Standing Ovations
19.11.2011
Pro:
einfach wundervolle Musik, viele Stücke von Michaels Reden eingearbeitet, viele Überraschungen
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
mehr
 Sylviane
Über sich:
***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in je...
Mitglied seit:17.08.2001
Erfahrungsberichte:4447
Produktvideos:1
Vertrauende:557
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet
Schon lange Zeit war bekannt, dass in diesem November die neue CD von Michael Jackson herauskommen würde. „Immortal“ so der Name der CD, der nicht passender sein könnte. Denn eines ist klar, Michael Jackson wird durch seine Musik unsterblich sein. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Immortal“ ist taktisch klug gewählt, zum einen nimmt man so das nahende Weihnachtsgeschäft mit, zum anderen ist Michael wieder einmal in aller Munde, durch den gerade zu ende gegangenen Conrad Murray Prozess, in dem der Arzt schuldig gesprochen wurde und man nun am 29. November das Strafmaß erwartet. Insofern hat Michaels Estate einen günstigen Zeitpunkt gewählt, Jackson ist in den Schlagzeilen, das war schon immer das Zaubermittel um den Verkauf der Alben anzukurbeln.
Was ist das Besondere an Immortal? Immortal ist nun kein neues Jackson Werk wie das aus dem letzten Jahr, das Album, das damals schlicht den Namen „Michael“ trug und komplett neue Stücke zum Besten gab. In Immortal hat man einfach neu abgemischt, einige Remixe erstellt und so Altbewährtes und Geliebtes in neuem Glanz präsentiert. Immortal ist der Soundtrack zur gleichnamigen Show des Cirque du Soleil, die derzeit durch die Welt tourt und auch 2012 nach Deutschland kommen soll gerüchteweise.
CD 1: Die erste CD sieht schon allein optisch ganz zauberhaft aus. Sie ist in rot gehalten, trägt die Aufschrift des Albums und die Nummer 1 und ist mit vielen Sternen verziert, daran erinnernd wie Michaels Glitzersocken Sterne schleudern bei seinen Filmproduktionen.
Working day and night: Ein recht früher Jackson ist als erstes auf der CD zu hören. Wir hören „Working Day and Night“. Ein merkwürdiger Song für ein Intro wie ich finde. Allerdings ist die Aufnahme von Working Day and Night glasklar. Ein wunderbarer Sound, der einen mitreißt. Eigentlich hatte ich hier „Wanna be starting something“ erwartet, was noch passender gewesen wäre oder das Intro, das man als zweiten Song dann hört.
The Immortal Intro: Hier geht einem jeden Jackson Fan das Herz auf. Es werden große Hits angespielt in einer Art Medley. Begonnen wird mit einer tickenden Uhr. It´s time, folks! Und dann beginnt ein Ausschnitt von „Remember the time“, wobei das Ticken der Uhr erhalten bleibt. Danach switched man um zu einem Chor, der „Michael, Michael“ ruft und man hört ganz kurze Ausschnitte aus „You rock my world“, „In the closet“, „Stranger in moscow“, „Bad“, Smooth criminal“, „Dangerous“, „Another part of me“, „The way you make me feel.“ , „Jam“, „Scream“Es sind nur Bruchstücke, teilweise nur Worte. Man muss schon genau hin hören, welche Worte fallen und aus welchem Stück diese Minisequenz stammt. Die Geräusche im Hintergrund dazu sind recht stark. Man hat durch die „Michael, Michael“-Rufe am Anfang das Gefühl in einem Konzert zu sitzen und einfach darauf zu warten, dass der Vorhang aufgeht und Michael dort steht. Es ist magisch. Dann nimmt das Intro eine andere Wendung. Man hört Geräusche, als wenn man einen Radiosender einstellen würde. Dann ertönt eine Einleitung, die die Jackson 5 präsentiert. Und man hört auch hier ein paar Klänge der bekannten Jackson 5 Hits wie „Rocking Robin“, „ABC“, „I want you back“, „Going back to Indiana“ und einem glasklaren „I´ll be there“, das einem eine Gänsehaut den Rücken runterlaufen lässt. Wunderbar, ein Intro, Michaels würdig. Und von der Musik her so klar und rein gemacht, dass es einfach ein Klang ist, der jedem Ohr schmeicheln muss. Diese Klangqualität habe ich selten erlebt und bin begeistert. Hier am Anfang der CD merkt man schon, dass hier Großes geleistet wurde.
Childhood: Das folgende Lied ist dann Childhood. Es wird eingeleitet nach dem Intro mit ein paar zauberhaften Klängen, dann folgen die Streicher und der geneigte Michael Jackson Fan weiß, dass Childhood beginnt. Doch das Intro des Songs ist hier verändert worden. In dem Instrumentalteil vom Anfang ist eine Rede von Michael Jackson eingearbeitet worden. Er spricht hier über die Kinder dieser Welt und wie wichtig eine schöne Kindheit für sie ist. Dann beginnt der Song, der mir schon immer eine Gänsehaut beschert hat, der Michael aus der Seele spricht, der erkennen lässt wie verkannt Michael gewesen ist. Man möchte ihn in den Arm nehmen und ihn trösten ob seiner „verlorenen“ Kindheit, ihm Verständnis und Liebe zeigen. Ich habe dabei immer das Video zum Lied vor Augen und finde das Werk sehr bewegend. Es ist einfach fantastisch und traurig zugleich. Auch in weiteren instrumentalen Teilen hat man hier eine Redeteil von Michael eingearbeitet. Das wertet den Song in meinen Augen sehr auf und derjenige, der das Leben von Michael Jackson verfolgt hat, weiß, dass ihm diese Abwandlung seines „Childhood“ gefallen würde, denn diese Rede, die eingearbeitet wurde, war ihm sehr wichtig. Das Ende des Songs ist ergreifend, weil man den Eindruck hat, dass Michaels Stimme unter der Erinnerung und der Sehnsucht nach einer richtigen Kindheit zu brechen droht. Es ist einfach bewegend, ein großes Werk, wunderbar in Szene gesetzt mit den kleinen Veränderungen.
Wanna be starting something: Als drittes Lied haben wir dann das Stück, das ich am Anfang erwartet hätte: „Wanna be starting something“. Es gehört nun nicht zu meinen Lieblingsliedern, doch es ist hier auch wunderbar zurecht gemischt worden, glasklar, voller Kraft und Energie. Man sieht Michael in Gedanken vor sich über die Bühne flitzen von einem Ende zum anderen und das Publikum in wilde Begeisterungsstürme ausbrechen.
Shake your body (down to the ground): Das nächste Stück beginnt ganz witzig. Man hört hier wie scheinbar eine Cassette eingelegt wird oder ein Tonband, dann gibt es eine spulendes Geräusch und dann beginnt ein früher Jackson mit den Jacksons (seinen Brüdern) mit „Shake your body (down to the ground)“. Der Sound des Liedes kommt absolut gut rüber, man kann sich die Brüder dabei gut vorstellen, wie sie tanzend über die Bühne wirbeln. Shake your body enspricht dem Sound des Discozeitalters.
Bilder von Immortal - Michael Jackson
Dancing machine/blame it on the boogie: Und es geht dann auch weiter mit den Jacksons mit den Klassikern „Dancing machine“ und „Blame it on the boogie“. Der elektrische Sound und Michaels zarte Stimme vereinen sich hier zu einem musikalischen Erlebnis. Auch hier ist es der Discosound der 70ziger Jahre. Auch hier habe ich Bilder vor Augen, wie Michael wie ein Roboter tanzt (ob das damals schon Breakdance war?), sich bewegt wie man es sich kaum vorstellen kann. Einfach wunderbar. Und wenn dieser Song auch schon einige Jahrzehnte alt ist, kommt das Feeling immer noch rüber nach Freiheit, nach Musik und Tanz. Ein Hoch auf das anbrechende Discozeitalter.
Ben Dann wird die Aufnahme gestoppt, als wenn dem Cassettengerät der Strom entwendet wird und man hört Elefantentrompeten. Schon befinden wir uns im Song „Ben“, dem Titellied, das Michael als Junge zum gleichnamigen Film gesungen hat und das Millionen rührte. Die Übergänge zwischen den Liedern sind hier sehr fließend, so dass man aufpassen muss, schwups ist man schon mittendrin im nächsten Song. Michaels jugendliche Stimme überzeugt hier in dieser glasklaren Aufnahme und ist ein schönes Denkmal in dieser Nummer für den King of Pop.
This place hotel: Das danach folgende Lied nennt sich „This place Hotel“. Es ist von der Melodie her am Anfang ähnlich derer, die gespielt wird, wenn ein Disneyfilm beginnt. Dann wird es fetzig mit einem großen Orchestersound und man hört Michael mit seinen typischen Juchzern und dann beginnt er zu singen in einer Art Blues. Es klingt großartig, ist mir aber total neu. Ich kannte es zuvor nicht und bin begeistert, dass auch ich noch Neues auf dieser CD entdecken kann. Ganz großes Kino mit Michael und dem großen Orchester. Man kann ihn sich direkt mit einer Big Band im Hintergrund vorstellen, wie er das Publikum in einem Saal begeistert.
Smooth criminal: Der Wechsel zu „Smooth criminal“ ist dann wieder sehr fließend. Ich denke, zu diesem Meisterwerk Jacksons braucht man wohl kaum etwas zu sagen. Es hat auch in dieser Version den gleichen Zauber wie in allen anderen Aufnahmen, die ich davon kannte. Und es darf einfach nicht fehlen, denn „Smooth criminal“ ist ein Stück Jackson Geschichte. Hier hat er der Schwerkraft getrotzt, hier hat er noch für seine nicht mehr statt findende Konzertreihe in London „This is it“ einen neuen Kurzfilm gedreht. Jackson und „Smooth criminal“ sind einfach untrennbar und Kult. Zum Schluss hört man auch hier das Maschinengewehr, das zu diesem Song gehört und auch an den Film „Moonwalker“ erinnert, wo „Smooth criminal“ ein wichtiger Bestandteil war.
Dangerous: Als nächstes kommen wir dann zu Dangerous, das mit Teilen aus „In the closet“ zusammengeschnitten wurde. Dangerous war der Titelsong des damaligen Albums und auch der Name der Tour, die Michael in den 90zigern unternommen hat. Die Mischung mit Teilen aus „In the closet“ ist reizvoll, auch wenn ich da am Anfang Bedenken hatte. Doch es ist wirklich hörenswert und wirklich gut gemacht.
The mime Segment: (I like) the way you make me feel/Speed damon/another part of me: Der Beginn dieses Abschnittes des nächsten Titels ist auch wieder sehr interessant zusammengeschnitten. Man hört hier wieder Ausschnitte aus einer Rede Michaels oder einem Interview, nachdem das Ganze mit dem Knarren der Tür aus Thriller begonnen hat. Er beschreibt hier, wie er sich fühlt, wenn er Lieder schreibt, was es ihm bedeutet und wie er sich inspiriert fühlt. Ebenso gibt es hier kleine Mitschnitte aus einem Telefongespräch und sogar das Anzählen aus dem Song „This is it“, der kurz nach dem 25. Juni 09 unvollendet aufgetaucht ist mit dem Hintergrundgesang seiner Brüder nachträglich einigermaßen fertig produziert wurde. Zu „This is it“ gab es damals noch viele Unstimmigkeiten, was die Rechte an dem Song angeht und so weiter. Nach dem Anspielen dieser Sequenz geht es mit „Another part of me“ weiter.
The Jackson 5 Medley: Nun kommen wir wieder in Michaels Kinderzeit mit Titeln der Jackson 5. Michaels glasklare Kinderstimme überzeugt hier und lässt einem kaum ruhig auf einem Stuhl sitzen, wenn er Liedteile aus „I want you back“, „ABC“, „The love you save“ schmettert. Es ist ein schwungvolles Medley, das wirklich die Sahnestücke der Jackson 5 herausgepickt hat. Der Zusammenschnitt der Stücke ist ungewöhnlich, aber gelungen. So hat im Grunde jeder Songzusammenschnitt für den Zuhörer eine kleine Überraschung parat. Hier sind es die kleinen Geräusche, die nach einer Sendersuche beim Radio klingen. Ein ganz starker Teil der CD, dieses Medley mit einem bezaubernden kleinen Michael Jackson.
Speechless/Human Nature: Das nun kommende Stück durfte für mich auch nicht fehlen. „Speechless“ mein Lieblingslied von Michael Jackson und auch eines der seinen. Ich habe mal ein Interview gehört, wo er sagte, dass Speechless eines seiner favorisierten Lieder sei, das er auf seinem Lieblingsbaum auf Neverland geschrieben hat. Speechless, so rein, so klar und vom Text so brillant. Leider hört man hier nur wenige Zeilen des Liedes, das dann in „Human Nature“ übergeht, aber es sind die Hauptaussagen, Michaels suche nach Liebe, die bewegensten Momente dieses Liedes, wo ihm wieder die Stimme leicht zu brechen droht. So voller Gefühl und Emotion. Auch Human Nature, das hier den Hauptteil der Sequenz ausmacht, wird wundervoll dargeboten. Es birgt einen Zauber, den ich bis dato kaum gespürt habe. Es war früher nie eines meiner Lieblingslieder. Doch hier ist es einfach wunderschön in Szene gesetzt.
Is it scary/Threatened: Nachdem es vorhin so zart und zauberhaft zugeht, wird es nun gruselig. Die Stimmung ändert sich total. Es gibt eine gesprochene Einleitung, dann beginnt „Is it scary“. Das Feeling bei dem Song ist geheimnisvoll, gruselig, voller Gefahr. Michaels Stimme klingt hier nicht sanft und zart, sondern fordernd, sogar leicht bedrohlich. Dann wird es laut nach einigen Ausschnitten und Rhythmen von Threatened und Somebodys watching me, geht es zu „Monster“ über, das wir von dem Album „Michael“ kennen. Dann wirft man sich gegenseitig den Ball wieder zu und es gibt Bruchstücke von jedem Song bunt gewürfelt. Besonders gut ist hier zu hören, wie Michael durch ein Rohr singt beim „Monster“ und dann gibt es noch die bekannte Passage von „Threatened“, die aus einem Film stammt.
Thriller: Von diesen gruseligen Momenten geht es schnell über zu einer Version von Thriller, Michaels Masterpiece. Man hat hier vieles neu eingearbeitet, einen Herzschlag zum Beispiel und das ganze gerafft, aber dennoch hat Thriller nicht an Ausstrahlung verloren. Es ist eine interessante neue Version. Und die CD endet mit diesem Song. Das letzte, was man hört ist ein Gewitter. So kann man fast sagen, dass diese erste der beiden CDs mit einem furiosen Donnerschlag endet. Recht so! Nachdem wir nun diese atemraubende erste CD des Doppelalbums gehört haben, geht es nahtlos weiter zur zweiten CD. Und ich kann nicht einmal sagen, welche der beiden CDs mich mehr begeistert hat. Auch diese zweite CD ist in ihrer Aufmachung sehr schön. Man hat hier blau als Hintergrundfarbe gewählt, wieder Sterne verstreut.
You are not alone/ I just can´t stop loving you Mit einem romantischen Meeresrauschen beginnt die zweite CD. Und dann hören wir Michaels sehnsüchtiges „You are not alone“. Es ist komplett neu gemischt, hat einen sehr starken Gitarrenteil dazubekommen, der im Original nicht so sehr hervortritt. Dann geht es nahtlos über zu „I just can´t stop loving you“. Ein Gänsehautlied für alle Verliebten. So romantisch, so schön, so lebendig. Ein Liebesgeflüster wie es schöner nicht sein könnte. Dieses Lied war das erste, was ich in meiner Jugend gehört habe und dachte: Das ist Michael Jackson? Damit hat eigentlich meine Liebe zu seiner Musik begonnen, diese Vielseitigkeit, diese Wandlungsfähigkeit. Gerade wenn man gerade eben erst die eher bedrohlichen Stücke „Is it scary“ und Co gehört hat. Als Schmankerl ist hier noch die schöne spanische Version „Todo mi amor eres tu“ zu hören, die auch wunderschön klingt, um dann wieder ins Englische überzugehen. Eine gelungene Mischung aus diesen beiden sanften Jacksonsongs. Zum Abschluss gibt es noch einige Takte von „Remember the time“ und das Ticken der Uhr leitet uns zum nächsten Song.
Beat it/ State of shock: Nachdem wir nun die Liebessongs gehört haben, geht es nun zu Beat it über. Der Jackson, der uns alle bezaubert hat, so kraftvoll, so energisch. Ich liebe diese Musik. Ich finde, dass gerade „Beat it“ und „Billie Jean“ die Songs sind, die man am stärksten mit Michael Jackson verbindet. Diese Energie, die durch die Musik auf den Zuschauer übergeht. Doch lange Zeit lässt man einem hier nicht, denn es geht weiter mit einem Teil aus „Bad“, einem gesprochenen Teil aus dem Video zu „Bad“ und dann einer neuen Mischung aus diesem Titel und auch „Beat it“. Das Gitarrensolo von Beat it darf natürlich nicht fehlen und das tut es hier auch nicht. Man hat schon Wert darauf gelegt, dass wesentliche Teile der Songs bestehen bleiben, auch wenn man sie neu gemischt hat.
Jam Als nächster Titel kommt dann „Jam“ an die Reihe. Leider war Jam noch nie einer meiner Favoriten und kann es auch in der neuen Mischung nicht werden. Doch auch das muss es geben, man kann nicht alles favorisieren, auch wenn man dem Sänger sonst sehr viel Hochachtung entgegenbringt. Die Mischung ist aber gelungen, stellenweise hat man das Gefühl, quietschende Turnschuhe auf einem Hallenboden zu hören und wenn ich dann daran denke, wie ich das Making of vom Video gesehen habe, wo Michael mit Michael Jordan zusammenzusehen ist und er versucht ihm ein paar Tanzschritte bei zu bringen, ist es schon wieder eine ganz nette Erinnerung.
Planet Earth/Earth Song: Michaels Liebe zu unserem Planeten war schon immer bekannt. Er setzte sich nicht nur für Kinder ein, sondern wollte die ganze Welt am liebsten heilen. So wird es auch laut in seinem Gedicht „Planet Earth“, das er zu dem instrumentalen Intro von Earth Song zum Besten gibt. Eine tolle Mischung, gerade dieses Lied und das Gedicht zu mischen. Wundervoll. Earth Song ist ein Titel, der auch mit Michael verbunden ist wie kaum ein anderer. Hier in Deutschland war er mit diesem Song zu Gast bei „Wetten dass...“ und bescherte dem ZDF große Einschaltquoten. Einer der seltenen Michael Jackson Fernsehauftritte eben. Wer das Video zu Earth Song kennt, weiß, wie bewegend dieses gemacht wurde und eigentlich reicht schon Michaels Stimme aus, so anklagend, so beschwörend, um das Feeling des Songs auf das Publikum zu übertragen. Auch in dieser Version ist es atemraubend und einfach wunderschön.
Scream/Little Susi: Nach Earth Song haben wir es nun mit Scream zu tun, einem Lied, das er mit seiner Schwester Janet zusammen aufgenommen hatte. Ein Lied, das eine Art Befreiung für ihn darstellte nach all den Schwierigkeiten, in denen er sich befunden hat, mit einem sehr teuer produzierten Video. Allerdings auch nicht unbedingt mein Favorit. Mir ist der Song irgendwie zu hart, zu aggressiv, aber verständlich, wenn man um die Umstände weiß, die hinter ihm lagen. Hier wurde ein Stück Leben verarbeitet und herausgeschrien im wahrsten Sinne des Wortes. Doch das Ganze wird wieder runtergefahren beim Ausklingen der Sequenz. Man wird praktisch eingeleitet in die Stimmung für das kommende Stück.
Gone to soon: Gone to soon ist eines der bekanntesten Stücke Jacksons, das er einem Aidskranken Jungen gewidmet hat, dem er zu Lebzeiten seine Freundschaft schenkte. Es beschreibt, den viel zu frühen Tod eines Menschen. Ryan White durfte nur 14 Jahre alt werden, Michael war auf seiner Beerdigung anwesend. Das Lied rührt einem beim Hören, nicht nur in Anbetracht des 25.6.09., sondern einfach durch Michaels wunderschöne Stimme, so emotional, so klar, so verletzlich. Gone to soon, Mr Michael Jackson!
They don´t care about us: Das nächste Stück beginnt wieder mit merkwürdigen Geräuschen, dann erkennt man den unverkennbaren Sound von „They don´t care about us“. Man hört Hubschraubergeräusche neben der Musik, Klingen klirren und dann beginnt es mit Michaels Aufschrei: „Aaah!“ und das Lied nimmt seinen Lauf. Allerdings auch wieder total neu gemischt, energisch mit vielen neuen Geräuschen,aber der Kern des Liedes bleibt erhalten. Es strotzt nur so vor Energie und Michaels Kampfgeist. Dann werden Elemente aus „Tablouid Junkie“, „Privacy“ eingemischt. Dieses Lied ist ein einziger Aufschrei in dieser Form. Einfach klasse gemacht, mitreißend.
Will you be there? Nun wird es wieder ruhiger. Will you be there ist eines der wirklich leisen Songs von Michael, sensibel und zartfühlend. Doch es beginnt mit den einleitenden Worten aus „Heal the world“, die ein Kind spricht. Dann beginnt das gospelartige „Will you be there“, ganz großes Kino und an die Trauerfeier für Michael Jackson erinnernd, wo es auch gesungen wurde von einigen seiner Gäste und wo man den gesprochenen Teil zum Gänsehautfeeling von Michael vom Band hatte sprechen lassen. Auch dieser Teil ist hier wieder ergreifend und durfte nicht fehlen. Mit brechender Stimme spricht hier Michael Jackson hier die Zeilen und merkwürdiger Weise sind es genau die Zeilen, die auf seiner Trauerfeier gesprochen wurden mit dem kleinen Textfehler „pains“ anstelle von „pain“ wie es in allen anderen Aufnahmen ist, die man bekommen konnte. Eine sehr seltene Aufnahme also, für jeden Fan ein besonders wertvoller Schatz!
I´ll be there: Wie zur Antwort ist das nächste Lied dann „I´ll be there“. Besser hätte das Timing an der Stelle gar nicht sein können. Es ist einfach wunderbar gemacht. Leise Klaviermusik und Michaels wunderschöne glockenhelle Kinderstimme bei diesem Song. Immer wieder frage ich mich, wie ein KIND diese wunderbare Musik machen konnte, Herzen erwärmen, Seelen berühren. Es kann nur Gott gegebenes Talent sein.
Immortal megamix: Can you feel it/ Don´t stop till you get enough/ Billie Jean/ Black or White: Mit Paukenschlägen wird der Immortal Megamix eingeleitet. Dann geht es los mit „Can you feel it!“ in einer mitreißenden Version über „Dont´t stop till you get enough“, dem Klassiker „Billie Jean“ und „Black or White“. Allerdings möchte ich hier anmerken, dass ich es schöner gefunden hätte, wenn „Billie Jean“ einen eigenen Auftritt bekommen hätte. Das Lied, zu dem Michael den Moonwalk zum ersten Mal präsentiert hat, hätte man etwas würdiger noch einbringen können. Nicht, dass der Mix schlecht wäre, aber ich hätte es mir doch irgendwie für Billie Jean gewünscht. Schließlich gehört das Stück zum legendären Thriller Album. Black or White hingegen habe ich schon immer gut befunden, in einem Mix untergekommen zu sein, die Musik ist eingängig und lässt sich gut mit anderen Songs verbinden. Zudem hat Black or White auch nicht den Hintergrund wie Billie Jean für die Fans, wenn man davon absieht, dass es damals die neuste Morphingtechnik im Video hatte. Scjhön sind allerdings, die „MICHAEL; MICHAEL“-Rufe, die man in den Part von Billie Jean eingearbeitet hat. Man hört sich im Geiste schon selbst mitrufen.
Man in the mirror: Man in the mirror ist wieder eines der Lieder, das für Michael eine große Bedeutung hatte, das seinen Wunsch nach einer besseren Welt und sein Aufruf, die Veränderung doch bei sich selbst beginnen zu lassen. Von daher ist es völlig klar, dass dieser Song hier eine eigene Stellung hat und nicht in einem Mix steht. Im Übrigen wäre es auch das Schlusslied in der nicht statt gefundenen „This is it“- Tour gewesen. Man in the mirror beginnt mit den leisten Klängen, dann das Schnippen im Takt und Michaels sanfter Stimme, den typischen Michael Jackson Stimmkieksern und schon ist man gefangen in Michaels Aura. Ich finde dieses Lied auch in der neuen Auflage kaum verändert. Es klingt hier immer noch sehr original.
Remember the time/Bad: Remember the time ist ein vielsagender Titel des Schlussaktes auf der CD. An wen sollen wir denken? An Michael? Oder an die Show, denn die CD ist ja der Soundtrack zur Cirque du Soleil Show Immortal. Vielleicht an beide, denn im Grunde ist es nach einem Showbesuch wohl untrennbar. Es ist gesagt worden, dass der Geist Michaels durch die Show zu spüren sein soll, seine Wünsche, seine Bedürfnisse. Es hieß, er sei fast lebendig durch die Show und das kann ich schon alleine beim Hören der Musik bestätigen. Das IST Michael Jackson durch und durch. Diese Qualiät der Aufnahmen, da kann nur ein Meister am Werk gewesen sein. Jemand, der in allem, was er tut über 100 prozentig agiert. Doch nun noch kurz bevor ich mich in einer abschließenden Meinung ergieße, meine Meinung zu dem Schlussakt. Lebendig und voller Leben kommt Remember the time rüber. Es ist eine gelungene Mischung zusammen mit „Bad“ geworden. Ein krönender Abschluss mit dem Song, der auch im Zeichentrickfilm „ Megamind“, den Schluss bilden durfte. Der Song scheint wohl wie dafür geschaffen, ein großes Event ausklingen zu lassen.
Bilder: Der Doppelcd ist ein kleines Booklet beigegeben, das einige Stationen aus Michaels Leben/Karriere zeigt. Wir sehen ihn als Kinderstar, im Hintergrund das Tor von Neverland, dann als jungen Mann in der Zeit seines ersten Soloalbums „Off the wall“, dann im Outfit von der „Smooth criminal“- Area oder „Dangerous“ mit der Armbinde über dem Jacket. Und auch im sexy Outfit von „In the closet“ als Latinlover mit zurückgebundenen Haaren. Dann gibt es eine Seite mit Bildern aus „Ghost“ und „Thriller“. Michael als dicker Bürgermeister darf hier natürlich nicht fehlen unda uch nicht als Werwolf. Seine Wandlungsfähigkeit und seine Vorliebe für Verkleidungen werden hier wieder einmal unter Beweis gestellt.
Danach haben wir Bilder aus der Zeit von „Billie Jean“ mit dem Feodorahut und dem Silberhandschuh. Unvergessen und einfach nicht wegzudenken. Danach sehen wir Michael dann im Outfit von „Scream“ und schließlich im Goldanzug aus der „History-Tour“ und ebenso die Statue, die damals überall aufgestellt wurde, wo Michael ein Gastspiel gab. Die Armee von „They don´t care about us“ im Hintergrund. Als letztes sehen wir einen bildlichen Querschnitt durch die Karriere. Hier ist Michael zu sehen auf den Zehenspitzen wie bei der Performance von Billie Jean, scheinbar dabei Human Nature zu perfromen, im Beat it Outfit und einigen anderen.
Die Bilder sind großartig. Dabei habe ich noch nicht einmal das wunderschöne Cover beschrieben, wo man Michael einmal auf der Papphülle vor einem blauen Hintergrund mit kleinen Rillen, die wie Fingerabdrücke wirken sieht in einer Pose mit zur Seite ausgestreckten Armen, wie er sie gern beim Earth Song oder Will you be there oder Beat it macht, zu sehen ist. Um ihn herum schwirren Menschen und Schmetterlinge. Unter ihm ist zu Lesen Michael Jackson Immortal. Nimmt man diese Hülle ab, kommt die Doppelcd zum Vorschein. Hier haben wir das gleiche Bild, nur mit einem roten Hintergrund und einer scheinbar gefüllten Halle. Die Bilder sind alle wunderschön, eine schöne Auswahl, die hier getroffen wurde.
Ein Wort zur Klangqualität: Während es für das Album Michael vielerorts sehr viel Kritik hagelte, dass es überproduziert sei und eines Michael Jackson nicht unbedingt würdig, nimmt einem hier der Klang gefangen. Es ist glasklar, die Klangqualität ist vom Feinsten. Ich habe so etwas noch nie gehört. Hier wurde wirklich Großes geleistet. Es ist phänomenal, was der Klang zu bieten hat.
Meine Meinung: Nun habe ich ja schon viel Meinung, Begeisterungsstürme und ähnliches in meinen Artikel bisher einfließen lassen. Und ich kann auch nur sagen: Ich bin begeistert. Ich hatte anfangs bedenken gehabt, ob diese CD vielleicht langweilig werden könnte. Denn es ist ja kein wirklich neues Material dabei wie einst bei der Michael-CD. Hier wurden Klassiker neu aufgenommen, gemischt und ich hatte Angst, dass es wie bei vielen Remixen wäre, die ich selten so toll fand. Doch da die CD in meiner Sammlung nicht fehlen sollte, kaufte ich sie trotzdem und sitze hier nun stellenweise zu Tränen gerührt und weiß, dass es kaum ein besseres Vermächtnis geben könnte als diese Doppel-CD. Es ist hier etwas ganz Großes gemacht worden, etwas was Michael Jackson, dem King of Pop einfach würdig ist, das dem Zuhörer Gänsehaut entlockt, Tränen in die Augen zauber und man wirklich sagen kann: Das war die größte Show der Welt. Das ist das, was Michael Jackson gewollt hat. Das ist ganz ganz großes Kino, ein Schatz für jeden Musikliebhaber, ein Wunder für jeden Fan. Ich habe mich hier selbst überraschen lassen und kann nur sagen, dass mir im Grunde die Worte fehlen, meine Begeisterung genau in diese zu fassen. Kurz gesagt, wenn Michael unsterblich werden wollte, mit dieser Doppel-CD ist er es geworden. Der Titel könnte nicht passender sein.
Deluxe Edition: Im Handel gibt es zwei Versionen, einmal die einfache und einmal die Deluxe Version. Ich habe mich natürlich für die Deluxe Edition entschieden. In dieser gibt es zwei CDs und es sind auch mehr Lieder vorhanden. Im Vergleich zur normalen Version gibt es hier 7 Tracks mehr. Daher war die Entscheidung schnell getroffen, die bessere Version zu kaufen.
Preis: Ich habe 19.99 Euro für die Doppelcd bei Media Markt bezahlt. Das ist ein guter Preis wie ich finde. Die einfache CD war nur 3 Euro billiger nebenbei bemerkt.
Fazit: Ganz großes Kino kauft man hier mit der Deluxe Edition. Ich gebe begeisterte 5 Sterne und spreche eine ganz ganz große Empfehlung aus.
Meinen Bericht widme ich Michael Joe Jackson:: THANK YOU FOR THE MUSIC, I LOVE YOU MORE. THIS IS DEDICATED TO YOU,MR MICHAEL JOE JACKSON! IT´S ALL FOR LOVE.
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
|
|
03.01.2012 09:58
kann ich mich nicht für begeistern
27.12.2011 22:01
bh verdient
30.11.2011 08:58
BH & LG