Erfahrungsbericht über

Heritage - Opeth

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Heritage - Opeth

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"Weibchen! Nein! Das werden Sie nicht mögen!"*

4  10.01.2012

Pro:
Melodien, Instrumente, Arrangements, Komplexität, der wundervolle Gesang

Kontra:
nicht alles trifft meinen Nerv; für einige zu sehr an Schlaftabletten erinnernd

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Details:

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Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Riesenkeks

Über sich: Tag 63 n.A. // "Wenn Sie kurz vor dem Verdursten sind, nützt es Ihnen ja auch nichts, wenn Sie...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 79 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

*Pah, jetzt mag ich das schon aus Prinzip… Oder so.

Alternativtitel:
„I feel the Dark when I see you“ – Vers aus „I feel the Dark“

Opeth… Eine Band, auf die ich ohne Gott und Ky wohl nicht wirklich gestoßen wäre. Höchstens über Umwege, denke ich. Eine Band, die ich zwar sehr schätze, von der ich aber nicht wirklich regelmäßig etwas höre. Keine Ahnung, wieso genau, aber es ist halt so.

Opeth… Eine Band, die 1990 in Schweden gegründet worden ist und sich zunächst dem Extreme Progressive Metal, dann dem Progressive Rock widmete – zumindest, wenn man den Metal Archives glaubt. Was ich von Bezeichnungen halte, weiß man ja… Themen sind Liebe, Leid, Natur, Tot, Okkultismus… etc. Mal wieder nicht sehr überraschend für eine Band dieser Art, oder?

Opeth… Eine Band, deren aktuelles Album Heritage seit einigen Tagen in meinem Besitz ist. Erschienen ist es irgendwann Ende 2011 und kommt bei den Nutzern der oben erwähnten Archive irgendwie nicht ganz so gut weg. Wieso das so ist, darüber kann man spekulieren, sich die Reviews durchlesen oder sich eben selber dem Album widmen… Letzteres habe ich getan.

Opeth… Eine Band, bei der ich mich selten traue, eine Lied-für-Lied-Analyse zu machen. Das lasse ich bei diesem Album hier auch schön bleiben, obwohl ich es machen sollte, um gescheit mit Gott darüber zu philosophieren zu können, wieso ich das Album gar nicht so schlecht finde. Kann ich aber einfach nicht. Zu komplex das Ganze.

Moment, zu komplex? Ganz sicher? Es gibt doch gar nicht mehr so viele Wechsel wie früher innerhalb der Lieder. Erst recht nicht zwischen richtig reinhauenden Passagen und ruhigeren, sondern nur noch zwischen ruhigeren und etwas schnelleren, leicht lauteren Passagen. Und doch empfinde ich diese Lieder als komplex. Vielleicht heißt das in diesem fall auch nur: in sich abgeschlossen, nette Melodien, die die eine oder andere Überraschung bereithalten und das eine oder andere Thema findet sich auch schon mal auf einmal in einem anderen Song wieder, so dass man irgendwie das Gefühl hat, einem einzigen, ewig langen Lied zu horchen.

Es gibt einige Einflüsse, die kann man einfach nicht wegleugnen: Wenn man dieses Album hört, so hat man das extrem starke Gefühl, die 70er vierzig Jahre später aufpoliert zu erleben. Ja, sie sind deutlich zu hören, die Einflüsse aus diesem Jahrzehnt. Und stört mich das? Nö. Wusste ich ja schon, bevor ich mir das Album wünschte. Passt das wirklich gut zu Opeth? Jein. Ich kann die Leute verstehen, die sagen, dass das nicht hierhin gehört, aber ebenso die anderen Leute. Hier sollte sich also jeder seine eigene Meinung bilden.

Was man auch nicht leugnen kann ist, dass noch viel mehr Prog-Rock zelebriert wird als bisher. Und stört mich das? Nö. Ganz und gar nicht.* Gut, dass ich es liebe kann man auch nicht behaupten, aber ich höre es gerne. Vielleicht nicht jeden Tag, aber ich denke, gerade im Sommer wird Heritage gerade deswegen etwas für mich sein.

Mikael Åkerfeldts Gesang ist klar und Opethfans spätestens seit Damnation in dieser Art bekannt. Wenngleich ich jetzt natürlich nicht behaupten will, dass diese beiden Alben sich irgendwie ähnlich seien. Das sind sie nicht! Ganz und gar nicht!
Der Gesang gefällt auf jeden Fall; wer sich aber an Herrn Åkerfeldts verzerrter oder gutturaler Stimme nicht satt hören konnte, der wird hier vielleicht ein wenig enttäuscht sein. Aber da frage ich mich dann ganz ehrlich: weswegen? Wer die Entwicklung der Band beobachtet hat, den dürfte das nicht so ganz wundern, oder? Klar, es kann immer wieder Überraschungen geben, aber eine Überraschung in diese Richtung habe ich bei diesem Album nun wirklich nicht erwartet. Man wusste ja, was kommen würde… So in etwa zumindest. Denn dass man sich entspannt hinsetzt, das Album hört und denkt „Ja, war ja klar.“, kann man vergessen. Es gibt immer wieder kleine Umbrüche, kleine Überraschungen zu erleben, die es dem Zuhörer nicht so leicht machen. Aber wenn das nicht der Fall gewesen wäre, dann wäre ich wirklich überrascht gewesen.

Mal so als Statement zwischendurch: Ich liebe es, was die Jungs mit den Gitarren anstellen. Nettere habe ich schon lange nicht mehr gehört. Vor allem die Akustikparts haben es mir hier angetan.

Es gibt aber auch Dinge, die ich an diesem Album wirklich nicht mag.
Zwei Beispiele:
Da ist was, was ich kenne, aber nicht zuordnen kann. Verdammt! Was ist das! Einige der Melodien habe ich doch schon mal gehört! Wo nur? Wo? (Gilt besonders für den Beginn des längsten und vielleicht überraschendsten Stücks des Albums: Famine )

Außerdem ist das Pianointro zwar durchaus nett anzuhören, passt aber so gar nicht zum Rest des Albums. Meine Meinung.


Da gefällt mir das abschließende Stück des Albums dann doch besser. Es ist auch instrumental, wird zunächst nur von zwei Gitarren getragen und erinnert mich irgendwie an Filme voll mit Staub, Wüste, Männern mit Raketengitarrenkoffern, die in spanischsprachigen Ländern spielen. Ja, an dieser Stelle darf man mich hauen, weil ich auf so einen Blödsinn komme. Sorry, mein Hirn hat zuweilen seltsame Assoziationen. Der Eindruck verliert sich auch schnell wieder.

Fazit
Opeth… Eine Band, die ihren ganz eigenen Weg geht.

*Ich weiß nicht so ganz, ob das beleidigend sein sollte, als man was in der Art behauptete...

Bilder von Heritage - Opeth
Heritage - Opeth Heritage - Opeth
Heritage - Opeth... sehr sinnloses Foto
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
logan

logan

03.05.2012 08:24

ja, wirklich seltsam

Moonspell

Moonspell

23.01.2012 08:36

die hab ich auch noch net, sonst mittlerweile alles von ihnen, auch wenn ich sie ebenfalls recht selten...selten...naja phasenweise höre. mal viel, mal lange gar nicht ;) sind ja auch nicht immer leicht zu verdauen

princesse

princesse

14.01.2012 12:10

ich höre mal rein (bei youtube, wenn man über einen ausländischen proxy routet kann man den krempel trotzdem ansehen)

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  2. blueberry-dream
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  1. lushlife83
  2. logan
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