... „Happy People/ u saved me“ ist eine Art Konzeptalbum. „happy people“ ist die CD für die Clubgänger, „U saved me“ ist ein Balladenalbum in deren Zentrum Gott steht.
*Die Glücklichen Leute*
Mr. Kelly begrüßt uns als Radio DJ WEATHERMAN, so heißt dann ... Bericht lesen
permanent nach neuen Herausforderungen suchen. Seine Kreativität kennt im Moment offenbar wieder einmal keine Grenzen, denn statt einem normalen Longplayer präsentiert er der staunenden Öffentlichkeit ein ambitioniertes Doppelalbum, auf dem nicht ein Ausfall zu beklagen ist. Happy People/U Saved Me zeigt die beiden Seiten von R. Kelly: den sanften, einfühlsamen Soul-Crooner, der seinem Vorbild Stevie Wonder nicht nur optisch auf dem Cover immer ähnlicher wird, und den abgeklärten Lieferanten bestechender Clubhits, dem niemand auf dieser Welt mehr etwas vormachen kann. CD 1, "Happy People", ist ein Ansammlung elf hochkarätiger R&B-Clubsongs, die mehr als einmal wie eine Verbeugung vor den Größen der 70er und 80er Jahre klingt. R. Kelly hat inzwischen eine solche Meisterschaft im Songwriting erreicht, dass er auf unnötiges Füllmaterial komplett verzichten kann. Zu den Höhepunkten des ersten Album zählen neben dem wunderbaren Opener "Weatherman" das mit einem dezenten Funk-Touch versehene, extrem eingängige "Love Signals" sowie "Steppin' Into Heaven", bei dem R. Kelly noch einmal eindrucksvoll demonstriert, das ihm gesanglich an einem guten Tag so gut wie niemand das Wasser reichen kann. Nicht weniger überzeugend als auf dem ersten Teil geht es auf der zweiten CD weiter. Bereits der Einstieg, das zusammen mit Kelly Price, Kim Burrell und Maurice Mahon eingespielte "3-Way Phone Call", ist eine mittlere Offenbarung. Und auch bei den nachfolgenden Songs, dem tief in religiöser Meditation verharrenden "Prayer Changes" sowie dem getragen dahingleitenden "U Saved Me", zeigt sich R. Kelly von seiner besten und zugleich intimsten Seite. --Norbert Schiegl
permanent nach neuen Herausforderungen suchen. Seine Kreativität kennt im Moment offenbar wieder einmal keine Grenzen, denn statt einem normalen Longplayer präsentiert er der staunenden Öffentlichkeit ein ambitioniertes Doppelalbum, auf dem nicht ein Ausfall zu beklagen ist. Happy People/U Saved Me zeigt die beiden Seiten von R. Kelly: den sanften, einfühlsamen Soul-Crooner, der seinem Vorbild Stevie Wonder nicht nur optisch auf dem Cover immer ähnlicher wird, und den abgeklärten Lieferanten bestechender Clubhits, dem niemand auf dieser Welt mehr etwas vormachen kann. CD 1, "Happy People", ist ein Ansammlung elf hochkarätiger R&B-Clubsongs, die mehr als einmal wie eine Verbeugung vor den Größen der 70er und 80er Jahre klingt. R. Kelly hat inzwischen eine solche Meisterschaft im Songwriting erreicht, dass er auf unnötiges Füllmaterial komplett verzichten kann. Zu den Höhepunkten des ersten Album zählen neben dem wunderbaren Opener "Weatherman" das mit einem dezenten Funk-Touch versehene, extrem eingängige "Love Signals" sowie "Steppin' Into Heaven", bei dem R. Kelly noch einmal eindrucksvoll demonstriert, das ihm gesanglich an einem guten Tag so gut wie niemand das Wasser reichen kann. Nicht weniger überzeugend als auf dem ersten Teil geht es auf der zweiten CD weiter. Bereits der Einstieg, das zusammen mit Kelly Price, Kim Burrell und Maurice Mahon eingespielte "3-Way Phone Call", ist eine mittlere Offenbarung. Und auch bei den nachfolgenden Songs, dem tief in religiöser Meditation verharrenden "Prayer Changes" sowie dem getragen dahingleitenden "U Saved Me", zeigt sich R. Kelly von seiner besten und zugleich intimsten Seite. --Norbert Schiegl
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Erfahrungsbericht von derDosch über Happy People / U Saved Me (Maxi-CD) - R. Kelly 26.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
annehmbar
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird bald langweilig
Pro:
CD 1 bietet schönen R'n'B,
Kontra:
CD 2 bietet kitschige Bombastballaden
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Erfolg, Talent und jede Menge Frauen, vorzugsweise 14-jährig, und Selbstbewusstsein bis unter die Fingernägel. Er ist das R im R’n’B. Wenn man die letzten 10 Jahre näher betrachtet, dann stimmt das sogar.
Die Rede ist natürlich von R. Kelly und der hat vor wenigen Wochen ein neues Doppelalbum unters Volk gebracht. „Happy People/ u saved me“ ist eine Art Konzeptalbum. „happy people“ ist die CD für die Clubgänger, „U saved me“ ist ein Balladenalbum in deren Zentrum Gott steht.
*Die Glücklichen Leute*
Mr. Kelly begrüßt uns als Radio DJ WEATHERMAN, so heißt dann auch gleich der erste Song, der mit den Zeilen „Hello World, it’s a great day, be thankfull, put a smile on your face“. Gesungen mit einer Stimme, die runtergeht wie Honig. Es ist eine Midtemponummer die gute Laune verbreitet und sich zum gemütlichen schunkeln eignet. „RED CARPETS“ bleibt Feel-Good-Music. Seidiger Gesang und Rhythmus zum Mitklatschen. Ganz so clubmäßig ist die Musik doch nicht, zumindest für die heutige Zeit in der Bouncer wie „Yeah“ die Tanzflächen beherrschen. Schnell wird klar, „Happy People“ ist was für die schwarzen Clubs der 70er Jahre. Der R’n’B auf „Happy people“ klingt sehr ursprünglich, hat etwas charmant-klassisches und ist ein bisschen funky. „LOVE STREET“ bleibt diesem Konzept natürlich treu, wirklich schnell wird kein Song auf dieser LP. „Love Street“ baut auf einen sanften Midtemporhytmus auf und wurde mit melodisch-funky Streichereinlagen untermalt. „IF“ wurde mit sanften Streichern und ebensolchem Klavier unterlegt, die Bassdrum klopft stetig und ruft leichtes Kopfnicken hervor. „THE GREATEST SHOW ON EARTH“ ist zur Abwechslung eine Ballade und bietet den obligatorischen Kelly-kitsch. Trotzdem hat der Song in seinen guten Momenten etwas klassisches und Lounge-mäßiges. Das Klavier perlt leichtfüßig vom weichen Streicherarrangements ab. Ab dann gibt es wieder Stellen, an denen Mr. Kelly etwas zu viel will und überflüssig theatralisch wird. „IT’S YOUR BIRTHDAY“ unterläuft dieser Fehler nicht. Der Song ist wieder eine melodische Uptemponummer mit wunderbar plapperndem Klavier. Leider wirkt der Chorus etwas beliebig, die Magie der ersten Songs hat sich etwas verloren. „HAPPY PEOPLE“ hat diese Magie aber wieder. Der Song ist das Highlight der CD, Kellys Stimme klingt absolut zeitlos, der Beat ist dank rhythmischer Trommelei und sanften Harfen- und Streichereinsätzen absolut unwiderstehlich. Dazu kommt dann auch noch die Choreographie zum selbertanzen. Wunderbar!
FAZIT NUMMER 1: „Happy people“ lässt an seinen guten Momenten den R’n’B der 70er wieder aufleben. Entstanden ist ein schönes gute Laune Album, dass den roten Faden auch nicht vermissen lässt. Schade nur, dass er die Magie nicht über die 11 Songs erhalten kann und die „Radiodurchsagen“ etwas nerven, auch wenn sie gut gemeint sind, etwas weniger wäre aber mehr gewesen. Nach jedem Song muss man sich Kellys geplapper anhören. **4 von 5 Sternen**
*Rettung oder Untergang*
„U saved me“ beginnt mit „3 WAY PHONE CALL“, einer Zusammenarbeit mit Kelly Priece, Kim Burrell und Maurice Mahon. Die Strophen sind wie ein Dialog aufgebaut. Begleitet werden die Sänger von einem langsamen Klavier. „U SAVED ME“ hat ebenfalls ein Klavier zu bieten, hinzu kommen donnerartiges Trommeln an einigen Stellen. Hier geht es wie in allen anderen Songs auch um Gott. Hier werden Situationen beschrieben, die nur durch Gottes Beistand überstanden wurden. Mit all dem Pathos in den Texten darf natürlich auch kein Kirchenchor fehlen, der dezent im Chorus zu hören ist und am Ende natürlich stärker wird. Alles in allem wirkt speziell dieser Song durch seinen Chorus, der nur aus der Zeile „u saved me“ besteht, eher lasch und langweilig, obwohl sich Mr. Kelly in den Strophen die größte Mühe gibt. Bei dieser Fülle an Bombastballaden wartet man natürlich auf ein zweites „I believe I can fly“, „SPIRIT“ ist ein Song der zumindest nah an jenen Hit kommt. Getragen wird der Song von mystischen Drums, dazu kommen noch Klavier und Streicher, so dass der Sound doch sehr breit ist. Von Chorus zu Chorus wird der Kirchenchor im Background lauter, so auch R. Kellys Stimme, die immer eindringlicher wird. Leider ist dies auch die einzig wirklich überzeugende Bombastballade auf dieser CD. Bei „LEAP OF FAITH“ stellt sich wieder Langeweile ein, obwohl der Song wie Spirit aufgebaut ist, jeder Song wurde hier auf die gleiche Weise aufgebaut, was das Album auch unerträglich macht. Kitschige Streicherarrangements treffen auf opulente Gospelchöre und immer wiederkehrende Inhalte. Da tut zum Abschluss „PEACE“ richtig gut, mit seinem minimalistischen Klavier und Percussions sowie dem feinen Gesang von R.Kelly. Natürlich gibt es auch hier ein Backgroundchor, der sich diesmal aber auch wirklich im Background aufhält und mit seiner Ruhe das Gefühl von Frieden auch wirklich ausstrahlt.
FAZIT NUMMER 2: „U saved me“ ist eine Art „I believe I can fly“ in einer 50 Minuten Dauerschleife, nur das den Songs hier dieses gewisse Etwas fehlt. Mit Ausladenden und kitschigen sowie von Pathos erfüllten Arrangements und Texten kommt hier keine Stimmung auf, lediglich „Spirit“ und „Peace“ sind überdurchschnittlich gute Songs, die anderen sind bestenfalls Durchschnitt. **2 von 4 Sternen**
ZUSAMMENFASSEND...
...kann ich sagen, dass man von dieser Doppel- CD sicherlich mehr erwatet hatte. Der König der Balladen zeigt sich auf „U saved me“ relativ uninspiriert und einfallslos. Auch „Happy people“ kann nicht durch große Abwechslung glänzen, bietet aber gut gemachte Songs, die aus der R’n’B Masse in den Charts hervorstechen. Für beide CDs zusammen gibt’s großzügig 3 Sterne.Danke fürs Lesen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir nen Kommentar hinterlasst! Dosch.