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Hear'n Aid - Various

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Nachruf auf meine liebste Benefiz-Single

5  09.06.2012

Pro:
Die Single - Auskopplung "Stars" ist toll  .  .  .

Kontra:
.  .  .  der Rest ist eher durchschnittlich und m .  E .  entbehrlich .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Spassprediger

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

In den Jahren meiner Sturm- und Drangzeit waren gewisse Erzeugnisse der Tonträgerindustrie Selbstverständlichkeiten, um die es in der Zwischenzeit still geworden ist. Zu ihnen zählt auch die sogenannte Benefizsingle. Die aus dem Langspielalbum einer All Stars-Band namens “Hear’n Aid“ ausgekoppelte Single “Stars“ ist, wie auch die LP selbst, längst aus dem regulären Handel verschwunden und findet sich höchstens noch auf Plattenbörsen.

=

Zuweilen blieb die Benefiz-Single solo (pun intended), in anderen Fällen tauchte sie in Begleitung auf. Letzteres war dann der Fall, wenn man um das eigentliche Musikstück herum noch ein paar andere Tracks gruppierte, um das Ganze dann als zur Langspielplatte aufgeprinzte Veröffentlichung an den Mann zu bringen. Das solchen Einspielungen zugrundeliegende Prinzip: Trommele so viele namhafte Musiker auf einer Bühne zusammen, wie du nur kriegen kannst, lass‘ jeden eine halbe Zeile eines ausreichend gefühligen Textes singen, der hoffentlich sowohl die Oma als auch den Enkel zu Tränen, vor allem aber zum Griff ins Portemonnaie rührt. Das Ergebnis heißt dann, zum Beispiel, “Do they know it‘s Christmas?“, „Nackt im Wind“ oder eben auch “Stars“.

Tatsächlich habe ich mir damals (hier: 1985) lediglich die Maxi-Single und nicht die LP zugelegt, deren restlicher Inhalt für meine Begriffe nicht mit der Single-Auskopplung mithalten konnte und mehrheitlich aus Live-Aufnahmen von Stücken mehr oder minder bekannter Heavy Metal-Bands bestand – wer sich für Einzelheiten interessiert, findet in der Online-Enzyklopädie Wikipedia unter dem entsprechenden Eintrag nicht nur Hintergrundinfos, sondern auch das aus neun Stücken bestehende Programm der LP.

Den Anfang macht natürlich das Stück, für das damals auf Initiative der seligen Hardrocklegende Ronnie James Dio einige der prominentesten Vertreter der Hard and Heavy-Szene im Aufnahmestudio erschienen. Dio rief, und alle (naja, viele jedenfalls) kamen – von Mötley Crüe über WASP, Judas Priest und Queensryche bis hin zu Mitgliedern der mehr oder minder fiktiven, aber unbedingt legendären Band „Spinal Tap“. Resultat des gemeinsamen Wirkens für den guten Zweck war ein Stück mit dem Titel “Stars“, das für mich zum Besten zählt, was je unter der Ägide von Ronnie James Dio entstanden ist (geschrieben haben den Song DIO-Gitarrist Vivian Campbell und DIO-assist Jimmy Bain). Es ist ein echter Jammer, dass „Stars“ nicht irgendwann auch auf einer “Best of“ von Dio erschienen und so einem noch etwas breiteren Publikum zugänglich geworden ist.

Grundsätzlich stellt sich mir angesichts eines in meinen Augen beachtlichen Band-Projekts wie “Hear’n Aid“ die Frage, warum der betreffende Tonträger längst vom Markt verschwunden ist, allenfalls noch zu iebhaberpreisen zu haben ist und die Stücke der Veröffentlichung nicht einmal von offizieller Seite als kostenpflichtiger Download angeboten werden – ich finde, gerade eine solche Benefiz-Scheibe müsste dauerhafter Bestandteil des Repertoire-Katalogs des betreffenden Labels sein.

R e s ü m e e

Der größten Teil des Programms ist für mein Empfinden eher gut gemeint als wirklich unentbehrlich, aber mit dem seinerzeit auch als Single ausgekoppelten Auftakt “Stars“ hat Projektinitiator Ronnie James Dio einen wirklichen Kracher geschrieben, den ich heute so gern höre wie damals, als das Zeitgeist-Phänomen „Benefiz-Single“ ein selbstverständlicher Teil des popmusikalischen Geschehens war. Dass eine Neuauflage der CD bzw. der Single “Stars“ auf sich warten lässt und Musikinteressierte derzeit mit der Online-Videoplattform youtube vorlieb nehmen müssen, wenn sie eines von Ronnie James Dios besten Stücken kennenlernen möchten, ist für mich unverständlich. Die komplette CD halte ich zwar für entbehrlich, das Stück “Stars“ aber reißt vieles raus und hätte es verdient, wenigstens mal endlich auf einer Compilation oder Best of-CD wiederveröffentlicht zu werden.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Eminencia

Eminencia

21.06.2012 02:11

Wäh, ich komm' mir gerade deplatziert jung vor!

SHIN-AKUMA

SHIN-AKUMA

12.06.2012 21:37

Back to the Future - back to the 80's !

MissVega

MissVega

11.06.2012 19:20

Besser Hear 'n Aid als Hearing Aid! ;-)

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