Saves the Sound
27.10.2003
Pro:
Powerpop mit Rockattitüde und Conleys einzigartigem Gesang
Kontra:
. . der manchmal ganz schön nervt !
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 Senilm
Über sich:
FREE Musicjournalism // The world ends on a sunny day // Sympathy for Empathy // Alive and kicking....
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo und Willkommen, es gibt sowas wie feste Größen - sowas wie Konstanten. Eine Band die seit Mitte der 90er konsequenten Powerpop mit mal mehr mal weniger Punkattitüde macht ist Saves the Day! Vom Indielabel kommend inzwischen bei Major Dreamworks angekommen hat sich ihr Sound aber über 3 Alben hinweg gleich verhalten - und so soll jetzt auch das vierte sein....
So ist bereits der Opener "Anywhere with you" altgediente Kost - brachiale Einstiegssaiten kombiniert mit melodischen Collegerock Anleihen die nicht nur einmal an Weezer erinnern! Die kindliche Stimme Chris Conleys zaubert einen nasal beeindruckenden eingängigen Refrain, der schon zu Beginn Lust auf mehr macht. Lust die "What went wrong" zunächst auch noch bestärken kann - Indierockzelebrierende Gitarren und melancholische Streicher machen hier jede Menge Harmoniebedürftige glücklich! Doch leider ist Conleys schludriger Gesang hier nicht gerade sehr zugänglich.
Ganz und gar nicht geschludert hat man bei "Driving in the dark" - eingängig taktet sich hier der Drummer gemeinsam mit dem Leadgitarristen um den melodischen Refrain herum, der triumphierend von Conley in Beschlag genommen wird. Sein zartes Organ kann sich tatsächlich über die einsatzfreudige Begleitung hinwegesetzen! "Rise" geht dann wieder eines dieser Gesangs-Gitarre-Duette ein - nur leider ist dieses schon von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Conleys Stimmungsschwankung schlägt sich nämlich hier aufs Tempo des Titels nieder, was diesen ziemlich zerfahren und aus Klangstücken zusammengesetzt klingen lässt - so das einzig und allein nur der Refrain einen kleinen harmonischen Treffpunkt bietet.
Auf Powerpopfaden watet breitbeinig "in Reverie". Der Titelsong leidet zwar etwas an Conleys hohem Hinauswollen - kann dann aber mit den motiviert spielendem Gitarrenwerk - und den seinen Job mehr als gut erledigenden Beatmaschineristen voll überzeugen! Hier sollte vor allem die Bridge erwähnt werden, die vorzüglich gemeistert wird. "Morning in the Moonlight" lässt dann auch den Drummer wieder zugreifen - aber beidhändig ! Hier wird Gas gegeben - da knallen und jaulen die Riffs in erregt zuckendem Stakkatotempo durch die Lautsprecher während Conleys Stimmbänder erigiert vibrieren!
"Monkey" gibt sich wenig später als uninspiriert vor sich hin plätschernde Rockballade aus - die schon arg an Conleys monotonem Gejaule leidet! Dennoch erlaubt man sich gegen Ende ein paar Effektspielereien an der Leadgitarre - die dennoch dem schleppenden Tempo keine Eingängigkeit verleihen! "In my waking life" drückt sich dann den Stempel "CollegeRock" selbst aus - richtig nervend wird hier inzwischen das Herumgenuche von Conley, der immer neue Höhen zu erklimmen versucht - was dem ansich melodisch, abwechslungsreichem Gitarrenspiel zu schnell den Garaus macht!
"She" lässt dann die Akustikgitarre die schwelgerisch, lockende Sirene Conleys massieren - der Titel verliert sich schnell in der Kitschigkeit und trieft gegen Ende aus jeder Pore. Hässlich... Da ist der Knaller "Where are you" ein wahrer Ohrenschmaus - hier wird wieder eingängig getaktet, die Verstärkersektion lässt die Amps glühen während die Saitenspieler die Riffs sprechen lassen - welche sich powernd dem Refrain nähern und diesen dann mit einem irren Bullenritt zu Ende bringen! Hier wacht auch Conley wieder auf - sein Stimmeinsatz überzeugt und den Refrain kann nur seine Stimme, aus dem Umfeld heraus, so wunderbar klingen lassen!
Deprimiert - melancholisch gibt sich "Wednesday the 3rd" der beste Titel des Albums! Geschickt spielt sich Conley hier mit dem Gesangstempo und verleiht somit der tragisch stimmenden Gitarre noch mehr Audruckskraft - sogar soviel, daß diese den Refrainpart als wichtigster Duettpartner Conleys übernimmt! Das schleppend, dramatisch steigernde Tempo des Titels lässt Schwermut vermuten - obwohl Conleys freudiger Gesang ganz anders zu berichten vermag! "Tomorrow to late" schwelgt dann in Conleys Stimme zu bedächtigen Klängen - ehe sich der Gitarrist entschliesst dem ganzen Mithilfe von griffigen Chords Leben einzuhauchen - dies wirkt sich auch positiv auf Conleys Organ aus. Dieser reisst sich plötzlich am Riemen und lässt das permanent powernde Saitenmonster hinter sich ! Und dank Dauerrefrain und brachialem Riffing beendet dieser Titel versöhnlich dieses Album
TOMORROW´s TOO LATE... Nicht mehr soviel Punkattitüde besitzt das neue Album von "Saves the Day" - alles klingt wesentlich glatter, griffiger - auf den Punkt gebrachter! Dennoch leidet das Album, vor allem in der Mitte der Spielzeit, am monoton hellen Gesang von Conley, welcher Abwechslung vermissen lässt. In Kombination mit den griffigen Akkorden und den melodischen Refrains, sowie dem Ampverliebten Gitarrenspiel blüht dann aber auch Conleys Stimme in voller Blüte auf und gewährt uns Einblick in die heile Welt als "College Rock" noch kommerziell erfolgreich war - und es jetzt nur noch als Powerpop bezeichnet wird!
So reichts leider nur für ne mittelmässige, durchschnittliche Bewertung dieses Albums!
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11.12.2005 16:36
Naja mir gefällt das Album nicht wirklich, ich hätte dem nur 2 Sterne gegeben. Bericht solide wie immer :)
28.10.2003 16:17
Tja, viele, nichtssagende Songbeschreibungen, dafür wenig zur Musik selbst und keinerlei Vergleiche zu anderen Bands oder Alben dieser Band. Sorry, ein hilfreich ist in diesem Review noch großzügig...
27.10.2003 22:05
Tja, ein typischer Kuhmelkergott mal wieder, oder? :) Ne was freu ich mich auf Donnerstag! :) Oder passt dir der Termin nicht so gut? :)