BACK TO THE 80s - TEIL 37 - I WANT TO KNOW...
18.06.2003
Pro:
Alles
Kontra:
* grübel * nee nee . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 therealwebber
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Liebe Leser/innen, ohne Pause geht es heute gleich weiter mit einem neuen Teil der Reihe „Back to the 80s“, einer musikalischen Zeitreise ins vorletzte Jahrzehnt, welches ich (und nicht nur ich) für das Beste im Bereich des Pop halte. Die Band Foreigner hat einen ziemlichen Image- bzw. Stilwandel durchgemacht. In den späten 70ern und frühen 80ern waren sie eine der Rockbands schlechthin mit Hits wie „Cold As Ice“, „Jukebox Hero“ oder „Urgent“. Später dann wurde der Stil deutlich poppiger, was bei Titeln wie „Say You Will“ und „I Want To Know What Love Is“ deutlich wird. Klar war, dass Foreigner ihren Platz in der 80s-Reihe haben müssen, und da der Song nun mal am bekanntesten und bei der breiten Masse auch am beliebtesten ist, habe ich dafür eben „I Want To Know...“ ausgewählt (liebe Rockfans, nicht hauen, ein Bericht über einen älteren Foreigner-Song wird bestimmt irgendwann kommen).
I WANT TO KNOW WHAT LOVE IS ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Der Song beginnt mit dem langsamen Intro eines Keyboards mit langen, eher dunklen und traurigen Tönen und des Basses, letzterer treibend, aber doch ruhig. Kurz darauf setzt ein zweites Keyboard ein, welches heller ist, aber auch nur kurz zum Einsatz kommt. Nach ca. 15 Sekunden setzt dann Sänger Lou Gramm ein. Gramm ist ein großartiger Sänger, gilt als einer der besten Sänger überhaupt auf der Welt und das auch zurecht. Sein Gesang beginnt dunkel, genau so melancholisch wie das Lied in dieser Phase. „Gotta take a little time, a little time to think things over. I better read between the lines, in case I need it when I’m older” – die ersten Zeilen. Danach folgt ein leiser Verzweiflungsschrei – der aber nach voller Überzeugung klingt und nicht wie bei vielen heutigen “Musikern” einfach nur lächerliches Gestöhne ist. Seine Stimme wird zum Refrain hin heller, der dann ja sehr hoch gesungen wird. In jedem Moment klingt er souverän, brillante Stimme und große Ausdruckskraft. Wirklich ein Klassesänger.
Nach gut anderthalb Minuten geht es dann zum ersten Refrain über. „I want to know what love is, I want you to show me“ – diese Zeilen dürften fast jedem geläufig sein, bei der hohen Radiofrequenz, die der Song heute noch besitzt. Von den Drums tatkräftig unterstützt geht es dann in höherem Tempo weiter, für eine Ballade ist es am Ende ein doch verhältnismäßig schnelles Stück. „I Want To Know What Love Is“ hat eine faszinierende Atmosphäre, eine Ballade von selten gekannter Eindringlichkeit. Die Rhythmus ist eher schlicht, die Melodie eingängig, hymnisch, aber eigentlich nicht wirklich brillant, die Stimme Lou Gramms dafür umso genialer – mit ein bisschen gekonnter Studioarbeit im Synthie-Stil der 80er kann man daraus einen grandiosen Song erzeugen. Worum es im Text geht, ist doch auch für Leute mit geringeren Englischkenntnissen relativ einfach zu verstehen. Eine einsame Person sucht nach Liebe, möchte selbst welche „verteilen“ und hat jetzt scheinbar einen Abnehmer gefunden (etwas unromantisch ausgedrückt *grins*), der aber irgendwie nicht ganz überzeugt zu sein scheint. Im Video wird das ganze etwas anders umgesetzt als ich es sonst verstehe, aber das tut hier ja nichts zur Sache. Zentrales Thema ist auf jeden Fall Verzweiflung. Insgesamt klingt das nicht besonders originell, hat es oft gegeben, wurde aber selten so überzeugend umgesetzt, woran der Sänger einen nicht unerheblichen Anteil hat.
Am Ende wird Lou Gramm dann sogar noch von einem gospeligen Chor unterstützt, der das Ganze zu einer echten Hymne werden lässt (wir kommen gar nicht mehr raus aus den Hymnen hier *lach*). Nicht dass er es stimmlich nötig hätte, aber im Zusammenspiel mit dem Chor (der übrigens sehr schön ins Video eingeflochten ist, kleiner Tipp am Rande) klingt das schon großartig. Nach rund fünf Minuten fadet der Song dann langsam aus, diese Zeit sollte man sich doch mindestens nehmen für dieses Werk. Geeignet ist der Song zu vielen Gelegenheiten, daher werde ich unten „immer gut“ wählen. Generell wirkt er aber viel ergreifender, wenn man richtig zuhört. In den deutschen Charts landete „I Want To Know What Love Is“ auf Platz 3 und blieb dort einige Wochen. Es war 1985, in dem Jahr also, in dem auch unser Dieddä und sein alter Gehörgängeschädigerkomplize Thomas Anders alias „zeitgemäßes Gerede“ (ha ha...) auftauchten und eine Nummer eins nach der anderen hatten, das waren die Singles, die immer oben landeten, die aber hinterher keiner gekauft haben wollte. Also ist der dritte Platz da doch schon eine beachtliche Leistung, um zum Thema zurückzukommen.
FAZIT ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ Mit „I Want To Know What Love Is“ haben Foreigner eine meiner absoluten Lieblingsballaden erschaffen. Was das faszinierende daran ist, ist schwer zu definieren, abgesehen von Lou Gramms mehr als beeindruckendem Gesang (nerv ich? *lach*), auf jeden Fall haben die drei Amerikaner und drei Briten (der Name der Band kommt nicht von ungefähr) mit diesem Song ihren größten kommerziellen Erfolg gehabt. Warum auch nicht? 5 Sterne und die klare Empfehlung... Vielen Dank fürs Lesen,
euer webber am 18.06.03
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24.06.2003 15:53
*stöhn* vor lauter Erinnerungen hab' ich die "wohl" ein paar mal zu viel in die Tasten gehauen....sorry....
24.06.2003 15:52
Manno, jetzt hast Du aber ganz schön alte Erinnerungen geweckt....*GedankenverlorenausdemFenstergucke*.... Oh weh, was wohl mein Schulschatz heute wohl macht?? Grüssle Judith
23.06.2003 18:07
Das war noch mUsik! Ein absolut geniales Lied!