... Den musikalischen Höhepunkt erreichte man dann 1993 mit dem Album "Icon", welches als Meilenstein der Szene gehandelt wird und Gegenstand meines heutigen Berichtes sein soll...
1.) ~ Ember's Fire ~ 4:43
Düstere und getragene Klänge eröffnen das Album, ein Cello spielt eine ruhige ... Bericht lesen
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Erfahrungsbericht von The-Wishmaster über Icon - Paradise Lost 06.04.2003
Produktbewertung des Autors:
Cover-Design:
exzellent
Klangqualität:
gut
Langzeithörspaß:
wird nicht schnell langweilig
Pro:
. . . ein absoluter Klassiker und Vorreiter des Genres, einige (nahezu) perfekte Songs, Nick Holmes' wandelbare Stimme, fesselnde Atmosphäre, stimmungsvolles Artwork . . .
Kontra:
. . . manche Songs sind weniger perfekt als andere . . .
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Hallo liebe Leserinnen und Leser!
Es ist wieder einmal Zeit, die Köpfe zu schütteln und für diese Woche "Shake Heads" steht ein weiterer Klassiker bereit, nach den Alben von "Judas Priest" und "Iron Maiden" schon die dritte Kapelle aus Großbritannien. "Paradise Lost" nennt sich die Combo und hat Anfang der 90er nahezu im Alleingang ein eigenes Genre gegründet. Ausschlaggebend war dafür das Album "Gothic", welches dem Kind dann auch gleich den passenden Namen verpasste. Die Anleihen aus dem Deathmetal des Debüts "Lost Paradise" waren zwar noch klar erkennbar, jedoch brachte man mit düsteren Melodien einen großen Melancholie-Anteil in die Songs mit ein und beeinflusste eine halbe Generation an Musikern. Im Laufe der Zeit perfektionierte man diesen Stil und da auch Sänger Nick Holmes immer mehr vom tiefen Gegrowle wegkam und sich an dunklem Gesang versuchte, konnte man immer größere Hörerkreise erschließen. Den musikalischen Höhepunkt erreichte man dann 1993 mit dem Album "Icon", welches als Meilenstein der Szene gehandelt wird und Gegenstand meines heutigen Berichtes sein soll...
1.) ~ Ember's Fire ~ 4:43
Düstere und getragene Klänge eröffnen das Album, ein Cello spielt eine ruhige Melodie. Die bald einsetzenden Gitarrenakkorde strotzen nur so vor Schwermut und auch wenn das Drumming kraftvoll und bestimmt ist, so zieht es den Opener doch nur schleppend voran. Nick Holmes setzt in den Strophen zu einem flehenden Gesang an, leicht aggressiv an bestimmten Stellen, aber stets melodisch. Seine Vocals wechseln dabei von cleanem Gesang in tiefe, sonore Regionen, in denen seine Zeilen fast gesprochen wirken. Es ist unglaublich, was für eine erhabene Stimmung die Briten mit diesem pompösen Opener kreieren, der fernab der sonstigen Standard-Uptempo-Nummern zum Beginn perfekt auf das Album einstimmt. Und spätestens nach dem furiosen Solo von Greg Mackintosh sind wir überzeugt, hier wird ganz große Musikgeschichte geschrieben!
"Anger looks on the quiet dreaming, seals the scense, incandescent ones. All remains of the glowing embers is a bleak cold irrelevance..."
10/10
2.) ~ Rememberance ~ 3:25
In einem ähnlich gemächlichen Tempo, aber mit wesentlich melodischeren Gitarrenleads steigt man in den zweiten Titel ein. Relativ zügig kommt Holmes hier mit seinem Gesang zu Potte, was sich auch in der schnellen Bridge wiederspiegelt. Der Chorus lässt jedoch wie schon beim Opener erst noch ein wenig auf sich warten und man spielt mit der Erwartungshaltung des Hörers. Diese wird dann aber letztlich doch erfüllt und wir bekommen einen vom musikalischen Aspekt her unerwartet positiv klingenden Refrain zu hören. Die Texte sprechen dagegen aber natürlich eine ganz andere Sprache:
"You'll find shelter, I'll find none I'll leave you pointless life undone..."
9/10
3.) ~ Forging Sympathy ~ 4:42
So richtig massiv und heftig werden die Gitarrenwände erstmals bei "Forging Sympathy", bei dem die Sechssaiter nach einem stimmungsvollem Intro vor allem in den Strophen richtig schön riffen dürfen. Hier passt sich Holmes' Gesang entsprechend an und erklingt weniger melodisch als zuvor. Jedoch darf das gelungene Gitarrensolo im Mittelteil nicht fehlen und so lauschen wir Greg auch hier wieder gebannt. Vor allem der sich daran anschließende Akkord-Teil kann überzeugen, da auch Nick hier seinen Gesang variiert, bevor er auf das bekannte Strophen-Schema zurückkommt.
8,5/10
4.) ~ Joys of the Emptiness ~ 3:28
Ähnlich dem Opener treiben auch hier ein wuchtiges Drumming und schleppende Gitarren den Song im gemäßigten Tempo von der ersten Sekunde an voran. Holmes' Gesang verbreitet im Zusammenspiel mit cleanen, klimpernden Gitarren eine gespenstische Atmosphäre, die von dezent einsetzenden Leadgitarren vor dem Refrain nur noch vertärkt wird. Und dann kommt er, einer der genialsten Refrains der Bandgeschichte. Alles erscheint wie in Zeitlupe, als wolle man jede einzelne, geniale Note bis ins letzte Detail auskosten und so ergeht es auch dem Hörer. Man wünscht sich die Zeit würde stillstehen, man könnte ewig dieser perfekten Symbiose aus eindringlichen Vocals, unterschwelligen Gitarren und monumentalem Drumming lauschen. Doch leider, leider ist der Titel schon nach zweimaligem Schwelgen schon wieder vorbei und lässt uns verzückt zurück. Ja, diese Leere genießen wir gerne...
"Mighty and proud, reaching up to touch the shroud, tangled here, and far beyond from atrocity. Frozen and cold, bleak the memories of old, times capsize the born desires for technology..."
9,5/10
5.) ~ Dying Freedom ~ 3:43
Mit leicht hymnenhaften Keyboardklängen wird dann der nächste Titel eröffnet, der im leicht gehobenen Midtempo anzusiedeln ist und damit bisher alle Geschwindigkeitsrekorde auf der Scheibe bricht. Unterstützt wird Holmes hier wieder einmal von recht dominant rockenden Klampfen, die jedoch nie die nötigen Melodien vernachlässigen und das, was sie in den Strophen stur vor sich hin riffen im Chorus mit hintergründigen Leads wieder wettmachen. Vor allem der äußerst abwechslungsreiche Schluss kann hier wieder einmal überzeugen.
"Gather around, the secrets that you know and the speech that makes blood flow. Blame desire, you'll blame revenge!"
8,5/10
6.) ~ Widow ~ 3:04
Doppelläufige Gitarren und ein unterschwellig brodelndes Drumming leiten den wohl bekanntesten Song des Albums ein, bevor die Strophen mit einem Mal losbrechen. Drummer Matt Archer treibt den Titel unermüdlich voran, die Gitarrenakkorde bersten im Hintergrund und Holmes' Stimme fasziniert durch ihre charismatische Ausstrahlung in seinen gesungenen Zeilen. Der Chorus wird von einem genialen, düsteren Lead untermalt und nach dessen zweiter Wiederholung kocht das Gitarrensüppchen über. Greg Mackintosh kann sich nun beim besten Willen nicht mehr zurückhalten und frickelt und soliert, bis Archer an den Drums leider wieder einmal viel zu früh für so einen dermaßen genialen Song das Ende einleitet.
"Stand on your own, killed from behind, fools are blind, you're on a lonely road..."
10/10
7.) ~ Colossal Rains ~ 4:35
Die sicher bis dato ungewöhnlichste Eröffnung erfährt "Colossal Rains", denn unter die schweren und getragenen Riffs mischt sich eine verzerrte Stimme, die ein paar einleitende Worte spricht und dann von einem wie aus der Ferne klingenden Jubelgeschrei unterbrochen wird. Nach knapp eineinhalb Minuten beginnt dann der eigentliche Song, der sich von melancholischen Leads geprägt und von immer wiederkehrenden, leisen Stimmen unterlegt vor allem auf die Zeile "You'll never walk again" konzentriert, die Holmes flehend aus den Boxen trällert.
7,5/10
8.) ~ Weeping Words ~ 3:50
Mit einem netten Gitarrenlead und für diese Scheibe verhältnissmäßig flotten Drumming geht es dann weiter mit "Weeping Words". Hier ist es wieder einmal Matt Archer, der durch sein treibendes Drumspiel dem Song eine aggressivere Atmosphäre verleiht, die unweigerlich zum Headbangen anregt. Auch Greg Mackintosh an der Klampfe darf sich austoben, teils sogar schon mit einem feinen Lead während der zweiten Strophe. So bleibt lediglich Nick Holmes' Gesang ein wenig auf der Strecke, aber dafür variiert er seine Vocals hier, indem er nicht nur singt, sondern auch mal fast zu flüstern beginnt und mit einem Hall-Effekt versehen spricht. Nach einem kurzen Instrumentalteil schließt man den Song mit dem mehrfach wiederholten Chorus ab:
"Don't look back, will we ever see your face again? Don't look back, will I hear the weeping words again?"
8/10
9.) ~ Poison ~ 2:59
Hier haben wir es wieder mit einem kürzeren Stück zu tun, bei dem man deswegen auch relativ flott zur Sache kommt. Das bezieht sich aber jetzt nicht unbedingt auf das Tempo des Stückes, dieses ist nämlich eher im mittleren Bereich anzusiedeln. Aber man reiht die einzelnen Versatzstücke des Songs recht schnörkellos aneinander, wodurch man aber eine hohe Abwechslung in den Titel bringt. Die ganz großen Momente bleiben zwar aus, aber schlecht ist "Poison" keineswegs.
"All you worship in life, destroyed by human hands. Spare the trouble you feel, save a breath for your next!"
8,5/10
10.) ~ True Belief ~ 4:30
Hymnenhafte Gitarrenleads und ein wuchtiges Drumming eröffnen diesen Titel, bei dem schon in den ersten Sekunden deutlich wird, dass wir es hier wieder mit einem der absoluten Highlights zu tun haben. Ich liebe einfach dieses Zusammenspiel der starr riffenden Gitarren im Hintergrund und Holmes' überaus melodischen Vocals in den Strophen, welches unweigerlich Spannung aufbaut. Alles leitet auf den Chorus hin, baut Spannung auf, die Bridge steigert diese ins Unermessliche - nur um sich dann mit den simpelsten Methoden zu entladen. Aber genau das macht "True Belief" wahrscheinlich zu einem der vielen Höhepunkte auf dem Album, da man mit einfachsten Mitteln hier eine absolut mitreissenden Atmosphäre erzeugt, der man sich als Hörer kaum entziehen kann.
"All I want is the same, a true belief..."
10/10
11.) ~ Shallow Seasons ~ 4:55
Von kleinen Leads eröffnet und mit einem mystischen Keyboardmelodie samt dunklem Gesang aus Holmes' Kehle weitergeführt, entpuppt sich "Shallow Seasons" dann doch unerwartet zum straighten Rocker. Bedingt vor allem durch die gewaltig einsetzenden Gitarren und Nicks kraftvoll geshoutete Vocals kann man hier - wenn auch im gemäßigten Tempo - gut die Matten schütteln und bekommt auch durch die verschiedenen Teile des Songs immer Abwechslung geboten. Dennoch haben wir es hier mit einem der - *hüstel* - schwächeren Titel zu tun, was vor allem am nicht gerade eingängigen Chorus liegen dürfte.
7,5/10
12.) ~ Christendom ~ 4:30
Clean gespielte Gitarren und eine wunderschöne Frauenstimme sind die Elemente, auf die man hier zu Beginn setzt. Danach setzen die verzerrten Gitarrenakkorde ein und die Frauenstimme trällert noch ein wenig im Hintergrund, während Nick sehr tief seine Vocals von sich gibt. Die Gittenleads verbreiten dann eine leicht surreale Atmosphäre, während aggressives Shouting und krachende Riffs im Chorus die Stimmung umkippen lassen. Doch schon ist der Frauengesang für die zweite Strophe wieder da und auch die cleane Gitarre darf sich erneut hinzugesellen.
"They betray, uphold the law, accuse the future..."
8,5/10
13.) ~ Deus Misereatur ~ 1:37
Das abschließende Outro des Albums wird zuerst von seichten Keyboardakkorden getragen. Bald jedoch gesellt sich ein mystisches, sehr atmosphärisches und sogar leicht dramatisch klingendes Pianogeklimper hinzu, während der Song von wuchtigem Drumming unermüdlich angetrieben wird, letztlich aber doch mit einem Male verklingt.
9/10~ Fazit ~
Am besten knien wir jetzt alle einmal nieder und verneigen uns in Ehrfurcht vor dem, was Paradise Lost da geschaffen haben. "Icon" ist ein kleiner Diamant, der an wenigen Stellen zwar noch ein wenig roh und ungeschliffen ist, an anderen Stellen dafür aber glänzt und funkelt, wie man es schöner nie zuvor gesehen hat. Die Scheibe strahlt eine in sich homogene Perfektion aus und auch wenn nicht alle Songs die Höchtnote bekommen haben, so kann man doch alle Tracks am Stück hören und kommt nich einmal in die Versuchung, die "Skip"-Taste zu drücken. Dafür ist die Atmosphäre der Songs zu fesselnd, denn ganz tief in den Gehörgängen haben sie die schweren, düsteren Melodien längst eingebrannt und man kann gar nicht anders, als ihnen zu lauschen. Das stimmungsvolle Artwork und eine angemessene Produktion runden das Album ab und somit kann ich hier nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Vergesst die aktuellen Kommerz-Scheiben der Briten, hier waren sie auf ihrem musikalischen Zenit angelangt und so gut wie niemals danach wieder!
In diesem Sinne...
Stay Dark!
The-Iconmaster
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von einer Portion Melancholie erschlagen werden... ;)
Im Rahmen der „Shake Heads“ Aktion möchte ich nach meiner Sepultura Besprechung einen weiteren Klassiker aus der Mottenkiste entstauben und somit hier besprechen. Ich werde in diesem Bericht ein wenig vorsichtiger mit der Wortwahl sein, da manch einer nic ...
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Pro: erstklassige Musiker, dunkle schöne Songs Kontra: nichts für Popmusikfreunde
Nachdem ich bereits vor einiger Zeit über die CD "Draconian Times" von "Paradise Lost" geschrieben habe, möchte ich heute ein paar Worte über das Vorgängeralbum "Icon" verlieren. Mit dieser CD aus dem Jahre 1993 schaffte die britische Band den endgültigen ...
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Pro: Ein rundum geniales, stimmungsvolles Gothic Metal-Album Kontra: Zieht im Vergleich zum Nachfolger den Kürzeren
UPDATE für "Shake Heads". Ich halte es nicht für nötig, den Bericht an sich für die Shake Heads Aktion zu verändern, daher reicht es wohl aus, wenn ich einfach darauf aufmerksam mache (nach unten deut). Viel Spaß :-).
Nachdem ich vor einiger Zei ...
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Pro: hmm naja es ist immerhin kein Pop... Kontra: schrecklich einfallslos, immer das selbe Gedudle
Paradise Lost sind eine Band mit der Ich Mich nie so richtig beschäftigt hab, wohl hauptsächlich weil Sie in meinem Freundeskreis als zu kommerziell gilt und allgemein eher darüber gelächelt wird.
...aber was tut man nicht Alles für Shake Heads *g*.
P ...
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Und wieder eine neue Runde Shake Heads und mal wieder geht’s um Gothic Rock. Diesmal von Paradise Lost mit deren 1993 erschienenen Output „Icon“.
@@@ Die Band @@@
Nick Holmes – Vocals
Gregor Mackintosh – Guitar
Aaron Aedy – Guitars
Stephen Edmo ...
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...Gothic Metal ist Tot. Zu diesem Schluß kommt man nach dem hören des Album Host von Paradise Lost. Konnte die Combo auf Icon noch überzeugen mit wuchtigen Gitarren und düsterer Atmosphäre, ist davon auf dem neuesten Album nicht viel übrig geblieben. Es dominiert, lanweiliges Electro-gefiepe, und Nick Holmes lanweiliger Gesang. Man denkt man hätte eine schlechte Depeche Mode Kopie vor sich. Hier und da verirrt sich mal ein Gitarren riff, alles in allem verdient die Band aber nicht mehr die Bezeichnung Metal.Wenn ihr Gothic Metal hören wollt dann greift auf die älteren scheiben der Band zuück....
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Pro: Himmlischer Gesang, Album fasziniert von Anfang bis Ende Kontra: mehr davon!
...Tarja, was hat diese Frau für eine Stimme! Wie kann man eine Opernstimme mit Metal verbinden? Bei Gothic kann mans ja verstehen, da passen einfach die Stimmung und die Depri-Gesänge zusammen (vgl. Paradise Lost-Christendom auf der Icon), aber bei einer Mischung aus Power und Melodic Metal? Man kann einfach nur sagen: Respekt! Angefangen mit She's my sin, einem Meisterwerk, über Come Cover Me, eines der schönsten Lieder die ich bisher gehört habe, bis hin zu Dead Boy's Poem und Fantas Mic. Mir gefällt einfach das komplette Album, man kann da fast keine guten Lieder rausziehen weil alle genial sind! Alle die nur ein bisschen Tolleranz haben und nicht von Anfang an voreingenommen sind, müssen sich Nightwish angehört haben. P.S. Ein Lob an den Schlagzeuger... :-)...
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...Paradise Lost - die unendliche Geschichte. Höhen, Tiefen, alles. Eine Band, die für Fortschritt stand und dadurch ins Straucheln geraten ist. Doch anstatt aufzugeben, haben die Briten immer weiter gemacht. Und es hat was gebracht: "Paradise Lost", Album Nr. 10, ist richtig gut geworden.
Was man von den Vorgängern nicht behaupten kann. Nach zwei Klassikern Anfang und Mitte der Neunziger ("Icon" 1993, "Draconian Times" 1995) wollte sich die Band weiterentwickeln. "One Second" jonglierte neben dem früheren Gothic Metal mit poppigen Melodien und leichten Elektronikeinsprengseln. Die Fans waren geschockt, die meisten erkannten aber trotzdem die Klasse der Songs. 1999 kam der radikalere Schritt. Haare ab, Majordeal und ein Album, das mehr nach Depeche Mode als nach Metal klang. Konsequent. Und gelungen. In meinen Augen immer noch...
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