Seven hours and fifteen days
04.12.2002
Pro:
Musik zum Zuhören, Kuscheln, Träumen
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 tigerkrallequeen
Über sich:
***Herzlich willkommen bei der Tigerkralle***Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zweckl...
Mitglied seit:22.07.2002
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es wird Zeit für den nächsten Bericht zu den Musik-Nostalgiewochen. Heute geht es in das Jahr 1990 zu einer damals 24-jährigen, jungen Dame aus Irland namens Sinead O’Connor und ihrem Erfolgsalbum „I do not want what I haven’t got“. Ich spring mal direkt hinein in die einzelnen Tracks (die Sternchen bezeichnen mein Ranking auf einer Skala von 1-5):
1. Feel so different (6:47) ***** Gleich zu Beginn hören wir folgenden von Sinead O’Connor gesprochen Text: „Gott gebe mir die Einsicht, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann, den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.“ (auf englisch natürlich) Dann singt sie mit ihrer glasklaren Stimme nur begleitet von teilweise stakkatisch klingenden Streichern davon, dass sie sich so verändert fühlt. „I am not like I was before I thought that nothing could change me I was not listening anymore Still you continued to affect me”
2. I am stretched on your grave (5:33) **** Diesmal singt sie lediglich begleitet von einem Schlagzeug mit monotonem, aber eingängigen Rhythmus ein etwas düster klingendes Liebeslied. Bei 4:33 endet ihr Gesang und es setzt plötzlich zu gleichem Schlagzeug-Rhythmus eine fröhlich klingende Fiedel mit irischer Melodie ein.
3. Three babies (4:47) ***** Ein wunderschönes Lied, eine wunderschöne Ballade. Mir läuft es eiskalt den Rücken runter, wenn ich sie höre. Sanfte Instrumentierung mit Gitarre, Keyboard und Streichern .
4. The emperor’s new clothes (5:16) **** Jetzt wird’s rockiger, das Schlagzeug gibt einen treibenden groove vor, Gitarre kommt hinzu und Sinead singt von des Kaiser’s neue Kleider (was sie natürlich im übertragenen Sinne meint).
5. Black boys on mopeds (3:53) *** Ruhiger Beginn mit Gitarre, was mit einsetzendem Gesang beibehalten wird. Eine anklagende Ballade gegen England („it’s the home of police who kill black boys on mopeds“).
6. Nothing compares 2 U (5:10) ***** Wer kennt es nicht, dieses geniale Liebeslied (manch einer sagt Schmachtfetzen) mit dem Text von Prince. Ich denke es erübrigt sich, darüber zu schreiben (macht mich nur sentimental). „cos nothing compares 2U”
7. Jump in the river (4:12) **** Wieder dieser stakkato-ähnliche Drum-Rhythmus, der diesen Song untermalt , ja beherrscht, um Sinead von einer „terrifying love“ singen lässt.
8. You cause as much sorrow (5:04) **** Eine ruhige Ballade beginnend mit leiser Gitarre, nach der ersten Strophe ergänzt durch sanfte Drums. Sinead’s Stimme klingt ein wenig rauchig hier, nicht so klar wie in den anderen Songs mit Ausnahme des Refrains: “Why must you always be around Why can’t you just leave it be? It’s done nothing so far but destroy my life You cause as much sorrow dead As you did when your alive”
9. The last day of our acqauintance (4:40) **** Sinead singt in diesem zunächst ruhigen Song begleitet von der Gitarre vom letzten Tag ihrer Bekanntschaft und sie versteht nicht wie und warum es zu dieser Scheidung gekommen ist, die gleich vollzogen wird. Ab 3:22 wird’s dann etwas schneller und rockiger (aber nur ein bisschen).
10. I do not want what I haven’t got (5:47) ***** Der Titelsong, a-capella, fast hymnisch vorgetragen. “I’m walking through the desert And I’m not frightened although it’s hot I have all that I requested And I do not want what I haven’t got.” Ein zärtlicher, wunderschöner Abschluss dieser CD.
Ja, was bleibt mir, euch als Fazit anzubieten. Ich habe ein sehr persönliches Verhältnis zu dieser CD (Gruß an meinen Panther), aber es gilt ja hier auch persönliche Erfahrungen in die Bewertung einzubringen. Also, wer dieses Album noch nicht im Schrank hat, sollte es sich zulegen. Es eignet sich zum Zuhören, zum Kuscheln, zum Träumen und von mir aus auch zum Einschlafen (im positiven Sinne). In jedem gut sortierten Mediengeschäft sollte es noch zu haben sein (bei amazon für € 9,99).
Zum Abschluss noch die Discographie von Sinead O’Connor, wobei sie an diese Erfolgs-CD nicht mehr so recht anknüpfen konnte. Empfehlen kann ich noch „Universal Mother“ von 1994, der Rest nur für absolute Fans ( so wie mich). 1988 - "The Lion And The Cobra" 1990 - "I Do Not Want What I Haven't Got" 1992 - "Am I Not Your Girl?" 1994 - "Universal Mother" 1994 - "Funradio - Sinéad O'Connor" 1997 - "So Far ... The Best Of" 1997 - "Gospel Oak" 2000 - "Faith And Courage" 2002 – “Sean-Nós Nua”
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19.06.2005 02:21
Klasse Beschreibung, da kommen Erinnerungen an die Wende 1989/90 hoch, wo Sinead auch ein Ehrengast bei der Pink Floyd -Performance an der Berliner Mauer "The Wall" war. Ich mag besonders "I am stretched by your grave", das auch eine weitere gute Bearbeitung von Dead Can Dance auf "Towards Within" bekam. Die Stimmungswechsel von ruhig-traurig (Nothing Compares two U) zu heavy "Jump in the River" sind exquisit. Durch diese klassische LP der frühen Neunziger geht eine emotionale und melancholische Atmosphäre. Sie ist eine der begabtesten Künstlerinnen Irlands der Neuzeit, leider hat sie sich alsbald mit ihren agressiven Interviews die weitere Karriere als großer Star versaubeutelt. Ihre späteren LPs konnten nicht mehr mit dieser mithalten, haben aber noch das eine oder andere Highlight zu bieten. Schönes Wochenende Thomas R
10.11.2003 17:30
Nö, Sinead war nie wirklich mein Fall.... Aber sie hat die Musikszene ab und an schon ein bisschen durcheinander gebracht! Grüssle Judith
19.05.2003 11:57
ich wusste gar nicht, dass Sinead immer noch CDs rausbringt, sogar letztes Jahr noch. Komisch, ist völlig an mir vorbeigegangen