besucherzahlen waren wohl sehr gering. Nachdem es dann eine finanzielle Absicherung bis zum 31.12.2001 gab, werden mittlerweile Karten bis zum 31.03.2002 angeboten. Offiziell soll ... ...läuft es übrigens mit großem Erfolg. Bei Rückfragen, wie lange es in Bremen noch aufgeführt wird, kann man sich an CTS Eventim wenden, die für den Kartenverkauf zuständig sind. Die Internetadresse lautet www.eventim.de.
Der Preis für dieses Musical liegt im unteren Bereich. Karten für die erste bis dritte Preiskategorie kosten 99 DM oder ab dem 01.01.2002 dann 51 Euro. Karten der vierten und fünften Kategorie kosten je nach Vorstellung zwischen ...
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Pro: Ist ein Kultmusical Kontra: ziemliches Durcheinander
HAIR - ein Musical, das für Gesprächsstoff sorgt und niemals Staub ansetzen wird. Im Jahre 1968 am Broadway erstmals aufgeführt, begeisterte und empörte das Love-Rock-Musical auch im Jahre 2000 in meiner Heimatstadt Weiden i.d.Opf 500 Zuschauer zugleich. Ginge es nach dem 22-köpfigen Ensemble, hätte das Weidener Publikum ihren ersten, richtigen Orgasmus erleben sollen. Doch der Funke wollte nicht so ganz auf jedermann überspringen. Zwar waren die ... ...finstere Minen im gemischten Publikum. HAIR ist einfach anders, nicht zu vergleichen mit „normalen“ Musicals. HAIR ist obszön, frech und mitreißend. Enthusiastische Darsteller, welche mit schrillen, bunten Klamotten und langem Kraushaar ständig in Bewegung über die Bühne wusselten, erweckten die 60er Jahre wieder zum Leben. Sie verkörperten die damalige Jugend, die Hippies, welche sich gegen die Gesellschaft auflehnten und nur eines wollten: Liebe, ...
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Alle „Hair“-hören!!!
Wo?
Das Love und Rock Musical, das die wilden 70er feiert, bekam ich in Berlin im Schillertheater am 18. August 2003 zu sehen. Wer durch diesen Bericht Interesse bekommt, bis zum 5. Oktober ist es noch zu sehen. Beginn ist 20. Uhr. Samstags auch um 17.Uhr. Wie lang?
Ca. 2 Stunden + 20 Min. Pause Wie teuer? Fünf Preisklassen. So reichten die Preise von 28€ bis 66€. Jedoch gab es zu meiner Zeit noch Sommeraktionspreise. (ca. ... ...Inhalt?
Es geht wie schon erwähnt um die turbulenten 70er Jahre. Eine Gruppe Jugendlicher um ihren Anführer Berger lehnt sich mit Fantasie und Witz gegen das so genannte Establishment auf. „Make Love, not War“ ist ihr Motto.
Der bürgerliche Claude kommt neu dazu und fühlt sich von der bunten Truppe spontan angezogen. Bei ihnen gelten Love & Peace &Happiness & Freedom. In dieser Gruppe gibt es z.B. Sheila, die sich auch stark für den Umweltschutz ...
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...großen und Ganzen bietet Hair eine sehr gute Musik, die
mit Txten wie „Glibi Glab Glubi Nibi Naba Nubi" („Good Morning
Starshine") jede schlechte Laune vertreibt und somit für viele
Anlässe geeignet ist. Da der englische Text selbst für Menschen mit guten Englischkenntnissen schwer verständlich ist, liegt der Reiz wohl eher in der Musik. Von dem Kauf der deutschen Version des Musicals muß ich dagegen abraten, da sie den Charakter von Hair
(musikalisch) ...
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Pro: Sehr interessant Kontra: Ich binein Hairfreak und sehe keine
Das beste und geilste Musical aller Zeiten,das ist natürlich nur meine persönliche Meinung aber genau deswegen bin ich bei Ciao,*lol*!
Es gibt zwei Fassungen von "HAIR" :
---- die Musical und
---- die Filmfassung
beide haben zwar den gleichen Inhalt, aber verschiedene Abläufe.
Bleiben wir bei der Musicalfassung:Die Handlung: Mehrere junge Leute, treiben auf der Bühne etwa das, was sich Bürger als Hippies erhoffen : Sie spielen ihnen vor, was ... ...Leben von Spießern und "Frustrationsmuffeln" in eine "grenzenlose Freiheit" aufzuschwingen. Sie preisen ihr langes, struppiges Haar als Symbol ihrer Männlichkeit, und sie nehmen Drogen. Das erleichtert ihnen die Flucht aus der Sinnlosigkeit einer von Presse, Fernsehen etc. manipulierten Gesellschaft in den Urwald der Emotionen, in ihr erträumtes Nirvana.
Dort gibt es weder Notstand noch Vietnam, weder Atombomben noch Rassenwahn. Dort herrschen Toleranz, ...
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