Hi-Hi-HILFE
7. Mar 2006
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 swissflyer
Über sich:
Filmtipp: Ghost-Nachricht von Sam + Musiktipp: Red Dragon Tattoo (Fountains of Wayne) + Buchtipp: Br...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 101 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
So, und um mal wider etwas Auflockerung in meine Berichte zu bringen, komme ich mit einem weiteren Bericht aus meinem Beatles CD-Bestand. Diesmal geht es um ihr erstes von zwei 1965’er Alben, das zudem hin auch der Soundtrack zu ihrem zweiten Film war. Das Album, das ich Euch vorstellen möchte, heisst Help! und der dazugehörige Film sinngemäss auch :-) In erster Linie stelle ich hier natürlich das Album vor, aber möchte zum Film doch noch ein paar Worte am Schluss dieses Berichtes loswerden. Ich hoffe, Ihr seht mir das nach. Im Folgenden werde ich die Songs, die im Film auch zu hören sind, mit einem * kennzeichnen. Wichtig ist noch zu wissen, dass ab dem Album Help! praktisch keine Coversongs mehr auf dem Beatlesalben zu finden waren. Schon bei diesem grossartigen Album waren von 14 Songs nur noch 2 Covers mit dabei. Eine Entwicklung, die vor allem bei den Fans grossen Anklang gefunden hatte. Auch die Texte werden ab diesem Album immer komplexer. Es dreht sich nicht mehr alles nur um liebe, sondern vor allem John bringt ein paar Songs, in denen er über seine persönlichen Ängste singt. Nun aber genug der Vorworte, stürzen wir uns auf die einzelnen Songs.
{01} Help! (Lennon/McCartney)* 2:21 Help ist wohl einer der bekanntesten Songs der Beatles, neben Let it be und Yesterday. Gesungen wird er von John, mit Paul und George im background. John singt hier von seiner Angst im Chaos zu versinken. Hilf mir wenn Du kannst, ich falle tief, dies eine Übersetzung aus dem Song. John sagte mal, er habe zu dieser Zeit grosse Angst gehabt, der Erfolg könne plötzlich weg sein. Zum Glück was dieses nicht der Fall! Einfach mal dem Text ganz genau zuhören, er ist recht ergreifend.
{02} The night before (Lennon/McCartney)* 2:36 Ein sehr harmonischer Song, gesungen von Paul. John und George übernehmen hier den ausgezeichneten Gesang im background. Das Gitarrensolo von George ist zwar nur kurz, aber geht sofort ins Blut über. Erinnert ein wenig an das erste Album der Jungs,
was aber sicher nichts schlechtes heissen soll!
{03}You’ve got to hide your love away (Lennon/McCartney)* 2:11 Ein sehr eingängiger Text, eine sanfte und passende Melodie und die Stimme von John sind das Markenzeichen dieses Songs. Durch die sanfte Untermalung mit Flöten bekommt dieser Song das gewisse etwas. Aus meiner Sicht der beste Song neben Help, der auf dieser Scheibe zu finden ist. Einfach nur hinhören und abtauchen….
{04} I need you (Harrison)* 2:31 George singt hier, nach dem er eine ausgezeichnete Einleitung in den Song vollbracht hat, über Gefühle. Und dies so überzeugend, dass man sich sehr oft im Text widerfindet. Dazu der super backgroundgesang von John und Paul, der an Harmonie nicht zu überbieten ist. Einfach nur einschalten und sich gut fühlen, mitsingen und geniessen.
{05}Another Girl (Lennon/McCartney)* 2:08 Paul singt hier einen Song, der durch seine unvergleichliche Stimme so richtig zum Leben erwacht. Ein gewohnt geniales Gitarrenspiel von George, ein durchgehendes Schlagzeug von Ringo und der Chorgesang von John und George drücken dem Song eine eigene Note auf. Unverwechselbar Paul McCartney kann ich zu diesem Song nur sagen.
{06}You’re going to lose that Girl (Lennon/McCartney)* 2:20 Johns gesangliche Verarbeitung mit der Angst, seine Liebe zu verlieren. Wunderbar anzuhören ist der Chorgesang von Paul und George, die dem Song mit ihren Stimmen sehr viel tiefe geben. Trotz der Thematik dieses Songs ist es so, zu mindest bei mir, dass es für mich wie ein Guter-Laune-Song klingt.
{07} Ticket to ride (Lennon/McCartney)* 3:12 Dieser Song ist ein Duett von John und Paul. Paul spielt dabei die Gitarre, George den Bass, John die Leadgitarre und Ringo die Drums. Ein sehr harmonischer Song, der ein weiteres mal beweisst, dass sich John und Paul stimmlich hervorragen ergänzen. Die beiden singen hören ist jedes Mal ein erlebniss.
{08} Act naturally (Morrison/Russell) 2:33 Hier durfte unser guter alter Ringo wider mal ans Mikro. Seine Stimme hat bis zu diesem Song in meinen Ohren erhebliche Vorschritte gemacht. Sie passt einfach grossartig zu diesem Song, der einen leichten Hauch von Westernmusic hat. Er kann es also doch, der little Drumerboy *gg*
{09} It’s only love (Lennon/McCartney) 1:58 Ein weiterer Song der eigentlich zu 100% von John stammte. Er singt hier, wie schon so oft, mit sich selber. Eine sanfte Ballade mit einer eingängigen Melodie, die einfach zum Mitsingen anregt. Eines meiner Lieblingslieder auf dem Album, weil die Stimme Johns hier so fein und rein klingt. Ein schöner Song, zu dem ich schon oft eingeschlafen bin, als ich ihn in der Endlosschleife hatte…. {10} You like me too much (Harrison) 2:38
Ein grossartiger Song aus der Feder von George Harrison, in dem er beweist dass er ebenso ein guter Songschreiber ist wie Lennon und McCartney. Paul unterstützt George hier im background und spielt ebenso mit Produzent George Martin am Flügel. John spielt das elektrische Piano. {11} Tell me what you see (Lennon/McCartney) 2:39
Ein weiterer Song, der von John und Paul im Duett gesungen wird. Hierbei spielt Paul das elektrische Piano. Tell me what you see ist ein eher harter Song. Nicht unbedingt von der Musik her, aber durch den Gesang von John und Paul bekommt der Song eine leicht düstere Atmosphäre. Nicht der gewohnte Harmoniegesang. Aber genau macht diesen Song in meinen Augen intressant. {12} I’ve just seen a face (Lennon/McCartney) 2:07
Solo von Paul, dass durch Tempo glänzt und auch durch over dubbing ermöglicht, das Paul ein Duett mit sich selber singen kann. Der Song gehört auf diesem Album eher in die bessere Mittelklasse, was aber nicht heissen soll, das er schlecht ist. {13} Yesterday (Lennon/McCartney) 2:07
Ein musikalischer Klassiker schlechthin, und wohl einer der berühmtesten Songs der Beatles. Gesungen von Paul, der auch die akustische Gitarre spielt. Dezent im Hintergrund ein sanftes Streichorchester, das Paul begleitet. Einer der besten, wenn nicht DER beste Song, den Paul je geschrieben hat. Gehört der Titel doch bis heute zum Liveprogramm, wenn ein McCartney Konzert ansteht. Und er kann den Song auch heute noch genau so gut rüberbringen wie vor 41 Jahren. {14} Dizzy Miss Lizzy (Williams) 2:54
Und ein weiteres mal verabschiedet uns John Lennon von einem Beatlesalbum mit einem wahren Feuerwerk an Rock’n’Roll. Seine raue und leicht heisere Stimme geben diesem Song den nötigen Kick, die Einleitung durch George und seiner Gitarre sucht seinesgleichen! Das dieser Song mit auf dem Album ist zeugt in meinen Augen von purer Genialität. Denn so schliesst sich der Kreis. Ein Wechselbad der Gefühle nimmt seinen würdigen Abschluss Nun noch die versprochenen kurzen Worte zum Film. Der Film geht um Ringo, der in Besitz eines Ringes ist, der eigentlich einer Sekte gehört. Der Führer dieser Sekte probiert alles, um sich des Ringes zu ermächtigen, und dabei ergeben sich manch lustige Szenen. An sich ist die Handlung des Films eher etwas dünn ausgefallen, aber ich finde ihn gut. Und vor allem die Songs machen es dabei aus. Es ist eben ein lustiger kleiner Film, der wirklich Spass macht. Sehenswert für jeden Fan der Fab Four. Doch nun zurück zum Album. Die Songs klingen einiges reifer als auf den Vorgängeralben. Dass sich die vier Jungs extrem Weiterentwickelt haben kann man auf dieser Scheibe am besten hören. Nur mal als Beispiel Johns Help! oder Pauls Yesterday, in denen es bei weitem nicht mehr um das Thema liebe geht. Viel mehr geht es bei einigen Titeln um Selbsterkenntnis, Angst und Trauer. Für mich persönlich ist Help! das Album, bei dem sich die Qualitäten von John und Paul als Songschreiber so richtig zeigen. Vin den ruhigen Klängen bis hin zum guten alten Rock’n’Roll ist auf diesem Album alles vorhanden, und es ist immer wider schön wenn die CD oder auch die LP den Weg bei mir in das dafür vorgesehene Abspielgerät findet.
In diesem Sinne, danke für Eure Lesungen und Bewertungen. Ich werde mich nach diesem Bericht etwas mehr um die Gegenlesungen kümmern…. Für Ciao, Patrik Thut, 06./07.03.2006
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15.05.2007 02:37
schön beschrieben. guter bericht. lg TOM
13.10.2006 01:23
Help! als Song ist mein absoluter Beatles-Lieblingssong! (Und ist ja auch eine wichtige Aussage...)
12.06.2006 15:18
Hey, jetzt weiß ich, warum Deine Berichte immer auf Platz 1 stehen! Schon wieder so ein genialer Bericht, da kriegt man richtig Lust, mehr von Dir zu lesen! Ich muss gestehen, dass ich von Help! lange Zeit nur Songs wie Help und Yesterday von Best-of-CDs kannte. Bis, ja, bis ich die DVD gesehen habe und mich nach und nach in einen Song nach dem anderen verliebt habe, bis ich unbedingt alle Songs von dem Album hören wollte. Thematisch ist der Film vielleicht wirklich etwas bescheuert, aber ich liebe ihn trotzdem. Schon allein für Szenen wie die beim Skifahren. :-p Und natürlich wegen der Songs!!