Deep Purple - Die Erfinder des Hardrocks!!
06.03.2007
Pro:
Hard Rock und Heavy Metal der Spitzenklasse
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
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 tomrot
Über sich:
Freiheit für Copy und Paste im Internet (lt. Guttenberg)
Mitglied seit:19.01.2006
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Deep Purple - Deep Purple in Rock ================================================= Tracks: ======= ==========================================1. Speed King 2. Bloodsucker 3. Child In Time 4. Flight Of The Rat 5. Into The Fire 6. Living Wreck 7. Hard Lovin Man 8. Black Night (Original Single Version) 9. Studio Chat 1 10. Speed King (Piano Version) 11. Studio Chat 2 12. 12. Cry Free 13. Studio Chat 3 14. Jam Stew 15. Studio Chat 4 16. 16. Flight Of The Rat (Roger Glover Remix) 17. Studio Chat 5 18. Speed King (Roger Glover Version) 19. Studio Chat 6 20. 20. Black Night (Unedited Roger Glover Remix) Einleitung: =================================================
Jetzt habe ich schon über 50 Berichte geschrieben, speziell bei den letzten Berichten handelte es sich oftmals um sogenannte Hero Bands, Namen wie YES, ELP, Gary Moore, Mike Oldfield um nur einige zu nennen, habe ich beschrieben, aber in dieser Aufstellung fehlt die Gruppe, mit der ich nicht nur Aufgewachsen bin, sondern mit der ich regelrecht verschweißt war, ebenfalls ein Hero Band, meine Hero Band: Deep Purple. Und diese Gruppe bzw. meine erste LP, möchte ich heute vorstellen.Es ist eine legendäre Gruppe, es ist ein legendäres Album, und es ist ein legendäres Cover, wohl eines dieser Covers die einfach nur einmalig ist. Um es kurz zu machen, es handelt sich um die LP, die ich jetzt in einer Anniversary Edition CD vorstellen möchte: "Deep Purple in Rock".Die, die diese Musik kennen, und vor allem lieben, werden jetzt schon mit der Zunge schnalzen und mir zustimmen. Aber die, die dieses Album bzw. diese Gruppe noch nicht kennen sollten (schämt Euch) werden hoffentlich nach diesem Bericht genauso begeistert sein wie ich damals, mit 13, als ich die LP, meine aller Erste!!, bekommen habe.Von daher wünsche ich allen, viel Spaß beim Lesen des Berichtes. Biografie Deep Purple: =================================================Viel Bands entstehen, weil Freunde sich zu einer Band zusammenschließen, vielleicht eine CD rausbringen, damit die Öffentlichkeit Kenntnis von der Gruppe bekommt, um dann so nach und nach, Erfolge zu feiern und Geld zu verdienen. Bei Deep Purple war es anders, wie vieles anders ist bei Deep Purple. Deep Purple wurde gegründet, weil zwei Geschäftsleute (Edwards und Coletta) 1967 Jon Lord beauftragten eine Gruppe zusammenzustellen. Von daher war klar, Geld war von Beginn an da. Also machte sich Jon Lord auf die Suche, nach guten Musikern. Natürlich sprach er Musiker an, die einmal schon Erfahrung hatten, und die er auch schon kannte. Und so war es dann auch, Deep Purple setzte sich im Prinzip zusammen aus 2 bestehenden Gruppen, auf der einen Seite war es die Band "Roundabout" in der damals neben Jon Lord auch Ritchie Blackmore spielte, die zweite Band war "Flowerpot Man" mit den Mitgliedern Nick Simper, Chris Curtis, Dave Curtis und Bobby Woodman. Das waren dann auch die Gründungsmitglieder von Deep Purple im Jahre 1968. Jetzt könnte man denken, schön, jetzt wird erst mal geprobt, dann ein paar Touren, CDs und dann scheidet auch hin und wieder mal ein Bandmitglied aus. Nicht so bei Deep Purple, schon einen Monat nach der Gründung stiegen die Curtis Brüder aus, und auch Bobby Woodman. Ersetzt würden sie durch Rod Evans und Ian Paice von der Band "The Maze" So, jetzt konnte es losgehen, und schon bald erschien das erste Album von der Gruppe: "Shades of Deep Purple" (1968), aber es war nicht der Hit, und auch musikalisch war die Gruppe noch nicht da, wo sie hinwollte, und vor allem, wo der Erfolg mit kam.Auch das zweite Album, und auch das Dritte, waren nicht der Hit, der Durchbruch, aber in einem war sich die Fachwelt einig. Mit diesen 3 Alben wurde der Grundstein der Hard Rock Musik gelegt, sowie auch der, des Heavy Metal. 1969 kam schon wieder ein Wechsel auf die Band zu, Evans und Simper verließen die Gruppe, dazustießen Ian Gillan und Roger Glover. Ein Wechsel der der Band gut tat, der jetzt ging es auf die Erfolgsspur. Und so geschah es dann auch, 1970 erschien das Album was ich gerade beschreibe: "Deep Purple in Rock" oder einfach nur: "In Rock". Deep Purple war geboren, der Hard Rock lebte, und mit diesem Album schafften sie den erhofften Internationalen Durchbruch, denn das Album war gerade in Deutschland der Kracher schlecht hin, zur damaligen Zeit, und so verwundert es kaum das dieses Album 12 Wochen auf Platz eins der Hitparade war. Und schon damals kristallisierte sich heraus, das ein Musiker für diesen Erfolg stand: Ritchie Blackmore, mit seinem markanten, aber genialem Gitarrenspiel. Weitere Top Alben folgten: "Machine Head, Fireball, aber schon 1973 krachte es, Gillan und Glover verließen Deep Purple, dafür kamen David Coverdale, und später auch noch Glenn Hughes dazu. Aber der größte Verlust kam 1975, als Ritchie Blackmore Deep Purple verließ und seine eigene Gruppe gründete "Rainbow".Dieser Verlust war zu Groß, man versuchte zwar einen Ersatz zu finden, doch kann man Ritchie Blackmore nicht ersetzen, zwar wurde für ihn, später Tommy Bolin in die Band integriert, aber ohne Erfolg. Das hat 2 Gründe, einmal versuchte Bolin einen anderen Stil bei Deep Purple einzubringen, etwas mehr im Soul Bereich, zum 2ten war er heroinsüchtig, und so kam, was alle schon ahnten, 1976 schloss sich das Kapitel Deep Purple, die Band wurde aufgelöst. Ein trauriges Jahr, für alle Deep Purple Fans. Positiv war eigentlich nur, das fast alle Musiker weiter musizierten um als Sololist weiterzumachen, so dass eine kleine Hoffnung bestand, das es vielleicht noch einmal zu einem Zusammenschluss kam.So kam es dann auch, 8 Jahre später, und das ist auch ein Novum in der Musikgeschichte der damaligen Zeit, war es eine Plattenfirma, die versuchte die 2te Besetzung wieder zu einem Zusammenschluss zu aktivieren. Natürlich lockte auch das Geld, denn die Firma hatte einen fetten Betrag (2 Millionen) ausgeschüttet, wenn es wieder mit Deep Purple weitergehen sollet, und da die einzelnen Soloprojekte nicht ganz so gut liefen, wie man sich das erhofft hatte, gab es 1984 tatsächlich die Wiedergeburt von Deep Purple in der 2ten Besetzung. Ein Platte erschien: "Perfect Strangers" die gleich einschlug wie eine Granate und ein die nächste Scheibe war ein Volltreffer (The House Of Blue Light). Aber es knisterte schon wieder zwischen Blackmore und Gillan, und so entschloss die Band, Ian Gillan zu entlassen (1989) und durch Joe Lynn Turner zu ersetzen, aber nicht lange, den man merkte, das auch ein Ian Gillan nicht zu ersetzen war, zumal die Fans nun gar nichts mit dem neunen Anfangen konnten. Also, entschloss man sich, Ian Gillan wieder an Bord zunehmen, gegen die Stimme von Richie Blackmore, der dann auch 1993 endgültig der Band auf wiedersehen sagte. Wieder einmal stand die Band vor einem Scherbenhaufen, denn damals wie jetzt, kann man einen Ritchie Blackmore nicht ersetzen. Die Suche ging los, es doch zu schaffen, und endlich wurde man mit Steve Morse fündig, jetzt gab es nur noch eine Problem, die Fans, damals hatten sich die Fans geweigert Deep Purple ohne Richie Blackmore zu akzeptieren, und auch diesmal war es keine Liebe auf den ersten Blick, aber da Ritchie eindeutig nicht mehr zurückkommen wollte, zumal seine Solokarriere mit "Blackmores Night" überaus erfolgreich war (siehe hierzu meine Ciao Berichte) mussten sich die Fans so nach und nach mit dem "neunen" Arrangieren.Es ging weiter mit Deep Purple, und auch die Jahrtausendwende konnte der Gruppe nichts mehr anhaben, aber 2001 musste schon wieder gehandelt werden, Jon Lord, das Deep Purple Urgestein wurde erst krank, er wurde bei diversen Veranstaltungen von Don Airey ersetzt, der dann später ein Vollmitglied wurde, als Jon Lord ganz Ausstieg, um Solo weiterzumachen. Deshalb kann ich am Ende der Biografie diesmal sagen, schön das es die Band gab, nein: Schön das es die Band immer noch gibt!!Wer genau nachlesen will, wer wann in der Gruppe tätig war, sollte sich mal im Internet umschauen, da gibt es einige Seiten, mit sehr schönen Bilder und Tabellen, wer von wann bis wann Mitglied dieser Ausnahmegruppe war bzw. ist, aber unter der Diskografie steht diese Tabelle auch noch mal. Diskografie Deep Purple: =================================================DEEP PURPLE, STUDIO ALBUMS
- Mk 1 ... SHADES OF DEEP PURPLE
- Mk 1 ... THE BOOK OF TALIESYN
- Mk 1 ... DEEP PURPLE (Third Album)
- Mk 2 ... IN ROCK
- Mk 2 ... FIREBALL
- Mk 2 ... MACHINE HEAD
- Mk 2 ... WHO DO WE THINK WE ARE
- Mk 3 ... BURN
- Mk 3 ... STORMBRINGER
- Mk 4 ... COME TASTE THE BAND
- Mk 2 ... PERFECT STRANGERS
- Mk 2 ... HOUSE OF BLUE LIGHT
- Mk 5 ... SLAVES & MASTERS
- Mk 2 ... THE BATTLE RAGES ON
- Mk 7 ... PURPENDICULAR
- Mk 7 ... ABANDON
- Mk 8 ... BANANAS
- Mk 8 ... RAPTURE OF THE DEEP
-
DEEP PURPLE, LIVE ALBUMS =================================================
* Mk 2 ... CONCERTO (1969) - Mk 2 ... IN CONCERT
- Mk 2 ... GEMINI SUITE LIVE
- Mk 2 ... SCANDINAVIAN NIGHTS (Stockholm 1970)
- Mk 2 ... MADE IN JAPAN
- Mk 3 ... JUST MIGHT TAKE YOUR LIFE (California Jam 1974)
- Mk 3 ... LIVE IN LONDON
- Mk 3 ... Mk III THE FINAL CONCERTS
- Mk 3 ... MADE IN EUROPE
- Mk 3 ... LIVE IN PARIS 1975
- Mk 4 ... DAYS MAY COME AND DAYS MAY GO /1420 BEACHWOOD DRIVE
- Mk 4 ... LAST CONCERT IN JAPAN / LIVE IN TOKYO 75
- Mk 4 ... ON THE WINGS OF A RUSSIAN FOXBAT / LIVE IN CALIFORNIA 1976
- Mk 2 ... IN THE ABSENCE OF PINK, KNEBWORTH 85
- Mk 2 ... NOBODY'S PERFECT
- Mk 2 ... COME HELL OR HIGH WATER
- Mk 2 & 7 ... THE BOOTLEG SERIES 1984-2000
- Mk 7 ... LIVE AT THE OLYMPIA '96
- Mk 7 ... LIVE AT AHOY ROTTERDAM
Hinweis: =================================================Das MK bezieht sich auf die Besetzung, es gibt in der Musikgeschichte, bei Deep Purple 7 verschiedene Äras, die dann mit MK1-MK7 betitelt worden sind, hier die Übersicht:04/1968 - 06/1969 Mk I: Rod Evans, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Nick Simper, Ian Paice 06/1969 - 06/1973 Mk II: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice 10/1973 - 04/1975 Mk III: David Coverdale, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Glenn Hughes, Ian Paice 06/1975 - 07/1976 Mk IV: David Coverdale. Tommy Bolin. Jon Lord. Glenn Hughes. Ian Paice 04/1984 - 04/1989 Mk II: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice 12/1989 - 04/1992 Mk V: Joe Lynn. Turner. Ritchie Blackmore. Jon Lord. Roger Glover. Ian Paice 04/1992 - 11/1993 Mk II: Ian Gillan, Ritchie Blackmore, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice 12/1993 - 07/1994 "Mk Va": Ian Gillan, Joe Satriani, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice 11/1994 - 02/2002 Mk VI: Ian Gillan, Steve Morse, Jon Lord, Roger Glover, Ian Paice Seit 03/2002 Mk VII: Ian Gillan, Steve Morse, Don Airey, Roger Glover, Ian Paice"Bei der Tabelle sowie der nachfolgenden Diskografie ist zu beachten, dass bei der Zählweise zum Teil Uneinigkeit herrscht. Das Gastspiel Joe Satrianis, der nur für zwei Live-Touren zur Verfügung stand und sich an keinen Studioaufnahmen beteiligte, wird von einige Quellen dennoch als vollwertige Besetzung Mk VI angesehen. Ebenso werden die Reunions der Mk-II-Besetzung manchmal als Mk V und VII bezeichnet, sodass hier ein Verwechslungspotenzial besteht" Tabelle und Erklärung: Quelle: http://de.wikipedia.org) Ein Satz noch zur Diskografie. Da alle Deep Purple Musiker noch eigene Solokarrieren hatten oder noch haben, verzichte ich darauf, auch noch diese ganze Diskografien Euch zu zeigen, denn das würde den Rahmen sprengen. Musiker auf der CD:Ritchie Blackmore: Gitarre Ian Gillan: Gesang Jon Lord: Keyboard Ian Paice: Schlagzeug Roger Glover: Bass Cover: =================================================Das Frontcover ist wohl eines der besten und schönsten Covers die es gibt, die fünf Jungs sind in Stein (In Rock) gehauen, anstatt der sonst dort in Stein gemeißelten amerikanischen Präsidenten, darüber steht der CD Titel und der Bandname. Ja, ein einzigartiges Cover!! Das Backcover ist ganz schlicht gehalten, mit blauem Hintergrund, stehen an der rechten Seite die CD Titel, daneben nach links gerichtet ein Bild der Band. Über dem Bild steht noch mal der Bandname sowie der CD Titel. Alle Schriften sind in Schwarz gehalten.Das Inlett enthält eine umfangreiche Biografie und auch Informationen zu der CD, sowie zu den einzelnen Künstlern, dazu stehen einige alte Fotos im Inlett. Leider fehlen die Songtexte, was den positiven Eindruck ein wenig schmälert. CD: =================================================1. Speed King [5:51] Von der ersten Sekunde an kracht es gewaltig in den Boxen, so wirr und heftig prasseln die E-Gitarren Klänge und die Drum Schläge auf uns nieder. Erst nach 50 Sekunden kommt etwas Ruhe in das Lied, das Keyboard ist dafür verantwortlich und spielt, ja man kann sagen, kirchliche Töne. Die Ruhe vor dem Sturm? Genau, so kommt es, nach 90 Sekunden geht aber die Post so richtig ab, so wie es der Text auch schon sagt: Speed King (Geschwindigkeits König)I'm a speed king you go to hear me sing I'm a speed king see me fly Saturday night and I just got paid Gonna fool about ain't gonna save Some people gonna rock some people gonna roll Gonna have a party to save my soul Hard headed woman and a soft hearted man They been causing trouble since it all began Take a little rice take a little beans Gonna rock and roll down to New Orleans""See me Fly", und genauso ergeht es uns, wir fliegen mit der hämmernden Musik, unsere Haare fliegen und wir Rocken so richtig ab, und alle Instrumente werden so schnell gespielt, und es ist ein Wunder das keine aus dem Rhythmus, dem wilden exstatischen Rhythmus kommt. Erst nach ca. 3 Minuten beruhigt sich die Szene, alle Instrumente werden leiser, bis auf das Keyboard, jetzt aber nicht mehr mit kirchlichen Tönen, sondern mit schnellen Rockfolgen und Tönen. So nach und nach kommen auch die anderen Instrumente wieder kräftiger hinzu, und ab geht die Post, noch wilder, noch schneller, kaum Zeit um Luft zu holen. Und dann hebt der Song förmlich in den Hardrockhimmel ab, die Drums peitschenden Song jetzt extrem heftig nach vorne, dazu die Gitarren, Wahnsinn, was da für Töne rauskommen, wild, verzerrt, aber einfach nur geil!! 2. Bloodsucker [4:10]Es geht flott und heftig weiter, allerdings ein wenig geordneter als beim Vorgänger. Die Gitarre eröffnet den harten Sound, dazu stampfen die Drums dumpf und heftig mit, ebenso fulminant startet der Gesang. Echt extrem wird es immer, Ian Gillan den Refrain mehr kreischt als singt. Festhalten, oder anschnallen ist angesagt. Ein Song über die Liebe, und darum etwas zurückzugeben: "You really really grab me but I've gotta move Before they know I'm here and spread the news Maybe in while when I've moved around I can find a way to pay you back your twenty pounds Really got a lot of lovin' that I wanna give Baby I'm a mystery but you know I gotta live I tried another but she didn't want to know"Nach etwas mehr als 2 Minuten ist die Gitarre dran, Ritchie legt ein kleines Solo hin, aber er wird direkt vom Keyboard angelöst, aber nur für ein paar Sekunden, dann ist die Gitarre wieder oben auf, und so geht das Wechselspiel eine weile weiter, bis dann eigentlich nur noch Chaos angesagt ist. Der Gesang ist wahrzunehmen, aber man versteht nichts mehr, es ist nur noch ein Gekreische von Ian Gillan zu hören, während die Instrumente ihre kräftigen Bahnen weiterzuziehen. Klasse!! 3. Child In Time [10:14]Jetzt kommt wohl der Kracher von Deep Purple, und haben sie auch danach noch einige andere Kracher gehabt (Highway Star zum Beispiel) ist und bleibt das Lied immer noch mein absoluter Lieblingssong, und das ist nicht nur auf Deep Purple bezogen, der Song ist und bleibt mein Lieblingssong!! Ganz ruhig mit dem Keyboard geht es los, leicht verspielt, aber man merkt jetzt schon, da muss doch noch was kommen. So nach und nach kommen die anderen Instrumente mit dazu, sei es das Schlagzeug oder die Gitarre, auch Ian startet mit seinem ruhigen Gesang. Ein Song, der so aktuell ist, damals wie heute: "See the blind man shooting at the world", tja, man könnte glatt an den Irak denken!?"Sweet child in time you'll see the line The line that's drawn between the good and the bad See the blind man shooting at the world Bullets flying taking toll If you've been bad, Lord I bet you have And you've been hit by flying lead You'd better close your eyes and bow your head And wait for the ricochet" Aber mit jeder Sekunde wird der Gesang intensiver, schreiender, fordernder, und immer aufgewühlter. Auch die Instrumente, die jetzt noch ganz entspannt wirken werden so nach und nach intensiver. Und dann nach ca. 2.30 entlädt sich das ganze, Ian schreit nur noch, die Drums stampfen gewaltig nach vorne und auch die Gitarre ist extrem heftig mit dabei, ein absoluter Wahnsinn dieser Song, und es wird noch schneller, noch kräftiger, dann zwar Rhythmischer aber extrem rockig, alles bebt, alles stampft, Hard Rock in absoluter Vollendung. Wahnsinn was Ritchie Blackmore auf seiner Gitarre fabriziert, so schnell kann kein Mensch auf der Gitarre spielen, Hammerhart, hammergeil, einfach nur ein geiles Solo, bei dem die anderen Instrumente fast verblassen, perfekt!! Nach 6 Minuten ist der Song auf seinem ersten Höhepunkt angekommen, und mit einem Mal, wird alles wieder ganz ruhig, das Keyboard zieht seine sonoren Kreise, und auch Ian ist mit seinem Gesang jetzt wieder ganz ruhig. Aber das kann es doch noch nicht gewesen sein, und schon wird es wieder schneller, die anderen Instrumente stoßen mit dazu, und Ian singt jetzt auch wieder kräftiger, und nach ca. 8 Minuten geht die wilde Fahrt in die nächste Runde. Ein Schrei von Ian folgt dem nächsten, das Lied ist kurz vor dem "erlösenden" Höhepunkt angekommen, oder wie ein anderer User schrieb, der Orgasmus naht. Und tatsächlich, das was jetzt aus den Boxen auf uns niederprasselt sind wilde Schreie, dumpfe und laute Töne und alles in absoluter Ekstase. Child in Time, ein absoluter Genuss, oder um es anderes zu schreiben, ein geiler Höhepunkt!!4. Flight Of The Rat [7:51] Die Gitarre kreischt los, das Schlagzeug folgt schnell und heftig, dann startet Ian mit seinem Gesang, schrill, abgehackt und kurzen Versen. Ein Lied über das Leben, und wie man daraus lernt:"Shaking out a curse Nothing could be worse Walking through the door Who could ask for more Now I'm free And I can see That I am me"Die Drums stampfen und powern das Lied kräftig nach vorne, da möchte auch die Gitarre bzw. Ritchie Blackmore nicht zurückstehen und es wird auf allen Kanälen gepuscht was das Zeug hält. Die Rockrhythmen prasseln uns aus den Boxen so heftig und schnell entgegen, speziell als das Keyboard die Führungsrolle übernimmt, das keine Zeit bleibt Luft zu holen. Es klingt so, als würden sich das Keyboard noch überschlagen, so vehement geht es ab, dann folgt die Gitarre von Ritchie, ein Tempo, atemberaubend, und natürlich schließen sich die anderen Instrumente mit an. Nach ca. 5 Minuten, wird es etwas ruhiger, nur noch die Drums sind zu vernehmen, der Song holt Luft, um noch mal so richtig auszuholen, aber es bleibt etwas entspannter, zumal Ian mit dem Gesang diese Note versprüht. Danach übernimmt, mit einem kurzen Solo das Schlagzeug die Regie, bevor das große Finale folgt, und dem Ende des Liedes, nein, das Schlagzeug legt noch mal los, aber wie, und es trommelt aus allen Boxen, schneller, immer schneller, ein kurzes ein einmaliges Solo! 5. Into The Fire [3:28]Etwas langsamer geht es weiter, dafür aber bedeutend dumpfer und basslastiger. Die Drums stimmen gewaltig und dumpf das Lied ein, dazu der Bass, der so tief spielt, tiefer geht es nicht, und auch Ian Gillan mit seinem Gesang passt sich dem Bild nahtlos an. Ein Song, so wie der Titel schon sagt: "Into the Fire" oder in Deutsch, durchs Feuer gehen, die harte Weisheit die das Leben schreibt: "...out of the frying pan. Take the trouble to decide the things you do Will not be the things that don't appeal to you See the mess your makin' can't you see your fakin' Gonna make it hard for you, you're gonna--into the fireTurn on the mandrake that was given to you See if you can make it like the others do Feel the blood a knockin' when you're finger poppin' Gonna make it hard for you, you're gonna--into the fire Stop your bleeding mind before it's over and done Listen very closely to the message I've sung Feel the blood a knockin' when you're finger poppin' Gonna get a message through, you're gonna--into the fire"Dann übernimmt Ritchie mit seiner Gitarre das Zepter, der Song wird für einige Momente etwas heller, ohne den Pfad des heftigen Hard Rocks zu verlassen. Und in dem Moment wo Ian wieder mit dem Gesang startet ist der Song wieder so dumpf und brachial wie am Anfang. Als wenn eine Herde Büffel aus den Boxen in das Zimmer trampeln würden, absolut Top!! 6. Living Wreck [4:27]Lebendiges Wrack, erzählt die Geschichte einer Frau, die ihr Leben in einer Nacht wegwirft: It takes all sorts - support your local groupie. You came along for a weekend But you only stayed for one night You pulled off your hair You took out your teeth Oh I almost died of fright You'd better do something for your own sake Yes it's a shame Ah you know you're a living wreckYou said you were a virgin Full of promise and mystery But I know that you Would bring me down 'Cos everyone calls you big G You'd better do something for your own sake Yes it's a shame Ah you know you're a living wreck Aus dem Hintergrund hört man die Drums, die nach und nach näher und kommen, dadurch auch vehementer werden, dann ein kurzer Schrei des Keyboards, dazu prescht die Gitarre, die Lautstark mitspielt. Erst als Ian seine Stimme erhebt wird der Song ruhiger, im Hintergrund sind weiterhin die einzelnen Instrumente zu hören, aber Ians Stimme strahlt über allem, und strahlt auch in unsere Gedanken, als wenn er uns die Botschaft einmeißeln möchte. Hin und wieder kreischt die Gitarre, wie eine schreiende Frau, dazu stimmt die Gitarre flehend mit ein. Um dann wieder mit einsetzen des Gesangs etwas ruhiger zu werden. Kein Rock, kein Blues, eher eine Mischung von beiden Blues Rock, so düster und so aussagekräftig, das ruhigste Lied auf der CD, aber ein wunderschönes, das erst kurz vor Schluss heftiger wird, und uns die Botschaft einhämmert!7. Hard Lovin Man [6:38] Ich glaube die Überschrift sagt alles aus, welches Thema uns jetzt nähergebracht wird: "Ein hart liebender Mann"."Come back here it's not over Can't you see there's still time girl I can last make if fast now Oh gotta catch a train I'm a hard lovin' man" Drums setzen ein, die Gitarre spielt direkt mit, mit einem wilden Opening, das erst nach und nach durchdachter wird, diesmal mit Ritchie Gitarre geht die schnelle Fahrt los, dazu trommeln die Drums einen schnellen Schlag nach dem nächsten, und auch Ian mit seinem Gesang ist tatkräftig mit dabei. Dazu kommt das vulminate Spiel des Keyboards, das uns regelrecht von den Sitzen reißt, so schrill, so eindringend, ähnlich einer Sirene, der Ton dringt durch unser Gehör wie ein Laser, ein markanter Ton, aber ein geiler Sound. Erst nach 3.30 ändert sich durch einen Schellenklang das Szenario, jetzt übernehmen die anderen Instrumente den Part des Einpeitschers, vor allem die Gitarre die so wild und schnell spielt, wie es wohl nur Ritchie Blackmore kann. Abrocken ist angesagt, der Song ist so schnell wie die Lichtgeschwindigkeit!!8. Black Night (Original Single Version) [3:28] Schwarze Nacht, dunkle Gefühle, mit der Hoffnung bald wieder frei zu sein, ein Lied das ich allen, aber einer speziell, Wünsche:"Black night is not right, I dont feel so bright, I dont care to sit tight. Maybe Ill find on the way down the line That Im free, free to be me. Black night is a long way from home. I dont need a dark tree, I dont want a rough sea, I cant feel, I cant see. Maybe Ill find on the way down the line That Im free, free to be me. Black night is a long way from home. Black night, black night, I dont need black night, I cant see dark night. Maybe Ill find on the way down the line That Im free, free to be me. Black night is a long way from home"Dumpfe Drums heizen uns ein, dazu der ebenso harte wie schwarze Klang der Gitarre, und eine Stimme die sich diesem dunklen Spiel anpasst. Ein Song der flüssig ist, aber dennoch sehr schön rockig und wunderschön in die Glieder geht zum herrlichen Abrocken. So nach und nach übernimmt Ritchie das Kommando, zusammen mit dem Keyboard drängen sie alle anderen Instrumente für kurze, aber für eine heftige Zeit, in den Hintergrund. Mit Ians Gesang beruhigt sich der Song wieder etwas. Aber Ritchie legt noch mal los, kräftig, und einfach nur stark!! Bonusmaterial: ================================================ =Der Rest der CD ist nicht auf der normalen LP/CD drauf, das Lied Nr. 8 Black Night, habe ich noch normal beschrieben, obwohl es auch schon ein Bonustrack ist. Ab Track 9 werde ich dann nur noch kurze Erklärungen abgeben, aber nur zu den Liedern, nicht zu den Studio Chats. 9. Studio Chat 1 [0:33] 10. Speed King (Piano Version) [4:14]Speed King, in einer ungewohnten Piano Version, bei der zum Teil das Lied "Take Five" von Dave Brubeck Pate stand, wie es auch um Studio Chat 1 angeklungen ist. 11. Studio Chat 2 [0:25] 12. Cry Free (Roger Glover Remix) [3:20]Cry Free, geht hammermäßig los, mit dem Drums am Anfang und einer extreme schnellen Gitarre, aber die Drums puschen das ganze Lied, dazu der leicht verkniffene Gesang von Ian, aber immer wieder vehement die Drums, die damit dem Lied den Stempel aufdrücken, aber so nach und nach spielt sich auch Ritchie mit seiner Gitarre ein. Mal wieder aberwitzig wie schnell er über die Seiten fliegt. 13. Studio Chat 3 [0:05] 14. Jam Stew (Unreleased Instrumental) [2:30]Von Beginn an ist die Gitarre dabei, dann preschen die Drums mit dazu, und auch das Keyboard spielt extreme schnell. Ein Song mit einem enormen Drive, so schnell, so gekonnt, Klasse! 15. Studio Chat 4 [0:40] 16. Flight Of The Rat (Roger Glover Remix) [7:53]"Flight of the Rat" im Roger Glover Remix. Da muss vielleicht der absolute Fachmann her um Unterschiede zu hören, ich höre keine. 17. Studio Chat 5 [01:31] 18. Speed King (Roger Glover Version) [5:52]"Speed King" auch in der Roger Glover Remix Version, vielleicht ein Tick Basslastiger als die normale Version, aber sehr große Unterschiede gibt es da nicht. 19. Studio Chat 6 [0:23] 20. Black Night (Unedited Roger Glover Remix) [4:47]"Black Night" in einer unveröffentlichten Version, ein Stück länger als die Version die dann auf die Scheiben gepresst wurde. Aber im Tenor und im Stil gibt es da keine Unterschiede, ein Tick mehr Keyboard, der Bass von Roger Glover etwas intensiver als in der normalen Version, und auch die Gitarren Solos von Ritchie Blackmore sind in dieser Version etwas kräftiger und länger. Insgesamt eine Klasse Version, die ich sogar ein wenig lieber habe, als die endgültige Fassung. Fazit: =================================================Fü r mich ist und bleibt, die sogenannte MK II Besetzung, die auch auf dieser CD anzutreffen ist, die ultimative Deep Purple Besetzung. So gute Musiker gibt es halt nur einmal und die kann man halt nicht ersetzen.Ob es nun Roger Glover am Bass ist, oder Ian Gillan mit seiner markanten Stimme, Jon Lord an den Tasten, Ian Paice an den Drums, oder der einzigartige Ritchie Blackmore an der E-Gitarre Alles Ausnahmemusiker, die sich zusammengefunden haben und großer erreicht und bewegt haben. Nicht umsonst nennt man dieses Album von Deep Purple die Geburtsstunde des Hard Rock und des Heavy Metall. Alles was danach kam, baute quasi auf diesem Album auf, Größen wie Metallica, Motörhead um nur einige zu nennen, haben bei Deep Purple gelernt.Sicherlich ist es musikalisch nicht allererste Sahne, nicht umsonst sagt Roger Glover über dieses Album: "Die Nadeln der Aussteuerungsinstrumente waren damals ständig im roten Bereich" (Quelle: Klang.: 02-03), und daran kann auch diese Special Edition oder Anniversary Edition, wie es genau heißt, nichts ändern. Trotzdem bleibt dieses Album das ultimative Album von Deep Purple, und diese Anniversary Edition bietet auch einiges, was die "normale" CD, nicht bietet, sei's "Black Night" als ersten Bonustrack, dazu kommen diverse Einblicke im den Studioalltag der Gruppe, und einige Remixes oder neue Stücke, die erst später auf reguläre CDs gebrannt wurden.Alles in allem bleibt festzuhalten, ob es sich um die "normale" Version handelt, oder die Anniversry Edition, Deep Purple hat ein Album vorgelegt das Maßstäbe gesetzt hat!! Abschließen möchte ich meinen Bericht, mit einer Rezension, die das alles noch mal auf den Punkt bringt:"Deep Purple hat eigentlich nie hirnlos draufgehauen, Musik und Texte waren immer wichtiger als die Lautstärke. Außerdem waren die Musiker von Deep Purple Wegweiser in Sachen Rock. Richie Blackmore an der Gitarre, John Lord an den Keyboards oder auch Schlagzeuger Ian Paice zählen bis heute zu den Topleuten an ihren Instrumenten und werden nicht zu Unrecht als die Urväter des Hardrock bezeichnet. (Quelle: www.br-online.de/ Klaus Bleicher) Deep Purple - In Rock eine LP/CD die in keiner (guten) LP/CD Sammlung fehlen darf!!Euer tomrot ================================================= (Bei dooyoo.de, yopi.de und preisvergelich.de unter einem anderen Nick)
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23.05.2012 16:32
Top Bericht! BH und LG =)
15.01.2012 01:19
Das war mein erstes Album, gefolgt vom schwarzen LIVE-Album von Uriah Heep. Ich habe so einige Deep Purple-Konzerte gesehen, das letzte vor einigen Jahren auf dem Hessentag. Und hier noch ein rockiges BH für dich ... LG Andreas
12.12.2011 18:32
Wahnsinn! Liebe Grüße...Bernd