Erfahrungsbericht über

Hi - Fi Serious - A

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Hi - Fi Serious - A

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Die sind ja auch nur noch Trendprodukt!!!

4  07.08.2002

Pro:
die Musik

Kontra:
nüscht

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Cover-Design:

Klangqualität:

Langzeithörspaß:

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Kruemel-Jette

Über sich:

Mitglied seit:22.07.2000

Erfahrungsberichte:72

Vertrauende:41

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 262 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Spielt mal das neue Album Hi-Fi Serious von A an. Schon beim ersten Song Nothing wird man an neue (teilweise auch schon alte) Helden wie zum Beispiel P.O.D. erinnert. Ganz am Anfang und immer mal wieder im Song tauchen so abgehackte Gitarrenparts auf.

Das liegt ja wohl zur Zeit, wenigstens ein bißchen, im Trend. Auf einmal stehen alle Britney Spears und was weiß ich Fans auf die ganz harten Rocker. Irgendwo auch gut für Leute wie mich, da ich nun ab und zu mal Sachen auf den Musiksendern zu sehen bekomme, die mir nicht in den Ohren (und meistens auch in den Augen) weh tun. Ok, Sachen die trendig sind müssen ja nicht unbedingt schlecht sein, am meisten nervt ja eigentlich nur, dass dann diese Pseudofans überall aus dem Boden schießen und jedes Rockkonzert zu einem "Tussenauflauf" mutiert.

Keine Ahnung, ob das bei A auch so ist (oder wird) aber vorstellbar wär's schon. Oder irre ich mich?

Nun gut genug des Rumgelabers, komme ich mal zum Wesentlichen. A und ihr neues Album Hi-Fi Serious.

A selber sind Briten, klingen aber wie Amis. Das merkt man nicht nur beim Hören dieser CD, das war auch schon auf dem alten Album A vs Monkey Kong so. Ich will jetzt gar nicht weiter mit Einzelheiten über die Band nerven (wer was über sie wissen will sollte sich mit der Homepage der Band befassen). Es ist recht schwierig A musikalisch einzuordnen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass ihre Musik Spaß macht. Man hört eingängige Melodien, harte (naja oder fast harte) Gitarrenparts. Hier und da auch noch ein wenig „Computerkram“ wie man ihn doch noch recht häufig auf dem Vorgängeralbum finden konnten. Natürlich fehlt auch nicht der A-typische sehr oft „kreischige“ Gesang von Jason Perry. Wer jetzt denkt, dass so ein Gesinge doch nerven muss irrt da ganz gewaltig. Gerade das macht A nämlich aus. Manchmal könnte man die Musik in Richtung Punk einordnen und wieder bei einem anderen Song denkt man wohl eher an Alternative Rock. Alles in allem ist Hi-Fi Serious ernster als noch A vs Monkey Kong. Die Herren von A sind wohl etwas reifer geworden (aber bitte nicht übertreiben ;-).

Das Album Hi-Fi Serious ist meines Wissens schon Nummer Drei der Band (zumindest befinden sich in meinem CD-Schrank drei Alben von A). Die CD ist 2002 erschienen und dementsprechend stinkt es noch fast richtig neu, wenn man das Booklet aus der Hülle nimmt *g*. Das Booklet müsste man eigentlich Bookblatt oder so nennen, weil es nur ein zusammengefaltetes Blatt ist auf dem komische Bildchen (wessen Hirn die entsprungen sind will ich nicht wirklich wissen ;-) und die obligatorischen Songtexte der 12 Tracks abgedruckt sind. Alles ist in rot, weiß, schwarz und dreckig-grün gehalten.

...und nun zu den Songs...

*Nothing*

Der Übeltäter des Albums (und gleichzeitig auch erste Single). Der Song beginnt mit harten abgehackten Gitarrenriffs und einem verhaltenen Schlagzeug. Dann ein abprupter Wechsel zu einem am Computer oder Keyboard erzeugten Background ein wenig Schlagzeug und dem Quängelgesang. Dann kommt die Bridge, die sehr melodisch und schon voller klingt. Dann setz wieder das kräftige Thema vom Anfang ein. Der Song passt voll zum Trend der sich in letzter Zeit durchgesetzt hat. Harte, aber einfache Gitarrenparts, die mehr oder weniger den gesamten Song bestimmen. Dabei ist er recht eingägnig. Von Grundstimmung her wirkt Nothing irgendwie ernst, aber dadurch nicht melancholisch. Man kann es nicht richtig beschreiben...

*Something's Going On*

Der zweite Song beginnt mit dem Einsatz des Schlagzeugs. Dann kommt der Gesang und die Gitarre dazu. Im Refrain wird das dann alles noch ein wenig mehr (nicht lauter, aber es wirkt irgendwie mehr). Hier bedienen sich A auch des Einsatzes von zweistimmigem Gesang. Das Lied ist sehr positiv und lädt zum Abrocken ein. Gäbe es ein Pendant zum Schunkeln bei den ganzen Schlager- und Volksmusikfesten für die Rockmusik, dann würde ich das beim Hören von diesem Lied machen. Es hat eine sehr beschwingte Grundmelodie (hoffentlich denkt jetzt niemand, dass es wie ein Schlager klingt...ui ui ui).

*6 O'Clock On A Tube Stop*

Dieser Track ist anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig. Man hört den Gesang und als Begleitung hintergründig Schlagzeug und Gitarre. Dazu kommt dann noch ein synthetisches Brummen (keine Ahnung, wie ich das sonst beschreiben soll). Am Anfang hat mich das doch gestört, aber nach mehrmaligem Hören ist es ok. Am besten an diesem Song ist der Ausraster des Sängers kurz vor Ende. Da hat man echt Angst, dass jeden Moment seine Stimmbänder schlapp machen. Der Refrain ist sehr rockig und irgendwie wird der Gesang hier ein wenig in den Hintergrund gerückt. Auch mal eine interessante Variante, da das Stück dadurch eine andere Tiefe bekommt. Außerdem hört man hier und da Ansätze von Ska-Musik (ist zumindest meine Meinung). Insgesamt ein sehr abwechslungsreicher Song. In der Strophe wurde sich hier an der Eintönigkeit als künstlerisches Mittel versucht, wogegen der Refrain sehr lebhaft ist.

*Going Down*

Dieser Song ist wohl eher zum Entspannen gedacht. Naja nicht wirklich, aber er wirkt irgendwie ruhiger als die vorherigen. Gegen Ende wird es aber dann doch wieder recht rockig. Er fängt mit Gitarren und Schlagzeug an. Die einen recht ruhigen und einfachen Gang einlegen. Dann kommt noch, für A eher ungewöhnlich, ein etwas tieferer Gesang dazu. Im Refrain wird es dann aber doch wieder so kreischig. Außerdem wird der Song dann auch aus dieser ruhigeren und langsameren Stimmung gerissen. A haben hier ein Stück zu Tage gebracht, das sehr dynamisch ist, da fließend zwischen nicht ganz langsam und nicht ganz schnell gewechselt wird. Sie bewegen sich hier in einer Grauszone zwischen den Extremen.

*Took it Away*

Bei diesem Song habe ich erst einen Schreck bekommen, weil sich der Anfang so anhört, als hätte sich eine dieser 80er Jahre Ikonen (Milli Vanilli oder Terence Trent D'Arby oder sowas) auf die CD verirrt. Ganz am Anfang hört man nämlich so ein komisch „pock-pock-pock“, dass mich doch an solch ältere Sachen erinnert. Aber dann doch die Erlösung (Sorry an alle Fans der 80er Jahre Pop-Musik, aber ich mag diese Musik nicht so doll). Locker-flockig geht dann das ganze Lied weiter. Insgesamt ist es ein leicht bekömmliches Stück, dass hier und da mal in die Kreischattacken des Sängers fällt. Refrain könnte man schon fast als niedlich beschreiben...hier geht es „round and round..“ mit zuckersüßen Stimmen :-). Wundert Euch nicht beim Hören, an einer Stelle wird heir ein Effekt eingesetz, der dafür sorgt, dass es so klingt, als ob der CD-Player kaputt ist (der Song gerät an dieser Stelle leicht in Stocken).

*Starbucks*

Starbucks wurde als zweite Single des Albums veröffentlicht. Es fängt damit an, dass Gitarren und Drums erst leise spielen und sich dann in Intensität und Lautstärke steigern (dafür gibt es bestimmt auch einen musikalischen Fachbegriff, wer's weiß kann ja einen Kommentar schreiben). Dann wird es wieder ruhig. Ein wenig Gitarre und sporadisch einsetzende Drums dazu ruhiger Gesang. Im Refrain wiederholt sich dann dieses leise-laut-Spielchen. Auch bei diesem Song musste ich wieder ans Schunkeln denken. Irgendwie ist das so leichte happy-Musik.

*The Springs*

Hier die Überraschung des Albums. Akustikgitarren. Wer schon andere Artikel von mir gelesen hat weiß vielleicht, dass ich eine Schwäche für dieses Instrument habe :-). Soweit ich mich jetzt erinnern kann, benutzen A eigentlich keine so dominante Akkustikgitarre. Nach dem Intro kommt dann wiederum recht ruhiger Gesang. E-Gitarren und Drums dazu. Der Refrain wirkt irgendwie fließend. Ich kann das nicht genau beschreiben. Man hört immer so ein UUUUUUUUUHHHHHHHHHHHH durch den Refrain schweben. Sowieso hat der Song eine schwebende Grundstimmung (kann man mit Schweben eigentlich was erklären, was man nur hören kann?). Sehr schönes Stück zum Zurücklehnen und Seele baumeln lassen.

*Shut yer Face*

Dieser Song hat ein Intro, was einen glauben macht, dass jetzt ein richtig böse rockiges Lied kommt. Irgendwie hat man dieses Gefühl auch noch bis der Refrain anfängt. Keine Ahnung, warum A das jetzt so handhaben, aber ihre Musik ist im Gegensatz zum alten Album viel ruhiger geworden. Der Refrain hat ein einfache Gitarrenmelodie (soll nicht heißen, dass es einfach zu spielen ist, aber es klingt so) und dazu ein Gesang, der irgendwie sehnsüchtig klingt. Sehr schön. An ein zwei Stellen gibt es aber auch hier einen stimmlichen und gitarristischen Ausraster.

*Pacific Ocean Blue*

Alle die A kennen, werden sich sicher noch an den Song I love Lake Tahoe erinnern. Dieses Lied kann man ein wenig damit vergleichen. Allerdings geht es hier wohl eher ums Surfen, als ums Snowboarden. Der Song ist durch die stellenweise eingesetzten treibenden Gitarren und Drums sehr dynamisch. Er ist sehr geradlinig und es gibt keinen nennenswerten musikalischen Unterschiede zwischen Refrain und Strophe.

*The Distance*

Auch dieses Lied fängt mit treibenden Instrumenten an. Das zieht sich so auch durch den gesamten Track. Er zählt eher zu den härteren des Albums. Hier hört man auch guten zweistimmigen Gesang. Aber dann wird sich ein wenig von der Metal Musik abgeschaut. Ein super schnelles und abwechslungsreiches Gitarrensolo krönt nämlich dieses Stück. Außerdem setzen A hier an manchen Stellen auch auf Minimalismus. Da hört man nämlich nur mehrstimmigen Gesang und dazu eine Gitarre, die auf ein paar Akkorden rumreitet.

*W.D.Y.C.A.I.*

Dann kommt ein Stück, dass ein wenig punkig beginnt. Die gesamte Strophe behält dann auch diesen Touch bei, so das man sich leicht an Blink 182 oder Sum 41 erinnert fühlt. Der Refrain wird dann wieder von einer eingängigen Melodie getragen. Im Grunde geht es in dem Song darum, das man es verarbeiten soll, wenn es einem schlecht geht. Man soll also nicht alles in sich reinfressen. W.D.Y.C.A.I. Heißt dann auch ausgeschrieben „Why don't you cry about it“. Der Song klingt recht positiv und das soll, wenn man sich die Message betrachtet wohl auch so bezweckt sein.

*Hi-Hi Serious*

Der Song, der dem Album seinen Namen gab ist auch wieder eines dieser Stücke, die ich nur als gewöhnungsbedürftig bezeichnen kann. In der Strophe kreischt der Sänger und dazu gibt es harte Gitarren und ein anstachelndes Schlagzeug. Der Refrain erinnert dann ein bißchen an Give it Away von den Red Hot Chili Peppers. Hier härt man sehr eigenwillige Gitarren und dazu den Text so gesungen, dass er dem Song von den RHCP ähnelt. Naja, lässt sich auch wieder nicht so gut beschreiben. Am besten man hört mal rein.


Also ums kurz zu machen. Das Album ist sehr abwechslungsreich. Mal hört man schnelle härtere Songs und dann wieder ruhigere Stücke. Man darf hier das ruhig aber nicht ganz wortwörtlich nehmen. Man muss dazu immer sehen, dass es sich hier im eine Band handelt, die absolut nix mit Kuschelmusik oder ähnlichem zu tun hat. Für eine Party ist die CD richtig gut geeignet, da die meistens Songs tanzbar sind und einfach Spaß machen. Zum Entspannen kann man die CD aber auch anhören, da es sich hier um recht leichte Kost handelt, die man auch mal nebenbei genießen kann. Zum Kuscheln ist sie allerdings nicht empfehlenswert. A sind irgendwo alle Rotzbengel und das drücken sie auch in ihrer Musik aus.

Tracks:

01. Nothing
02. Something's Going On
03. 6 O'Clock On A Tube Stop
04. Going Down
05. Took It Away
06. Starbucks
07. The Springs
08. Shut Yer Face
09. Pacific Ocean Blue
10. The Distance
11. W.D.Y.C.A.I
12. Hi-Fi Serious

Ich hoffe, ich konnte Euch die CD näher bringen und alle, die das gelesen haben rennen jetzt in den nächsten Laden und kaufen sie sich. Sie ist das Geld echt wert und Langeweile kommt damit bestimmt nicht auf.

Ciao Kruemel-Jette :-)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Daniel-15

Daniel-15

15.09.2002 21:36

Toller Bericht. Hat mir gut gefallen. Gruß Daniel-15

BlankAttack

BlankAttack

09.09.2002 02:59

Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich hab noch nie was von denen gehört aber dein bericht hat mir trotzdem gefallen. :) Grüße vom Blank

Blade2002

Blade2002

08.09.2002 01:33

Toller Bericht gefällt mir, nehme dich mal in mein CIS auf ok damit ich keinen deiner Berichte mehr verpasse gruß René

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