Schmetterlings-Album
12.02.2012
Pro:
tolle Songs
Kontra:
das Booklet ist wenig informativ
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Sydneysider47
Über sich:
Nach fast 4 Wo. im Krankenhaus und 2 OPs ist mein Mann wieder zu Hause. - Keine Leserunden! Kein Int...
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, das so genannte „Butterfly“-Album der Gruppe „The House of Love“ kenne und liebe ich schon seit fast 22 Jahren. Das Album heißt eigentlich „The House of Love“ – genauso wie die Band (es gibt Webseiten, die das Album und/oder die Band nur mit „House of Love“ betiteln). Allerdings nennen Fans es auch „Butterfly-Album, also „Schmetterlings-Album“, weil ein Schmetterling auf dem Albumcover und auch mehrere im Booklet abgebildet sind. Ich kaufte mir dieses Album als Langspielplatte (LP) 1990 zum damals nicht gerade günstigen Preis von 19,95 D-Mark (die LP habe ich noch – siehe Produktfoto!). Weil ich das Album schon lange höre und mir diese Langspielplatte auch auf CD kopiert hatte, wollte ich im Frühjahr 2011 wissen: gibt es diese Langspielplatte vielleicht schon auf Kauf-CD? Deswegen surfte ich im Netz – und wurde bald fündig! Ja, die CD „The House Of Love“ gibt es tatsächlich schon lange auf einer Kauf-CD, in einer sehr guten Hörqualität (allerdings nicht „digitally remastered“ – also digital überarbeitet) – und ich bekam sie zum Super-Preis von 5,99 Euro! Bonustitel gibt es – gegenüber der LP-Version – auf dieser CD nicht, aber ich will ja bei dem günstigen CD-Preis deswegen nicht meckern….Folgende CD stelle ich also heute vor:
The House Of LoveInterpreten: The House Of Love Plattenfirma: Fontana (Universal) Gesamtspielzeit: 49 Minuten, 10 Sekunden Als Langspielplatte erschien das Album 1990 – als CD erschien es am 27. Februar 1990. Musikgenre: Pop/Rock/Independent MusicEs gibt zwei Alben der Band, die beide den Titel „The House Of Love“ tragen. Das eine stammt von 1988, das andere von 1990. Ich stelle hier „The House of Love“, das zweite Album von 1990, vor.
Informationen über „The House Of Love““The House of Love” sind eine britische Band, die 1988 vom Musiker Guy Chadwick gegründet wurde. Ihr erstes Album „The House of Love“ wurde 1988 zuerst beim Label “Creation” produziert, war aber nur wenig erfolgreich. 1990 begaben sich „The House of Love“ erneut ins Studio und nahmen ihre Single „Shine On“ noch einmal auf. Und siehe da – auf einmal erreichte die Single Platz 20 der britischen Single-Charts! So erschien dann ihr zweites Album beim Label „Fontana“, das sich wieder , „The House of Love“ nannte im Jahr 1990. Weil auf diesem Album viele Schmetterlinge abgebildet sind – sowohl auf dem Album-Cover, als auch auf der LP-Hülle, als auch auf dem Booklet der CD -, nennt man das Album auch unter Fans „Das Butterfly-Album“ (das Schmetterlings-Album). Das Album schaffte es bis auf Platz 8 der britischen Album-Charts (und genau dieses Album stelle ich vor). Die Alben „Babe Rainbow“ (1992) und
Bilder von House of Love - The House Of Love
„Audience with The Mind“ (1993) folgten – blieben aber kaum beachtet. 1993 wurde die Band aufgelöst – um dann aber 2002 wieder zusammenzukommen. Die Band besteht aktuell aus folgenden Mitgliedern: Guy Chadwick, Pete Evans, Terry Bickers, Matt Jury. (Quelle: Wikipedia – mit meinen eigenen Worten wiedergegeben)
Folgende Titel sind auf der CD „The House of Love“ (Album, das 1990 erschien) enthalten1. Hannah 2. Shine On 3. Beatles And The Stones 4. Shake And Crawl 5. Hedonist 6. I Don’t Know Why I Love You 7. Never 8. Someone’s Got To Love You 9. In A Room 10. Blind 11. 32nd Floor 12. Se DestDie Songs wurden geschrieben von Guy Chadwick. Übrigens findet man dieselben 12 Songs auch auf der Langspielplatte „The House Of Love“, die ich mir 1990 gekauft habe. Die CD enthält also keinerlei Bonus-Tracks.
Die einzelnen Titel und meine Meinung dazu
Titel 1 – HannahMit sphärisch klingendem Keyboard und Gitarren beginnt der Song. Er ist ziemlich flott. Ich mag ihn, ich mag auch die Stimme des Sängers. Ab und an wird er von weiteren Sängern begleitet. Der Song erinnert mich an die frühen Werke der Band Pink Floyd. Kennt jemand noch Stücke, wie „Arnold Lane“ und „See Emily Play“? Das sind Musikstücke von Pink Floyd aus den 1960er-Jahren, und ähnlich klingen hier auch „The House of Love“. Der Titel ist mein Favorit Nummer 2 auf der CD.
Titel 2 – Shine OnDieser Titel, in dem es um eine Fantasievorstellung geht, während derer jemand in einem Garten eines „Hauses der Liebe“ (House of Love) sitzt, ist mein absoluter Lieblingstitel! Toll finde ich hier die eingängige Popmelodie, die Stimme des Sängers – und den Refrain „She – she – she – she – shine on“. Wer den Titel ein- bis zweimal gehört hat, vergisst ihn nicht. Die Instrumente sind hier E-Gitarren und Schlagzeug – wobei der Titel auch mit genialen Gitarrensoli aufwartet. Wie gesagt, mein Favorit Nummer 1 auf dieser CD!
Titel 3 – Beatles And The StonesFast schon wie ein Seemannslied beginnt der Titel – mit einem Keyboard, das wie eine Orgel klingt, und Stimmen, die sich anhören, als kämen sie aus einem Radiogerät. Eine flotte E-Gitarre leitet dann über zum eigentlichen Song. Der Sänger singt ruhig – beispielsweise „The Beatles and the Stones made it good to be alone“ - er wird begleitet von Gitarren und Keyboard. Besonders das Gitarrenspiel erinnert mich an diverse Countrysongs. Auch diesen Song mag ich.
Titel 4 – Shake And CrawlEin schneller Popsong ist das, dessen Gitarrensound wieder an Countrymusik erinnert. Die Stimme des Sänges gefällt mir, der Song ist sehr melodisch und eingängig. Ein bisschen sphärisch, mystisch ist er auch – das ist Musik, bei der ich entspannen kann, meine Gedanken ein bisschen auf Riesen schicken kann…
Titel 5 – HedonistWow – jetzt höre ich eine schnelle Rock-Nummer. Ein Schlagzeug kommt zum Einsatz, es ist laut, stampfend. Auch die Gitarren klingen aggressiver als in den Songs davor – und ebenso der Sänger und die Backgroundstimmen. Aber nie fängt jemand an zu schreien, was den Song für mich angenehm zum Anhören macht.Der Song klingt wie eine Rock’n’Roll-Nummer – er macht gute Laune, finde ich.
Titel 6 – I Don’t Know Why I Love YouEine flotte Rock-Pop-Nummer, die mich an eine Mischung von “Arnold Lane” von Pink Floyd und „Don’t Fear The Reaper“ von Blue Öyster Cult erinnert. Toll finde ich hier nicht nur den Gesang, sondern auch die E-Gitarren-Passagen. Dieser Song ist mein Favorit Nummer 3 auf dieser CD.
Titel 7 – NeverEine schnelle und für mich angenehm zu hörende Popnummer, die durch stampfendes Schlagzeug und viele E-Gitarrenpassagen besticht. Auch dieser Song klingt nach 1960er-Jahre-Pop, ein bisschen nach "The Byrds" (das war eine Gruppe aus den 1960er-Jahren). Die Sänger singen ganz oft „Never, never gonna let you down“ – und der Song endet ganz abrupt.
Titel 8 – Someone’s Got To Love YouDas ist ein langsamer Popsong – sogar mit Streichern, sanften Keyboardklängen und dezenten Gitarren. Das Schlagzeug hört man kaum – es gibt nur verhalten den Takt an. Für mich ist das eine Nummer zum Dahinträumen, zum Wegschmelzen, zum Entspannen. Wirklich schön! Mein Favorit Nummer 5 auf diesem Album.
Titel 9 – In A RoomEin schneller Popsong, der durch das Gitarrenspiel einen Hauch von Country-Feeling in sich trägt. Ich stelle mir den Song gut beim Autofahren vor – gerade, wenn man auf der Autobahn fährt (ich höre beim Autofahren bisher nur Radio und keine CDs). Toll finde ich hier die Keyboardpassagen – die treiben den Song voran, schnell und zügig gespielt. Gegen Schluss fängt einer der Sänger an zu schreien, während die anderen „Slowdown“ singen. Und auch dieser Song endet ganz plötzlich.
Titel 10 – BlindDas ist eine sanfte Nummer. Das Gitarrenspiel („hallende“ langsame Gitarrenklänge) erinnert mich an Musik von Ricky King, die vor etlichen Jahrzehnten mal aktuell war – aber auch, von der Melodie her, an Hawaii-Gitarenklänge. Sänger und Melodie gefallen mir – und laden mich zum Träumen ein… Der Titel ist mein Favorit Nummer 4 auf dem Album.
Titel 11 – 32nd FloorHallendes E-Gitarrenspiel, das mich an die Simple Minds erinnert, beginnt diesen Song. Der Sänger fängt an zu singen – eine schnelle Popnummer ist das, die nach 1960er-Sound klingt. Eine Mischung von „House of Love“-Sound und „frühen Pink-Floyd-Rhythmen“. Ein sehr schöner Song mit vielen Gitarren, Schlagzeug und Keyboard, einer guten Stimme des Sängers – und wunderbar harmonischem Backgroundgesang.
Titel 12 – Se destLangsames Gitarrenspiel, das schon fast ein bisschen an Blues erinnern, ist der Beginn des Songs, der Sänger kann sich diesem Tempo ebenfalls anpassen. Dann – auf einmal mit Karacho – hört man einen Schlag mit dem Schlagzeug – der Song wird schneller, poppig – um auf einmal wieder langsamer zu werden und in den getragenen Blues-Rhythmus zurückzufallen. So geht das einige Male hin und her. Zwischendrin gibt es ein sensationelle Gitarrenpassage, schnell, atemberaubend – die auf einmal wieder langsam wird, der Sänger setzt ein, weiß gekonnt langsamer zu singen. Einmal wird das Gitarrenspiel leiser, ich denke beim Hören „jetzt ist der Song zu Ende“ – aber er ist noch nicht zu Ende, die Gitarren und das dezente Schlagzeug spielen weiter. Dieser Song ist ein kleines Kunstwerk – nicht eingängig, nein – aber durchaus hörenswert und für mich der experimentellste auf dieser CD.
Das BookletDas achtseitige Booklet ist genauso wenig informativ wie die Plattenhülle der gleichnamigen Langspielplatte. Wer die Songs geschrieben hat und Danksagungen und weitere, für eine CD üblichen Informationen (beispielsweise: wo wurde die CD/Langspielplatte produziert?) sind hier nicht enthalten. Auch gibt es keine Liedtexte. Dafür auf jeder Seite ein neuer, bunter Schmetterling. Aha. Diese Schmetterlinge sind zwar sehr schön gemalt – aber dennoch hätte ich mir in dem Booklet wenigstens Angaben zum Produktionsort der CD und darüber, wer die Songs geschrieben hat und wann die Langspielplatte/CD auf den Markt kam, gewünscht. Auf der zweitletzten Seite des Booklets finde ich in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache in ziemlich kleiner Schrift Anweisungen darüber, wie man mit einer Audio-CD umzugehen hat. Als ob ich das nicht schon wüsste…. Dennoch will ich für dieses gewöhnungsbedürftige Booklet keinen Stern in der Gesamtwertung abziehen. Denn es geht hier doch vorrangig um die Musik.
Hörerfahrung/meine MeinungIch kenne diese Musik seit 1990 – seit fast 22 Jahren – kann also hier schon Langzeiterfahrungen aufweisen. Auf die meiste Musik, die ich höre, werde ich durch Radiohören aufmerksam. So auch hier. Der Titel „Shine On“ wurde 1990 ganz oft im Sender SWR 3 gespielt (Anmerkung: Damals gab es in Baden-Württemberg noch zwei öffentlich-rechtliche Sender – den Süddeutschen Rundfunk (SDR) und den Südwestfunk (SWR). Irgendwann in den 1990er-Jahren wurden beide Sender zu einem Sender – dem SWR (Südwestrundfunk) zusammengelegt). Mir gefiel der Song und ich musste wissen, von wem der Song stammte. So machte ich mich auf die Suche nach der Langspielplatte „The House of Love“ (einen CD-Spieler besaß ich 1990 noch nicht), die ich auch kaufte. Seitdem lief die Platte schon unzählige Male auf meinem Plattenspieler – und auch auf CD habe ich sie mir schon aufgenommen. Natürlich ist aber die Qualität von Aufnahmen wesentlich besser, wenn man sie auf Kauf-CD hat. Diese Tatsache und auch der Preis des Albums auf CD bewogen mich dazu, mir die CD zu kaufen. Auch wenn das Album einen kleinen Hit enthält („Shine On“ erreichte Platz 20 der britischen Single-Charts), so klingt es doch nicht nach Charts-Musik. Und das ist ein Grund, warum ich es immer noch gerne höre. Es versinkt nicht im Einheitsbrei vieler Charts-Hits, deren Interpreten ich mir nicht immer merken kann. Das Album und seine Musik sind für mich zeitlos. Auch wenn die Musik hin und wieder nach „frühen Pink Floyd“ oder "The Byrds" klingt, so gehört das zum ganz eigenen Sound von „The House of Love“. Sie haben sich vielleicht von Pink Floyd oder The Byrds inspirieren lassen, aber letztendlich etwas ganz Eigenes gemacht. Ich kann diese Musik immer hören – sowohl mit Konzentration, aber auch nebenher – und auch zum Entspannen. Diese Musik ist für mich immer gut – schon seit fast 22 Jahren. Die anderen Alben von „The House of Love“ besitze ich nicht und habe sie auch noch nicht angehört.
Mein FazitDas Album „The House of Love“ der britischen Gruppe The House of Love kenne ich schon lange und höre diese Musik immer noch gerne an. Wer Musik aus dem „Independent-Bereich“ mag, die ein bisschen nach Pop und Rock aus den 1960er-Jahren klingt, sollte in dieses Album reinhören. Wegen der mangelhaften Informationen in dem Booklet ziehe ich keinen Stern ab. Denn es geht mir vorrangig um die Musik bei diesem Bericht. Ich vergebe alle 5 Sterne und eine Hör-Empfehlung. Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
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liebe grüße aus dem eierkuchenland