Erfahrungsbericht über

Hands All over - Maroon 5

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Music all over

5  22.01.2011 (23.01.2011)

Pro:
super tolle und abwechslungsreiche Lieder; gute Cover -  und Akustik - Versionen

Kontra:
ist eben Geschmackssache, für mich gibt es an diesem Album kein Contra

Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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christebelle

Über sich: +++Um etwas interessant zu finden, muss man es nur lange genug betrachten+++ der Frühling schaut sch...

Mitglied seit:14.11.2005

Erfahrungsberichte:98

Vertrauende:23

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 122 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seit vielen Jahren - ich muss es einfach sagen - LIEBE ich die Musik von Maroon 5. Egal, in welcher Stimmung ich bin, immer passt ein Song von der Gruppe dazu, heitert mich auf oder unterstützt meine gute Laune.
Das neue Album

Hands all over

ist 2010 ganz frisch vom Label Ocotne Records erschienen und stand seitdem ich davon wusste ganz oben auf meiner Wunschliste. Zu Weihnachten habe ich es dann bekommen und habe meine helle Freunde daran. Da es ein Geschenk war, weiß ich nicht den genauen Preis. Das Internet sagt zwischen 14,95€ und 17,99€. Aber der ideelle Wert ist viel höher, lest selbst!

Die CD-Verpackung und das Cover

Oftmals sind CDs ja ganz schnöde in eine Plastikhülle verpackt, was den Vorteil hat, dass sie relativ bruchsicher transportiert und gelagert werden können. Das letzte Album von Maroon 5 war auch genau auf diese Art eingepackt, ganz anders aber das aktuelle. Hier besteht die Hülle nun aus Pappe, was ich als nette Abwechslung empfinde und was sich wohl nur bei starkem Regen oder auf der tropfnassen Küchenspüle als sehr unpraktisch erweist.
In diese Pappumhüllung sind zwei „Taschen“ integriert worden. Der einen entnimmt man die CD, die andere enthält das Booklet. Diese Art von Verpackung war mir bislang neu, obwohl ich noch Ärzte-Alben von früher habe, die ähnlich kreativ, aber eben anders in Pappe verpackt waren.
Trotz der beiden Taschen kann man die CD-Packung noch aufklappen und blickt dort auf einen großen Felsen im Sonnenuntergang. Das Bild ist sehr romantisch, der Himmel leicht rosa gefärbt und die letzten Sonnenstrahlen spiegeln sich glitzernd im Wasser.

Das Cover ist sicher gerade für die Männer ein Blickfang: Eine nackte, attraktive Frau sitzt auf einem zerwühlten Bett. Man sieht sie nur im Profil und kann dementsprechend nicht ihr ganzes Gesicht sehen, ebenso wenig wie ihren Busen oder sonst etwas. Sie scheint im Moment der Aufnahme Spaß zu haben, denn sie hat ihren Kopf zurückgeworfen, sodass ihre Haare fliegen. Getreu dem Albentitel sind nicht nur ihre Hände, sondern auch die eines Mannes um ihren Körper geschlungen, die die Sicht auf intime Körperstellen verhindern. Auf der Rückseite der CD sind nur der Rand desselben Bettes und darüber ein gerahmtes Foto mit den Köpfen von Maroon 5 zu sehen.

Das Booklet

Für mich gehört ein gut gestaltetes Booklet zu einer guten Musik-CD einfach dazu. Für nichts habe ich weniger Verständnis, als wenn sich Musiker jahrelang der Schöpfung und Aufnahme ihrer neuen CD hingeben, ihr Booklet dann aber lieblos von irgendeinem Grafiker hinklatschen lassen! Das ist so, als würde Madonna ungestylt auf die Bühne gehen…
Im Booklet des letzten Maroon 5-Albums (huch, über das ich ja gar nicht geschrieben habe!) waren zwar viele tolle Bilder der Band, aber es wurde mächtig gespart mit dem Platz für Songtexte. Die sind mir nämlich sehr wichtig und zwar – wenn’s geht – in lesbarer Größe und Schrift! Ihr könntet jetzt sagen, dass ich pingelig bin oder doch im Internet nach den Texten suchen sollte, aber es gibt tatsächlich noch Menschen, die CDs über eine CD-/ Musik-Anlage hören. Zu denen gehöre beispielsweise ich, und während des Lauschens wird vielleicht aufgeräumt, vielleicht gefaulenzt, oft laut mitgeschmettert, aber höchst selten nebenher im Internet gesurft. Also habe ich ganz leicht überschaubare und erfüllbare Kriterien an ein gutes Booklet.
Auf der Vorderseite befindet sich hier ein Bild der Band im Profil. Die fünf Mitglieder stehen auf einem Boot und schauen schräg zum Meer oder Richtung Kamera. Wenn ich das Booklet von „Hands all over“ aufschlage, ist jeweils auf der rechten Seite immer ein Bild von einem der Bandmitglieder zu finden und auf der linken Seite Songtexte. Die Idee, jedem der Fünf eine eigene Seite nebst den Informationen, welche Instrumente er spielt, einzuräumen, finde ich sehr gut. Sonst gehen die vier anderen Mitglieder ein bisschen neben Adam Levine unter. Die andere Idee, nämlich die Liedtexte mit einem hübschen Hintergrund abzudrucken, ist vielleicht gut durchdacht, aber grottenschlecht umgesetzt. Während ein Sonnenuntergang als solcher im Hintergrund recht schön anzusehen ist, geht die Helligkeit eindeutig zu Lasten der Lesbarkeit. Außerdem sind die Zeilen lieblos aneinandergereiht, sodass man schnell – auch aufgrund der kleinen Schrift – die Übersicht verliert, in der Zeile verrutscht und dann auch noch Schwierigkeiten beim Entziffern auf hellen Stellen hat. Wirklich unpraktisch für Leute wie mich, die doch einfach nur wissen wollen, was für eine Botschaft sich hinter der Melodie verbirgt und die mitsingen möchten. Das Ende der Geschichte ist, dass ich mir den Text im Internet anlese, um mir nicht die Augen und die Laune zu verderben. Schade!

Die Band

Die Gruppe besteht aus den Mitgliedern
Adam Levine (Gesang, Gitarre, Keyboard)
Jesse Carmichael (Gitarre, Keyboard)
Mickey Madden (Bass)
James Valentine (Gitarre)
Matt Flynn (Schlagzeug)

Ich bin nun selbst überrascht, wie viel Gitarristen es in der Band gibt. Auf der offiziellen Homepage www.maroon5.com kann man die Gruppenzusammenfindung unter dem Stichpunkt Bio genau nachlesen. Hier nur kurz ein paar Stichpunkte: Adam, Mickey und Jesse kannten sich bereits aus der Junior High School in Los Angeles. Mit Ryan Dusick zusammen gründeten sie 1995 die Grunge-Band „Kara’s Flowers“. Zwei Jahre später erschien ihr einziges Album „The Fourth World“. Da die band aber keinen Erfolg zu verzeichnen hatte, trennten sich die vier 1999 und machten musikalisch jeweils neue Erfahrungen. 2001 fand sich die Gruppe, die in Kontakt geblieben war, wieder zusammen, nahm zusätzlich noch James Valentine auf und nannte sich von da an „Maroon 5“. 2006 stieg der Schlagzeuger Ryan Dusick wegen gesundheitlicher Probleme aus der Band aus und wurde durch Matt Flynn ersetzt. Dusick war 2007 noch als „Musical Director“ für die Gruppe tätig. Auf http://www.monstersandcritics.de/archiv/people.php/Maroon_5/biographie
könnt ihr die Fakten auf Deutsch noch ein bisschen genauer lesen.

Die bekanntesten Lieder von Maroon 5 sind
„Harder to breathe“
“She will be loved”
„This love“
“Wake up call”
“Makes me wonder”
“Won’t go home without you”
“Misery”

Die aktuellste Sache, die man in Zusammenhang mit Maroon 5 sieht, ist die Kampagne für die Aufklärungsarbeit über Prostata- und Testikelkrebs. Auf dem Poster und auch dem Cover der „Cosmopolitan“ ist Adam Levine nackt zu sehen, nur über der betreffenden Stelle sind Frauenhände. Wow, eine gute Figur und viele Tatoos hat der Mann! Und einen guten Zweck will er damit auch noch verfolgen.

Die Lieder

Da ich es äußerst schwer finde, Musik nur mit Worten zu beschreiben, weil es eine extrem subjektive Sache des Geschmacks ist, werde ich zu einem vielleicht etwas bösen Mittel greifen: Durch Vergleiche mit anderen Musikstilen und –künstlern möchte ich versuchen, euch meinen Eindruck (der von euch natürlich wieder ganz anders wahrgenommen werden könnte) von den Liedern zu vermitteln, damit ihr eine ungefähre Vorstellung vom Album bekommt. Falls ich irgendwelche eurer Stars dabei beleidige oder in Verruf bringe, bitte ich dies als unbeabsichtigt anzusehen. Überhaupt, es sollte allen Stars eine Ehre sein, im Zusammenhang mit Maroon 5 genannt zu werden! *smile*

Lied 1 „Misery“

Das Lied kennt nun wahrscheinlich jeder, der Radio hört, sei es bewusst oder unbewusst. Selbst in meinem Fitnessstudio ist es auf der CD mit drauf, wo es aber im Trainerplan als „Gute-Laune-Song“ verkauft wird. Diese Bezeichnung finde ich etwas unglücklich gewählt, denn alleine der Titel „Misery“ verheißt schon keine gute Laune.
Ok, aber allen Textkenntnissen zum Trotz muss ich gestehen, dass der Beat treibend und funky ist und auch die Melodie keine große Dramen oder Herzschmerzaussagen erahnen lässt. Der Refrain ist eingängig und man möchte ihn tatsächlich mit großer Freude mitschmettern:

„I am in misery
There ain’t nobody who can comfort me
Why won’t you answer me
The silence is slowly killing me”

Wer des Englischen ein wenig mächtig ist, erkennt selbst an diesen kleinen Zeilen schnell, dass es in diesem Song wahrlich nicht um das versprühen guter Laune geht, sondern der Ich-Erzähler [heißt das bei Liedern dann Ich-Sänger?] sein Leid klagt.
Lied 2 „Give a little more“

Auf den ersten Höreindruck hören sich Lied 1 und 2 ein bisschen ähnlich an. Die Geschwindigkeit ist ähnlich und mir fällt wieder das schöne Wort „funky“ dazu ein. Die Strophen sind allerdings langsamer gesungen und der Refrain ist zweistimmig und hört sich recht diskotauglich an. Dafür gibt es zwischendurch ganz tolle „Hihi“s und „Ooohoo“s, die an den King of Pop Michael erinnern.

“I'm not gonna love with ya, I'm not gonna love
And I'm not gonna love with ya, I'm not gonna love
Till I get a little more from you baby
I get a little more from you baby”

Lied 3 „Stutter“

Einer meiner Lieblingstracks dieser CD! Ein kräftiger Beat im Vordergrund, ein komisches, leicht irritierendes Klingeln im Hintergrund und dann noch Adams Stimme. Die Melodie ist sehr gefällig und nicht besonders außergewöhnlich, aber dadurch ziemlich eingängig. Gegen Ende gibt es eine tolle Bridge, in der der Sänger seine Gesangeskunst unter Beweis stellen kann. Ein bisschen rhythmisch ist die Zeile, die für den Titel ausschlaggebend ist: „You make me stutter“.

Lied 4 „Don’t know nothing“

Bei den ersten Takten musste ich an einen Latino-Song denken, aber dieser Eindruck verfliegt schnell im Laufe der nächsten Takte und des restlichen Lieds. Hier erinnert mich die Melodie eher an ein nettes Gemisch aus 70er-Jahre-Musik und Popklängen von den Pet-Shop-Boys (welche damals sehr gute Disconummern geschrieben haben). Bei diesem Lied dominieren Keyboards und Bässe. Die Strophen sind teilweise nicht sehr variantenreich in der Melodie, das macht der Refrain mit dem altmodischen und mehrmals wiederholten „Ooooh“ wett.


Lied 5 „Never gonna leave this bed“

Ich schließe jedes Mal, wenn ich ein neues Album habe, eine Wette mit mir selbst und meinem Freund ab, welches Lied als nächstes ausgekoppelt und somit im Radio gespielt wird. Diesmal ist mein Favorit absolut dieses Lied, welches ich auch fast am liebsten höre (das Problem ist ja, dass mir fast alle Songs gefallen, da wird es schwer, einen Liebling zu küren). Sowohl Strophen als auch der Refrain sind sehr normal poppig und extrem eingängig, sodass man (oder ich) spätestens beim 3. Mal Hören laut mitsingen kann und will! Inhaltlich haben wir es mal wieder mit einem Liebeslied zu tun. Der Sänger scheint verlassen worden zu sein und gibt im Refrain das zuckersüße Versprechen, mich (hust) oder auch die jeweils Angesungene mitten in der Nacht aufzuwecken, um zu sagen, dass er niemals wieder weg geht und auch dieses Bett nie wieder verlassen wird. Wie schööön *schmacht*. Könnte nur ein Problem werden, wenn man mal auf Toilette muss, denn ALLES können einem Hausangestellte nun mal auch nicht abnehmen. Aber nein, über den tatsächlichen Realitätsfaktor sehen wir hier hinweg und nehmen die Worte „Take it, take it all, take all that I have, I'll give it all away just to get you back“ einfach als Liebeserklärung hin.
Lied 6 „I can’t lie“

Ein Reggae-Lied! Erinnert mich stellenweise an „River of dreams“ (ihr kennt das vielleicht als „in the middle of the night“) von Billy Joel sowohl von der Melodie als auch vom Rhythmus. Alles an diesem Song vermittelt Einfachheit, Leichtigkeit und Sommergefühl. Das instrumentelle Zwischenspiel kommt mir sehr bekannt vor, es klingt so ähnlich wie aus dem Lied „Sunday morning“ von Maroon 5. Interessanterweise ist der Inhalt alles andere als Lebensfreude pur: Das Ich im Lied wurde verlassen und klagt uns sein Leid:

My world just feels so cold
And I find myself thinking about the things I could have done
And it warms my soul when you let me know
I'm not the only one

Also liebe Fitnessstudios der Welt: Wenn dieses Lied mal als Cool-down-Lied oder ähnliches benutzt wird, erst Text lesen oder zuhören, dann denken „was für ein Gute-Laune-Song!“.

Lied 7 „Hands all over“

In diesem Lied sind verschiedene Stile enthalten. Es fängt metallisch und etwas monoton an, ähnlich wie bei Depeche Mode etwa. Dann erinnert mich das Lied immer mehr an etwas, das während eines Roadmovies gespielt werden könnte. Das ist nun wirklich subjektiv, weil jeder andere Assoziationen zu Filmen und Musik hat. Der Song ist aber objektiv auch ein bisschen „härter“ als die anderen, E-Gitarren und ein wummernder Rhythmus dominieren, die Grundtonart ist tiefer als bei den anderen Liedern. Es rockt einfach!
Dieser Song ist Namensgeber des Albumtitels, vermutlich weil es wirklich sexy klingt und neugierig macht. Es ist aber auch sexy, wenn der Sänger das „pretty little girl“ auffordert:

Put your hands all over me please talk to me, talk to me
Tell me everything, it's gonna be alright
Put your hands all over me
Please walk with me, walk with me now
Love is a game you say
Play me and put me away

Lied 8 „How“

Leider kann ich bei diesem Lied etwas bemängeln, das mir öfter schon bei Maroon 5-Liedern aufgefallen ist: Das Missverhältnis zwischen Musik und Stimme. Hier ist es wieder so, dass die Instrumente sehr laut und im Vordergrund zu hören sind, während Adams Stimme ein wenig darin untergehen zu scheint. Das ist so schade. Schließlich ist dieser Text rührend und der Hörer würde verstehen, warum Adam im Refrain doch sehr laut vernehmbar und verzweifelt klingend „How“ fragt. Seine Stimme erinnert mich zwischendurch immer wieder an Bryan Adams (eines meiner Teenie-Idole), da Adam Levines Stimme hier manchmal genau so schön kratzig ist. Von der Melodie her kann es das Lied mit einem der guten Back Street Boys-Lieder aufnehmen. Die haben doch auch schöne Balladen geschrieben und gesungen, da kann man sagen, was man will.
Einfach wunderschön. [Schatz, hör mal kurz weg]. Ach Adam, ich würde dich sofort zurücknehmen. Quatsch, ich würde dich erst gar nicht gehen lassen.

“I'm asking for your help
I am going through hell
Afraid nothing can save me but the sound of your voice
You cut out all the noise
And now that I can see mistakes so clearly now
I'd kill if I could take you back”

Lied 9 “Get back in my life”

Ein tolles Lied mit einem funky Rhythmus, der auch mal von der Stimme im Off-Beat unterstrichen wird. Wir haben es im Refrain wieder mit vielen „Ooh“s zu tun, diesmal aber recht temporeich. Erneut ein Song, in dem das Ich die Angesungene bittet, zu ihm zurückzukommen:

“Get back in my life, come knock on my door
You’re what I’m looking for I think you should know
You started a fight, put me to the floor
Please don't resist anymore
I'll never leave you alone”

Die Bridge weckt in mir starke Assoziationen an Puff Daddys „Come with me“. Die Stelle stellt einen großen Bruch zum sonstigen Lied dar, was mir gut gefällt.

Lied 10 „Just a feeling“

An dieser Stelle mal wieder ein ruhiges, langsames Lied, das (welch Überraschung!) vom Verlassenwerden handelt. Im Refrain besingt der Sänger sein Unverständnis über diesen Zustand:

“It’s just a feeling, just a feeling, just a feeling that I have
I can’t believe that it’s over”

Die Melodie ist zart und passt mit den hohen Tönen perfekt zu Adams Stimme.

Lied 11 „Runaway“

Dieses Lied ist ziemlich poppig, die Strophen eher ruhig, dafür ist der Refrain lauter und melodiöser. Ich finde es nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Mehr kann ich leider zu diesem Lied auch nicht schreiben…
Lied 12 „Out of goodbyes“ (with Lady Antebellum)

Als einziges auf dem Album handelt es sich bei sich diesem Track um ein Duett. Ich kenne diese Lady überhaupt nicht, hätte ihre Stimme aber Shania Twains zugeordnet. Das Lied ist recht langsam und hat kleine Country-Einschläge (das unterstützt meinen Shania-Eindruck). Die beiden Stimmen harmonieren gut, trotzdem ist dies Lied nicht eines meiner liebsten auf der CD. Am Anfang habe ich mich gelinde gesagt gelangweilt beim Hören, aber nun geht es. Mir fehlt hier einfach die Abwechslung, sowohl im Tempo als auch bei der Melodie. Aber wenn man so auf der Ranch sitzt, sinnierend in den Sonnenuntergang schaut oder sein altes Pferd striegelt, ist diese Musik bestimmt genau das Richtige.

Lied 13 „Last chance“

Ha, wieder ein tanzbarer Song! Gleich bei den ersten Takten wackel ich unwillkürlich mit dem Kopf und den Füßen mit. Wackel-Dackel-Alarm! Der Rhythmus ist zwar sehr pointiert, aber auch die variationsreiche Melodie macht das Lied zu einem echten Hinhörer!

„Oooo what you gonna do
I'm in love with you
Don't you wanna dance
This may be the last chance (the last chance)
That I get (that I get) to love you (to love you)
ooo ooo ooo”

Lied 14 „No curtain call“

Das Intro und auch sehr Rest des Liedes sind ein bisschen Oldie-angehaucht. Gefällt mir aber ganz gut. Der Beat ist eher langsam und ihr könnt es euch von der getragenen Art und der Melodie ein wenig wie Queens „We are the champions“ vorstellen. Wovon das Lied handelt, kann ich leider gar nicht genau sagen, ich werde aus dem Text nicht wirklich schlau. Bei diesem Lied sind neben dem leicht düsteren und doch erhabenen, opulenten Touch die Geigen bzw. das Keyboard mit Geigenklang besonders herauszuheben.
Lied 15 „Never gonna leave this bed“(acoustic)

Das gleiche Lied wie zu Beginn der CD, diesmal nur in der Akustik-Version. Das heißt, der ganze instrumentelle Hintergrund ist sehr zurückgefahren und Adams Stimme steht ungehindert im Vordergrund. So kann man gleich hören, dass er wirklich jeden Ton trifft und auch seine Stimmfarbe genießen, die von kehlig bis sanft und weich klingen kann. Mir gefällt diese Version genau so gut wie die andere, beide haben ihren Charme.

Lied 16 “Misery” (acoustic)

Zur Melodie- und Inhaltsbeschreibung siehe Lied 1. Die Akkustik-Version gefällt mir persönlich aber besser als normale, die ihr wahrscheinlich kennt. Der Fokus liegt hier nämlich auf Adams toller Stimme statt auf der Instrumentalmelodie und dem Rhythmus.
Lied 17 “If I ain’t got you” (live)

Vermutlich denkt ihr jetzt “Gemeiner Titeldiebstahl!”, so hat doch Alicia Keys schon ein Lied genannt. Das Schöne ist: Hierbei handelt es sich um eine exzellente Coverversion. Adam Levine hat ja einen ziemlich breiten Stimmumfang, der bei diesem Track gut zur Geltung kommt. Manchmal sind ja Frauensongs total ungeeignet für männliche Sänger, aber bei diesem merkt man nicht, dass er ursprünglich von einer Frau gesungen wurde. Dass die Version live ist, hört man am Anfang gar nicht, abgesehen von einem kleinen Juchzer einer Frau. Gegen Ende wird aber doch etwas Fangeschrei hörbar und Maroon 5 beweisen den Anstand, „we love you Alicia Keys“ ins Mikrofon zu sprechen.

Lied 18 “Crazy little thing called love” (acoustic)

Good old Rock’n Roll! Was schon toll von Queen gesungen wurde, wird auf diesem Album ganz toll von Maroon 5 gecovert. Ich habe beim Hören immer wieder spontan Ameisen in den Füßen und den Drang, komische Charleston-ähnliche Schritte in meiner Wohnung zu vollführen.

Fazit


Einem Freund bzw. einer Freundin würde und werde ich das Album wohl nicht empfehlen, einfach weil sie einen ganz anderen Musikgeschmack als ich haben. Maroon-5-Fans, -Liebhabern und –Gernhörern möchte ich das Album aber schon wärmstens ans Herz legen.
Das Cover und die Verpackung der CD sind meiner Meinung nach innovativ und ansprechend gestaltet. Die Aufmachung des Booklets finde ich von der Idee her gut, aber leider sehr unpraktisch. Schöne, farbintensive Hintergrundbilder lassen sich leider nicht mit dünn gedruckten Songtexten dadrüber kombinieren, sodass diejenigen, die den Text lesen wollen, sich entweder ziemlich anstrengen müssen, um ihn entziffern zu können, oder auf das Internet zurückgreifen sollten.
Anders fällt meine Kritik bei bei den Musikstücken aus:
Fast jedes Lied höre ich unheimlich gerne und kann im Moment das Album dauernd eingelegt lassen. Ein Tag ohne Maroon 5 Musik ist für mich zurzeit nicht denkbar. Die CD „Hands all over“ bietet für mich genau den richtigen Mix aus langsamen und schnelleren Liedern, tollen, eingängigen Melodien und abwechslungsreichen Rhythmen. Nur bei den Liedern „Runaway“ und „Out of goodbyes“ hat es etwas länger gedauert, bis ich die Lieder ganz gut fand, der Rest schlug bei mir sprichwörtlich wie eine Bombe ein. Auch die Cover-Versionen finde ich toll. Da fast jedes Lied auf dem Album von Liebe handelt, hätte es ebenso gut den Titel „Love all over“ verdient. Für mich fünf (Millionen) Herzchen und Esskastanien für diese tolle CD!




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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
suffocat

suffocat

15.01.2012 10:54

Super Bericht von Dir! Maroon 5 mag ich auch sehr gerne :)! Gerne BH v. mir :)! LG Helmut

Cuchulainn1981

Cuchulainn1981

22.12.2011 09:19

Einwandfrei. Besonders hilfreich.

Sendorra

Sendorra

26.06.2011 20:22

Super berichtet!

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