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Meinungen schreiben steht von nun an wieder an der Tagesordnung !
Heute will ich mich einem etwas "älteren" Album widmen, "Head Music" von Suede.
I. DIE BAND
Suede sind eine typisch britische Band, welche in London zueinander fand.
Alles begann 1989 mit dem Sänger Brett Anderson ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von Senilm über Head Music - Suede 18.02.2002
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
gut
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
Brett Andersons Stimme als Mittelpunkt von Melodie und Rhytmik wechselnder Gefühle .
Kontra:
Ab und an leidet das ganze etwas unter elektrischer Unterkühlung !
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo und Willkommen,
nach einer kurzen Pause wage ich mich mit neuem Betriebssystem wieder zu Ciao. Meinungen schreiben steht von nun an wieder an der Tagesordnung !
Heute will ich mich einem etwas "älteren" Album widmen, "Head Music" von Suede.
I. DIE BAND
Suede sind eine typisch britische Band, welche in London zueinander fand. Alles begann 1989 mit dem Sänger Brett Anderson und dem Bassisten Mat Osman. Diese gründeten in ihrem Heimatort eine Band. Als weiteres Bandmitglied wurde noch Gitarrist Bernard Butler gefunden, welcher allerdings die Band 1994 wieder verlies. Zusammen mit der Drum-Machine konnte man so erste Songs vom Äther lassen. Da das allerdings nicht von Erfolg gekrönt war, fand man ihn Simon Gilbert den geeigneten menschlichen Ersatz für die Drum-Machine. Justine Frischmann, welche 1992 nachdem Sie die Band verlies Sängerin bei der Shout&Rock Popband Elastica wurde, fand sich wenig später noch als Gitarrist ein.
Während die ersten Versuche der Band belächelt wurden und ihnen niemand ernsthaft Erfolg zutraute schien sich das Blatt 1992 zu wenden. Ihre Live-Performances erregten Aufmerksamkeit, u.a. auch die des englischen Kultblattes N.M.E. Ihr Debut "The Drowners" lieferten Sie dann schon wenig später auf Nude Records ab. Schlagzeilen wie "Best New Band in Britain" folgten daraufhin und die Musikjournalisten stürzten sich auf den neuen Hype. Was Brett Anderson davon hielt, zeigte er mit Arsch und Mikrofon eindeutig bei Top of the Pops !
1993 dann wurde "Suede" das selbstbetitelte Album veröffentlicht und der Durchbruch in die Charts gelang endgültig. "Breakdown" eine Single aus dem Album wurde, wohl voreilig, als einer der besten Songs die jemals aufgenommen wurden bezeichnet. Das Album eroberte sofort die englischen Albumcharts und wurde zum schnellstverkauftesten Album seit "Welcome to the Pleasuredome" von Frankie goes to Hollywood. Mit "Stay together" veröffentlichten Sie dann ein Jahr nach Release des Albums noch eine sehr erfolgreiche Single.
1994 wurde "Dog Man Star" veröffentlicht, welches lt. dem Guardian-Magazin zu dem besten Album aller Zeiten gehört! Kommerziell ebenfalls ein voller Erfolg wurde das Album mit Singles wie "Wild Ones".
Nach "Dog Man Star" folgte 1996 "Coming up" und dieses wurde noch erfolgreicher als das Vorgängeralbum. Platinstatus und Singles wie "Trash" und das unvergessliche "Beautiful Ones" begeisterten nicht nur die Briten!
Nach einer langen Tour wurde 1997 "Sci-Fi Lullabies" veröffentlicht, welches wiederum nur B-Side Singles enthielt und mit 26 Tracks zu einem der umfangreichsten Alben dieser Sorte gehören sollte.
1998 wurde ihr viertes Album "Head Music" veröffentlicht und dieses war es auch welches die Band letztendlich wirklich berühmt machen sollte. Der Producer Steve Osborne formte einen neuen Sound zusammen mit Suede, kühler und distanzierter wirkend als bei den Vorgängern aber dennoch faszinierend. "Electricity", "Everything will flow" und "She`s in Fashion" wurden zu überaus erfolgreichen Singleauskopplungen!
Ein ungewöhnliches Cover, welches zwei Menschen, welche Rücken an Rücken stützend gemeinsam Musik hören zeigt. Allerdings in verschwommenen rosarot und lila wirkenden Tönen.
Das Booklet ist britisch - spärlich, aber nur oberflächlich. Inhaltlich wird alles informative geboten.
"Electricity" macht sogleich den Anfang. Elektrisch verzerrte Bässe, triumphierende Gitarren und dann die sexy, seichte Stimme von Brett Anderson lassen Wohlgefühl aufkommen. Der Drummer schickt sich an dem Titel zum Refrain Eingängigkeit einzutrommeln, während die Gitarren sich in Riffs üben und Brett Anderson sich als Stütze des Sounds gibt und mit warm, melodischer Stimme Ohrwurmmusik ertönen lässt.
Elektronische Elemente bestimmen zunächst auch "Savoir Faire". Ein relaxter Beat trommelt den Titel weich, während die Gitarren krächzend stöhnen und der Bassist Tempo einbringt. Brett Anderson ertönt mit zögernder, weicher Stimme und erzählt uns von dem stylishen Mädchen und deren Vorlieben. Er schmiegt sich langsam an die melodisch werdenden Gitarren und verschafft somit seiner Stimme etwas mehr Durchsetzungsvermögen. So richtig entfaltet er sich allerdings nie bei diesem Song, vor allem der Refrain ist stimmlich enttäuschend und wirkt wenig motiviert dargeboten.
Ganz anders ist da schon "Can`t get enough". Der Drummer legt mit eingängigem Beatgetrommle los und der Gitarrist öffnet die Türen zum Rock mit Riffs par excellence. Motiviert und voller überströmender Energie können wir uns auch von Brett Anderson begeistern lassen, welcher im Refrain zusammen mit dem Drummer ein wahres Feuerwerk entfacht. Mit energischer Stimme vermittelt er beste Laune und die Hintergrundjubeleinlagen lassen dies sofort ins Ohr übergehen. Hervorragende Rhytmik sorgt zudem dafür das dieser Titel die Bezeichnung "Ohrwurm" mehr als verdient und wer sich an riffenden, elektrisch verzerrten Gitarren erfreuen kann wird hier vollends bedient.
Die dritte Singleauskopplung "Everything will flow" verwöhnt uns dagegen mit gefühlvollen Geigen und Akustikgitarrenakkorden der ruhigeren, rhytmischen Sorte. Mittelpunkt ist hier Brett Anderson, welcher seine Stimme vollends zur Geltung bringen kann. Klar mit heller Stimmlage verwöhnt uns im Refrain mit eingängigstem Liedgut ! Erzählerisch bringt er uns den restlichen Text näher - zuhören, wohlfühlen und vielleicht sogar verlieben ist bei diesem Titel angesagt. Soviel Gute Laune und aufbauendes Textwerk in einem Song ist schon fast wieder unverschämt. Britische Musik at it´s best !
Mit seichten, Slowtempo geht es auch bei "Down" weiter. Ruhig ploppendes Unterwasserfeeling lässt hier sphärische Klänge in unser Ohr strömen. Dazwischen gibt es immer wieder mal Pianoklänge, welche dann allerdings zu Brett Anderson`s Gesangseinsatz kurzzeitig verstummen. Gesanglich großartig, werden hier Depressionen voller Melancholischer Stimmung aufgearbeitet. Der Refrain dann wiederum wirkt leicht aufbrausend, das Piano setzt ein und gibt bestimmt schwermütige Melodien wieder, welche von Geigen und Violinen etwas hörbarer, eingängiger begleitet werden. Dazwischen kann man dann auch einmal verzerrte Gitarrenklänge vernehmen, welche sich erst später zu einem riffenden Solo verwandeln und sich zusammen mit dem Piano und den Streichern in wundervoller Harmonie vereinen.
Eine der großartigsten Singles von Suede überhaupt dürfte wohl das poppige "She`s in Fashion" sein. Geigen fiedeln eingängig das Intro, während leise aber doch stetig ein melodisch rhytmischer Gitarrenakkord das Ruder übernimmt. Zusammen mit Brett Anderson setzen auch die elektrischen Elemente ein. Die Gitarren verzehren, bleiben dennoch melodisch - der Schlagzeuger hingegen gibt 1a Eingängigkeitsbeats zum besten, welche dem Titel ordentliches Midtempo verleihen. Glanzpunkt ist wiederum Brett Anderson, welcher mit seiner ausergewöhnlich hohen Gesangsleistung im Refrain zu begeistern weis. Die wundervolle Frau die er besingt scheint ihm auch seine männliche Stimme zu berauben. Diese gewinnt er jedoch auf unverkennbare Art und Weise nach dem Refrain wieder und begeistert fortan mit motiviertem, klarem Gesang.
"Asbestos" beginnt mit schwerfälligem Beat, verträumten Gitarren und jammernd, wabernden Bässen. Dennoch melodisch treibt sich der Titel langsam voran und entwickelt sich zusammen mit Brett Anderson`s sanfter Stimmlage in ein die Ohren verwöhnendes Werk. Voller Gegensätze die sich dennoch gegenseitig anziehen, werden wir von der heraufbeschworenen dichten Atmosphäre förmlich mitgerissen und finden uns beim hochtönenden Refrain inmitten von sanften Stimmeinsätzen und pfeifenden Tönen wieder, welche von einem stampfenden Beat und passender Bassbegleitung unterbrochen werden. Zum Ende hin traut sich auch noch ein Trompeter diese Atmosphäre etwas aufzufrischen, was ihm gelingt !
Der Titeltrack folgt, mit all seiner Elektronik weis "Head Music" auch zu begeistern. Wabernd ploppende helltönende Klänge, elektrisch verzerrte Gitarrenakkorde, tiefgründige Bässe und ein Drumbeat mit treiberischem Tempo sorgen schnell für eingängige Rhytmik. Diese wiederum verträgt sich wunderbar mit Brett Anderson, welcher hochmotiviert das Ruder übernimmt und mit hochtönender Stimmlage den Refrain dazu nutzt um mehr Gehirn zu bitten. Die Instrumente werden mit zunehmender Dauer des Titels immer rhytmischer, eingängiger und bilden gegen Ende eine wummernde Symbiose aus eingängigen Gesangspassagen und hämmerndem Sound.
Rifflastig beginnt "Elephant Man" und der darauffolgende einsatzfreudige Trommeleinsatz lässt die Rückkehr zum Punkrock vermuten. Richtig dreckig rotzend wirds nicht - aber rockend geht es hier im stakkato-Tempo mit Beatlastigkeit weiter. Brett Anderson gibt sich auch hier wieder hochmotiviert und nutzt die StakkatoBeats als Sprechgesangsprobe. Den Refrain, welcher von riffenden Gitarren und wummernden Bässen begleitet wird gönnt er dann allerdings eingängigen Gesang. "I am the elephant man, it`s incredible how i can, look just like, just like an elephant man."
"Hi-Fi" ist dies im wahrsten Sinne. Nachhallende Beats, dann schwermütige sphärische Synthies welche an Depeche Mode`s beste Zeiten erinnern. Wabernd wiegt sich der Titel in den düsteren, schwerverdaulichen Klängen und erhält auch durch Brett Anderson keine Veränderung der Umstände. Seine Stimme setzt er perfekt durch die Instrumente gefiltert, zurückhaltend aber dennoch begeisternd ein. Langsam lässt er jedes Wort vom Beat ausbalancieren und verleiht seinem Stimmeinsatz damit eine gewisse kalte Erotik - welche dann allerdings im Refrain in einen warmen Atemhauch übergeht, welcher unsere kalten Ohren aufwärmt. Stöhnend lässt er den Refrain kurzzeitig aufklären, um sich danach wieder von den kalten Klängen hinein die düstere Atmosphäre ziehen zu lassen.
Melodische Akustikgitarren und rhytmische Trommelklänge lassen "Indian Strings" deutlich weicher erklingen, dies wird durch gefühlvollen Streichereinsatz noch bestärkt. Berührt von der Atmosphäre gibt sich auch Brett Anderson und bittet uns einen Blick in seine zerrüttete Seele zu werfen. Melancholisch sanft legt er seine Stimme über die Instrumente und ist eher spärlich mit den Worten. Hier lässt man eindeutig die Klänge der Instrumente wirken, was auch hervorragend durch die Akustik gelingt. Lay back and relax!
"He`s gone" ist der vorletzte Titel des Albums und beginnt zunächst mit sich langsam wachspielenden Gitarren und sphärisch, wogenden Hintergrundsynthesizerklängen. Zurückhaltend, fast deprimiert wirkt auch Brett Anderson hier. Um jedes Wort ringend lässt er seine abwechslungsreiche Stimme missen. Selbst rifflastige Momente zum Refrain können ihn nicht erwecken und so versinkt er immer tiefer in traurigen Textzeilen um verlassene Partner und die Gründe warum dies geschehen ist oder sein mag. Ein schleppendes Werk, voller Gefühle aber deutlich mit Distanz dargeboten.
Der letzte Titel "Crack in the Union Jack" ist wieder etwas rockiger ausgelegt und geht mit deutlich mehr Gitarrenpracht ans Werk. Der Schlagzeuger nimmt die Sticks fest in die Hand und gibt ordentliche Salutsalven ab um die Gitarrenklänge prächtig erklingen zu lassen. Brett Anderson scheint dadurch eher weniger motiviert und übt sich etwas in orientierungslos wirkendem, aber dennoch eine gewisse Besonderheit ausstrahlenden Gesang. Nicht umbedingt das grosse Finale das man sich gewünscht hätte...
Ein Werk welches sich vollends durch die unverkennbare Stimme des Sängers identifiziert. Wie ein Herzschlag wirkt diese für alle anderen Instrumente, welche unter ihrer elektronischen Manipuliertheit ab und an zu leiden haben. Dennoch ein großartiges Brit-Pop Werk voller Melodie und Rhytmik, durchtrieben von wechselnden Gefühlslagen.
IV. SONSTIGES
Unter www.suede.net findet ihr eine optisch nicht unbedingt ansprechende designte, aber dennoch zweckmäßige Homepage der Band. Wobei ihr auch erfahren könnt das die Band gerade in den Aufnahmen zu einem neuen Album steckt.
well, das album ist nicht mehr ganz jung aber ich muß einfach was darüber schreiben!ich hab mir die cd gleich in der woche gekauft als sie rauskam und war begeistert. es gibt hier eine mischung aus nummern die absolut nach vorne zu gehen, ohne auch nur an ...
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Die offizielle Lieblingsband von David Bowie brachte mit "Head Music" im Sommer 1999 ihr fünftes Album heraus. Die in Deutschland bisher nicht so erfolgreiche Pop-Gruppe aus England scheint mit diesem Album endlich ihren Durchbruch geschafft zu haben. Auc ...
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Pro: Jede menge herausragende Songs Kontra: und ein paar die nicht so herausragen
Jetzt mal ganz ehrlich. Wenn ein Album 'Kopfmusik' heißt, erwartet man dann ein wirklich tolles Album ? Stellt man sich da nicht die Frage, was das soll und ob die Künstler da nicht zufällig Ihre eigene arbeit überbewerten ? Und 'Electricity' war als erst ...
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Mit ihrem neuen Album "Head Musik" lösen sich Suede entgültig von komplizierten Kompositionen und gekünstelten Texten. Die Melodien sind wieder eindringlich, wie man es seit eh und je von der Band gewöhnt ist. Das Konzept: Zurück zur Einfachheit versuchte ...
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Ein wahnsinnig gutes Album das ich nur jedem empfehlen kann. Suede ist eine Band die ich schon seit einiger Zeit höre und von denen ich ein großer Fan bin. Besonders die Tracks "Everything Will Flow" oder "He's Gone" auf der CD 'Head Music' sind besonders ...
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Pro: Interessante Stücke Kontra: Nicht für das "normale" Gehör geeignet
...Wer bis jetzt nur die etwas neueren Stücke von Suede kennt, wird sich wahrscheinlich erstmal über das zweite Album von Suede wundern. Lange nicht so poppig und geradlinig wie "Coming Up" oder "Head Music" kommt es daher.
Jedoch muß ich sagen, daß dies für mich immer noch der Favorit ist. 1994 veröffentlicht, führte es zu einem wahren Aufruhr in der britischen Presse. Suede wurden als die Superhelden gefeiert. Trotzdem blieben sie außerhalb Englands noch eher unbekannt.
Merkmal des Albums ist eine ziemlich tiefgründige Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Album zieht. Es wird einem quasi nicht ermöglicht nur ein Stück davon anzuhören. Wer erstmal Lied Nummer eins hört, wird sich dazu zwingen müssen, die Platte vor Schluß aus dem Recorder zu nehmen.
Obwohl sich Suede mit ihrem Lied "Beautiful Ones", welches...
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